TA: Programmierer UVR16x2 gesucht

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      • 26

      • # 185820
      Hallo,

      bevor ich mich aus diesem Thema zurückziehe möchte ich ein paar Punkte richtig stellen.

      Holzpille wrote:

      Ich kann an dieser Hydraulik auf den ersten Blick keine gavierenden Mängel, die eine Funktionseinschränkung oder gar eine Funktionslosigkeit zur Folge hätten, erkennen.
      Dies scheint ein Hydraulikkonzept eines Anbieters zu sein, den sich der TS hat einbauen lassen. Auch die von dir vorgeschlagenen Veränderung der Anschlussrohre am Puffer sind ohne genaue Kenntnis der evtl. Einbauten bzw. die Konstruktion des Pufferinnenlebens erstmal nur stochern im Nebel.
      Eine, wie von dir behauptet, ungewollte Zirkulation der Solarenergie durch die Öfen kann ausgeschlossen werden, weil es absolut keine direkte Verbindung, außer durch den Puffer der wie bekannt der hydraulische Nullpunkt ist, gibt.
      Ich habe in meinem Beitrag ein paar Denkanstöße zum Hydraulikschema gegeben und nicht von Funktionslosigkeit gesprochen.

      Da außer den beiden Öfen nur über die Solaranlage ausreichend Wärme fürs Warmwasser bereitgestellt wird, finde ich es wichtig, dies auch im oberen Bereich des Puffers zu machen um möglichst schnell dort eine geeignete Temperatur zu erreichen und diesen Bereich nicht über eine Entnahme für die Heizung abzukühlen.
      Eine ungewollte Zirkulation durch die Öfen kann nicht ausgeschlossen werden und wird auch durch den TS in einem seiner Beiträge bestätigt.
      Auch wenn der Puffer ein hydraulischer Nullpunkt ist, wird dadurch eine ungewollte Zirkulation nicht ausgeschlossen. Wasser sucht sich immer die Wege mit dem geringsten Widerstand. Selbst ohne Pumpe kann es eine thermische Zirkulation geben, die unter Umständen nicht unerheblich ist. Ich erinnere nur an das Prinzip der Schwerkraftheizung.

      Und scheinbar habe ich mit meinen Hinweisen nicht daneben gelegen.

      Und wen es interessiert, ich bin Elektrotechniker mit einer elektromechanischen Ausbildung, habe mich viele Jahre mit Hydraulik im Maschinenbau beschäftigt. Mein Schwiegervater hat Heizungen und Lüftungen für viele große Objekte geplant. Mit ihm zusammen habe ich die gesamte Heizung und Solaranlage in meinem Haus geplant, gebaut und optimiert.

      (Ironiemodus an)
      Hoffentlich wundert sich niemand, wenn es mit dem toll getunten Motor wegen den platten Reifen nicht gescheit läuft.
      (Ironiemodus aus)

      Bitte recht verstehen, ich möchte mich nicht streiten, daran habe ich kein Interesse. Ich kann auch nicht den einzig richtigen Hydraulikplan aus dem Ärmel ziehen, ich wollte lediglich auf ein paar Punkte hinweisen, die mit geringen Aufwand deutliche Verbesserungen bringen können.

      Und jetzt wünsche ich allen noch schöne Ostern - Wolfgang
      • 27

      • # 185821
      Hallo Andreas

      Bezugnehmend auf deine letzten Fragen: "Schade, weil die andere Seite (rot) hätte einen schönen Kugelhahn."
      Natürlich kannst du auf der VL Seite den Kugelhahn zumachen (es war nur auf den Schema nicht ersichtlich)wichtig ist
      das der Kreislauf unterbrochen wird. Beachte aber wenn du den Kaminofen einheizt das du diesen wieder unbedingt öffnest!!!
      Sonst könnte die Heizschlange (Wärmeaustauscher) im Kaminofen schaden nehmen.

      Bezugnehmend auf die PWM Pumpen : Lies meinen Beitrag 147124 (einfach im Forum auf der linken Seite Beitrags-Nummer suchen

      Beitrags-ID: eingeben und Beitrag suchen .

      Will ja keine Werbung machen ,aber diese Pumpen können alles ,mit ihren 18 Programmen kannst du alles abdecken (jeweils 4
      Programme für normale und inverse PWM Kennlinien).

      UVR X2 kann nur an den Ausgängen 12 -16 PWM oder Spannungssignale( 0-10V) liefern (es können auch externe 12v Relais angeschlossen werden dann hat man auch Schaltfunktionen.
      Würde dir empfehlen dir mal die Anleiten für die UVR X2 runterzuladen und dir mal die Funktionen und Möglichkeiten
      durchzulesen ta.co.at/download/dokumente/

      Auslastung der Anschlüsse: Deine UVR X2 ist Ausgangsseitig lt Tapps voll ausgelastet ,einzig der A15 Ausgang ist nicht angeschlossen.
      Für eine 2. PWM Pumpe brauchst einen zusätzlichen PWM Ausgang ,diesen könntest mit einen Datenleitungsmodul
      erweitern und zwar "A04-DL " (kostenpunkt ca 40€) dann hast du zusätzlich 4 Ausgänge PWM - 0 -10V zur Verfügung.

