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Maximale Kesseltemperatur

  • Bin ganz neu im Forum und totaler Anfänger in Sachen Holzvergaser.


    Seit ein paar Wochen habe ich einen Brunner Scheitikus 40 kW und einen 4000 l Pufferspeicher in Betrieb. Soweit funktioniert alles super. Jetzt würde ich gerne im Sommer, ausschließlich für Brauchwasser, möglichst selten anfeuern und den Puffer deshalb komplett durchladen. Das gelingt mir gut bis 80 °C im Puffer (oben, Mitte und unten), aber nicht wirklich höher. 85 °C würden mich aber mindestens einen Tag weiter bringen.


    Mich würde deshalb sehr interessieren, ob Ihr dieselbe Anforderung im Sommer habt. Und natürlich mit welchen Puffertemperaturen, Kesseltemperaturen und maximalen Rücklauftemperaturen Ihr dann Eure Anlage fahrt.


    Schon mal herzlichen Dank für Eure Hilfe!

  • Hallo,


    Ich habe im Anhang mal eine Notiz runter geladen die deine Frage eigentlich beantworten sollte.


    Vorab, ich würde das auf 80°C stehen lassen.

    Du hast einen Temperaturbegrenzer, eine therm Wasermangelsicherung,

    dann hast du einen Ausschaltpunkt da du ja die Sicherheitsgeräte möglichst

    nicht anfahren solltest.


    Du benötigst zwischen jedem Gerät ein paar Grad, nennen wir es Temperaturreserve.

    Du hast aber nur einen Bereich zwischen 80 und so etwa 94°C.


    Ein Kessel als Dampferzeuger kann sehr unangenehm werden.


    mfg

    HJH

  • Hallo @arthurhech,


    ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, nur für die WW-Vorhaltung im Sommerbetrieb, den gesamten Puffer mit 4.000 Litern auf 80°C oder sogar mehr - mit Scheitholz - aufzuheizen. Die Stillstandsverluste sind m.E. einfach zu groß, egal wie gut der Puffer gedämmt ist. Bei einer Kombination mit einer thermischen Solaranlage ist das natürlich anders. Es gilt ja auch zu beachten, dass die Wärmeverluste mit zunehmender Temperatur-(Differenz) steigen, Es kommt auch auf die Art der WW-Bereitung an - bei einer Friwa wird das besser funktionieren, als bei einem WW-Boiler.


    Bei Pellet/Holzvergaser-Kombianlagen wird z.B. bei Pelletbetrieb meistens nur ein Teil des Puffers beladen, nämlich um die Wärmeverluste nicht zu groß werden zu lassen. Bei reinen Scheitholzanlagen muss man wohl ausprobieren, was der Kompromiss zwischen möglichst viel Komfort (selten anheizen) und wenig Stillstandsverlust ist.

    Und natürlich mit welchen Puffertemperaturen, Kesseltemperaturen und maximalen Rücklauftemperaturen Ihr dann Eure Anlage fahrt.

    Eine Kessel-Solltemperatur von 80°C ist der gängige Wert.

    Üblicherweise ist die "minimale" Rücklauftemperatur relevant. 60°C ist der absolut unterste erlaubte Wert, besser sind min. 65°C, Ich habe beim ETA 68°C eingestellt, was einer Spreizung von 12K entspricht. Das hängt aber auch vom Kessel und und seiner Regelung ab. So wird bei den aktuellen ETAs die RLT durch die (einstellbare) Spreizung bestimmt.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Lager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VR-Solarpanel: 2x CPC21 Star Azzurro (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo und Willkommen im Forum.


    Die Vorschreiber haben ja schon auf das Wesentliche hingewiesen. Mich würde die Art der TWW Erwärmung interessieren.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Herzlichen Dank für die prompte Unterstützung.


