Erdwärmepumpe mit Solesonde?

  • Hallo,


    ich weiß nicht so recht ob ich hier richtig bin, aber ich versuche es einfach mal.


    Wir möchten uns ein Haus kaufen. Diesbezüglich möchte ich mich schon einmal vorab ein wenig informieren. Als Heizquelle würden wir gerne etwas umweltfreundliches einbauen, womit wir uns quasi selbst versorgen könnten. Bei der Recherche bin ich nun auf solch eine Wärmepumpe mit Solesonder gestoßen. Nun meine Frage: Sollte man solch eine Wärmepumpe ausschließlich in einem Neubau verbauen oder würde dies auch in einem etwas älteren Haus gehen? Also ob das rentabel wäre!


    Wir haben uns noch nicht komplett entschlossen ob wir selbst bauen oder ein Haus kaufen. Das kommt eben drauf an ob wir etwas schönes finden, oder ob wir ein gutes Angebot bekommen. Wie gesagt, ich möchte mich vorab nur ein wenig infomrieren.


    Gruß

  • Hallo Sandra alias Bluna,
    ein herzliches willkommen bei uns im Forum.
    Wir wünschen Dir viel Freude und Kraft für Dein Vorhaben.
    Wie Du lesen kannst ist in Deiner Richtung nicht allzu viel hier zu erfahren. Es gibt aber auch User die nicht nur einen Holzvergaser betreiben.
    Dein Vorhaben ist wohl von verschieden Faktoren abhängig. Ausschlaggebend wird auch die Finanz Seite sein die so manchen Wunsch nicht erfüllen lässt. Man muß sich vorher alles genau durch rechnen. Reicht so ein Wärme Erzeuger für Heizung und Warmwasser auch aus bei strengem Winter -20°. Ist das Haus entsprechend gut isoliert. Und was ist wenn einmal Stromausfall ist und wenn es nur für Stunden ist?

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo Bluna (klingt wie die Limo),
    Freunde von uns haben eine Solewärmepumpe. Das ist die teuerste Variante, eine Wärmepumpe zu betreiben, aber wohl auch die effektivste. Dabei wird eine sehr tiefe Bohrung gemacht, es wird dort Grundwasser angezapft und daraus Wärme gewonnen. Es ist deswegen effektiv, weil die Temperatur in der Tiefe weitgehend konstant ist. Es gab in seltenen Fällen auch schon große Probleme. Solche Bohrungen sind aber sehr teuer und die können auch nicht überall gemacht werden.
    Dann gibt es Wärmepumpen, bei denen im Garten über eine große Fläche [lexicon]Wärmetauscher[/lexicon] im Erdreich verlegt werden. Dabei wird die Wärme im Erdreich genutzt. Das ist auch nicht ganz billig und man buddelt damit das gesamte Grundstück um und es muss dazu auch groß genug sein. Dann gibt Luft/Wasser-Wärmepumpen, die die Wärme aus der Umgebungsluft nutzen. Das funktioniert ziemlich zuverlässig auch bis Minusgraden.
    Ein großes Problem ist aber bei jeder Wärmepumpe: sie benötigen Strom und nicht zu knapp (das Prinzip ist ja ähnlich wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt). Man bekommt in der Regel die ersten paar Jahre Sonderkonditionen. Aber wenn die mal wegfallen, wird der Wärmepumpenstrom auch teurer.


    Hier bei uns findest Du vor allem Leute, die mit nachwachsenden Rohstoffen heizen: Pellets und [lexicon]Holz[/lexicon]. Daneben haben wir hier auch viele Experten in Bezug auf (thermische) Solaranlagen, denn Biomasse und Solar ist häufig eine gescheite Kombination.


    Du kannst ja hier etwas mitlesen und vielleicht gibt es den einen oder anderen, der auch auf Deine Anliegen Antworten weiß.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo Bluna,
    herzlich willkommen im Forum.


    Die Hochglanzprospekte der Hersteller von Wärmepumpen versprechen viel. Die Wärmepumpenlobby hat schon mehrere "Angriffe" auf die Hausbesitzer unternommen, aber die WP führt nach wie vor ein Schattendasein auf dem Heizungssektor.
    Also, die umweltfreundliche Wärmepumpe gibt`s nicht, weil hier in Mitteleuropa größtenteils der Strom (noch) umweltfeindlich hergestellt wird. Selbst wenn, wie du schreibst, dich selbst mit Strom versorgen willst, so wird das nicht funktionieren, du brauchst einen Stromanschluss.
    Mitteleuropa ist nun mal nicht Afrika.
    Die Frage ob nur im Neubau oder auch Altbau ist egal. Wichtig ist, dass das Gebäude einen hohen Dämmstandard hat und ein Heizsystem das mit niedrigen Systemtemperaturen arbeitet z.B. Fußboden,- und/oder Wandflächenheizung.
    Eine weiterer ganz wichtiger Aspekt sind Investisiton und Armortisation. Hier sprechen wir von 30.000 - 40.000€ (WP mit Erdsonde plus PV). Wenn man dann aufgrund des hohen Dämmstandards Investion und Amortisation gegeneinanderhält, und dazu im Hinterkopf den
    Austausch der WP nach ca. 20 Jahren (ca. 15.000€) auch nicht aus den "Augen" verliert, dann behaupte ich mal ohne BWL studiert zu haben das sich so eine Anlage niemals rechnet.
    Wenn aber jemand genug Geld besitzt und es nicht darauf ankommt, und so eine Anlage unbedingt haben will, der soll`s machen.


    Gruß Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!