      Kontrolliere bei Sonnenschein ob du noch irgendwo ungewollt zusätzliche Gerätschaften miterwärmst (Warmwassermodul etc.)

      mfg Glutgeist
      Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
      Bleistift und Papier

      v.T.A.Edison
      • 28

      • # 185822

      Ratoncito wrote:

      ... dies auch im oberen Bereich des Puffers zu machen um möglichst schnell dort eine geeignete Temperatur zu erreichen und diesen Bereich nicht über eine Entnahme für die Heizung abzukühlen.
      Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, aber wenn das der letzte Stutzen ist, außer dem im Dom, dann ist das der höchste Anschluss- bzw. Entnahmepunkt. Außerdem kennen wir beide nicht den Innenaufbau des Puffers. Desweiteren haben die meisten wenn nicht alle Puffer den oberen Stutzen innerhalb des Puffers bis in den Dom geführt. Außerdem ist es doch so, wenn im Sommer der Puffer mit Solarenergie befüllt ist, die Heizung gar nicht in Betrieb ist und im Winter kaum solare Erträge vorhanden sind. Somit ist die Abkühlung durch die Heizung absolut kein Argument.

      Ratoncito wrote:

      Eine ungewollte Zirkulation durch die Öfen kann nicht ausgeschlossen werden und wird auch durch den TS in einem seiner Beiträge bestätigt.
      Auch wenn der Puffer ein hydraulischer Nullpunkt ist, wird dadurch eine ungewollte Zirkulation nicht ausgeschlossen. Wasser sucht sich immer die Wege mit dem geringsten Widerstand. Selbst ohne Pumpe kann es eine thermische Zirkulation geben, die unter Umständen nicht unerheblich ist. Ich erinnere nur an das Prinzip der Schwerkraftheizung.
      Das eine ungewollte Zirkulation nicht gänzlich auszuschließen ist hat hier niemand behauptet. Wenn das so ist hat das andere Gründe. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass eine gegenseitige Beeinflussung der Kreise die gemeinsam an einem Puffer angeschlossen sind, ausgeschlossen ist. Von einem Puffer und durch einen Puffer hindurch gibt es keine ungewollten Ströme. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich Nutzer die an einer gemeinsamen Leitung angeschlossen sind, in die Quere kommen können. Hier in unserem Fall sollte das durch die geschlossene RLA aber verhindert werden. Da es aber lt. TS (scheinbar) doch zu einer Beeinflussung kommt, wird es wohl eine Ursache geben, die aber nicht direkt durch die Solaranlage verursacht wird. Da wir beide die Örtlichkeit nicht kennen und auch nicht wissen wie wann durch den Nutzer händisch irgendwelche Pumpen oder Mischer geschaltet werden und/oder offen bleiben ist das ganze eh Spekulation. Ich beurteile nur nach der Zeichnung und da kann ich das zuvorstehende mit Sicherheit ausschließen. Evtl. ist der RL von der Friwa schon das Problem.
      Über das Prinzip der Schwerkraft in hydraulischen Systemen willst du mit mir doch nicht diskutieren?!

      Aber vielleicht kannst du dem TS ja mal zum aktuellen Hydraulikplan eine dazu passenden Programmierung erstellen anstatt dich hier darüber auszulassen was an der Hydraulik nicht stimmt. Aber wenn du, wie einige andere auch, die beleidigte Leberwurst spielen willst weil du keine Gegenargumente von Fachleuten die sich schon jahrzehntelang mit so etwas beschäftigen, verträgst, solltest du dich wirklich aus dem Thema zurückziehen.
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
      • 29

      • # 185823
      Hallo Stefan,




      Wenn wir nur den Fokus auf die Solarthermie legen und den genau auf die Einleitung in den Pufferspeicher, schaltbar über die beiden
      3-Wege-Ventile A3 und A5, dann ergeben sich drei sinnvolle Scenarien.

      1. Speicher oben WW-Vorrang, dies verwende ich in der Übergangszeit um vorrangig WW zu erwärmen, da Heizung an Priorität verliert.

      2. Den ganzen Speicher nur mit Solar erwärmen, dies ist der Sommerbetrieb, Heizung aus oder sehr kleine Priorität.

      3. Speicher unten Heizungsunterstützung, dies ist der Winterbetrieb, Heizung hat sehr grosse Priorität, Solarerträge sind sehr gering und können
      nur für Heizungsunterstützung (Rücklaufanhebung) verwendet werden.


      Im angehängten Bild sind die programmierten Zustände der 3-Wege-Ventile A3 und A5 und die dazugehörigen hydraulischen Kreisläufe übersichtlich dargestellt.



      Ich hoffe du kannst den drei verschieden Abläufen folgen.

      In der UVR-Programmierung sind das dynamische Zustände, zwischen denen man versucht optimal hin und herzuschalten mit entsprechenden geregelten Volumenströmen
      der Solarpumpen. Man nennt das auch Ladestrategien.

      Ich betreibe seit über 10 Jahren eine glykolfreie Solarthermieanlage 2*10m2 Ost-West und arbeite prinzipiell auch mit diesen drei Scenarien und bin damit zufrieden.