    HJH: Die Dateien sind extrem hilfreich und machen die Zusammenhänge sehr klar


    @ Karlheinz: Ich bin noch am Anfang der Lernphase und versuche deshalb verschiedene Pufferladezustände zu erzeugen und schaue mir dann die Entladung über die Zeit an. Dazu habe ich die angefügte Tabelle angelegt. Ich möchte als erstes herausfinden, ob es sich überhaupt lohnt, im Sommer Brauchwasser über den Holzvergaser zu erzeugen. Deshalb in der Tabelle der Vergleich mit unserem bisherigen Ölverbrauch für Warmwasser.


    Holzpille: Der HV bzw. der Pufferspeicher ist über eine Nahwärmeleitung mit dem bestehenden Viessmann Ölkessel verbunden. Der Ölkessel hat zwei Trinkwasserspeicher und die werden jetzt indirekt geladen. Die Nahwärmeleitung erhöht die Kesseltemperatur im Ölkessel und die Ladepumpe des Ölkessels heizt die beiden Trinkwasserspeicher auf. Damit der Brenner der Ölheizung nicht anläuft, wird T2 des Brenneranschlusses von der Kesselsteuerung über einen Anlegethermostat am Pufferspeicher geführt. Pufferspeichertemperatur >55 °C: Brenner deaktiviert und Pumpe der Nahwärmeleitung wird eingeschaltet. Bei <55 °C wird T2 nicht unterbrochen und die Pumpe der Nahwärmeleitung bleibt aus. Die Ölheizung kann den Brenner einschalten und macht Warmwasser genau wie immer in den vergangen 30 Jahren. Primitive Lösung, aber so sind wir (natürlich auch im Winter) unabhängig vom Holzvergaser, falls ich ausfalle und keiner Feuer macht.


    Für meine Messreihen habe ich zwei Annahmen getroffen, die gerne diskutiert und kommentiert werden dürfen:

    - Heizöl kostet mich rund 4 mal so viel wie Scheitholz (eigene Arbeitszeit, Maschinen und Treibstoff nicht mit eingerechnet)

    - Heizöl hat einen mindestens 5 mal höheren CO2 Fußabdruck verglichen mit Scheitholz. Die Datenbasis dazu ist aber ziemlich dünn.

    Wenn ich also, wie meine Tabelle andeutet, deutlich unter dem Faktor 3 liege, lohnt sich das Holzheizen auch im Sommer, sowohl ökologisch als auch ökonomisch.


    Was ich noch sagen sollte: Alle Einstellungen am Holzvergaser sind unveränderte Werkseinstellungen


    Viele Grüße

    Arthur

  • Hallo,

    Für meine Messreihen habe ich zwei Annahmen getroffen, die gerne diskutiert und kommentiert werden dürfen:

    - Heizöl kostet mich rund 4 mal so viel wie Scheitholz (eigene Arbeitszeit, Maschinen und Treibstoff nicht mit eingerechnet)

    - Heizöl hat einen mindestens 5 mal höheren CO2 Fußabdruck verglichen mit Scheitholz. Die Datenbasis dazu ist aber ziemlich dünn.

    Wenn ich also, wie meine Tabelle andeutet, deutlich unter dem Faktor 3 liege, lohnt sich das Holzheizen auch im Sommer, sowohl ökologisch als auch ökonomisch.

    deine akribisch aufgeschriebenen Werte ok, sind aber eigendlich nur Zahlenkolonnen aus denen ersichtlich ist, wie rasant sich dein Puffer entleert.

    Wobei "rasant" relativ ist. Man weiß nicht welche Menge an TWW damit erzeugt wurden.

    Das mit den Kosten muss man auch im Zusammenhang sehen. Je nach dem was jemand für sein Holz bezahlt oder auch nicht, es gibt auf der Welt nichts umsonst.

    Auch wenn das Öl (vermeindlich) teurer ist als dein Holz, so sollte man auch die Kosten für die Anschaffung, Pflege, Wartung der Holzbearbeitungsmaschinen und den Einbau der Wärmeerzeugungsanlage und alle Kosten die damit im Zusammenhang stehen mit in diese Rechnung einbeziehen.

