Ascheaustragung selbst bauen

  • Hallo zusammen,
    meine Frau schimpft zwar schon, dass ich so viel im Heizraum bastle, aber ich tune lieber meine Heizung als am Auto rumzubasteln.
    Nun will ich mein nächstes Projekt anpacken: eine automatische Auscheaustragung. Hier habe ich eine sehr schöne Anregung gefunden. Pelletasche ist eine ziemlich staubige Angelegenheit und gestern beim Saubermachen des Kessels habe ich noch glühende Asche vorgefunden, also dann nicht direkt in den Abfallkübel entleert, sondern erst in der Garage in einen Metalleimer. Das hat so blöde gestaubt, dass es mir genervt hat. Obwohl ich vorsichtig war.
    Nun ist die originale Austragung mir einfach zu teuer. Und sowas kann man auch gut selbst bauen. Da ich nicht schweißen kann, bin ich natürlich auf der Suche nach geeigneten Materialien, die man dazu nehmen könnte. Eigentlich ist doch ein Erdlochbohrer auch nichts anderes als eine Schnecke. Und so ein Teil könnte man doch gut als Ascheaustragungsschnecke benutzen. Weiß jemand von Euch, welchen Durchmesser die originale hat und wie lang die ist?

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo Thomas,


    habe sie zwar noch nicht Live gesehen aber ich kann dir hier mal ein Bild zeigen:
    [Blocked Image: http://s1.directupload.net/images/user/131231/temp/pqwyjt9t.jpg]


    Schätze mal das sie so 8-10cm im Durchmesser hat.
    Bei mir kommt die Asche in den Hühnerstall und auf den Kompost.

  • Ich glaube, das wird gar nicht so schwierig mit der Luftdichtheit. Hinten (am Motor) ist es wahrscheinlich am schwierigsten. Nach vorn muss ganz klar der Verschluss, der den Aschekastendeckel ersetzt, auch so angeschraubt werden und dann muss dann das Rohr, durch das die Schnecke in den Behälter geht bis zum Behälter halt zu sein. Und einen Behälter dicht zu bekommen, wird nicht das große Problem sein. Wo ich meine Anregung geholt habe (Link weiter oben, ist der eigentlich auch User hier? Der erwähnte mal einen Michi, der ihm bei der Steuerung geholfen hat, der könnte gut unser Michi sein), der hat einen normalen handelsüblichen Ascheeimer mit Deckel umgebaut. Diese Deckel sind eigentlich dicht und wenn das noch nicht reicht, kann man da auch mit einer Silikondichtung oder was ähnlichem nachhelfen.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Das könnte aber auch Konflikte mit deiner geplanten Pressluftreinigung verursachen!

  • Ja das ist Sunday und der Michi ist auch hier im Forum, wenn mich recht erinner ein Österreicher.
    Ich hab mir mal vor einigen Wochen Sundays Anlage angesehen, der hat echt schon einiges interessantes gebaut.
    Die Brennerschale wird bei Sunday auch ausgepustet.
    Das ist wohl kein Problem.

  • Ja Michi kenne ich (rscomp). Der ist ja ohnehin ein Spezialist und nicht umsonst Seniormitglied. Aha, das ist dann Sunday.


    Und über die Pressluftreinigung mache ich mir mit der Ascheaustragung keine Gedanken. Die muss ja auch Luftdicht sein. Und den Deckel des Aschebehälters kann man ja auch verriegelbar gestalten. Ich meine, die originale ist auch verriegelt.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Ein gesundes Neues Jahr erst einmal an alle.


    Ich war eine paar Tage verreist, daher erst jetzt mein Kommentar hierzu.


    Hallo Thomas, freut mich sehr, dass dir meine Ascheaustragung gefällt. Ich habe sie nun schon etwa 2 Monate in Betrieb.
    Funktioniert recht gut, nur bekomme ich so nicht alle Asche aus den Aschekasten. Der Winkel des Aschekastens muss ich nach der Heizperiode noch etwas steiler Stellen.


    Das Luftproblem ist recht einfach in den Griff zu bekommen. Hinten am Motor habe ich einfach eine Art hitzebeständigen Schaumstoff zugeschnitten, der bei mir auf der Arbeit liegen geblieben ist.
    Vom Aschekasten zum Blecheimer brauchst du auch nicht sehr viel Abdichten. Die verdichtete Asche dort ist schon so dicht, dass ich den Brenner auch mal für kurze Zeit ohne den Deckel des Blecheimers
    zu schließen betreiben kann.
    Die Ascheaustragung lasse ich jeden Tag 15 Min über eine einfache Zeitschaltuhr laufen. Habe in den 2 Monaten schon etwa 2 t Pellets verfeuert und erst einmal die Asche im dem Aschekasten zusammengeschoben und den halbvollen Blecheimer entleehrt.