      Ein CMI hast ja schon bestellt, damit solltest dann sofort beginnen alle Sensoren mit WINSOL aufzuzeichnen, damit mit Hilfe von Temperaturdiagrammen
      die Temperaturverläufe von jedem Sensor zu verstehen lernen kannst.
      Ohne diese Informationen kann die Programmierung der Anlage nicht kontrolliert werden und Änderungen nicht nachvollzogen werden.

      Gruß
      Jürgen
      Atmos D15P mit A25; LambdaCheck; UVR1611 mit CAN-I/O44 und BL-NET,CMI ;
      2x1000l Puffer mit 2x10m² VRK und glykolfreie Solarthermie(Ost-West); WW-FWS; PV 3,2kW; Wasserenthärtung
      • 30

      • # 185824
      Hallo,

      ja Jürgen, sehr gut und anschaulich erklärt. Mir ist nur nicht klar, nach welchen Kriterien die jeweiligen Szenarien geschaltet werden sollen.

      Beispiel: Die Solaranlage liefert 45°C Wasser zum Einspeisen nach H4. Der Puffer hat an dieser Stelle bspw. 60°C. Dann würde die Einspeisungsvariante "2" keinen Sinn machen
      Dann wäre die Schaltung "3" die bessere Wahl wenn ich diese Erträge mitnehmen wollte.
      Was ich damit sagen möchte: Welche Fühler sollen das mitteilen? Meiner Meinung nach müssten an den drei Leitungen (H4, H2 u. H1) auch Fühler sitzen. Ich kann keine entdecken.

      Gruß, Michael
      Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
      Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4
      • 31

      • # 185888
      Hallo,


      PelletsSchlepper wrote:

      Die Solarthermie-Anlage hat 6 Panele. Aus der Erfahrung der letzten Sommer sollte die Speichertemperatur 50°C haben, dann kann meine Frau entspannt warm duschen

      Holzpille wrote:

      ... Mir ist nur nicht klar, nach welchen Kriterien die jeweiligen Szenarien geschaltet werden sollen.

      6 Panele * 2,5m2 = 15m2 Flachkollektoren; damit sollte man den 1000l Puffer mit der Solaranlage aufladen können.
      Was für Solarpumpen sind im Einsatz? Wenn sie nicht drehzahlgeregelt sind, dann wird bestimmt ein Stufenschalter für eine feste Drehzahl eingestellt sein.

      Ein paar Bilder von deiner Anlage, von dem Verteilerbalken, von der RLA vom wasserführende Kaminofen und vom Pufferspeicher mit Sicht auf
      die Anschlüsse H1,H2,H3,H4,H5 und Temperaturfühler S2,S3,S4,S6 und der Solar-Übergabestation wären wünschenswert, damit man sich besser orientieren kann.

      Mit der UVR16x2 Regelung hast natürlich sehr viele Möglichkeiten alle deine Ideen umzusetzen.

      Ohne Anlageverhalten (Temperaturdiagramme) und Lastprofile zu kennen, würde ich mal die Priorität auf WW (Puffer-WW > 50) legen.
      Die wichtigsten Temperaturen für die Solar-Regelung sind S1 T.Kollektor(Sonne) und S2 T.Speicher oben(WW) und S3(H4).

      Am folgenden Beispiel einer pragmatischen Vorgehensweise zum umschalten der beiden 3-Wege-Ventile A3 und A5
      für die Solar-Regelung könnte man eine grobe Tabelle mit den vorhandenen Sensoren erstellen.

      Dann Annahmen treffen und anschliessend Bedingungen formulieren, nach denen die Umschaltung zwischen den drei Szenarien erfolgen könnte.

      Annahme1: Wenn S2 <=50, dann wird der Pelletkessel eingeschaltet, damit die Puffer-WW Temperatur von mindestens 50Grad immer sichergestellt ist.