    Auch geht es nicht nur um den CO² Fußabdruck. Ein ganz besonders fieser Bestandteil bei der Holzverbrennung ist der Staub und der wirkt unmittelbar auf die Menschen. Den gibt es bei der Verbrennung von Heizöl nicht. Aber wie dem auch sei, keine Verbrennung ohne Schadstoffe.


    Nun kann ich deine Anlage nicht bewerten, aber TWW aus dem Puffer mittels TWW Speicherbevorratung ist die denkbar schlechteste Lösung weil die RL Temperaturen recht hoch sind.

    Mir liegt es fern deine Anlage hier zu bekritteln was man hätte besser/anders machen können. Die Anlage steht jetzt so und gut.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Danke Michael,


    definitiv ist der Aufbau meiner Anlage nicht so, wie man das in einer komplett neuen Installation machen dürfte. Mein Ziel war, die bestehende Öl-Zentralheizung möglichst unberührt zu lassen und eine selbständige Umschaltung auf Öl zu haben, wenn kein Holz geheizt werden kann. Um die hohen Rücklauftemperaturen zu nutzen, wird der Rücklauf für die Heizung in der Garage/Werkstatt verwendet. Im Sommer hilft das natürlich nicht.


    Vielleicht stellt sich ja heraus, dass die Warmwasserbereitung im Sommer über die Ölheizung der bessere Weg ist. Oder, was noch dazu kommen soll, über eine PV-Anlage.


    Herzliche Grüße

    Arthur

  • Hallo Arthur


    Vielleicht etwas spät, aber ich schreibe hier trotzdem noch meine Gedanken dazu. Ich kann dir nicht ganz folgen. Hast du zusätzlich zu den Pufferspeichern noch Trinkwasserspeicher?


    Ich stand lange vor dem Dilemma, wie mein Trinkwasser zu erwärmen im Zusammenhang mit HV und Pufferspeicher. Nur wegen etwas Brauchwasser den HV zu starten macht definitiv wenig Sinn, schon gar nicht die Puffer durchzuladen im Sommer. Energetisch (wenn das für dich von Belang ist) absoluter Unfug.


    Variante 1: Wärmepumpenboiler mit zusätzlichem Wärmetauscher für Heizungsanbindung. Im Winter wird dann der Boiler über die Holzheizung geladen, im Sommer mit Strom. Sehr effizient, aber teuer. Langlebigkeit, na ja...


    Variante 2: Dein Brunner kann ja gut mit Solarthermie und die halbe Infrastruktur hast du ja schon. Nachteil: Überschüssige Energie im Sommer kann nicht genutzt werden. Teuer in der Anschaffung, denke aber hält fast ewig. Warmwasser nach der Investition für fast gratis plus etwas Heizungsunterstützung in der Übergangszeit.


    Variante 3: Variablen Heizstab in Puffer/Boiler einbauen und PV-Strom verbraten. Hat der Brunner nicht eine entsprechende Regelung? Ist aber auch nicht gerade sehr effizient, dafür Preiswert in der Anschaffung.


    Variante 4 (meine Lösung): Frischwasserstation, Puffer in Serie (ich weiss, Brunner macht das nicht so). Weshalb in Serie? Weniger heisses Wasser muss vorgehalten werden da das heisse Wasser immer oben im Puffer ist. Dann habe ich eine kleine Brauchwasserwärmepumpe installiert welche mir im Sommer den obersten Teil des Puffers auf ca. 52° aufheizt. Das genügt damit meine FriWa heisses Wasser liefert. Darauf achten, dass die FriWa über einen gross genug dimensionierten Wärmetauscher verfügt.


    Ich hoffe, ich konnte dir einige Ideen liefern.


    Gruss

    wetti

  • Danke, wetti!


