verlängerter Abgasweg?

  • Hallo Optimierer,


    ich war gerade gestern auf einer Messe und habe mir mal wieder die "Konkurenz" genauer angesehen, und mit ein paar
    Verkäufern gesprochen. Alle meinen, mit Ihren Kesseln würde man deutlich mehr Wärme aus dem Holz holen als mit einem Atmos.
    Wie sehr das stimmt kann ich nicht überprüfen, nach Betrachtung der Brennräume würde ich sagen:
    ein Holz-Feuer in den verschiedenen Kesseln kann sich nicht so sehr unterscheiden - wenn die Menge Primär- und Sekundärluft stimmt.
    (Primärluft ist bei mir elektronisch nach AGT geregelt - Sekundär noch nicht)


    Wenn
    man davon ausgeht, dass das Feuer ähnlich ist, kann der Vorteil der effektiveren Kessel nur im Wärmetauscher liegen.
    Es gibt moderne Kessel, die einen deutlich längeren Abgasweg vorsehen: vom Brennraum nach oben, dahinter aussen wieder runter, in der Mitte hoch und zum Gebläse, etwas so:




    Ich habe mich gefragt, ob man nicht beim Atmos - speziel bei einem mit 8 Rohren (50GSE) auch einen verlängerten Abgasweg realisieren könnte.


    Idee:
    Unterhalb des Wärmetauschers wird quer eine senkrechte Trennwand eingezogen (z.B. Fliesen), so dass der Abgasstrom nur die vier vorderen Rohre erreicht.
    Dann wird oben eine Haube aufgesetzt, so dass das Gebläse nur aus den beiden hinteren mittleren Rohren saugt.
    Die Abgase würden also mit hoher Temeperatur durch die vier vorderen Rohre nach oben steigen (doppelte Strömungsgeschwindigkeit wie normal),
    dann durch die beiden äusseren hinten wieder runter (mittlere Temperatur, vierfache Strömungsgeschwindigkeit),
    und dann in der Mitte wieder hoch (niedrige Temperatur, vierfache Strömungsgeschwindigkeit).


    Das Ziel: durch die hohe Geschwindigkeit braucht man - zumindest hinten - wahrscheinlich keine (normalen) Turbulatoren, sondern die Ströung ist ohnehin turbulent.
    Der lange Weg (drei Tauscherrohre in Reihe) könnte trotz der höheren Strömungsgeschwindigkeit zu einer niedrigeren Abgastemperatur führen.


    Zu klären wäre: reicht der Querschnitt der zwei verbleibenden Rohre aus (70 cm²), um genug Luftdurchsatz für die Nennleistung zu erreichen?
    Gefühlsmässig denke ich: bestimmt, denn normalerweise muss man die Luft ja erheblich drosseln.


    Unterscheidet sich das Gebläse zwischen dem 30GSE (4 Rohre) und dem 50GSE (8 Rohre) eigentlich? Wenn nicht, hätte der 50er ja (ungedrosselt) nur die halbe Strömungsgeschwindigkeit vom 30er.


    Hat jemand Kommentare zu dieser Idee, oder womöglich schon mal sowas probiert?


    Paul




    (obwohl das nicht direkt ein Turbulator-Thema ist, habe ich es trotzdem hier hingeschrieben, weil Turbulator- und Wärmetauscher-Optimierung für mich zusammengehören - wenn falscher Ort, dann bitte verschieben)

  • Verlängerung des Rauchgasweges:
    Das kann man erreichen durch den Tausch originalturbu´s gegen Förderschnecken. Als Beispiel. In der Schnecke wird der Weg im Rohr bedeutend weiter. Ich muss nicht unbedingt den Wasserweg verlängern, das funktioniert auch mit dem Gasweg.
    Sicher längerer Rauchgasweg bringt mehr Energie in das Wasser. Jeder Kessel kann nur soviel Energie aus dem [lexicon]Holz[/lexicon] herausholen wie darin gespeichert ist. 1. Vorraussetzung ist eine saubere ,effektive Verbrennung. Gute Kesseldämmung, auch Dämmung der Türen. Saubere Rauchgaswege sorgen für einen guten Wärmeübergang. Ideal ist ein ausreichend Temperaturbeständiges, gut wärmeleitendes Material. Ideal wäre natürlich die hohen Temperaturen neben der Brennkammer effektiver nutzen zu können. Da wären Rippen sehr hilfreich doch auch schwerer zu reinigen. dann sehe ich noch die Rauchgasgeschwindigkeit und Verwirbelung der Selben. Wobei ja bekannt ist das diese Rauchgasströme generell schon turbulent sind.
    Was sehe ich prinzipiell an den Premiumkesseln, was anders, besser ist ?