      Brainfuck Source Code

      1. +--------+---------+--------------+------+-------+-------------------+------+------+--------------------------------------------------------
      2. | S1 | S12 | S2 | S3 | S4 | S6 | A3 | A5 |
      3. | T.Koll | T.Außen | T.SP oben,WW | H4 | H1,H2 | H5,Heizung,Ofen | O | U |
      4. +--------+---------+--------------+------+-------+-------------------+------+------+--------------------------------------------------------
      5. | <=50 | - | - | - | - | - | aus | ein | -> laden Speicher unten, keine,wenig Sonne, (3)
      6. | >50 | - | >50 | <=50 | - | - | ein | aus | -> laden Speicher oben, WW-Vorrang (1)
      7. | >50 | - | >50 | >50 | - | - | ein | ein | -> laden ganzen Speicher (2)
      8. | - | - | <=50 | - | - | 30-65 | | | -> Pelletskessel muss eingeschaltet werden
      9. | - | - | - | - | - | 30-65 | | | -> Pelletskessel,Kaminofen ist aus
      10. | - | - | - | - | - | >65 | | | -> Pelletskessel,Kaminofen ist ein oder Solar=Sommer
      11. | - | >18 | - | - | - | - | | | -> Sommer
      12. | - | <=18 | - | - | - | - | | | -> Winter
      13. +--------+---------+--------------+------+-------+-------------------+------+------+--------------------------------------------------------
      14. Szenario1 =>laden Speicher oben, Szenario2 =>laden ganzen Speicher, Szenario3 =>laden Speicher unten
      15. Aus den Tabellenwerten könnten folgende Bedingungen zum umschalten der drei Szenarien formuliert werden:
      16. Bedingung für Szenario3: Wenn zu wenig Sonne (S1 <=50) scheint, kann auch kein WW(S2) erwärmt werden,
      17. A3=aus A5=ein dann würde die Solaranlage den Speicher unten laden.
      18. Das wäre das Startscenario (Defaultwert).
      19. Bedingung für Szenario1: Wenn T.Kollektor (S1 >50) das Puffer-WW Mindestemperatur-Niveau überschreitet und S3 (H4-Einspeisepunkt <= 50)
      20. A3=ein A5=aus dann macht es Sinn den Speicher oben zu laden.
      21. Bedingung für Szenario2: Wenn T.Kollektor (S1 >50) das Puffer-WW Mindestemperatur-Niveau überschreitet und S3 (H4-Einspeisepunkt > 50)
      22. A3=ein A5=ein dann macht es Sinn den ganzen Speicher zu laden.
      Show All
      Dies wäre ein möglicher Vorschlag, wie man die beiden 3-Wege-Ventile A3 und A5 zwischen drei Szenarien umschalten könnte.
      Eine UVR16x2 - Lösung von diesem Beispiel ist im Dateianhang.
      Mit dem UVR16x2-Simulator kannn man sich solche Beispiele mit Logik am einfachsten näher bringen und testen.
      Am besten so einfach wie möglich beginnen, um alle Grundfunktionen zu erfüllen. Komplizierter und unübersichtlicher wird es automatisch bei jeder weiteren Änderung.

      Um noch mehr über deine Anlage zu erfahren würden mir folgende Fragen einfallen:
      Wie wird der 40kW Pelletskessel eingschaltet? Automatisch mit einer Einschalttemperatur? oder manuell?
      Wie oft wird der Pelletskessel im Winter pro Tag eingeschaltet? (Taktung)
      Wie wird der Pelletskessel ausgeschaltet? Automatisch über Abschalttemperatur oder Zeitschaltuhr? oder manuell?

      Wann und wie oft kommt der wasserführende Kaminofen zum Einsatz? Wie lange ist der in Betrieb pro anheizen? Welche max. VL-Temperatur wird an H5 (S6) erreicht?
      Witterungsgeführte Regelung der Heizkreise mit Temperatur und Heizkurve. Welche Temperaturen werden tatsächlich gefahren FBH S10, S11, S16 (Heizkörper?).
      Laut Heizkurve FBH S10 30-45Grad und S11,S16 30-65Grad.

      Gruß
      Jürgen
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      • 32

      • # 185897
      Meine Strategie bei Solar-Übergabestation:
      Alle Angaben beziehen sich auf Anlage "Eckert", die ich weiter Oben vorstellte.

      Ich benutze 5 Solarmodule.
      1. Solar 1
        Priorität 2
        Minimum Temperatur für Brauchwasserabnahme erzeugen
      2. Solar 2
        Priorität 1
        Minimum Temperatur Heizungswasser erzeugen
      3. Solar 3
        Priorität 3
        Brauchwasser Vorrat schaffen
      4. Solar 4
        Priorität 4
        Unterer Teil vorladen
      5. Solar 5
        Priorität 5
        Speicher durchladen.
      PID-Regler für Solarpumpen
      1. PID-Regelung Primärkreis
        2 Anlegefühler setzen
        a. Solar VL
        b. Solar RL
      2. PID-Regelung Sekundärkreis
        a Anlegefühler setzen am sec. Tauscher - Ausgang
      Solltemperaturen einfahren am Objekt

      Alfred
      • 33

      • # 185917

      SolarEngel wrote:

      In der UVR-Programmierung sind das dynamische Zustände, zwischen denen man versucht optimal hin und herzuschalten mit entsprechenden geregelten Volumenströmen
      der Solarpumpen. Man nennt das auch Ladestrategien.
      Vielen Dank für Deine Mühe der grafischen Darstellung!! Das hilft einem Laien wie mir dann immer sich das vorzustellen! :thumbup:



      SolarEngel wrote:

      Dies wäre ein möglicher Vorschlag, wie man die beiden 3-Wege-Ventile A3 und A5 zwischen drei Szenarien umschalten könnte.
      Eine UVR16x2 - Lösung von diesem Beispiel ist im Dateianhang.
      Mit dem UVR16x2-Simulator kannn man sich solche Beispiele mit Logik am einfachsten näher bringen und testen.
      Am besten so einfach wie möglich beginnen, um alle Grundfunktionen zu erfüllen. Komplizierter und unübersichtlicher wird es automatisch bei jeder weiteren Änderung.
      Krass! Vielen Dank!

