Hoval Ventolyt 30 kW: Feuer geht aus

  • Griaß Eng,
    i bi nei an Forum und bi da Sepp. Mein Hoval Ventolyt 30 Kw ist 25 Jahre alt und verbrennt immer schlechter.
    Das Feuer geht vermutlich aufgrund fehlenden Sauerstoffs aus.
    Die Primärluft hab ich schon auf 6 oder 7 Umdrehungen aufgemacht, sekundär auf 3 U.
    Mach ich die Schürtür auf, geht das Abgasthermometer um ca. 30 Grad hinauf, um nach Schließen wieder abzufallen.
    Der Höchstwert liegt bei ca. 200 Grad, der Dauerbrand fällt bald auf 100 Grad.
    Hab ihn auch schon primär auf 10 Umdrehungen aufgemacht, da brennts zu schnell ab, aber die Abgastemperatur bliebe höher.
    Der Kaminkehrer leuchtete Abgasrohr und Kamineingang aus, alles i.O. Meine Heizungsfirma empfahl neue Türdichtungen, die hab ich aber nicht ausgetauscht, da eine jeweilige Türöffnung mehr Feuer bringt.
    Beim Anfeuern lasse ich die Aschetür auf und den Ventilator aus, bis das Abgas ca. 150 Grad erreicht, weil nach dem Einschalten des Ventilators und Schließen der Aschetür hörbar „die Luft ausgeht“ und die Abgastemperatur auf 100 Grad abfällt.
    Die Welle des Ventilators wurde geschmiert, Umdrehungsverminderung zumindest nicht hörbar. Die Feuchtigkeit des Holzes liegt bei 10-12%.
    Ein Hoval Kundendienstler aus München sagte, die Kessel sind für 18 Jahre ausgelegt.
    Der Keramikstein öffne sich langsam und ziehe damit Falschluft.
    Der Heizerer fand keinen Spalt.
    Wer kann mir helfen, danke!

  • Grüß Dich Sepp und willkommen in unserem Froum.
    Du hast ein Problem. Dein Kessel soll jetzt im Winter richtig Wärme bringen und......
    So wie Du uns das beschreibst bekommt der Kessel keine Zuluft. Wann hast Du den Kessel denn das letzte mal richtig sauber gemacht :gnachdenken1: In der Bedienanleitung findest Du bestimmt dazu was alles gereinigt werden muß.

    Beim Anfeuern lasse ich die Aschetür auf und den Ventilator aus, bis das Abgas ca. 150 Grad erreicht, weil nach dem Einschalten des Ventilators und Schließen der Aschetür hörbar „die Luft ausgeht“ und die Abgastemperatur auf 100 Grad abfällt

    Du kannst auch hier unter "Forum" weiter unten eine Abteilung "Hoval Heizkessel" finden zu Deinem Kessel Typ.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Servus Sepp,


    vorab: ich kenne den Kessel nicht.
    Wenn du ihn sauber gemacht hast und eine evtl. vorhandene Anheizklappe dicht schliesst, würde ich das Saugzuggebläse (oder hat der ein Druckgebläse?) auf Leichtgängigkeit prüfen. Wenn das der Fall ist, lass den Motorkondensator einmal messen. Wenn da noch der erste verbaut ist, kann es gut sein, dass der merklich an Kapazität eingebüßt hat. In dem Fall läuft der Motor wie mit angezogener Handbremse.


    Viel Erfolg,
    Joe

  • Danke euch Beiden, Jürgen und Joe. Habe den Kessel vor Heizbeginn penibel gereinigt, auch die schwer raus und reingehende hintere Eisenplatte und deren Fugen. Die Anheizklappe wird auch regelmäßig mit den Schächten gereinigt. Aber die Idee von Dir, Joe, mit dem Kondensator gehört verfolgt. Vielleicht läuft der Ventilator doch zu langsam, ohne dass mans hört. Danke nochmal!

