Brennstoffeinsparung durch Regelung der Abgastemperatur

  • Es gab im anderen Forum derletzt einigen Disput über die Sinn oder
    Unsinn der Regelung der Abgas- und/oder Kesseltemperatur durch die die
    Lüfterdrehzahl zum einen und Sinn oder Unsinn einer Regelung der
    Sekundärluft ohne Abgasregelung zum anderen. Dazu passend erreicht mich diese Tage
    eine Mail. Folgender Auszug

    stellt das eigentlich ganz klassisch dar. Der Mann hatte eine
    sehr hohe Abgastemperatur. Die kriegt man nicht mit einer
    Sekundärluftklappe runter. Was würde dann eine alleinige
    Sekundärluftregelung nutzen?




    Ich denke daher, es ist eben doch der richtige Weg, eine Steuerung
    anzubieten, die mit der Abgas- und Kesseltemperaturregelung beginnt und
    die Lambda-geführte Sekundärluftregelung nur als Option bereitstellt,
    die eben nicht jeder braucht


    Obiger Kessel ist übrigens ein Atmos.

  • Hallo Thomas,


    Deine Reglungs Anlage habe ich nicht.
    Als ich 2005 meinen GSE in Betrieb nahm lag meine Abgastemp. über 230°. Als dann Woodstoker seine Abgastemp.Reglung mit dem KS 40-10 vorstellte und seine Ergebnisse schrieb, habe ich ich mir dies auch installiert. Ich war und bin bis heute froh das ich dies gemacht habe. Früher habe ich viel mehr [lexicon]Holz[/lexicon] benötigt um meine 2000 lt voll zu bekommen. Ich bin keiner der sein [lexicon]Holz[/lexicon] wiegt und habe auch keinen Wärmemengenzähler. Ich verbrauche wesentlich weniger [lexicon]Holz[/lexicon] als Früher. Ich fahre jetzt meinen Kessel mit einer Abgastemp um die 140 - 155°. Ich lag mal bei einer Abgastemp um die 130° aber da bekam ich Ärger mit dem Schorni er gab mir eine Handvoll harter Brocken (Glanzruß) aus dem Schorstein.
    Ein Vorteil ist auch das ich im [lexicon]Wärmetauscher[/lexicon] diese neuen
    Turbulatoren drin habe. Ddurch steigt die Kesseltemp schneller an.
    Ein Nachteil hat meine Abgasreglung die die Zuluft drosselt, der Abgasventilator läuft voll durch. Wenn die Luftklappe mal voll zu ist, dann habe ich das Nebengeräusch das die Klappe pfeift, weil eben der Ventilator voll durch zieht.
    Mir ist klar das eine Reglung der Ventilator Geschwindigkeit sinnvoller wäre, inkl. ein bischen Stromeinsparung, aber...


    Diesen Disput kann ich nicht verstehen. Dies können nur welche schreiben die keine Ahnung haben, oder so naiv sind und die Werkseinstellung des Kessel als Non plus ultra hinstellen. Solchen hatten wir "nebenan" zur Genüge. Oder sie vetrauchen dem HB der sagt ich habe ihn "richtig" eingestellt . Dann kamen sie zu uns weil der Kessel nicht über 60° kam und nur Ruß brachte, weil die Luftklappe zu gemacht hatte.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

    Edited once, last by juergen ().

  • Hier ein Auszug eines Beitrages von Thomas aus dem Holzvergaserforum. Hier wird der Vorteil einer Drehzahlregelung gegenüber einer Primärluftklappenregelung m.M.n. recht gut beschrieben.


    Zitat Thomas Vollmar:
    „Kessel mit zu hohen Abgastemperauren müssen auf ein tragfähiges Maß eingedrosselt werden und das geht am besten über die Lüfterdrehzahl. Eine Sekundärluftklappe kann das nicht. Primär- und Sekundärluftklappen zusammen könnten das auch bei ungeregeltem Lüfter. Das aber hat Nachteile. Bei einem Saugzugkessel zieht sich der Lüfter auf Nennleistung die Luft ran, egal wo er sie herkriegt. Wie ein Staubsauger. Dem Lüfter ist es da egal, ob die Luft durch die Klappen reinkommt, oder über parasitäre Nebenluft. Da fällt dann jede dreckige Dichtung, jede Pore in der Schweißnaht auf. Wird der Lüfter geregelt, ist das egal. Zudem ist die Klappensteuerung nichtlinearer als die über die Drehzahl. Wenn man einem Staubsauger den Rüssel zuhält, hört man dessen Drehzahl steigen, wenn man den Rüssel ganz zudrückt. Aber eben erst ganz zu drücken. wenn man nur ein bißchen freigibt -vlt. 25%- hat dass faktisch keine Auswirkung auf die durchlaufende Luftmenge. Der Querschnitt des Lufteintritts ist dann zwar um 75% verkleinert. Durch den steigenden Unterdruck steigt aber die Eintrittsgeschwindigkeit und die Luftmenge bleibt annähernd konstant. Erst auf dem letzten Stück der Klappenregelung verringert sich wirklich effektiv die Luftmenge.