      SolarEngel wrote:

      Um noch mehr über deine Anlage zu erfahren würden mir folgende Fragen einfallen:
      Wie wird der 40kW Pelletskessel eingschaltet? Automatisch mit einer Einschalttemperatur? oder manuell?
      Wie oft wird der Pelletskessel im Winter pro Tag eingeschaltet? (Taktung)
      Wie wird der Pelletskessel ausgeschaltet? Automatisch über Abschalttemperatur oder Zeitschaltuhr? oder manuell?
      Der Kessel ist rein manuell ein- und auszuschalten. Er ist nicht für eine externe Steuerung ausgelegt und regelt sich selbst nur durch die Rücklauftemperatur.
      Also alles nicht besonders effektiv oder alltagsfreundlich, vor allem in der Übergangszeiten Sommer/Winter und vice versa.
      • 34

      • # 185918
      Ich habe nun glücklicherweise jemanden gefunden, der mir eine ordentliche Programmierung der Anlage gemacht hat!
      Ich denke das ist auch gut so, weil den ersten Schritt, also alles selbst zu machen, hätte ich nicht geschafft! Wenn dann alles mal so läuft wie es laufen soll, werde ich mir alle Vorschläge hier in diesem Thread nochmals im Detail zu Gemüte führen und ggf. Feintuning an der Steuerung selbst vornehmen.
      Wobei das aktuelle Hydraulikschema (vor wenigen Monaten nach Vorgaben eines Architekten erst geändert) eine Totgeburt zu sein scheint. Da werde ich noch forschen müssen, wo überall Wärme flöten geht. Ich habe die Befüchrchtung das passiert nicht nur wenn die Solarpumpen an sind... Aber die Kritik kam auch an: das wäre dann ein anderer Thread!

      Im Rahmen dieser neuen Programmierung werden nun die 2 Pumpen im primären & sekundären Solarkreislauf durch PWM Pumpen ersetzt. Da ich keine TRIAC Version der UVR habe ist dies, soweit ich das verstanden habe, auch die einzig sinnvolle Variante.
      Dazu kommen noch 2 weitere Temperatursensoren im Sekundärkreislauf der Solarthermie dazu.

      Nun muss ich nur einen Monteur vor Ort finden, der diese Pumpen rasch austauscht.
      Dann erstelle ich einen neuen Hydraulikplan und gebe hier Rückmeldung wie dann alles aussieht.

      Für den Moment aber erstmal vielen lieben Dank für die großartige und kompetente Unterstützung hier!!! :love:

      Liebe Grüße,
      Stefan
      • 35

      • # 185928

      SolarEngel wrote:

      Was für Solarpumpen sind im Einsatz? Wenn sie nicht drehzahlgeregelt sind, dann wird bestimmt ein Stufenschalter für eine feste Drehzahl eingestellt sein.
      Wasserseite des Solarkreislaufes: Wilo RS15/4-3 P
      Solarseite: Wilo ST20/6-3 P

      Einauhöhe: 130mm
      Überwurf: G1"

      Jetzt wird es irgendwie absurd! Nach meiner Recherche gibt es hierfür keine PWM Ersatzpumpen... 8o

      Dann müsste ich eine TRIAC Version der UVR holen, um das ganze zum Laufen zu bekommen! <X

      Hm, irgendwie sagt der Hersteller nichts zu einer PWM Austauschpumpe.
      Aber diese scheint doch zu passen:
      • Wilo PARA STG 15/8-75 130mm Heizung Solar Sole Hocheffizienzpumpe Solarpumpe PWM
      Oder steh ich gerade auf dem Schlauch?

      Allerdings 2 Pumpen davon sind ja fast der Preis der Triac Version. ;(

      Liebe Grüße,
      Stefan
      • 36

      • # 185930
      Hallo Stefan

      Das ist schade das keine Standartpumpen (180 mm) bei dir verbaut sind .
      Auch der Pumpenanschluss mit 1" ist gegenüber den Normalpumpen mit 11/2" meisten zu klein.
      (da gibt es zwar eine Hybridpumpe 130 mm aber mit den normalen Standardanschluß ).

      Es gibt zwei Möglichkeiten : zusätzlicher UVR X2 mit Trac Ausgang ,wäre auf Grund deiner Gegebenheiten vorteilhaft ( Ein und Ausgänge voll belegt).

      2. Wellenpaketsteuerung für jede Pumpe (siehe Beitrag 184275) die sind ok. Kostet aber auch je einen Ausgang 0 -10V ist aber dz. nur 1 Ausgang frei.(Abhilfe siehe Beitrag 27).
      Kostenpunkt dieser Ansteuerungmöglichkeit über 200 € .

      Phasenanschnittsteuerungen gibt es ev. günstiger ,würde aber davon abraten (keine so niedrige Drehzahl erreichbar, unruhiger Pumpenlauf).

      Ein Umrüsten auf normale Pumpen ist nicht so leicht machbar (ev herausziehen der Pumpenanschlüsse).


      mfg Glutgeist
      Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
      Bleistift und Papier

      v.T.A.Edison
      • 38

      • # 186071
      Hallo Stefan,

      kleiner Nachtrag zum Testen von Solar_Doppelventil.tdw; Simulation direkt in der Programmiersoftware-Tapps2.
      Das gibts zwar schon lange seit Version 1.1.6, aber für Einsteiger ist das wichtig zu wissen.

      Einfach auf die eingblendete Temperatur vom Eingang z.B. (S1) klicken und dann geht ein Fenster auf zum einstellen der Test-Temperatur usw.