    Die Zeitspanne seit Installation war etwas zu kurz, um für den Sommerbetrieb wirklich Aussagen treffen zu können. Jetzt im Heizungsbetrieb scheint mir die Anlage recht effektiv zu arbeiten. Ich brauche jetzt ziemlich genau die zweifache Energiemenge für Heizung und Warmwasser (Ölverbrauch der letzten Jahre verglichen mit den Ertragszahlen von Brunner). Aber jetzt wird eine Garage/Werkstatt mit 100 m2 ebenfalls geheizt (über den Rücklauf der Nahwärmeleitung zum Haus) und das Gebäude (ebenfalls rund 100 m2), in dem der HV steht ist jetzt ebenfalls temperiert. Vorher waren dafür zwei Kaminöfen in Betrieb.


    Aber Du hast natürlich Recht. Bis zum Sommer sollte ich unbedingt die PV Anlage in Betrieb haben.


    Deine Lösung mit einer FriWa-Station geht wahrscheinlich nicht bei mir. Der Pufferspeicher steht rund 40 m von den Verbrauchern weg. Deshalb die "Umladung" vom Puffer des HV zum Trinkwasserpuffer der Ölheizung über die Nahwärmeleitung.


    Herzliche Grüße

    Arthur

  • Hallo Arthur


    Dann würde ich doch zur Variante 3 greifen, wenn du eh PV Strom machst, ist der Mehrverbrauch doch egal. Variablen Heizstab in den Warmwasser-Speicher und gut ist. Wie gesagt, wenn ich mich recht erinnere, ist die Brunnersteuerung sogar dafür ausgelegt. Glückwunsch ürbigens zum Brunner, hoffe er ist so gut wie angepriesen. Ich wollte zuerst auch einen Brunner, hatte mich dann aber anders entschieden weil Brunner keine Servicestelle in der Schweiz hat (Techniker kommt aus Deutschland) und die Ersatzteile nicht frei auf dem Markt zugänglich sind.


    Gruss

    Marcel

  • Hallo Marcel,


    Ja, so werde ich es machen. Grundsätzlich bin ich mit dem Kessel von Brunner zufrieden. Ich habe natürlich keinen Vergleich. Das macht die Beurteilung schwer. Es gibt noch ein paar kleinere Punkte, die ich klären muss. Beispielsweise wird mein Puffer in der letzten Phase des Abbrandes wieder etwas entleert. Mir scheint es liegt daran, dass bis zur Glutüberwachung sowohl das Saugzuggebläse als auch die Kesselpumpe immer laufen. Da die Steuerung nur dann in die Glutüberwachung wechselt, wenn die Abgastemperatur unter 80 °C gefallen ist, wird bis dahin bei sehr vollem Puffer (über 80 °C auf allen vier Messebenen) über das Abgas der Kessel heruntergekühlt und durch die laufende Kesselpumpe auch heißes Pufferwasser dem Kessel zugeführt und damit der Puffer etwas entleert. Genaue Zahlen werde ich noch versuchen zu ermitteln.


    Was derzeit leider gar nicht gut funktioniert ist die Kommunikation mit Brunner, die immer über den Heizungsbauer laufen soll. Selbst einfache Fragen wie Abweichungen im Stromverbrauch im Standby (laut Unterlagen sollten es 10 Watt sein, bei mir sind es immer 28 Watt) werden nicht ohne langen Mailwechsel beantwortet. Das nervt und zeugt nicht von Kundenorientierung. Auch gibt es angeblich keine Dokumentation der Änderungen bei einem up-date der Steuerung. Wie sieht das bei Fröling aus? Bekommt man da Release Notes mit dem up-date?


    Grüße

    Arthur

  • Wie sieht das bei Fröling aus? Bekommt man da Release Notes mit dem up-date?

    Weiß ich leider nicht, kann nur sagen dass es bei ETA so ist. Da gibt es zu jedem Update eine Erweiterung in den Release Notes. Und man kann/soll auch direkt mit dem ETA-Kundendienst sprechen. Nur der Auftrag/Verkauf muss über einen Installateur laufen.