  • Wenn Du Deine Hand an den Lufteinlass hälst musst Du doch spüren ob er richtig saugt oder....wenn Du die obere Tür ein ganz klein wenig nur anlüftest ändert sich da das Kessel Geräusch. Irgenwo muss dann doch die Luftzufuhr gestört sein.
    Es klingt banal....ein User von uns zündet nach der Sommerpause seinen Atmos an und der Keller ein Qualm. Seine Frau kommt und sagt komm mal raus auf die Strasse ein Krach auf dem Dach auf dem essenkopf war ei n Krähen Nest. Wir hatten mal einen User da hatte auch ein Maus versucht und wsr in der Zuluft eingetrocknet!!!!! Es ist alles möglich......

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    Mit freundlichem Gruß Jürgen


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  • Servus Stahesepp!


    Ich hatte ebenfalls das Problem bei meinem Ventolyt 30.
    Das Feuer brannte anfangs ganz gut, erstickte jedoch dann und der Ruß legte sich überall an.
    Es wurde immer schlechter.


    Problem bei mir:
    Die hintere Eisenplatte, die mit den 4 Schrauben befestigt ist, hatte sich mit der Zeit in der Mitte gewölbt.
    Wenn das zu weit geht, haut dir immer mehr Primärluft nach unten direkt ab, anstatt ganz oben an der Decke des Kessels eingeblasen zu werden.
    Daher brannte der Holzhaufen immer nur hinten unten ein Loch raus und der Rest des Holzes kokelte vor sich hin.


    Lösung:
    Blech getauscht (Mal beim Schlosser nachfragen) und das Ding läuft wieder wie eine Eins bei mir.
    Das neue ist etwas dünner und beginnt sich schon wieder zu wölben.
    Werde ev. nach dieser Heizperiode ein paar Schweißnähte anbringen zum Stabilisieren.
    Das weiß ich aber noch nicht so genau.


    Jedenfalls brauche ich nur noch ein paar Kohlestückchen in der Mitte zusammenlegen, eine Handvoll Späne drauf und anzünden.
    Keine Anfeuerzeit, ich schalte direkt den Lüfter ein und läuft.


    Abgastemperatur habe ich immer zwischen 150 uns 200 Grad.
    Mehr als 220 Grad kriege ich nie zusammen und das wäre auch zu viel bei dem Kessel.
    Allerdings messe ich etwas weiter hinten, außerhalb vom Kessel.

  • Danke, Jürgen und Martin.


    Jürgen, ich hab die Schürtür ganz wenig geöffnet bei laufendem Ventilator.Nach ein paar Sekunden lebte das Feuer richtig auf, also hat er Luftmangel. Es ist leider noch ein Druckgebläse. Wenn ich die Hand hinhalte, kommts mir eher vor, als blies er heraus.
    Martin, Du meinst wahrscheinlich die hintere Außenwand, die durch die herausnehmbare Eisenplatte verdeckt ist. Ich hab an den oberen Ecken keine Schrauben gesehen.
    Aber: ich hab sowieso schon den Zuschussantrag gestellt und bewilligt bekommen für eine neue Pelletheizung. Ich hab mich noch für keine Firma entschieden. Könnt Ihr mir eine empfehlen?
    Gruß Sepp

  • Nein, ich habe tatsächlich nur das Blech vorn getauscht.


    Wenn ich deinen Post oben lese:
    Dein Lüfter läuft aber schon richtig herum?


    Du kannst das Verkleidungsblech vorn ja mit 3 Schrauben abnehmen und die Kammer zur Luftverteilung öffnen.
    Lass den Ventilator mal laufen und schau. ob hier genug Luft ankommt.
    Check die Rückschlagklappe, ob die auch leicht geht.
    Auch kannst du die 4 Kanäle mal checken, ob einer total verstopft ist.


    Grundsätzlich musst du nur der Luft nachgehen.
    Abluft am Kamin ist ja OK.


    Oben rechts kommst du zu der Wartungsklappe.
    Wenn nun der Kessel kalt ist, kannst du diese ja abschrauben und grundsätzlich schauen, ob hier alles OK ist:
    Hebel rechts: Abluftklappe ist offen und der Luftzug ist auf "unten nach oben" eingestellt. Das klappt ja.
    Hebel nach links: Obere Abluftklappe ist geschlossen und der Luftstrom im Kessel wird umgekehrt. Ventilator läuft.
    Dann muss ja die Luft durch die Lamellen von unten kommen.
    Jetzt kannst du die Primär / Sekundär - Luft abdrehen und jeweils nur eine öffnen.
    Da solltest du wenigstens einen Aufschluss bekommen, was betroffen ist.