      Screenshot1
      A3=aus A5=ein, laden Speicher unten



      Screenshot2
      A3=ein A5=aus, laden Speicher oben



      Screenshot3
      A3=ein A5=ein, laden ganzen Speicher



      Da entfällt das exportieren und übertragen der *.dat Datei in den UVR16x2-Simulator, was bei vielen kleinen Änderungen nervt, und macht das testen komfortabler direkt in Tapps2.

      Und man hat eine gute übersicht der Einstellungen in den einzelnen Funktionsbausteinen auf einen Blick.

      Gruß
      Jürgen
      Atmos D15P mit A25; LambdaCheck; UVR1611 mit CAN-I/O44 und BL-NET,CMI ;
      2x1000l Puffer mit 2x10m² VRK und glykolfreie Solarthermie(Ost-West); WW-FWS; PV 3,2kW; Wasserenthärtung
      • 39

      • # 186084
      Hallo Stefan,

      welche Fristar ist bei dir im Einsatz ? Fristar1 oder Fristar2 ?

      Technische Alternative hat bei der Neueankündigung der Fristar3 für 2021 auch einen Umrüstsatz zum Preis von ca. 150 Euro für Fristar2-Nutzer in Aussicht gestellt,
      damit sie auch von der Neuentwicklung der Generation 3 der Fristar profitieren können.
      Es wurde dabei erwähnt dass dadurch auch etwaige unerwünschte Zirkulationen der älteren Fristar trotz eingebauter Schwerkraftbremse damit behoben sein sollten,
      da mit dem neuen schnellen Ventil in der Fristar3 der Primärkreislauf ganz dicht gemacht werden kann, wenn kein Wasser gezapft wird.
      Also wenn deine unerwünschte Zirkulation mit der Fristar zusammenhängen sollte, dann wäre dies eine Möglichkeit das Problem damit zu beheben.

      ab 15:40-20:20 Thema Frischwasser


      Gruß
      Jürgen
      Atmos D15P mit A25; LambdaCheck; UVR1611 mit CAN-I/O44 und BL-NET,CMI ;
      2x1000l Puffer mit 2x10m² VRK und glykolfreie Solarthermie(Ost-West); WW-FWS; PV 3,2kW; Wasserenthärtung
      • 40

      • # 186089
      @SolarEngel

      "kleiner Nachtrag zum Testen von Solar_Doppelventil.tdw; Simulation direkt in der Programmiersoftware-Tapps2"

      Hallo Jürgen,

      ich hätte eine Bitte an dich.

      Könntest du mir die tdw-Datei dieser 3 Screenshots zur Verfügung stellen ?

      Vielen Dank im Voraus.

      Sonnige Grüße


      Karl
      • 41

      • # 186095
      Hallo Karl,

      ein Highlander würde sagen "Es kann nur eine Solar_Doppelventil.tdw geben", so wie in unserem Fall auch. Aber Spaß beiseite.

      Der UVR16x2-Simulator sollte installiert sein, denn sonst kannst im Tapps2 keine Simulation starten. Das ganze läuft leider nur mit Windows.


      Also die Solar_Doppelventil.tdw vom Dateianhang vom Beitrag 185888 herunterladen und mit Doppelklick aufrufen.

      Dann wird in Windows10 im Hintergrund Tapps2 gestartet und die Solar_Doppelventil.tdw geladen und sollte in einem Fenster sichtbar sein.

      Dann wirst noch keine Temperaturen und sonstigen Ausgaben von den Funktionsbausteinen sehen.

      So und jetzt in Tapps2 eine Simulation starten mit dem 11. Icon von links.



      Erst dann werden die Temperatureinträge an den Eingängen und sonstigen Ausgaben von den Funktionsbausteinen sichtbar.

      Jetzt habe ich für den
      Screenshot1
      A3=aus A5=ein, laden Speicher unten
      mit klick auf 0 Grad bei S1 und in das aufgegangene kleine Fenster die Temperatur von 35 Grad eingetragen
      mit klick auf 0 Grad bei S2 und in das aufgegangene kleine Fenster die Temperatur von 65 Grad eingetragen
      mit klick auf 0 Grad bei S3 und in das aufgegangene kleine Fenster die Temperatur von 45 Grad eingetragen

      Nun sollte bei dir das gleiche angezeigt werden wie bei meinem Screenshot1
      Das wäre der Testfall1 S1=35Grad S2=65Grad und S3=45Grad

      Für den
      Screenshot2
      A3=ein A5=aus, laden Speicher oben
      Das wäre der Testfall2 S1=55Grad S2=65Grad und S3=45Grad eingeben

      Und für den
      Screenshot3
      A3=ein A5=ein, laden ganzen Speicher
      Das wäre der Testfall3 S1=68Grad S2=65Grad und S3=55Grad eingeben

      Einen Sonnenaufgang kannst simulieren, wenn
      mit klick auf 0 Grad bei S1 und in das aufgegangene kleine Fenster auf dem Pfeil nach oben mit der Maus draufbleibst, dann kannst das automatische
      Ansteigen von S1 was die Sonne simulieren soll, beobachten und wirst sehen ab 35 Grad schaltet die Solarpumpe ein
      und ab 50 Grad wird von unten nach oben umgeschaltet usw.
      So kann man spielerisch mit den verschiedenen Eingangswerten die Funktionalität von dem ganzen Programm austesten oder ergründen.
      Und immer alle Funktionsbausteine im Auge behalten, damit man alle Veränderungen mitbekommt.