    Da ich sehr schlechte , dunkle Pellets verbrenne, wird meine Brennerschale alle 2 Stunden in laufenden Betrieb ausgeblasen, was kein Problem dastellt.


    Minderwertige Pellets kann ich aus Erfahrung nur jeden anraten, der einen Brennerschalenreinigung besizt.
    Ohne die Brennerschalen aus zu blasen, schaltet mein Brenner nach ca. 24 Stunden Dauerbetrieb auf Störung, da in der Schale so viel Asche liegt, dass die Pellets nicht mehr nachrutschen können und so den Pelletschlauch verstopfen.


    Alles im Allem hat mir die Bastellei ca. 100€ gekostet und dafür würde ich es imer wieder machen.


    Nun viel Spass beim Nachbauen.

    Gruß
    Jörg



    Atmos P21, [lexicon]Laddomat[/lexicon], 800l Hygienespeicher, UVR 1611, Controler zur Lambdamessung, Luft-und Leistungsregelung, Lambdasonde aus den Motorsport,
    Glühkerzenzündung, Selbstbau Sauganlage, 14 m² Vakumrohren-Solaranlage. Weiter Informationen unter http://www.my-pellet-heizung.de

  • Hallo Jörg,
    auf Deine (sehr informative!) Seite bin ich über Google gestoßen, als ich auf der Suche war, welche Heizung ich mal einbauen will.
    Bei meinen jetzigen Pellets mache ich die Brennerschale einmal in der Woche sauber, ich könnte aber locker auch den Abstand erhöhen. Ein wenig orientiere ich mich an der Abgastemperatur. Wir waren ein paar Tage weg und da lief der Kessel wohl ein einziges Mal (noch kann ich das nicht nachvollziehen, ich rüste die Regelung auf Datenlogging irgendwann im Januar um). Aber davor (Weihnachten halt) war ich zu faul zum Saubermachen. Nun hat der Brenner gemeckert: Abgas zu hoch. Ich habe die Schwelle auf 130 Grad eingestellt, weil nach dem Säubern die normale AGT um die 110 Grad ist (also die angezeigte, real ca. 15-20 Grad höher, weil mein Fühler in einer Tauchhülse steckt). Und da habe ich festgestellt, dass es sehr nötig ist, den Kessel sauberzumachen. Der liefe wohl auch noch dreckiger. Und in der Brennerschale hatte sich dann schon ein Haufen Zeug abgelagert. Aber die Funktion war noch gar nicht beeinträchtigt. Aber ich will auch irgendwann minderwertigeres Zeug ausprobieren und da ist mir klar, dass es ohne Brennerschalenreinigung nicht geht.
    Was die Steuerung der Ascheaustragung angeht, dachte ich eben auch an eine einfache Steckerzeitschaltuhr. Was anderes macht ja das Modul von Atmos auch nicht.
    In der Bucht fliegen einige Getriebemotoren rum, ich bin mir da noch nicht so sicher, was dazu verwenden lässt. Was die Eisenteile angeht, habe ich nun auch Hilfe gefunden. Ein Freund von mir ist Metallbauer, der würde mir auch was schweißen. Wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe, braucht man hinten ein Blech, auf das der Motor kommt und das statt der Abdeckung draufgeschraubt wird und man bracht sowas wie einen Aschekasten ohne Rückwand und vorn mit Loch und angeschweißtem Stutzen zum Aschebehälter, wo dann die Schnecke durch muss. Hast Du Dir vielleicht Zeichnungen angefertigt?


    Dann noch was anderes: Welches Material hast Du denn als Ausblasrohr im Brenner benutzt? Wie haltbar ist das? Ich meine, Michi hätte mal geschrieben, er würde beobachten, dass ein Messingrohr nach und nach zu weich würde.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Da hat Jörg ja schon alles gesagt was es zum Thema zu sagen gibt.


    Vieleicht noch das es nicht wirklich dramatisch ist wenn unten noch Asche in der Lade liegt.

  • gleichzeitig geschrieben......


    Ich hab ein Kupferrohr verwendet welches ein Stück kürzergeschmolzen ist jetzt aber in seiner Länge stabil ist. Sollte ich es mal ersetzen dann gegen ein Stahlrohr (Bremsleitung)

  • Hallo Thomas,


    das Prinzip hast du schon richtig beschrieben.
    Eine Zeichnung habe ich leider nicht mehr. Ich habe mir angewöhnt immer vorher Pappschablonen anzuferigen bevor ich das endgültige Teil baue.


