Startautomatik

  • Ich möchte hier ein leicht nachzubauendes Komfortmerkmal beschreiben, nämlich eine "Startautomatik" für die GSE-Kessel. Das meiste dazu habe ich dem Atmos-Forum entnommen, der Schaltplan im Anhang ist von Monty, der sich widerwillig zur Veröffentlichung bereit erklärt hat (interner Scherz!). :)


    Diese Schaltung erspart es einem, eine halbe Stunde nach dem Anheizen nochmal in den Heizraum zu laufen und das Abgasthermostat 1 (RGT1, rechts) wieder hochzudrehen. Man benötigt dazu ein Koppelrelais (2x Wechsler 230V, z.B. Finder 49.52, Conrad Art.-Nr. 502791-62, ca. 15 EUR), einen Taster (1x Schliesser 230V nicht rastend, z.B. Marquardt 1662.0101, dieser passt fast genau in die originale Aussparung neben dem Netzschalter), evtl. eine fliegende Sicherung 230V und natürlich etwas Kabel (keine Litze). Bei dieser Gelegenheit sollte man auch gleich noch das Kabel nachrüsten, mit dem der Belimo nach dem Ausbrand wieder zufährt (siehe Schaltpläne Mitte).



    Verschaltet wird das Relais wie folgt (Anschlüsse beziehen sich aufs Finder-Relais, müßten aber bei anderen Relais ebenso lauten):


    11 - Atmos RGT1 (freier Anschluß)
    11 - Taster - A2
    12 - Atmos 9
    14 - A2
    21 - Atmos 8
    24 - Atmos 7
    A1 - Atmos 5 (bei mir mit fliegender Sicherung)


    11-24 und A1/A2 sind die Anschlüsse am Relais, die anderen am Kessel (numerierte Schraubklemmleiste rechts unter dem oberen Deckel). Das Relais kann man zwischen das Isolierungsmaterial unter dem Deckel legen. Ich muß ja nicht erwähnen, daß man schon wissen sollte, was man tut und man natürlich den Kessel vor Beginn der Arbeiten komplett stromlos machen sollte.


    Habe ich 2010 in ca. einer Stunde zusammengebaut und funktioniert seitdem prima. Nach dem Druck auf die Start-Taste läuft das Saugzuggebläse an (RGT1 wird "überbrückt"), bei Erreichen der voreingestellten Temperatur an RGT1 fällt das Relais wieder ab und RGT1 funktioniert wieder normal.

  • moin,


    ich hatte ein problem bei der startautomatik. das relais wollte bei angeklemmten lüfter nicht mehr abfallen. ohne lüfter ging die schaltung ohne probleme. ich habe in die selbsthaltung ein drehpoti dazwischengeklemmt (ca. 40kohm). seitdem gehts, ist aber ein schmaler grat zwischen ein und nicht mehr ausschalten.
    als relais habe ich ein 58.54.8.230.0060 von finder.


    grüße
    dobia

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    DC 20 GSLe (2002), Lambdasteuerung 4,5 %, Primärluft-Belimo mit PMA KS45, Eigenbau Rauchgasbremse, Anheizklappe verschlossen, Kugelraumumbau, Startautomatik mit Lüfterdrossel, Abgastemperatur 145-160°C, 2600 l Puffer seriell (einzeln abschaltbar), 12m² Solar, 25kW Flüssiggastherme, 14m³ Nadelholz + 1/3 Gastank pro Jahr, Bauernhaus ungedämmt, 210m² beheizt davon 125m² mit 22°C, Abwärmenutzung vom Heizraum, externer Rauchabzug, CO-Messung mit REGXA1, ca. 20000 kWh/a mit Holz

    Edited once, last by dobia ().

  • moin,


    habe heute den drehzahlregler für den lüfter (triac von conrad) mit der startautomatik verbunden. wird die startautomatik aktiviert läuft der lüfter mit voller drehzahl. beim abfallen des relais geht der lüfter dann mit etwa halber drehzahl (einstellbar).
    ich komme dadurch mit dem restsauerstoff weiter runter und der regler für den primärbelimo hat es einfacher.


    grüße
    dobia

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  • Hallo Heinerl,


    habe das vor längerer Zeit ähnlich gemacht (mit dem Conrad- Drehzahlsteller aus deinem Link)

    Bei mir wurde das Relais für die Umschaltung (Drehzahl „klein“ und „groß“) des Drehzahlsteller allerdings vom Schaltausgang des LC „bedient“, aber es geht dir ja um den Anschluss des Drehzahlstellers.
    Das hat eigentlich ganz gut funktioniert, aber mittlerweile habe ich das stufenlos mit PID- Regler gebaut.


