Lufttrennung DC 30 GSE mit schiebe belimos, Erfahrungen und Alternativen

  • Hallo


    Ich habe einen DC 30 GSE und möchte auf FT umbauen.
    Ich habe von der Möglichkeit erfahren dies ohne flexen am Kessel zu realisieren.


    Wer hat damit Erfahrungen



    Grundsätzliche Frage, bauen vielen ihren Atmos auf FT um?





    Vielen Dank
    Gruß Chris

  • Hallo Chris, :hello:
    warum möchtest Du nicht flexen?--Im Forum sind viele Holzheizer die auf unterschiedliche Art und Weise den Umbau auf FT gemacht haben.Kommt halt auch auf den Schorni an

  • Man entschließt sich für diese Luftreglung Löcher in die Luftwände zu flexen etc. zu machen, denn die Primär Luftscheibe schließt ja nicht ganz dicht ab. Der jetzt amtierende Schorni sagt nichts dazu.
    Aber diese Schornis wechseln ja auch mal und es kommt ein neuer in den Bezirk. Was passiert, wenn dieser Neue sagt in der Bedienanleitung ist dieser Anbau nicht erwähnt zumal sie alle Atmos Kessel überall in ihrem Bezirk haben. Entweder zurück zum Original oder ich sperre den Kessel (wenn es ein "ganz scharfer ist...") Wir wohnen seit 1969 hier in diesem Haus, ich denke wir haben bestimmt den 4. Bezirksschorni. Bis jetzt waren sie alle friedlich......
    Woodstoker hatte damals als er dies baute und hier alles per Foto dokumentiert hat für diesen Fall vorgesorgt. Für den sec. Ausschnitt hat er eine größere Scheibe schon angefertigt, falls er zurück bauen müßte.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Man entschließt sich für diese Luftreglung Löcher in die Luftwände zu flexen etc. zu machen, denn die Primär Luftscheibe schließt ja nicht ganz dicht ab. Der jetzt amtierende Schorni sagt nichts dazu.
    Aber diese Schornis wechseln ja auch mal und es kommt ein neuer in den Bezirk. Was passiert, wenn dieser Neue sagt in der Bedienanleitung ist dieser Anbau nicht erwähnt zumal sie alle Atmos Kessel überall in ihrem Bezirk haben. Entweder zurück zum Original oder ich sperre den Kessel (wenn es ein "ganz scharfer ist...") Wir wohnen seit 1969 hier in diesem Haus, ich denke wir haben bestimmt den 4. Bezirksschorni. Bis jetzt waren sie alle friedlich......
    Woodstoker hatte damals als er dies baute und hier alles per Foto dokumentiert hat für diesen Fall vorgesorgt. Für den sec. Ausschnitt hat er eine größere Scheibe schon angefertigt, falls er zurück bauen müßte.


    Hier wird wohl die Sekundär- Luftscheibe gemeint sein... diese ist in erster Linie für die Regelung des Restsauerstoffes zuständig.


    Diese kann man abdichten, indem man auf die Scheibe selbstklebende Dichtstreifen aufbringt, die das Loch gegen die Scheibe abdichten.
    Ist zwar ein Gefummel, da man nicht sieht was man macht, aber kommt rein, in dem man den Belimo zusammen mit der Luftansaugung abschraubt...
    Dichtstreifen: http://www.weinmann-schanz.de/…/96_003_94--DBL-01-de.pdf
    Das wäre aber nur der erste Schritt...


    Meine Lösung „Luftverteilung“ kommt ohne flexen und ohne Eingriff in den Kessel aus.
    Die Stangen könnten ja auch „per Hand“ während des Abbrandes verstellt werden...


    Anmerkungen Vorteile Schubstangensteuerung:


    Bei extrem trockenen und kleinstückigem [lexicon]Holz[/lexicon] spielt die Schubstangensteuerung ihre Vorteile gegenüber anderen Verfahren, wie Lufttrennung, aus.


    Wenn ein Gasüberschuss entsteht, macht die Schubstangensteuerung die Primärluft fast ganz „zu“, (und die Sekundärluft ganz auf) der Rest- O2 regelt sich dabei über die Primärluftstange auf den voreingestellten Wert ein.


