Umrechnung von Oel zu Strom?

  • Hallo User, eine Bitte von einem...........
    Bitte um Umrechnung von Oel zu Strom?
    Hallo juergen,


    Ich habe da mal eine Bitte. Es geht darum das mir hier im Forum mal jemand etwas umrechnet.


    Folgendes Problem, ich verbrauche im Sommer (Mai - September) 500 L Heizoel plus Strom für Oelbrenner und Ladepumpe nur für die Warmwassererwärmung, jetzt ist mein Gedanke das ich das in den 5 Mon. mit einem Durchlauferhitzer 21 Kw mache. Frage was mag da an Strom verbrauch kommen? Eine Wassermenge habe ich nicht. Mir geht es um den vergleich was günstiger ist in der reinen Unterhaltung ohne Anschaffung und Einbau (wenn wird das sowieso in Eigenleistung gemacht).


    Hast du da jemanden im Forum an der Hand der das mal überschlagen kann? Wäre dir sehr dankbar wenn ich darüber ein Auskunft bekommen könnte.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Nimm Heizöl mit 10kWh/liter an, dann einen Wirkungsgrad von 80% bleiben 8kwh/liter


    500liter x 8kWh = 4000kWh


    du musst also 4000kWh in Strom aufwenden um das Warmwasser zu erzeugen.


    Alles in etwa eh klar.....

  • Hallo,


    hier mal ein paar Daten:


    10 kWh = ca. 1 Liter Heizöl
    10 kWh = ca. 2,5 kg Holz
    10 kWh = ca. 1 m³ Gas (Erdgas)


    Nun zur Berechnung:


    Brennwertölbrenner ca. 103% Wirkungsgrad
    Ölheizung normal (Neu) ca. 90% Wirkungsgrad
    Ölheizung normal (alt) ca. 85% Wirkungsgrad


    Also je nach Wirkungsgrad der Ölheizung 8-10 KWh je Liter Öl


    Gehen wir vom schlechtesten Wert aus, 8 KWh = 1 Liter Öl ca. 85 Cent und 8 KWh Strom (bei uns 28 Cent) = 2,24 €


    Da sind aber nicht die Verluste der Wasserbevoratung, Pumpenstrom usw. der Heizungsanlage mit berücksichtigt. Auch Wartung, Schornsteinfeger usw. sind nicht mit eingerechnet.


    Ein Durchlauferhitzer mit Strom ist schnell warm und wartungsfrei, jedoch ist die Wasserdurchflussmenge in der Minute relativ niedrig.

  • Da ist Öl eindeutig günstiger: Wenn man 90 Cent pro Liter rechnet, dann sind das 450 Euro für Öl, 4000 kWh Strom kosten bei 23 Cent pro kWh dann 920 Euro.
    Du kannst es aber auch anders ausrechnen: überwacht mal eine Woche, besser zwei oder gar einen ganzen Monat folgendes: Wie oft duscht ihr und vor allem, wie lange (also reine Wasserlaufzeit). Der Durchlauferhitzer verbraucht 21 kWh, also wenn er eine ganze Stunde lang auf Volllast läuft 21 kW. Nimmst Du aber einen elektronisch geregelten, dann wird das Teil nicht auf Volllast laufen. Sondern Du regulierst es auf die Temperatur, die Du tatsächlich brauchst und drehst dann nur Warm auf beim Duschen. Dann hast Du nur eine Last von vielleicht 14 oder 15 kW oder niedriger. Moderne Durchlauferhitzer können auch verschiedene Ausgangstemperaturen speichern.
    Noch eine Methode (geht aber nur, wenn er schon eingebaut ist): Vor dem Duschen und nach dem Duschen den Stromzähler ablesen. Differenz: verbrauchte kW.


    Aber nochwas: Der Wirkungsgrad ist mit Zirkulation usw. bestimmt nicht 80 %, sondern bestimmt niedriger.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Tatsächlicher Wirkungsgrad: im Haustechnikdialog hat jemand das mit knapp 60 Prozent angegeben, das erscheint mir realistisch:
    http://www.haustechnikdialog.d…sgrad-Warmwasserbereitung



    Oder hier: hier hat jemand bei sich nur 35 Prozent ausgerechnet:
    http://www.bau.net/forum/heizung/14789.php



    Das wären dann keine 4000 kWh, sondern nur noch 1750 kWh bei 35% oder 2750 kWh bei 55%, das relativiert die Sache etwas. Ich hatte vor vier Jahren bei mir im Haus die Uraltzirkulationsleitung (Schwerkraft und ohne jegliche Dämmung, zum Teil schon angegammelt) rausgeworfen, weil ich da im Sommer das Haus geheizt hatte und das Öl einfach so hätte wegschütten können.
    Für Dusche und Badewanne habe ich einen Durchlauferhitzer installiert und an den Waschtischen und an der Spüle 5-Liter-Boiler. Das Warmwasser war da für uns auf jeden Fall billiger als vorher.


    Irgendwann baue ich neue Warmwasserleitungen ein und dann gibt es eine Solaranlage. Das ist auf jeden Fall günstiger als jetzt.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Währ es denn nicht besser das Warmwasser mit Solar zu erzeugen? Bei 500l Heizöl ist die Amortisation ja nicht weit weg. Weiters muss in jedem Fall die Warmwassererzeugung Zentral bleiben und der Durchlauferhitzer bestenfalls dieses Warmwasser weiter erhitzen sonst ist das Teil auch im Winter im Einsatz.

