Erfahrung mit Pelletprodukt

  • Hallo….,


    seit etwa 2 Monaten ist unsere Selbstbauheizung (Atoms P21) nun in Betrieb.
    Nun wäre es prima, wenn es hier einen Themenpunkt "Welches Pellet-Produkt
    nutzt ihr und welche Erfahrungen habt ihr mit dem Produkt gemacht ?" gebe.


    Unsere ersten Gehversuche machen wir gerade mit den polnischen OLIMP.
    Anfangs schien uns das OK zu sein. Mittlerweile denken wir aber, ein eher
    ungünstiges Produkt erwischt zu haben.
    Der Ausband scheint ganz ok zu sein (Wenig Reste). Einmal die Woche die
    Brennerschale reinigen kommt in etwa hin. Aber wir haben reichlich Staub in
    der Schnecke bzw. den Pelletsäcken. Dadurch mussten wir bereits einmal
    neu "Einmessen", da die Fördermenge sich stark reduzierte.


    Da es unsere erste Pelletsorte ist, haben wir da natürlich keine Erfahrungen.


    Gruß
    Volker

  • Tja, welche Pelletsorte man nimmt, ist immer so eine Sache. Ich beziehe, seit ich mit Pellets heize, immer die Hausmarke von unserem lokalen Pelletlieferanten. Die firmieren unter "dein Pellet" (http://www.deinpellet.de). Im ersten Jahr hat er mir andere geliefert als gedacht (weiß grad die Marke nicht mehr), die waren von hervorragender Qualität. Letztes Jahr war es von der Eigenmarke. Die waren nicht schlecht, aber hatten mehr Abrieb als die von davor. Alles in allem durchwachsen. Dieses Jahr wieder Eigenmarke, aber Top-Qualität. Bin bis jetzt sehr zufrieden. Mit Pressluftreinigung (bläst bei mir nach jedem zweiten Abbrand aus) mache ich alle zwei Wochen mal grob sauber (Asche im Bereich der Tür wegsaugen und mal kontrollieren, wie die Brennerschale aussieht, in der Regel gut und nichts zu machen) und alle vier Wochen putze ich den Kessel richtig (Innenwände abkratzen, Wärmetauscher reinigen unten hinten die Klappe öffnen und saubermachen). Bei Bedarf bringe ich dann die Asche raus.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo


    Nachdem ich nun bereits vier dieser Kessel eingebaut habe (alle laufen ohne Störung) muss ich feststellen, dass die Pelletschnecken mit den Spiralfedern wohl ungleichmäßiger fördern als die Schnecken mit Welle. Gerade mit Staub haben diese wohl ein Problem.


    Meine Schnecke kommt von M-T-E. Die hat eine Welle und ein Stahlaußenrohr.


    Die Parameter T4 und T6 stehen bei mir auf 2,4 und 17 sec.
    Mein Bekannter mit gleichem Kessel aber Federschnecke mit Kunststoffrohr braucht bei T4 5,5 sec und T6 9 sec.
    Die Leistung/tatsächliche Pelletmenge ist gleich eingestellt, soweit man das messen kann.


    Wir verheizen als Einkaufsgemeinschaft nur Pellets aus RU, wobei manche Lieferanten ohne Zertifizierung bessere Pellets liefern als Andere mit DIN-Plus. Ist vielleicht aber auch ein wenig
    Glücksache. Die Preise für Sackware lagen in den letzten Jahren immer weit unter 200 € pro Palette (975kg) pro LKW inklusive aller Kosten.


    viele Grüße
    Andreas

  • Mit der pelletsorte ist das so ne Sache...


    Ich hab nen Bekannten bei Ante, dort werden die Säcke rollenweise fertig bedruckt angeliefert.
    Ob da jetzt "Ante", "mein Pellet" oder "Aldi" draufsteht, kommt alles aus der gleichen Presse. Gerade die großen Handelsmarken kaufen bei unterschiedliche Herstellern, also kann man da nicht allzu sicher sein, was drin ist. Auch soll es schon zwischen den einzelnen Werken qualitätsunterschiede geben...



    Edit: @ bastler01:


    Zwischen seelenlosen und Vollblattschnecken muss es logischerweise Unterschiede geben... ;)

    Don't blink!

    _______________

    D20P mit A25 und RLA durch Regumat, Hygienespeicher 800l

    Alles gesteuert per ACD01

    + 10m² Röhrenkollektor mit Regusol, gesteuert durch Deltasol BS Plus v2 für Schichtladung

    P.S.: Kranplätze müssen verdichtet sein!

  • Genau, meine allererste Pelletlieferung war Ante. Die waren sehr gut! Vielleicht sind meine jetzigen letztlich auch von denen.


    Nur mal noch meine Meinung zu den Pellets aus Russland: Betreiben die dort nachhaltige Forstwirtschaft? Also wenn ich dann nur aus Raubbau verbrenne, dann halte ich das nicht unbedingt für sinnvoll. Was aber nichts über die Qualität aussagt.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo


    Pellets aus RU:


    Meine Heimat ist das Münsterland. Hier sind die Bäuerlichen Genossenschaften präsent. Vor ein paar Jahren noch haben die geworben mit "Pellets aus Deutschland/Schwarzwald".
    Diesen Sommer hat ein Verbund für Pellets aufgerüstet, soll heißen eigenes riesiges Silo, Fahrzeuge usw.. Stand hier ganz groß in der Presse. Interessant war aber auch, dass die Herkunft nun mit Osteuropa, Nordeuropa und Russland angegeben wurde.
    Sicherlich wird in Russland mit allen Rohstoffen nicht sorgsam umgegangen (Pipelinelecks mit Ölsee usw.) aber fast alle kesseldruckimprägnierten Pfähle die es im Baumarkt zu kaufen gibt kommen - aus den Ostblock. Dabei entstehen riesige Mengen Abfall in Form von Sägemehl und Spänen.

    Früher wurden ganze Täler mit den Spänen zugekippt (Reportage vor einigen Jahren auf n-tv mit "vorher/nachher"-Bildern), heute machen sie Pellets daraus.


    Diese werden dann als "Füllfracht" zur Vermeidung von Leerfahrten herumgefahren.


    Ist nicht schön, aber ist nun mal so.


    Wenn ich also in Deutschland Markenpellets kaufe muss ich jetzt schon ganz genau fragen woher die nun wirklich kommen, dafür darf ich dann für die Dinger aber 250-300 Euro pro Palette zahlen - ohne Versand natürlich.


    Mir geht es nicht um "Geiz ist Geil" aber für die gleiche Ware 30-50 Prozent mehr zu zahlen muss nun auch nicht sein.


    Ähnlich dürfte es auch beim Papier sein, in Kanada kann man heute noch auf Sattelitenfotos die Kahlschläge der vergangenen Jahre sehen.


    Viele Grüße
    Andreas

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