    Dadurch, dass die Primärluft sowohl nach der Abgastemperatur (über das drehzahlgeregelte Saugzuggebläse) als auch über den Umlenkhebel auf der Primärluftstange nach dem Restsauerstoff gesteuert wird, wird ein Brenngasüberschuss wirkungsvoll vermieden und der eingestellte O2 – Wert trotz bereits voll geöffneter Sekundärluftstange gehalten.


    Damit kann praktisch jeder unerwünschte Zustand, wie er häufig z.B. bei starkem Wind, und sich ändernder Zugverhältnisse sowie extrem trockenes kleinstückiges [lexicon]Holz[/lexicon] (Sägespäne etc.) sicher ausgeregelt werden.
    Ein Zugbegrenzer ist nicht erforderlich und auch nicht eingebaut.

    Ursprünglich war die Schubstangensteuerung mal als Behelfslösung bis zum Ablauf der Garantie gedacht, da diese keinen echten Eingriff am Kessel notwendig macht. Alle Sicherheitsfunktionen bleiben original und nachweisbar erhalten.
    Wollte ursprünglich eine Lufttrennung nach Ablauf der Garantie einbauen.
    Dies werde ich allerdings nicht mehr machen, dazu läuft das ganze viel zu gut und vor allem störungsfrei. Und das bereits seit über 4 Jahren.


    Bisher habe ich hier und auch im alten Forum noch nichts gelesen, daß mit einem nachträglich luftgetrennten Kessel ein höherer gemessener Wirkungsgrad als bei meiner Lösung erreicht worden wäre.


    Auch wenn der Großteil der Mitglieder hier im Forum das „Flexen“ anscheinend bevorzugt.


    Gruß Gust

  • Ich habe mir Deine Vorgehensweise nun noch einmal gründlich durch gelesen. Du hast mich überzeugt :danke:

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

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    Mit freundlichem Gruß Jürgen


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  • Vielen Dank für eure Antworten.


    Also was mir sehr hilft sind Fotos, damit ich weiß wie ich umbauen kann.
    Das auf den Bildern mit den Kupferrohren wird bei meinem schorni eng, zwar ohne Flexen aber optisch "schwierig"


    Die Befestigung sah so aus als ob da am kessel die Motoren angeschraubt sind ?




    Was für mich als neuen schwer ist, es gibt wohl schon mehrere gute Umbauten aber in wohl getrennten Foren ?



    Welche Regelung nutzt ihr?
    Ich dachte an die FT.


    Das was schade bei der FT ist ist das man sie nicht per app auf iPad oder iphone nutzen kann.




    Vielen vielen Dank für eure Hilfe.

  • Ich habe auch die Lufttrennung beim DC 30 GSE ohne Flexen durch einen Vorbau-Kasten aus Alu hergestellt.
    Die Sekundärluft wird geregelt durch den LC mit Stellmotor.


    Hier mal die Bilder dazu:




    Das Problem ist aber,dass beim Anfahren der LC den Restsauerstoff sehr gut regelt bzw. auf den eingestellten Wert konstant hält,bis es an einem bestimmten Punkt aus dem Ruder läuft,d. h. die AGT zu hoch wird u. der Restsauerstoff gegen Null geht trotz geschlossener Sekundärluftklappe.
    Dies ist bedingt durch die ungeregelte volle Lüfterleistung u. die nur per Hand einstellbare Primärluftstange.


    Um dieses "aus dem Ruder laufen" abzufangen,würde es ausreichen den Lüfter über die AGT mit z.B. einer Vollmarsteuerung zu regeln?
    Gibt es alternativ eine andere Lüfterregelung nach AGT,den LC hab ich ja schon?


    Oder müsste ich die Primärluft noch regeln wie Gust das macht z.B. mit Anschlag u. Feder?


