grobdimensionierung für Atmosholzkessel

  • ich habe mir mal erlaubt für unsere einsteiger in der planungsphase 2 diagramme zu machen die der grobdimensionierung einer heizungsanlage mit Atmosholzvergaserkesseln dienen, da sich deren fragen meist sehr ähneln. die genaue dimensionierung nach benötigter heizleistung, füllvolumen (nachlegehäufigkeit) und pufferspeicher sollte mit einem kompetenten heizungsmonteur vor ort vorgenommen werden.


    unter vollbeheizte Fläche verstehe ich räume mit 22°C wie wohn- und kinderzimmer, küchen sowie bäder. schlafzimmer und flure brauchen weniger wärme und sollten nur mit der hälfte der fläche angesetzt werden.


    generell gilt:
    - ein holzvergaser läuft nicht ständig und muß somit mehr leistung haben als ein öl- oder gaskessel
    - je mehr leisung desto schneller ist der puffer voll
    - je mehr puffer desto komfortabler wird das heizen
    besonders in der übergangszeit



    wenn man den ganzen tag heizen kann, tut es auch ein kleinerer und damit günstigerer kessel. wenn der heizer aber tagsüber auf arbeit ist, schüren viele früh und abend. ich würde es als komfortabel ansehen, nur abends anzuschüren und noch 1 mal nachlegen. dann sollten die puffer den rest bis zum nächsten abend machen. dazu braucht es aber entsprechenden puffer (grüne balken), und einen passenden kessel mit entsprechendem füllraum, um die puffer in adäquater zeit zu laden.


    bei einer umstellung von öl auf holz gilt weiter die fausformel:

    pro 1000 l ölverbrauch in jahr etwa 10 kW Kesselleistung





    grüße
    dobia

    _________________
    DC 20 GSLe (2002), Lambdasteuerung 4,5 %, Primärluft-Belimo mit PMA KS45, Eigenbau Rauchgasbremse, Anheizklappe verschlossen, Kugelraumumbau, Startautomatik mit Lüfterdrossel, Abgastemperatur 145-160°C, 2600 l Puffer seriell (einzeln abschaltbar), 12m² Solar, 25kW Flüssiggastherme, 14m³ Nadelholz + 1/3 Gastank pro Jahr, Bauernhaus ungedämmt, 210m² beheizt davon 125m² mit 22°C, Abwärmenutzung vom Heizraum, externer Rauchabzug, CO-Messung mit REGXA1, ca. 20000 kWh/a mit Holz

  • Hallo dobia,


    was ich noch wichtig finde, wie viel Puffervolumen kann ich nutzen? Fußbodenheizung oder Heizkörper?!
    Bei mir, nur Heizkörper, bei minus 5° habe ich eine VL Temperatur von 55°, Puffer hat oben 85°, da bleibt nicht so viel nutzbares übrig.


    Gruß Jörg

  • moin,


    warum bleibt nichts übrig? ich habe auch 82° im puffer und knapp 60° vorlauf. gibt bei mir (hälfte fußbodenheizung und radiatoren) einen rücklauf von 36°. macht eine differenz von 46°. ist doch brauchbar, wenn die schichtung funktioniert.


    grüße
    dobia

    _________________
    DC 20 GSLe (2002), Lambdasteuerung 4,5 %, Primärluft-Belimo mit PMA KS45, Eigenbau Rauchgasbremse, Anheizklappe verschlossen, Kugelraumumbau, Startautomatik mit Lüfterdrossel, Abgastemperatur 145-160°C, 2600 l Puffer seriell (einzeln abschaltbar), 12m² Solar, 25kW Flüssiggastherme, 14m³ Nadelholz + 1/3 Gastank pro Jahr, Bauernhaus ungedämmt, 210m² beheizt davon 125m² mit 22°C, Abwärmenutzung vom Heizraum, externer Rauchabzug, CO-Messung mit REGXA1, ca. 20000 kWh/a mit Holz

  • Man kann in so einer Grobdimensionierung ja nicht alles berücksichtigen.


    Wer sich daran hält und z.B. die Komfortvariante wählt heizt immer recht komfortabel.
    Mit FBH halt noch komfortabler.


    Gruß Manuel

    Atmos DC 40 GSE, BJ 02/2009, 3x1000l Puffer, Lambdacheck, Lufttrennung nach Kaffenberger

  • Hallo dobia,


    kann ich davon etwas mit in die WIKI nehmen - natürlich mit Quellenangabe. Wäre doch ein Unterpunkt wert. Du kannst natürlich auch selber schreiben.


    So habe ich bei "Grundsätzliche Planungsüberlegungen einer Heizungsanlage" bei Punkt 2.3.1.1 Dimensionierung mit aufgenommen.


    Grüße


    Franz

    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

    Edited once, last by 420 ().

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