    Gruß Gust

  • Ah ja, danke. Gibt es beim Poti da irgendwelche besonderen Anforderungen? Bei Conrad ist als Zubehör zum Triac ein 0,2W-Poti verlinkt, reicht der aus?


    der Wert dieses Poti (470 Kilo- Ohm) ist etwas hoch, man kann den Venti auf 0 U/min stellen, was man eigendlich gar nicht will.
    330 Kilo-Ohm wären wohl besser.
    Zu beachten ist weiterhin, daß die Anschlüsse vom Poti nach dem Anschluss Netzpotential führen, also sollte die Achse vorsichtshalber isoliert sein.
    Soweit ich weiß, erfüllt das dieser Typ Poti.
    Ich hatte mir auch dieses dazubestellt und das ganze ist seit über 2 Jahren im Einsatz bei mir.
    Die Leistung des Poti´s ist ebenfalls ausreichend.


    Gruß Gust

  • moin,


    zum poti des triac: die 470kohm sind zuviel. bei 90° drehwinkel ist schon die halbe drehzahl erreicht. ich hab noch ein weiteres parallel dazugehängt um auf dem 470-er, was von außen erreichbar ist und über eine plastikachse verfügt, feiner regeln zu können. ich muß mal genau messen wie das 2.poti eingestellt ist. es könnte auch durch einen festen widerstand ersetzt werden.


    zur selbsthaltung der startautomatik: ich habe mal die spannung der selbsthaltung überprüft. bei 160 V hält es nicht mehr und ab 250 V löst es nicht mehr. es können aber bis 360 V durch durch drehen des potis gemessen werden! wo kommen die her? es liegt ja nur 1 phase und null am kessel an. kann das mit dem motorkondensator zusammenhängen?


    grüße
    dobia

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  • Hier ein Plan für den automatisierten RGT 1 mit Dreipunkt- Schrittregelung des Original Belimos der nach dem Ausbrand selbstständig zufährt, und dann das auskühlen des Kessels verhindert.


    Der Kessel kann gestartet werden ohne der RGT 1 verstellen zu müssen und wird automatisch wieder zurückgesetzt durch ein Selbsthalungsrelais das wieder abfällt wenn der RGT 1 auf Temperatur gekommen ist !
    Das Automatisierungsrelais K1 für den RGT 1 benötigt 2 Schliesser und 1 Öffner.Zusätzlich ist ein Pumpenrelais erforderlich mit einem Öffner
    und einem Schließer das nach dem Ausbrand des Kessels einen "Abtransport" der eventuell vorhandenen Stauwärme übernimmt.

    Der RGT 1 existiert in der Schaltung nicht mehr, denn er wird durch die Regelung vom Abgastemperaturregler (PMA Prozessregler KS 90)vollkommen ersetzt. Er regelt auf 1 Kelvin genau die AGT.


    Die Schaltung ist wie alle Elektropläne in "Ruhestellung" gezeichnet.

    Klick zum vergrößern

    Die Schaltung ist wie alle Elektropläne in "Ruhestellung" gezeichnet.

    • Eine Schliesser ist für die Selbsthaltung von K1 bei kaltem Kessel, und der andere gibt der Pumpe ,Ventilator und KS 90 Spannung bis der Kessel auf Temperatur gekommen ist.
    • Der Öffner schaltet die Schließspannung des Belimos vom RGT 1 weg ,so das der KS 90 den Belimo öffnen kann.
    • Dann wenn der Kessel warm ist,hebt der RGT 1 die Selbsthaltung von K1 auf,dadurch schaltet nach dem Ausbrand der RGT 1 ganz normal Pumpe und Lüfter wieder ab.
    • Beim nächsten Anheizen beginnt der Ablauf durch drücken von S1 von vorne.
    • Wenn der KS 90 unter Spannung gesetzt wird,dann fährt der Belimo voll auf und wird dann bei erreichen der Solltemperatur geregelt und das solange bis der RGT 1 die Spannung nach dem Ausbrand wieder abfallen lässt.
    • Der Pumpentermostat der das K2 Relais ansteuert gewährleistet die Pumpenfunktion nach dem Ausbrand wenn der RGT 1 wieder in die Ruhestellung gegangen ist. Das ist erforderlich um eventuell vorhandene überschüssige Energie im Kessel noch schnell in die Puffer zu bringen und ein überschreiten über 95°C zu verhindern bevor die TAS anspricht.Danach sollte bei Verwendung von Laddomat 21 nach dem Schwerkraftprinzip funktionieren.

    Dafür habe ich einen Prozessregler KS 90 von PMA verwendet der mit dem Original Belimo die AGT absolut stabil hält.



    Also 2 kleine Relais und der KS 90 sind nötig um einen"automatisierten" Kessel zu haben der die AGT perfekt ausregelt.


    Woody


    Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen.
    Die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

    Albert Einstein, *1879 †1955 Physiker


    Wird unsere heutige Welt überleben ?......Klick.......http://up.picr.de/14123126bu.pdf


  • dobia, Du hast doch ein Relais mit 4fach Wechsler, wovon für die Startautomatik nur 2 Wechsler benutzt werden. Wenn ich den Schaltplan richtig interpretiere, könntest Du doch einen freien Wechsler für die Umschaltung des Lüfters nutzen, d.h. die Phase vom Betriebsthermostat zum Lüfter entweder direkt oder über Triac und Poti führen. Dann hast Du in der Startautomatik immer 230V.