    Gruß Rolf

    Gruß Rolf



    DC 30GSE,Lufttrennung,LC mit geregelter
    Sekundärluftklappe u. gegenläufig geregelter Primärluftklappe über Federzug,Turbulatoren 7.2 mit von außen bedienbarer Reinigungsfunktion,Lüfter-Drehzahlregelung Botex CT-110R durch PID-Regler nach AGT mit Timer-Abschaltung u. Einstellung der Mindestdrehzahl über Poti,Laddomat,Restwärmenutz. manuell,Asu-Timer,4
    x 732Ltr. PSP,300Ltr. bivalenter Speicher mit 30
    VKR,Fachwerkhaus 150qm Innendämmung,Ölheizung im Notfall
    zuschaltbar.


  • Das schaut auf meinen Bildern wahrscheinlich schwieriger aus als es in Wirklichkeit ist.
    Bei mir ist am Kessel nichts angeschraubt. Der Stellantrieb sitzt auf einer Holzkonsole, welche am Boden festgeschraubt ist.


    Wie bereits im Forum geschrieben, kommt meine Lösung ohne Eingriff in den Kessel
    aus; die vorhandenen Einstellstangen werden nur "von außen" über den Stellantrieb bedient.
    Das könnte man zumindest theoretisch auch "von Hand" machen, das sollte auch der genaueste Schorni einsehen.
    Und wenn, kann man das Gestänge jederzeit aushängen (und danach wieder einhängen..)

    Die [lexicon]Flammtronik[/lexicon] wäre dafür geeignet, aber auch die Vollmar- Steuerung oder Olaf´s "Logic-Therm wären mindestens genauso geeignet.
    Ich bevorzuge allerdings meine eigene Lösung mit LambdaCheck und PID für die Drehzahlregelung des Abgasventilators.
    Meine Lösung kann den Ausbrand nach Ende der Vergasungsphase besser regeln als die käuflichen Steuerungen.
    Die FT gab es damals auch noch nicht.
    HartlBe hat eine ähnliche Lösung für den Ausbrand mit der FT verwirklicht.
    Aber das sind "Feinheiten", erst mal sollte der Kessel den Abbrand mit hohen Wirkungsgrad erledigen.

    Zum Erreichen eines höheren Wirkungsgrades ist erst mal eine konstante Abgastemperatur erforderlich.
    Diese wird duch eine Drehzahl- Regelung des Abgasventilators erreicht.
    Kann die FT in Zusammenarbeit mit dem Drehzahlregler- Modul der FT.
    Als Drehzahlreglermodul könnte man aber auch andere (günstigere) 0-10V Leistungssteller nehmen.
    Das "Drehzahlregeln" des Ventilators könnte die Vollmar- Steuerung mindestens genau so gut, in dieser ist bereits das Drehzahlregler- Modul enthalten.

    Eine konstante Abgastemperatur ist Voraussetzung für eine anständige Regelung der Sekundärluft mit der Lambda- Regelung.
    Es wäre nicht sinnvoll, die Sekundärluft über die Stange zu regeln, wenn die Abgastemperatur wie bei der Original- Steuerung vom Atmos über RG2 als "klick-klack" Regler für den Belimo sehr stark schwanken würde.

    Für die Regelung der Sekundärluft ist für die FT ein 0 - 10 V Stellantrieb erforderlich.
    Dieser wirkt auf die Sekundärluft- Stange, welche dazu abgedichtet werden muß, indem man auf die Scheibe selbstklebende Dichtstreifen aufbringt, die das Loch gegen die Scheibe abdichten.
    Auch das kleine Loch in der Nähe der Stange unten muß z.B. mit Aluklebeband zugeklebt werden, wie auch die Reinigungsöffnungen zusätzlich mit Aluklebeband abgedichtet werden sollten. Der Atmos ist etwas "löchrig"...

    Ist das geschafft, sollte der Kessel schon ganz ordenlich brennen, wenn man "normales" Scheitholz" ohne "Sortenwechsel" verwendet.
    Jedoch wird die Ausregelung des Restsauerstoffes nur über die Sekundärluftstange noch nicht wirklich zufriedenstellend funktionieren, der O2 wird wahrscheinlich noch stark schwanken.
    Da kommt dann die Schubstangensteuerung in´s Bild, welche für die Verteilung der Luftmengen zuständig ist. Damit schafft man es dann, auch den O2 auf konstante Werte zu bringen, egal was man für [lexicon]Holz[/lexicon] verwendet.