      Gruß
      Jürgen
      Atmos D15P mit A25; LambdaCheck; UVR1611 mit CAN-I/O44 und BL-NET,CMI ;
      2x1000l Puffer mit 2x10m² VRK und glykolfreie Solarthermie(Ost-West); WW-FWS; PV 3,2kW; Wasserenthärtung

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      • 43

      • # 186161
      Hallo Jürgen,

      vielen Dank für deine ergänzenden Erläuterungen.

      Habe mir das Thema zum Verständnis noch etwas aufbereitet, da ich ja kein Techniker sondern Betriebswirt bin, da dauert dies meist etwas länger. ;)

      Ich habe natürlich nicht daran gedacht, dass man in TAPPS2 in der gleichen Programmierung nicht gleichzeitig 3 Varianten simulieren kann.

      Trotzdem habe ich alle 3 Varianten für mich in einer Programmierung mit deinen Infos und Kommentaren zusammengefasst, damit ich den Überblick habe und schneller zwischen den Varianten wechseln kann.

      Habe alle 3 Varianten samt Sonnenaufgang durchgetestet.

      Was mir noch nicht klar ist, wo ist der S3-Solar Referenz oben in diesem Beispiel positioniert ? S2 T. Speicher oben ist klar.

      Denn bei dem Beispiel mit dem Sonnenaufgang schaltet die Pumpe erst bei 50 Grad.


      Danke im Voraus.


      LG



      Karl
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      • 44

      • # 186184
      Hallo Jürgen,

      kannst du mir bitte für das korrekte Verständnis noch folgende Frage beantworten.

      Was mir noch nicht klar ist, wo ist der S3-Solar Referenz oben in diesem Beispiel positioniert ?

      Danke


      LG


      Karl
      • 45

      • # 186227
      Hallo Karl,

      da hast dir aber sehr viel Mühe gemacht.

      Die Position von S3 hab ich aus dem Hydraulikplan von Stefan aus dem Anhang vom Beitrag 185743 entnommen,
      die wäre gegenüber auf der anderen Seite des Puffers ungefähr in der Höhe vom Einspeisepunkt H4.

      Wir haben noch keine Bilder vom Puffer und den Anschlüssen gesehen, deshalb alles etwas Spekulation und vom Hydraulikschema abgeleitet.

      Gruß
      Jürgen
      Atmos D15P mit A25; LambdaCheck; UVR1611 mit CAN-I/O44 und BL-NET,CMI ;
      2x1000l Puffer mit 2x10m² VRK und glykolfreie Solarthermie(Ost-West); WW-FWS; PV 3,2kW; Wasserenthärtung
      • 46

      • # 186299

      New

      Hallo Karl,

      ja du hast das Potential des kleinen Beispiels erkannt, es ist in vielen Variationen in diversen Hydraulikschemen wieder zu finden.
      Die Übersicht vom ganzen Beispiel mit den drei Szenarien auf einen Blick ist dir gut gelungen
      und ergänzt die Dokumentation auch zum späteren nachschlagen, sehr schön gemacht.

      Um an allen drei Szenarien im Simulator parallel gleichzeitig spielen zu können, musst halt für jedes Szenario unabhängige Sensoren und Ausgänge definieren,
      sonst überschreibst ja jedesmal die Werte von S1,S2,S3 im jeweils anderen Szenario.

      Vorschlag der Änderungen:
      z.B. Szenario1 S1,S2,S3 A1, A3, A5
      ......Szenario2 S4,S5,S6 A2, A4, A6
      ......Szenario3 S7,S8,S9 A7, A8, A9

      dann bleiben die Temperaturen und Ausgänge für jeden Testfall erhalten. Und du siehst dann alles auf einen Blick.
      Ich hab mir erlaubt deine schöne Arbeit zu aktualisieren und hab die geänderte Version unten angehängt, sodaß das testen auch parallel funktionieren kann.

      Ich versuch die Logik genauer zu erklären, damit die Umsetzung von der Theorie in die UVR-Praxis noch besser nachvollzogen werden kann:

      Für die Umschaltmimik (A3/A5) könnte ich die Solarfunktion auch weglassen.
      Für die Umschaltmimik werden nur die beiden Sensoren S1 und S3 verwendet.
      Zusätzlich sind die Schaltpunkte (um 50 herum) interessant.

      Den zentralen Schaltpunkt 50 für S1 (T.Koll) und S3 (H4, SolarRef oben) habe ich aus der Puffer-WW > 50Grad abgeleitet.
      S2 (T.SP oben) habe ich für die Testfälle willkürlich gewählt auf jedenfall > 50Grad, weil unter 50Grad sonst der Pelletkessel nachheizen würde.