    Du brauchst beides.


    Primär sollte über die Kanäle vorne nach hinten oben gelangen und an der Decke der Brennstoffkammer - dort wo das Blech gewinkelt ist eingeblasen werden.
    Seitlich und unten muss der Schamottstein mit dem Blech abschließen, an der Decke darf er das nicht.
    Meinen habe ich an der Decke entfernt, da er mit der Zeit komplett kaputt ging.
    Er darf nicht am Blech aufsitzen, denn sonst kann hier keine Luft mehr in die Brennstoffkammer geblasen werden, bzw. wird sie hinter den Stein geblasen.


    Ev. ist einer der drei Wege verstopft:
    Primärluft bis oben in die Brennstoffkammer, Sekundärluft in den Rost unten, oder Brennkammer unten bis zur Wartungsklappe.


    Letze Möglichkeit ist, dass die Primärluft viel zu weit unten in die Brennstoffkammer (ev. an den Seiten) eingeblasen wird. Dann würde aus dem Holz aber hinten ein Loch herausgebrannt werden, bis es dann eher ausgeht.


    Mehr kann ich pauschal leider auch nicht dazu sagen.

  • Servus Martin,


    das mit dem Lüfter ist eine gute Idee. Wenn ich die Hand hinhalte, kann ich nix feststellen, es saugt weder erkennbar hinein noch blästs erkennbar heraus. Die Umschaltung von klein auf groß und umgekehrt hört man geringfügig.
    Scheinbar haben wir aber zweierlei Öfen. Die Kammern (Kanäle) zur Luftverteilung hab ich auch gründlich freigemacht. Aber den Ventilator hab ich so noch nicht laufen lassen. Das ist meine nächste Aufgabe. Dann sehe ich auch, ob der Venti richtig oder falsch läuft und die Luftklappe genügend aufgeblasen wird. Diese meinst Du wahrscheinlich mit der Rückschlagklappe? Sonst hab ich außer der Abgasklappe keine Wartungsklappe. Das Ein/Aus mit dem Ventilator versteh ich auch und wie und wo die Luft zirkuliert. Das mit dem Schamottstein an der Decke versteh ich nicht. Er liegt einfach drin. Den letzten Satz versteh ich nur bis zur Sekundärluft.
    Hinten in der Mitte ist schon immer am meisten verbrannt, aber da sind ja auch die Öffnungen im Stein, hab ich gemeint. Lieg ich da falsch? Ich kratz halt den Rest wieder in die Mitte zusammen. Dann läuft der Ventilator wieder weiter, aber natürlich immer kürzer, weil ja auch der Glühstock immer weniger wird.
    Nochmal schönen Dank Martin!

  • Servus Sepp,


    ich denke nicht, dass sich unsere Kessel unterscheiden.
    Die Klappe am Lüfter ist da um Fall einer Verpuffung zu verhindern, dass die heiße Luft in den Lüfter gedrückt wird und diesem schadet.
    Den Sog bemerke ich auch fast nicht. hier musst du tatsächlich von der anderen Seite aus nach dem Druck schauen.
    Auch der Drehzahlunterschied zwischen den beiden Stufen ist nicht stark bemerkbar.
    Aber wenn der läuft und die Flügel OK sind ist der gut.


    Ich meinte mit Wartungsklappe schon den Deckel oben, wo du ab und zu saubermachen musst.
    Wenn der Hebel zu ist, muss ja von unten durch die Lamellen die Luft bis hierhin geblasen werden.
    Nun kannst du ja einen Luftkanal nach dem Anderen testen, ob der wirklich Luft liefert - denn hier muss sie letztlich ankommen.


    Von meinem Blech habe ich ein Foto angehängt.
    Das sollte nicht verformt sein und wichtig ist oben, dass du zum Schamott an der Decke einen Spalt hast, denn dort wird die Primärluft in den Brennraum eingeblasen.
    Ohne Primärluft von oben geht das Feuer aus.
    Bei mir ist der Schamott an der Decke runtergebröselt und ich habe ihn entfernt.