    Ich verheize z. Zt. fast ausschließlich getrocknete Holz- Gartenabfälle (Geäst) welche mit dem Garten- Häxler zerkleinert wurden..


    Gruß Gust


  • Hallo Rolf,


    schöne Lösung.


    Eine Regelung nach AGT über eine Drehzahlregelung des Saugzugventilators würde einiges verbessern, die Vollmar wäre sicher sehr gut dafür geeignet.
    Geht aber auch günstiger, mit einem "Billig" PID- Regler und einem 0-10V Drehzahlstellglied.
    z.B. so was: http://www.thomann.de/de/botex_ct_110.htm


    Meinen bei mir eingebauten PID- Regler gibt es leider nicht mehr, gibt aber andere in der Preisklasse ca.50 €, z.B. bei Pohltechnik.


    Nachtrag PID- Regler: auf die schnelle gesucht und noch nicht genau gelesen... http://www.pohltechnik.com/Ein…Ausgang-0-2-10V::511.html


    Gruß Gust

  • Frage : regelt ihr auch den Ventilator also das Gebläse hinten am atmos rauf und runter?
    Oder läuft das bei euch immer 100% voll, und ihr regekt über Luftklappen oder schubstangen , rein die prim und sec luft ?



    Vielen Dank
    Gruß Chris

  • Frage : regelt ihr auch den Ventilator also das Gebläse hinten am atmos rauf und runter?
    Oder läuft das bei euch immer 100% voll, und ihr regekt über Luftklappen oder schubstangen , rein die prim und sec luft ?


    Hallo Chris,


    das ist gerade das Problem beim Atmos,dass das Gebläse nur auf voller Stufe läuft.


    Durch die neuen Turbulatoren (Zackenturbos) wurde trotz voller Leistung des Lüfters eine Verlangsamung des Volumenstromes erreicht,was die AGT nach unten gedrückt hat bei guten Restsauerstoffwerten.
    Wenn der Ofen mal läuft hat man nur mit den Zackenturbos schon eine sehr gute Energieausbeute.
    Der Nachteil ist,dass der Ofen durch den verlangsamten Volumenstrom beim Anheizen Probleme durch längeres Qualmen macht,manchmal auch nicht,aber besonders bei schlechten Zugverhältnissen.


    Also optimal wäre eine Lüfterregelung in Abhängigkeit zur AGT (u. natürlich die Lufttrennung mit LC geregelter Sekundärluftklappe).Allerdings ist gegen Ende der Abbrandzeit eine niedrige AGT irreführend,weil der Lüfter dann auf volle Leistung gehen würde u. damit der Restsauerstoff immer mehr ansteigt.
    Also müsste der Restsauerstoff bei der Lüfterregelung auch eine Rolle spielen.


    Wie wäre das zu lösen?Die Vollmarsteuerung hat dies ja wohl auch nicht berücksichtigt,wenn ich richtig informiert bin.



    Gruß Rolf

    Gruß Rolf



    DC 30GSE,Lufttrennung,LC mit geregelter
    Sekundärluftklappe u. gegenläufig geregelter Primärluftklappe über Federzug,Turbulatoren 7.2 mit von außen bedienbarer Reinigungsfunktion,Lüfter-Drehzahlregelung Botex CT-110R durch PID-Regler nach AGT mit Timer-Abschaltung u. Einstellung der Mindestdrehzahl über Poti,Laddomat,Restwärmenutz. manuell,Asu-Timer,4
    x 732Ltr. PSP,300Ltr. bivalenter Speicher mit 30
    VKR,Fachwerkhaus 150qm Innendämmung,Ölheizung im Notfall
    zuschaltbar.


  • Wie wäre das zu lösen?
    Gruß Rolf


    Nur mal vorab, ich habe weder was gegen die FT noch gegen die FS.


    Mir scheint Olaf seine Steuerung da doch die bessere Wahl zu sein.
    Die nimmt nach dem Abbrand, und beginn des Ausbrandes die Lüfterdrehzal runter. Hier ist auch die Zeit frei wählbar wie lange der Ausbrand dauern soll.
    Ich habe die Logic-Therm bei mir im einsatz, jedoch ohne Lambdamodul. Aber wie ich Olaf kenne gibts da sicher was in der Logic-Therm mit dem Restsauerstoff beim Ausbrand.