    Für die Motorhalterung hinten schraubst du einfach das Blech ab und machst dir daraus eine Schablone.
    Als Getriebemotor kannst du fast alles verwenden , was nicht mehr als 20 U/min hat. In der Bucht gibt es immer mal wieder einen 230V Mötörchen mit 4U/min für 20€ und rechts links Lauf.
    Der ist völlig ausreichent.
    Für den Aschekasten ( Länge 49 cm) nimmst du einfach ein Blech ( ich habe ein 2mm Blech verwendet) und biegst es in der Mitte im 90° Winkel.
    Schenkellänge kann ich dir leider jetzt aus den Kopf nicht sagen, musst du halt nachmessen.
    Vor diesen V lässt du dann das Fertige Frontblech schweißen. Im Frotblech habe ich ein 63 mm Loch mit der Lochsäge geschnitten und anschließend eine 63 mm Auspuffrohr angeschweißt.
    Mit den Blecheimer geht das genauso. Loch ausschneiden und Rohr durch den Eimer nach innen führen ( ca. 3-4 cm reichen) und anschweißen.
    Die Schnecke ist bei mir aus einer original Atmos-Schnecke (38mm) gefertigt worden, die ich von einen Bekannten geschenkt bekommen habe. In der mitte der Schnecke passt ganau ein 1/2 Zoll
    Rohr hinein. Eine größeren Durchmesser der Schnecke kann ich aber aus meiner jetzigen Sicht nur empfehlen, da mehr Asche aus den Kasten transportiert wird.


    Für die Pressluftreinigung habe ich ein Messigrohr verwendet. Kann dir aber auch nur zu einen Stahlrohr raten, was ich auch noch mal nachrüsten werde.

    Gruß
    Jörg



    Atmos P21, [lexicon]Laddomat[/lexicon], 800l Hygienespeicher, UVR 1611, Controler zur Lambdamessung, Luft-und Leistungsregelung, Lambdasonde aus den Motorsport,
    Glühkerzenzündung, Selbstbau Sauganlage, 14 m² Vakumrohren-Solaranlage. Weiter Informationen unter http://www.my-pellet-heizung.de

  • Vielen Dank für Deine Ausführungen. Das klingt alles nicht so kompliziert. Und ja, solche Motoren gibt es immer wieder, die haben dann zwischen 1 und 10 Umdrehungen pro Minute. Ich dachte erst, dass der Motor recht stark sein muss, aber offensichtlich reichen dann solche Motoren, die für Grills gedacht sind.
    Und das Ascheentleeren ist ja auch nicht abhängig davon, ob der Brenner läuft oder nicht. Da passt dann eine simple Zeitschaltuhr. Da ginge sogar die von unserer Fensterbeleuchtung.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo zusammen,
    ich hole das Thema nochmal nach vorn. In der Bucht bietet jemand einen Getriebemotor an, der 10 U/Minute macht, der könnte brauchbar für die Ascheaustragung sein. Der hat 2,5 Nm. Reicht das dafür aus?
    Hier ist er zu sehen: Link .

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo Thomas,


    der Motor ist für die Ascheaustragung sehr gut geeignet und auch noch günstig.

    Gruß
    Jörg



    Atmos P21, [lexicon]Laddomat[/lexicon], 800l Hygienespeicher, UVR 1611, Controler zur Lambdamessung, Luft-und Leistungsregelung, Lambdasonde aus den Motorsport,
    Glühkerzenzündung, Selbstbau Sauganlage, 14 m² Vakumrohren-Solaranlage. Weiter Informationen unter http://www.my-pellet-heizung.de

  • Nein, das habe ich erst einmal verschoben.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Die Ascheaustragung mit dem oben verlinkten Motor funktioniert, aber völlig störungsfrei nur mit einer kleinen Schnecke und gleichmäßig feiner Asche.


    Meine Schnecke ist ca. 90mm im Durchmesser und wenn dann etwas Schlacke in der Asche ist schaffte der Motor das nicht mehr. Habe im Moment Pellets mit EN A1 aus CZ, die sind der größte Mist den ich jemals verfeuert habe. Das nächste Mal gibt's wieder NoName aus RU.
    Die Schnecke drehe ich jetzt manuell mit einem 18V Akku-Schrauber. Selbst der schafft das nicht immer.
    Das mag aber an der großen Schnecke mit Innenrohr/Welle liegen. Die fördert wirklich sehr viel und eigentlich gut.
    Die Federn aus 10mm breitem Stahl waren mir zu langsam, heute würde ich die vielleicht auch nehmen.

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