  • Hallo Arthur


    Scheint mir ein komisches Verhalten des Kessels. Ich habe meinen erst seit kurzem in Betrieb, hatte aber gerade gestern beobachtet was der Kessel am Schluss des Abbrandes macht (Puffer oben war auf 83°, unten ca. 75°). Gebläse und Pumpen aus, sobald Kessel über 85° hatte lief kurz die Pumpe an und bevörderte das Heisse Wasser in den Puffer. Kann mir ehrlich gesagt schwer vorstellen das Brunner den Puffer quasi abkühlt ausser es liegt ein Fehler vor.


    Bei Updates weiss ich nicht wie es ist. Ich weiss nur, das mein Fröling offline ist und das bewusst!


    Interessant deine Kritik am Kundenservice von Brunner. Ganz ehrlich: Ich hatte ein schweres deja vu bei Brunner mit Apple. Die steckten für mein Bauchgefühl zu viel in Werbung a la "We're a happy family", schon fast kitschig. Und ich kenne keine Holzkesselfirma mit solch ausgeklügeltem Marketing. Hatte dir ja bereits geschrieben das auch bei uns die Ersatzteilverkauf nur über den erlauchten Kreis des Brunnersvertriebes geht. Wenn mir der Preis in der Schweiz von Fröling nicht zusagt, bestelle ich halt kurzerhand online in DE. Das geht bei Brunner nicht.


    Hatte diese Woche bei Fröling Österreich angrufen, ging recht flott. Fröling Schweiz sowieso, da der Gebietsvertreter ein Kumpel ist von mir. Die Probleme die ich noch habe, ist eine Sache zwischen mir und dem Heizungsbauer. Sind eher Optimierungen, bin sicher nicht der 0815 Holzheizer-Kunde aber zuversichtlich, dass wir eine passende Lösung finden. Schade das es bei dir am Kundendienst hängt, das kann einem manchmal die ganze Freude trüben...


    Stromverbrauch im Standby, interessant, habe ich mich noch gar nicht geachtet :/


    Gruss

    Marcel

  • Herzlichen Dank für die Antworten


    Mein Brunner Kessel ist ebenfalls nicht online, bzw. weder für den Heizungsbauer noch für Brunner freigegeben. Das up-date läuft per USB-Stick.


    Ganz am Anfang hatte ich direkt für den Service von Brunner den Kessel freigegeben. Der Service Mitarbeiter hat eigenmächtig die maximale Kesseltemperatur auf 83 °C reduziert und mir den Verlust der Garantie angedroht, falls ich selbst die Kesseltemperatur wieder erhöhen sollte. Ich selbst solle und dürfe keine Änderung in der Konfiguration vornehmen, das sei dem Heizungsbauer vorbehalten. Das war der Auslöser meiner ursprünglichen Frage und die erste Enttäuschung mit dem Service von Brunner. Durch die Begrenzung auf 83 °C Kesseltemperatur bringe ich den Puffer praktisch nicht über 80 °C, außer ich "überfüttere" den Kessel und lasse eine erhebliche Zeit Teillast zu. Dieses extreme einbremsen der Temperatur gefällt mir nicht.

  • Ganz am Anfang hatte ich direkt für den Service von Brunner den Kessel freigegeben. Der Service Mitarbeiter hat eigenmächtig die maximale Kesseltemperatur auf 83 °C reduziert und mir den Verlust der Garantie angedroht, falls ich selbst die Kesseltemperatur wieder erhöhen sollte.

    Wie?

    Mit welcher Begründung hat der Service Mitarbeiter die Temperatur geändert?

    Wird dein Kessel mit 100% Werkseinstellungen betrieben, oder wurden diese für deine Gesamtanlage vom Heizungsbauer justiert/angepasst?

  • Hallo TigerTooth,


    nur die Abgastemperatur des Kessels wurde vom Heizungsbauer geändert. Alles andere blieb bei den Werkseinstellungen. Die Anpassungen der Heizkurve für den Heizkreis nehme ich bei der Betrachtung heraus.