  • Hallo Jürgen,


    das hilft zwar nicht unbedingt weiter,aber mal grob als Erfahrungswert:
    Bis vor 5 Jahren habe ich das gesamte Warmwasser über einen Durchlauferhitzer erzeugt.Als ich dann auf den Atmos u. Solarthermie umstiegen bin ,hatte ich entsprechend weniger Stromverbrauch.
    Es war eine Ersparnis damals von ca. 2475Kwh = 441€/Jahr damals bei 0,1783 €/Kwh (4 Personenhaushalt).Den Durchlauferhitzer habe ich einfach im Bad gelassen u. mit einem 3-Wege Kugelhahn ins System eingebunden.Benutze ihn aber so gut wie nie.


    Gruß Rolf

    Gruß Rolf



    DC 30GSE,Lufttrennung,LC mit geregelter
    Sekundärluftklappe u. gegenläufig geregelter Primärluftklappe über Federzug,Turbulatoren 7.2 mit von außen bedienbarer Reinigungsfunktion,Lüfter-Drehzahlregelung Botex CT-110R durch PID-Regler nach AGT mit Timer-Abschaltung u. Einstellung der Mindestdrehzahl über Poti,Laddomat,Restwärmenutz. manuell,Asu-Timer,4
    x 732Ltr. PSP,300Ltr. bivalenter Speicher mit 30
    VKR,Fachwerkhaus 150qm Innendämmung,Ölheizung im Notfall
    zuschaltbar.

  • Währ es denn nicht besser das Warmwasser mit Solar zu erzeugen? Bei 500l Heizöl ist die Amortisation ja nicht weit weg. Weiters muss in jedem Fall die Warmwassererzeugung Zentral bleiben und der Durchlauferhitzer bestenfalls dieses Warmwasser weiter erhitzen sonst ist das Teil auch im Winter im Einsatz.

    Sowas hatte ich mir auch mal überlegt. Es gibt Durchlauferhitzer, die für sowas gebaut und gedacht sind.

    Viele Grüße
    Thomas


    Atmos P14/130 mit A25, Selbstbaupressluftreinigung und Laddomat, 850 l Puffer, Regelung mit UVR 63-H und ESR 21R + DK Flame Domo (Kaminofen) im Wohnzimmer.


    :lager:

  • Hallo Jürgen,


    Du heizt ja mit Holz. Warum baust Du keine FriWa ein oder hast dies beim Pufferumbau berücksichtigt? Die Armortisation ist dort doch auch absehbar. Mit Holz ist es immer noch günstiger, als mit Öl zu heizen. Gleiches gilt doch auch beim WW.


    Viele Grüße


    Franz

    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Hallo Franz,
    es geht nicht um mich, ich habe nur eine PN hier eingestellt siehe: Hallo User, eine Bitte von einem...........
    Bitte um Umrechnung von Oel zu Strom?
    Hallo juergen,
    .........

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Innerhalb der Heizperiode bei "warmem" Kessel entspricht 1 Liter Öl ca 7,5-8,8 kWh Strom.
    Bei kaltem Kessel sind es 1 Liter Öl ca. 5-6 kWh Strom.


    Zur WW-Bereitung, ich würde eher zu einem Speicher mit Heizpatrone raten, weniger Netzlast und günstiger in der Anschaffung.
    Am besten wäre Solar. Aber auch eine Brauchwasserwärmepumpe ist mal durchzurechnen. Im Sommer benötigt diese für 1kWh Wärme nur ca 0,3kWh Strom.
    Dazu noch eine kleine PV Anlage und WW ist kostenlos und man senkt seinen Stromverbrauch.


    Oftmals werden dann für ehemals 300-500 Liter Öl / WW-Bereitung außerhalb der Heizzeit nur noch 600-1.100kWh Strom benötigt.

  • Innerhalb der Heizperiode bei "warmem" Kessel entspricht 1 Liter Öl ca 7,5-8,8 kWh Strom.
    Bei kaltem Kessel sind es 1 Liter Öl ca. 5-6 kWh Strom.


    Zur WW-Bereitung, ich würde eher zu einem Speicher mit Heizpatrone raten, weniger Netzlast und günstiger in der Anschaffung.
    Am besten wäre Solar. Aber auch eine Brauchwasserwärmepumpe ist mal durchzurechnen. Im Sommer benötigt diese für 1kWh Wärme nur ca 0,3kWh Strom.
    Dazu noch eine kleine PV Anlage und WW ist kostenlos und man senkt seinen Stromverbrauch.


    Oftmals werden dann für ehemals 300-500 Liter Öl / WW-Bereitung außerhalb der Heizzeit nur noch 600-1.100kWh Strom benötigt.


    Also eine Wärmepumpe + PV Anlage zur Brauchwassererwärmung verwenden ist die wildeste Lösung, das kommt gleich nach der Methode Brauchwasser mit einer Dampfbetriebenen Wärmepumpe zu erzeugen. Ob der Dampf mit Strom, Holz oder Gas erzeugt wird darf sich jeder aussuchen, ich bin für Strom ;)

  • Allerdings sollte sich der Fragesteller erst einmal erkundigen ob seine E-Anlage einen 24kW Durchlauferhitzer auch packt, denn das bedeutet schon eine 5 x 4mm² Zuleitung vom Zählerkasten zum DLE!


    Wenn die E-Anlage aus den 70-er Jahren ist kann das schon sehr eng werden und gleich einen Investitionsrattenschwanz nach sich ziehen, da kriegt er dann schon eine BW-Solaranlage fast geschenkt dazu!


    Grüße Hannes / ESBG

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