    Gruß fjko


    Atmos DC30RS, 2000 Liter Pufferspeicher, 275 Liter Mag, 200 Liter Warmwasserspeicher, Zugbegränzer, Abgasthermometer und Microblasenabscheider verbaut. Buderus Ölkessel Hydraulisch Eingebunden. Geregelt wird die ganze Anlage mit der Logic-Therm Steuerung.
    Vorstellung


  • Nur mal vorab, ich habe weder was gegen die FT noch gegen die FS.


    Mir scheint Olaf seine Steuerung da doch die bessere Wahl zu sein.
    Die nimmt nach dem Abbrand, und beginn des Ausbrandes die Lüfterdrehzal runter. Hier ist auch die Zeit frei wählbar wie lange der Ausbrand dauern soll.
    Ich habe die Logic-Therm bei mir im einsatz, jedoch ohne Lambdamodul. Aber wie ich Olaf kenne gibts da sicher was in der Logic-Therm mit dem Restsauerstoff beim Ausbrand.


    Servus Fjko,
    Wenn Olaf´s Steuerung diese Ausbrandsteuerung kann, dann wäre seine Logitherm auch m.M.n. die bessere Lösung.
    Dann noch den LambdaCheck für die Sekundärluft, (oder gibt´s vom Olaf nicht mittlerweile auch ein Lambda- Modul?), dann wird es Premium- Klasse.
    Die Logitherm beherrscht auch eine "echte Restwärmenutzung", das können die anderen meines Kenntnisstandes nach nicht wirklich.


    Man kann aber auch die anderen Steuerungen mit den o.g. Funktionen versehen, aber das erfordert weitere "Bastelleien".


    Der Sauerstoff im Abgas ist in der Ausbrandphase am geringsten bei Mindestdrehzahl und geschlossener Belimoklappe. In dieser Phase muß nichts mehr geregelt werden.
    Das wichtigste ist die regelungstechnisch korrekte Erkennung der Ausbrandphase.
    Am besten ist die Erkennung des Ausbrandes über Einbeziehung der Werte von:
    -Brennkammertemperatur
    -Rest- O2
    -Abgastemperatur
    Das macht nur die Gust-Tronik, und die gibt es nicht zu kaufen. :(


    Gruß Gust


  • Gust-Tronic nicht zu kaufen und wenn doch dann Unbezahlbar :thumbup:


    Und Ja, Lambdamodul vom Olaf ist am Markt mit Prim. und Sek. Regelung :thumbup:

    Gruß fjko


    Atmos DC30RS, 2000 Liter Pufferspeicher, 275 Liter Mag, 200 Liter Warmwasserspeicher, Zugbegränzer, Abgasthermometer und Microblasenabscheider verbaut. Buderus Ölkessel Hydraulisch Eingebunden. Geregelt wird die ganze Anlage mit der Logic-Therm Steuerung.
    Vorstellung

  • Wenn der Kessel ausgebrannt ist, ist kein Brennstoff mehr drin. Ohne Brennstoff wird man herzlich wenig regeln können, weil schließlich auch keine Vegasung nicht mehr stattfinden kann, deshallb auch keine Flamme mehr da ist und deshalb die Abgastemperatur sinken muß. Gleichzeitig kann durch die fehlende Flamme kein Sauerstoff mehr verbrannt werden, und daher muß ja der Restsauerstoff ansteigen.


    Die FS470 erfaßt das durch die Abgastemperatur. Fällt die unter einen bestimmten, einstellbaren Wert, z.B. 90°C, schaltet der Lüfter ab. Vorher -das ist oben richtig beschrieben- lief er wegen der sinkenden Abgastemperatur auf voller Leistung. Schaltet er nun ab, leuchtet vorne eine LED "Brennstoff alle" auf. Kommt sowas z.B. durch Hohlbrand zustande, der sich von selber erledigt, indem [lexicon]Holz[/lexicon] nachrutscht und die Verbrennung wieder in Gang kommt, merkt das die Steuerung und startet selbstständig wieder. Ist der Kessel wirklich leer, schaltet die Steuerung in aller Regel ab, wenn noch ein Glutbett vorhanden ist. Was bedeutet, man legt dann nach, drückt Start im Menü und fertig. Falls das Gluttbett weg, bzw. zu klein ist, erhöht man einfach die Abschalttemperatur.
    Das funktioniert seit etlichen Jahren sehr gut. Es gab da einen Kessel, der wurde auf die Art einen ganzen Winter nur einmal angezündet. Ansonsten lediglich morgens und abends nachgelegt, alle drei Wochen Asche raus und mehr nicht.