    Der Servicemitarbeiter hat die maximale Kesseltemperatur von meinen 87 °C auf 83 °C geändert, weil sonst die Spanne bis zum Überhitzen (von der Kesselsteuerung definiert mit 90 °C) und zur TAS zu klein sei. Außerdem dürfe der Kessel am Ende des Abbrandes nicht mit 87 °C abgeschaltet werden. Er hat als Beispiel ein Auto angeführt, das man auch nicht einfach nach einer Vollgasfahrt abstellen dürfe... Zu dem Termin wusste ich noch nicht, dass der Kessel ohnehin erst in die Glutüberwachung geht und damit die Kesselpumpe abschaltet, wenn die Abgastemperatur auf 80 °C gefallen ist. D.h. bei duchgeladenem Puffer wird vor der Glutüberwachung ohnehin über das Saugzuggebläse "überschüssige" Wärme vom Kessel in den Schornstein befördert. Leider über die Kesselpumpe auch Wärme aus dem Puffer. Meiner Ansicht nach fehlt die Programmlogik "wenn Puffertemperatur größer als Kesseltemperatur ==> Kesselpumpe aus". Sollte die Kesseltemperatur über 90 °C steigen, hat der Heizungsbauer/Brunner den Schutzmechanismus so beschrieben:

    "Kesseltemperatur darf nicht > 85°C steigen

    Wenn Kesseltemperatur > 85°C schaltet die Funktion Restwärmenutzung ein

    KesselSoll 80°C, Pumpe an Mischer regelt bis Kesseltemperatur < 80°C

    Da die RL Temperatur am Mischer nicht abfällt, da Puffer heiß ist, bleibt die Pumpe an

    Die Puffertemperaturen werden hier nicht beachtet, da es um die Temperaturbegrenzung im Kessel geht"


    Mit meinem Vorschlag, die Puffertemperaturen im Steuerungsprogramm doch bitte zu beachten, um einen heißen Kessel nicht mit heißem Wasser zu kühlen, kam ich gar nicht gut an.


    Meine Argumente, weshalb ich die Kesseltemperatur geändert habe, wollte er gar nicht hören, geschweige denn meinen Wunsch nach einer höheren Puffertemperatur unterstützen. Für mich hörte sich das an wie "80 °C im Puffer sind genug und damit basta".


    Viele Grüße

    Arthur

  • nur die Abgastemperatur des Kessels wurde vom Heizungsbauer geändert. Alles andere blieb bei den Werkseinstellungen. Die Anpassungen der Heizkurve für den Heizkreis nehme ich bei der Betrachtung heraus.

    Ist schon ein bissl komisch. Weil i.d.R. sind ja gewisse Einstellungen von den Umgebungsbedingungen abhängig.


    Außerdem dürfe der Kessel am Ende des Abbrandes nicht mit 87 °C abgeschaltet werden. Er hat als Beispiel ein Auto angeführt, das man auch nicht einfach nach einer Vollgasfahrt abstellen dürfe...

    Der Vergleich hinkt für mich ein bissl. Weil zum einen die Kessel-Temp. ja nicht der Kessel-Leistung entspricht. Zum anderen wird die Steuerung ja egal ob KT 80° oder 85° oder 87° beim "abschalten" ja immer das gleiche tun?



    Aber generell gesagt, so wie du das beschreibst ist es in der Tat nicht einfach in den Puffer nicht mehr Temp. als 80° zu bekommen wenn die Sicherheitseinrichtungen so wie beschrieben ausgelegt/eingestellt sind.

    Was es auch nicht einfach macht, ist wenn die untere Puffer.-Temp. ebenfalls gleich der Kessel.-Temp. entspricht.

    Daher kann die Kesselpumpe mit dem Pufferwasser nicht mehr kühlen.

  • Was es auch nicht einfach macht, ist wenn die untere Puffer.-Temp. ebenfalls gleich der Kessel.-Temp. entspricht.

    Daher kann die Kesselpumpe mit dem Pufferwasser nicht mehr kühlen.

    Das ist genau der Grund, weshalb ich gerne im oberen Bereich des Puffers ein paar Grad mehr erreichen will. Nicht massiv, aber 85 °C sollten schon erreichbar sein, finde ich.


    Viele Grüße

    Arthur

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