    Schöne Optik durch meist vorgehangene Türe. ( schön sieht der aus )
    Halbautomatische Registerreinigung. (Wie gründlich die arbeitet lasse ich außen vor, nur wird eine vernünftige Bürstenreinigung dadurch vernachlässigt )
    Gute Microprozessorregelung für den Abbrand. ( Das kann sehr gut die preiswerte ST81 Z-Pid oder vergleichbare )
    Microprocessorsteuerung für das Puffermanagment. (Habe ich abgeklemmt)
    Bessere Brennkammer ( eine Annahme von mir)
    Bessere innere Primärluftführung ( Die hat sogar auch der GSE )( Mein HV auch ,zwei Stunden Arbeit )
    Regelung des gesamten Heizkreises und WW ( brauch ich nicht )(Heizkreis und WW werden extern geregelt )
    Geregelt nach Lambda ( hab ich meinem auch gegönnt, ca.5 Stunden Arbeit )
    Mit den 7 Stunden Arbeit kam ich natürlich nicht aus erst kam mal denken, denken.Beobachten.
    Macht in Summe 8000,- bis 10000,-€ im Schnitt gegenüber 3000,- bis 4000,-€ bei 40 KW.


    Habe ich etwas vergessen ? Ach ja, wenn meine Regelung spinnt kostet das nicht 2800,-€, wenn mit der Hydraulik oder dem Abbrand etwas nicht stimmt behebe ich das ,kostet mich nichts außer Hirnschmalzwärme.
    Mein HV steht im ehemaligen Schweinestall. Der muss nicht hübsch sein, heizen soll er .Der darf ruhig aus dem Osten sein, ich unterhalte mich eh nie mit ihm.

    NMT-HVG 40 Sekundärluft nach Lambda. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • alfons:
    Deswegen schrieb ich ja:

    Quote

    Unterscheidet sich das Gebläse zwischen dem 30GSE und dem
    50GSE eigentlich? Wenn nicht, hätte der 50er ja nur die halbe Strömungsgeschwindigkeit vom 30er.

    Es ist also ein anderes Gebläse bzw. Lüfterrad?


    Kunifer:
    Ja, ich sehe das auch so wie Du: das meiste, was die "Premiumkessel" dem ATMOS voraushaben brauche ich auch nicht:

    • Optik ist mir egal
    • Elektronik mache ich ohnehin selber
    • Gluthaltung und schnellerer Start ist für mich nicht so wichtig, weil ich nur einmal pro Woche heize, dann einen ganzen Tag
    • AGT-Regelung habe ich schon

    was bei mir noch fehlt:

    • Lambdaregelung
    • bessere Dämmung
    • besserer [lexicon]Wärmetauscher[/lexicon]

    Womit die Kurve zum Thema wieder gefunden ist:
    Da die Sache mit den besseren Turbulatoren wohl in diesem Winter nichts mehr wird, bin ich auf die Alternatividee
    "Reihenschaltung der Rohre"
    gekommen.
    Du hast schon recht, die geänderte Geometrie der besseren Turbulatoren bewirkt das Gleiche: höhere Strömungsgeschwindigkeit.
    Aber bei meinem Ansatz mit der Reihenschaltung habe ich 3 Rohre nacheinander und kann evtl. dadurch auf eine niedrigere Abgastemperatur (= höhere Ausbeute) kommen.
    Natürlich können 8 parallele Rohre mehr Energie übertragen als nur 4 bzw. zwei. Aber der 30 GSE hat auch nur vier Rohre und kann damit 30 kW übertragen. Wenn ich meine vorderen Rohre (die länger sind) nutze wie beim 30er, und die hinteren zum weiteren Abkühlen nehme, komme ich vielleicht insgesamt auf mehr als 50 kW - das wär doch was!




    Paul

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