    Ich hatte eben ähnliche Probleme, wie du sie beschreibst, nur noch nicht ganz so schlimm.
    Das Blech habe ich neu machen lassen, da das alte unten ziemlich deformiert war - und seitdem läuft der wie eine Eins.
    Hatte ich mir nicht gedacht.


    Viel Glück beim Suchen! ;)

  • Servus Martin,
    heut hab ich Deine Anregungen usw. am Ofen angeschaut.
    Ich hab an der Oberseite des Brennraums tatsächlich keinen Schamott. Das Blech geht von hinten oben gebogen ums Eck bis nach vorn oben. Bei den Abluftschlitzen spürte ich trotz laufendem Ventilator so gut wie keine Warmluft herauskommen, nur in Nähe der Abluftklappe kams ein bissl wärmer und spürbarer heraus, aber ganz wenig mehr. Im Brennraum lag noch ganz wenig glühendes Holz.
    Die Luftklappe öffnete sich bei der größeren Stufe nur um 2 bis 3 cm. Wenn ich sie von Hand ganz nach oben hob, wurde komischerweise der Lüfter leiser und langsamer. Die Klappe ist ganz leicht beweglich, also kein Hindernis für einen höheren Luftzug. Wobei ich mir dachte, bei dieser Geschwindigkeit des Lüfters kanns die Klappe nicht höher aufdrücken, weils ja nicht wie eine Luftpistole wirkt.
    Dann hab ich die Verstellschraube unter dem Lüfterdeckel Mitte oben um eine Vierteldrehung aufgedreht. Sie ist der Betriebsanleitung nach irgendwie mit der Kamingröße einzustellen. Was sie bewirkt und wie, kenn ich mich nicht aus.
    Danke nochmal Martin für Deine Mühe!

  • Servus Martin,


    stell Dir vor, der Ofen kommt jetzt auf bissl mehr als 200 Grad. Ich habe die kleine Schraube unter dem Lüfterdeckel eine halbe Umdrehung aufgemacht. Deren Einstellung richtet sich laut Bedienungs- oder Einbauanleitung nach dem Kaminquerschnitt. Das Rauchrohr hat bei uns keine 45Grad Steigung, wie in der Anleitung vorgeschrieben, sondern 60 cm lang waagrecht in den Kamin hinein, erlaubt wären max 40 cm.
    Die Primärluft ist max offen. Das Feuer geht jetzt nicht mehr aus, der Ofen "bullert" jetzt besser.
    Mich würde interessieren, was sich genau mit der Schraube verändert, da sieht man nämlich nix.
    Gruß Sepp

  • Servus Sepp!


    Na das klingt doch schon besser.
    Aber im Detail bin ich da auch überfragt.


    Ich habe eben die Unterlagen zu dem Kessel angeschaut, und vermute, du sprichst von der Klappe direkt beim Lüfter?
    Die sollte wie gesagt den Lüfter vor Rückschlägen schützen und den max. Luftmenge begrenzen, bzw. den Lüfter drosseln.
    Die Schraube könnte das Gegengewicht für die Klappe sein, wie es bei Zugbegrenzungsklappen zum Beispiel der Fall ist.
    Ev. lässt die Leistung des Lüfters etwas nach über die Jahre, das würde es erklären.
    Werde ich mir mal bei mir anschauen.
    Da habe ich noch nie etwas verstellt.
    Aber das sollte sich auf jeden Fall auch mal ein Fachmann mal Vorort anschauen.
    Das mit den 45 Grad beim Abgasrohr ist wurscht wenn alles passt. Wenn dein Kamin die Abgase zuverlässig auch in der Übergangszeit, oder in der Warmphase mit Plus 6-8 Grad nächste Woche abtransportiert ist das kein Thema denke ich.
    Abgastemp. 200 bis max. 250 Grad ist auf jeden Fall super für den Kessel.
    Wie schaut denn die Flamme im Schauglas aus?
    Geht bis gut an den Boden und ev. wieder etwas an dem Blech entlang hinauf?
    Dann wäre alles, wie es sein soll.
    Von außen wäre eine weiße Rauchfahne von wenigen Metern - und wenn später nur noch Glut im Ofen ist - nur noch flimmernde Luft optimal.
    Für feinere Einstellungen brauchst du einen Fachmann und Messgeräte.


    Gruß Martin

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