    Der Effekt der stufenlosen Lüfteransteuerung ist der, dass eben die Abgastemperatur durch runterregeln des Lüfters begrenzt wird. Das aber eben nur dann, wenn es wirklich nötig ist. beim Anheizen läuft er mit voller Leistung. Dadurch zieht sich der gesamte Heizvorgang bei gleichem Brennstoffeinsatz in die Länge. Mitunter bis 30%. Der ganze Heizvorgang wird sehr sehr viel gleichmäßiger und das ist das Entscheidende beim Holzvergaser, die Gleichmäßigkeit. Der Kessel versottet deshalb nicht. Er wird immer noch in Vollast betrieben. Aber eben nicht darüber hinaus. Deshalb geht die Energei eben nicht durch den Schlot in den Garten und das schafft die Vorteile im Wirkungsgrad.
    Mit Regelung über Klappen(Abgas eben über die Primärklappe) geht das theoretisch auch. Aber spürbar ineffektiver. Zum einen würde bei Regelung alllein über Klappen der Lüfter weiter mit voller Leistung den gleichen Unterdruck im Kessel erzeugen. Der zieht sich dann seine Luft durch jede noch so kleine Ritze. Eben auch parasitäte Nebenluft. Die ist dann nicht regelbar. Bei Steuerung über die Lüfterleistung ist das irrellevant. Zum zweiten ist die Klappenregelung sehr stark nichtlinear. Das heißt, auf dem größten Teil des Verfahrweges, bzw. -Winkels der Klappe findet gar keine wirkliche Drosselung der reingezogenen Luftmenge statt. Verringert sich der Querschnitt des Durchlasses, erhöht sich zuerst die Strömungsgeschwindigkeit der Luft, es sinkt nicht die zugeführte Luftmenge. Erst auf dem letzten Teil der Klappenverstellung wird wirklich die Luftmenge begrenzt. Das dann aber oft schlagartig, weil die Strömung irgendwann abreißt. Wer mal bei einem Staubsauger die Düse zuhält, hört am Motorgeräusch, dass der erst dann wirklich leerdreht, wenn man die Düse praktisch ganz zu hält. Erst mit Strömungsabriß, davor eben nicht. Das ist der gleiche Effekt. Hinzu kommt dann noch ein störender Hystereseeffekt.
    Weshalb alle namhaften Kesselhersteller den Lüfter regeln.


    Wir machen da im Moment wieder Versuche an einem Prototypen-Kessel mit der Gestaltung von Klappen, diese nichtlinearen Effekte zu minimieren. Trotz Lüfterregelung. Das aber eben für die Sekundärklappe.


    Wenn man einen Kessel optimiert, wird man mit dieser Abgas-(bei der FS470 überlagert mit einer Kesseltemperatur-)Regelung die größten Effekte in der Verbesserung des Wirkungsgrade erzielen. Warum? Weil durch die Verstetigung des Abbrandes, durch diese Gleichmäßigkeit auch der Restsauuerstoff gleichmäßiger wird. Auch bei fest eingestellter Sekundärluft. Nicht so gleichmäßig, wie mit geregelter Sekundärluft. Aber doch spürbar genug, so dass die Sekundärluftregelung dann nicht mehr all zu große Ausschläge wegzuregeln hat. Es ist daher immer zu empfehlen, mit der Abgastemperaturregelung zu beginnen und erst dann die Sekundärluftregelung dran zu bauen.
    Dafür gibt es denn auch das entsprechende Paket .



    Ich schreibe das nicht, weil es dieses Paket gibt. Sondern das Paket gibt es, weil es meiner Erfahrung entspricht.