  • hallo heinerl,


    bei mir sind alle 4 wechsler belegt. 2 für die automatik selbst, einer schaltet die steuerung ein (geht ab 100° abgas selbstständig an/aus über weiteren thermostat), und der 4. hebt das schließen des primärbelimos beim ausbrand auf.
    einen weiteren schalter brauchts aber auch gar nicht. die startautomatik brückt die lufterdrossel quasi selbstständig.
    habe durch die geringere lüfterleistung den restsauerstoff auf 3% einstellen können. in die bereiche kam ich früher gar nicht.


    beim starten mit der automatik 100% lüfter, beim abfallen des relais fällt auch der lüfter auf 50%.


    grüße
    dobia

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  • So, danke nochmals für den Input. Ich habe den Triac heute erhalten, eingebaut und jetzt läuft der Kessel seit zwei Stunden. Mal sehen, was das so bringt. Muß ich eigentlich Primärluft noch etwas höher stellen bei reduzierter Lüftergeschwindigkeit?


    Das 470k Poti ist tatsächlich nicht so sehr gut geeignet. In der Anleitung vom Triac steht, daß man ein 820k nehmen soll, um einen gespreizten Regelbereich zu erhalten. Ich habe nun auch einen 4fach Wechsler eingebaut und schalte den Lüfter (direkt/geregelt) über einen der freien Wechsler.

  • So, danke nochmals für den Input. Ich habe den Triac heute erhalten, eingebaut und jetzt läuft der Kessel seit zwei Stunden. Mal sehen, was das so bringt. Muß ich eigentlich Primärluft noch etwas höher stellen bei reduzierter Lüftergeschwindigkeit?
    Das 470k Poti ist tatsächlich nicht so sehr gut geeignet. In der Anleitung vom Triac steht, daß man ein 820k nehmen soll, um einen gespreizten Regelbereich zu erhalten. Ich habe nun auch einen 4fach Wechsler eingebaut und schalte den Lüfter (direkt/geregelt) über einen der freien Wechsler.


    Damit würdest du den Regelbereich für deine Zwecke verschlechtern. Je höher der Widerstand, um so langsamer... mit dem 820 Kilo-Ohm Poti würde der Motor schon nach weniger als der Hälfte des Drehbereiches stehen...


    Gruß Gust

  • moin,


    ich habe ein 2.poti parallel zu dem 470-er geschaltet. das macht dann effektiv vielleicht 250 kohm. das originalpoti hat so den kompletten drehweg als regelbereich.


    es ist die einstellung des rauchgasthermostats und des drehzahlstellers so zu koordinieren, daß bei abschaltung der startautomatik und folgender lüfterdrosselung (evtl geht die abgastemperatur zurück) das rauchgasthermostat den lüfter nicht wieder abschaltet.


    primär muß bei gedrosselter drehzahl höher für die gleiche abgastemperatur. deswegen hab ich das ganze auch gemacht, daß der primärbelimo nicht mit 2 füßen auf der bremse stehen muß. (nach damaliger schornsteinberechnung hatte ich keinen größeren kessel nehmen dürfen wegen zugbedarf; kopfschüttel)


    grüße
    dobia

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    Edited once, last by dobia ().

  • Ich habe den Poti auf 90° gestellt, Primär konnte ich bei den 1-2mm lassen, die seit Jahren eingestellt sind, Abgastemperatur ist nicht gefallen (~200°), wohl weil mein Zug auch recht hoch ist. 12m mit 160er Rohr sollten lt. Schorni gerade so ausreichen für den 30GSE, dabei ist selbst bei jetzt vermutlich halber Drehzahl der Zugregler immer noch genauso weit offen wie bei voller Drehzahl.


    Da ich schon nen 4. Wirbulator und zusätzliche Ketten oben und unten drin habe, muß ich jetzt wohl doch noch etwas Schamotte in den Brennraum stellen.


    Ich habe das RGT1 auf halb 12 Uhr stehen, hat problemlos geklappt mit der Startautomatik.

  • bekommst du die abgastemperatur nicht weiter runter? ich fahre meinen GS (hat keinen röhrenwärmetauscher) jetzt mit brennkammerumbau mit 170° und 3 % O2. wie hoch ist dein restO2? evtl. primär noch weiter zu oder drehzahl weiter runter.


    grüße
    dobia

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  • Ich werde beim heutigen Abbrand nochmal etwas herumexperimentieren und das RGT2 für den Belimo etwas runterstellen. Lambdacheck steht auf 5% O2, was in den ersten 2 Stunden dann auch in etwa eingehalten wurde. Nach 3 Stunden ging O2 auf 8% hoch, kann aber auch am Holz bzw. der Schichtung gelegen haben (50cm Buche), danach hab ich nicht mehr kontrolliert. Der erste Ausbrand gestern hat wie sonst auch 5 Stunden gedauert, bis noch ein flaches Glutbett da war.

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