    Daher ist die Drehzahlregelung der alleinigen Klappenregelung überlegen. Es machen ja nicht umsonst sämtliche Kesselhersteller so, die eine Regelung anbieten. Außer Atmos sind das meines Wissens alle“.


    Kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.


    Hier noch der vollständige Beitrag:
    http://www.holzvergaser-forum.…der-abgastemperatur#70812


    Gruß Gust

  • Ich muss mich Vollmar anschließen. Doch zuvor würde ich sagen steht die Anpassung durch geeignete Turnbulatoren weil durch diese die max. Energie des Rauchgases in das Wasser übergeht. Ohne eine regelung wie sie zB Vollmar aber auch Andere anbieten würde ich keinen HV betreiben wollen. Für mich ist Regelung die Atmos anbietet völlig überaltet.


    Ralf

    NMT-HVG 40 Sekundärluft nach Lambda. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Besten Dank, Gust, für das Rüberkopieren!


    Ich wollte lediglich darstellen, dass man mit der Abgastemperaturregelung sehr viel an Verbesserung erreichen kann. M.M. mehr, als mit einer Sekundärluft- ohne Aggastemperaturregelung. Das war im anderen Forum Gegenstand unterschiedlicher Ansichten. Liest man die Reaktionen dort, könnte der Verdacht aufkommen, so manchem ginge es um mehr, als um dieses.


    Naja, ist halt so, muß man durch als Lurch.


    Allerdings kann ich die Brustschwellung nicht verhehlen, die sich beim Lesen der zitierten Mail einstellte. Zwar kriege ich selten negative Rückmeldungen, sondern in aller Regel gar keine. Mit diesem Nutzer bin ich aber wegen anderer Angelegenheiten um die FS470 weiter im Gespräch und daher der Mail-Verkehr.


    Es gibt auch negative Erlebnisse. So hatte ich gerade mal eine Steuerung zurückgenommen. Der Nutzer kam mit dem Lüfter nicht zurecht, der lief nicht richtig. Ist manchmal schon komisch, obiger schreibt, der Einbau sein kein Problem, ein anderer hat doch eines mit dem gleichen Kessel. Ich habe die Steuerung getauscht, die zurück gesandte getestet und sie lief anstandslos. Kalibriert und funktioniert. Ich weiß nicht, was da dort das Problem war. Sie ist inzwischen anderswo im Einsatz und es kommen keinerlei Klagen. Die Austauschsteuerung bekam dann aber wirklich einen Wischer, die habe ich zurückgenommen und da war im Meßverstärker ein Widerstand hochohmig. Wie das geht, ist mir unklar, aber den Nutzer dürfte da keinerlei Schuld treffen. Der Widerstand war nicht am Eingang. Selbst wenn man da irgendwas ungeeignetes angeklemmt und selbst wenn die vorhandene, nicht eben billige Schutzbeschaltung versagt hätte, wäre das eines der Bauelemente gewesen, die ziemlich als letztes hätte kaputt gehen müssen.
    Sei's drum, auch diese Steuerung ist schon wieder weg.
    Wenn aber jemand erzählen will, es gäbe mit anderen Geräten nie irgendein Problem, dann hat das für mich einen ähnlichen Wahrheitsgehalt, wie die Planerfüllung zu DDR-Zeiten.



    Ich habe im Moment ein ganz anderes Projekt auf dem Tisch, da geht's im wahrsten Sinne um heiße Luft. Läuft das so, wie ich es erhoffe, dürfte im Zuge dessen die Arbeit für ein monochromes, graphisches Display erschlagen werden und dann könnte die FS500 langsam wieder in den Focus rücken. Gleichzeitig kämpfe ich an einer anderen Front, um das im Atmos-Forum letzten Sommer künstlich aufgekochte Problem zu lösen. Ich weiß aber noch nicht, inwieweit das klappen kann, bzw. finanzierbar ist.


    Ansonsten, wenn zwischendrin Zeit ist, will ich denn doch endlich mal das Projekt Heizkreis angehen und die Geschichte Fernbedienung wenigstens irgendwie vorbereiten.

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