  • ... schaltet die Steuerung in aller Regel ab, wenn noch ein Glutbett vorhanden ist. Was bedeutet, man legt dann nach, drückt Start im Menü und fertig. Falls das Gluttbett weg, bzw. zu klein ist, erhöht man einfach die Abschalttemperatur.
    Das funktioniert seit etlichen Jahren sehr gut.


    hallo Thomas


    mal eine frage so am Rande, was macht die FS wenn keine AGT mehr vorhanden ist und doch noch reichlich Glut im Kessel liegt? Wenn jetzt durch die noch im Kessel verbliebene Glut die Kesseltemperatur steigt und die FS aber schon abgeschaltet hat kommt ja die TAS, oder schaltet die FS wieder Automatisch ein wenn die Kesseltemperatur ansteigt?

    Gruß fjko


    Atmos DC30RS, 2000 Liter Pufferspeicher, 275 Liter Mag, 200 Liter Warmwasserspeicher, Zugbegränzer, Abgasthermometer und Microblasenabscheider verbaut. Buderus Ölkessel Hydraulisch Eingebunden. Geregelt wird die ganze Anlage mit der Logic-Therm Steuerung.
    Vorstellung

  • Übrigens - weil ich es jetzt erst lese.


    Was Rolf da oben beschreibt, dass also bei hohen Abgastemperaturen der Restsauerstoff einfach nicht runterkommt, obwohl die Sek.-Klappe schon lange zu ist, das stimmt. Nicht nur beim Atmos. Und er ist auch richtig, dass dann wirklich nur hilft, die Primärluft auch abzusenken, indem man den Lüfter runterregelt. In aller Regel fängt sich das dann wieder irgendwann. Bei diesem Prototypen war das ähnlich. Da wurde dann auch diskutiert, dass man noch zusätzlich eine Primärklappe ansteuert. Mir erschien das sinnlos, denn wenn die Lüfterdrehzahl sinkt, muß ja auch die Primärluft wenigr werden. Und siehe da, die Abgasregelung deutlich runter genommen, klappte das auch.


    Da hat ein bmwhaizer an seinem Atmos ein ähnliches Problem. Er mißt aber schon nur 150°C Abgas. Da würde ich die Abgasregelung dennosch in kleinen Schritten runter nehmen. Dabei aber aufpassen, dass man nicht in Bereiche kommt, wo die Flamme abreißt.


    Meine neue Halle macht im Moment wieder Fortschritte, nachdem wegen Versagen der Förderung und Beschiß beim Grundstückskauf die Finanzierung zusammen gebrochen war. Aber vielleicht schaffe ich es doch noch, die Halle im oder vor dem Winter dicht zu kriegen. Dann kommt als erstes der Heizraum rein. Das Material dafür steht schon seit jahren rum. Einen 50ger Atmos habe ich auch seit 2 Jahren eingelagert. Dann spielen wir hier das ganze endlich mal selber durch.

  • hallo Thomas


    mal eine frage so am Rande, was macht die FS wenn keine AGT mehr vorhanden ist und doch noch reichlich Glut im Kessel liegt? Wenn jetzt durch die noch im Kessel verbliebene Glut die Kesseltemperatur steigt und die FS aber schon abgeschaltet hat kommt ja die TAS, oder schaltet die FS wieder Automatisch ein wenn die Kesseltemperatur ansteigt?

    Ganz einfach, sie pumpt die Energie in den Puffer. Da kommt keine TAS.
    Abschalten heißt in dem Fall, dass nur der Lüfter steht. Die Steuerung selber läuft ja weiter. In der FS470 arbeitet eine Differenzsteuerung. Die sorgt für eine Restwärmenutzung, verhindert aber, dass der volle Puffer durch den ausgebrannten Kessel "leergesaugt" wird.

  • Wenn der Kessel ausgebrannt ist, ist kein Brennstoff mehr drin. Ohne Brennstoff wird man herzlich wenig regeln können, weil schließlich auch keine Vegasung nicht mehr stattfinden kann, deshallb auch keine Flamme mehr da ist und deshalb die Abgastemperatur sinken muß. Gleichzeitig kann durch die fehlende Flamme kein Sauerstoff mehr verbrannt werden, und daher muß ja der Restsauerstoff ansteigen.


    Die FS470 erfaßt das durch die Abgastemperatur. Fällt die unter einen bestimmten, einstellbaren Wert, z.B. 90°C, schaltet der Lüfter ab. Vorher -das ist oben richtig beschrieben- lief er wegen der sinkenden Abgastemperatur auf voller Leistung. Schaltet er nun ab, leuchtet vorne eine LED "Brennstoff alle" auf. Kommt sowas z.B. durch Hohlbrand zustande, der sich von selber erledigt, indem [lexicon]Holz[/lexicon] nachrutscht und die Verbrennung wieder in Gang kommt, merkt das die Steuerung und startet selbstständig wieder. Ist der Kessel wirklich leer, schaltet die Steuerung in aller Regel ab, wenn noch ein Glutbett vorhanden ist. Was bedeutet, man legt dann nach, drückt Start im Menü und fertig. Falls das Gluttbett weg, bzw. zu klein ist, erhöht man einfach die Abschalttemperatur.
    Das funktioniert seit etlichen Jahren sehr gut. Es gab da einen Kessel, der wurde auf die Art einen ganzen Winter nur einmal angezündet. Ansonsten lediglich morgens und abends nachgelegt, alle drei Wochen Asche raus und mehr nicht.


    Mit „Ausbranderkennung“ meine ich den Übergang von der „Vergasungsphase“ in die „Glühphase“.
    Hier ist noch einiger Brennstoff vorhanden, aber es findet keine echte Vergasung mehr statt.
    In der Glühphase ist der Sauerstoffbedarf viel geringer.
    Zur Wirkungsgradsteigerung ist es erforderlich, diese Phasen eindeutig zu erkennen.
    Sonst läuft der Lüfter weiter mit „Vollgas“ weil er ja versucht, die AGT zu halten.
    Dadurch wird der Restsauerstoff im Abgas unnötig hoch gehalten, wegen der hohen Luftmenge, die aber zur Verbrennung gar nicht benötigt wird.


    Meine „Ausbranderkennung“ läuft daher folgendermaßen ab:
    Anhand der sinkenden Brennkammertemperatur erkennt man, wann die Vergasungsphase abgeschlossen ist.
    Wird hierbei ein voreinstellbarer Wert (bei mir 620°C) unterschritten, wird über ein Thermostat die Original- Belimo- Klappe geschlossen.


    Dies erfolgt nur, wenn auch das Lambdamodul oberhalb des eingestellten Sollwertes liegt. (Sekundärluft zu)


    Durch die geschlossene Primärklappe sinkt die Primärluftmenge; der Lüfter regelt hoch.
    Da aber die Luftmenge durch den geschlossenen Original- Belimo geringer wird, sinkt daraufhin die Abgastemperatur unter einen einstellbaren Wert von AGT soll (AGT soll: 155°C; AGT Schaltpunkt: 148°C)
    Werden diese 148°C erreicht, schaltet der Ventilator auf „Mindestdrehzahl“, bei gleichzeitig geschlossenem Original- Primärbelimo und geschlossener Sekundärluft- Klappe


    Jetzt glüht der Rest schön weiter, ohne überhöhten Rest-O2, durch minimierten Luftdurchsatz bei maximalem Wirkungsgrad


    Sinkt die Brennkammertemperatur unter einen Mindestwert, (bei mir eingestellt 180°) wird der Abgasventilator ganz abgeschaltet.


    Das diese Erkennung über die Brennkammertemperatur wahrscheinlich für eine kommerzielle Steuerung zu aufwendig wäre (werden wohl nicht viele Kunden bereit sein, dafür mehr zu bezahlen) ist mir durchaus klar.


    Aber das Erkennen vom Ende der Vergasungsphase über den steigenden O2- Wert mit darauf folgender Reduzierung der Drehzahl auf „Minimal“ für die Glühphase wäre sicher relativ einfach bei der FS zu verwirklichen. Die Hardware ist ja bereits vorhanden.


    Weiterhin viel Kraft für deine Projekte wünscht


    Gust

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