      Die Vergleichsfunktion3 liefert am Ausgang S3 ist grösser 50
      ........ " ................... am INVERS Ausgang S3 ist kleiner= 50

      Die Vergleichsfunktion5 liefert am Ausgang S1 ist grösser 50
      ......... " .................. am INVERS Ausgang S1 ist kleiner= 50

      In der zweiten Stufe kommen dann die beiden Logikfunktionen (Und-Verknüpfungen) für die eigentlichen Fall-Unterscheidungen(drei Szenarien).

      Die LogikfunktionSzenario2 an Eingangsvariable1 enthält S3 ist grösser 50 und verknüpft
      ........ " .......................... mit Eingangsvariable2 enthält S1 ist grösser 50

      Die LogikfunktionSzenario1 an Eingangsvariable1 enthält S3 ist kleiner= 50 und verknüpft
      mit Eingangsvariable2 enthält S1 ist grösser 50

      Für Szenario3 übernehme ich nur S1 ist kleiner= 50 aus der Vergleichsfunktion5.

      In der dritten Stufe werden dann die Ergebnisse aus den Und-Verknüpfungen (Ausgänge) weiter mit Logikfunktionen (Oder-verknüpft),
      weil entweder Szenario1 ist aktiv oder Szenario2 ist aktiv oder Szenario3 ist aktiv.
      Jedes der drei Szenarien muss jederzeit dann die Ausgänge A3 und A5 entsprechend ein- oder ausschalten können, deshalb zum Schluß die Oder-Verknüpfungen der drei Szenarien.

      Da kämen theoretisch 6 Zustände raus, aber mit etwas Schaltalgebra hab ich dann die Nullen weggekürzt und so bleiben nur jeweils zwei einsen für jeden Ausgang A3 und A5 übrig.

      Ja, das UVR-Beispiel, wie soll ich sagen, ist mit sehr vielen Annahmen behaftet und beruht auf optimistischen Erfahrungswerten.
      Es gibt ja nur eine Vorgabe, Puffer-WW > 50Grad für entspanntes warmes duschen.

      Wie es in der Realität aussieht bleibt natürlich spannend, solange bis wir einige aufgezeichnete Messkurven aller Sensoren vom Stefan geliefert bekommen.
      Ich gehe davon aus, dass er das Messen und Aufzeichnen der Sensorwerte vorantreibt, wenn das CMI erst mal vorhanden ist.

      Denn erst dann kann man sehen wie weit weg von der Wirklichkeit die bisherigen Annahmen gewesen sind.
      Ob die Schaltpunkte von S1 und S3 bei 50 so bleiben können und ob sie in dem Beispiel gut gewählt wurden,
      muss man dann aus den aufgezeichneten Temperaturkurven neu ableiten und ggf. in den Vergleichsfunktionen ändern.
      Ich bin mal gespannt was dabei rauskommt.

      Die Solarfunktion ohne Drehzahlregelung habe ich der Vollständigkeit halber dazugemacht, damit man sinnvoll testen und simulieren kann.
      Die Solarpumpe schaltet ab 35,1 Grad ein, weil die Mindest Kollektor-Temperatur S1 in der Solarfunktion auf 35 Grad eingestellt ist usw.

      Mit einer Umschaltmimik kann man wie auch hier niedrige Solartemperaturen einfangen, weil diese in den unteren Teil des Speichers einfliessen
      und die Schichtung im oberen WW-Bereich nicht beeinflussen soll.

      Man kann bei allen drei Szenarien den Sonnenaufgang simulieren, sozusagen im Winter(3), im Sommer(2) und in der Übergangszeit(1),
      wenn nur S1(Sonne) entsprechend variabel steigen lässt und die restlichen Sensoren wie in den Testfällen beschrieben einstellst.

      Gruß
      Jürgen
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      Atmos D15P mit A25; LambdaCheck; UVR1611 mit CAN-I/O44 und BL-NET,CMI ;
      2x1000l Puffer mit 2x10m² VRK und glykolfreie Solarthermie(Ost-West); WW-FWS; PV 3,2kW; Wasserenthärtung

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      • 47

      • # 186317

      New

      Hallo Jürgen,

      vielen Dank für deine umfangreichen Ergänzungen zum Testen der 3 Varianten in einer Datei.

      Du hast dich aber bezüglich Erläuterungen auch sehr bemüht. ;)

      Ich glaube, dass man mit deinem variantenreichen Beispiel alle Möglichkeiten sehr schön darstellen kann.

      Habe mir erlaubt :) , die tdw-Datei mit dem Hydraulikschema und eine kurze Erläuterung (beim Szenario 2 u. 3) zu ergänzen, da dies gerade für nicht so versierte Anwender, wie mich, zum schnelleren Verständnis der Programmierung beiträgt.

      Da ich ja kein Techniker bin, sondern Zahlenmensch, tue ich mir ohne Hydraulikschema beim Verständnis der Programmierung immer schwer, deswegen auch meine Nachfrage zu den 50 Grad wo dieser Wert herkommt.


      LG



      Karl
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      Post was edited 1 time, last by GOETSCHHOFER ().

      • 48

      • # 186338

      New

      SolarEngel wrote:

      Wie es in der Realität aussieht bleibt natürlich spannend, solange bis wir einige aufgezeichnete Messkurven aller Sensoren vom Stefan geliefert bekommen.
      Ich gehe davon aus, dass er das Messen und Aufzeichnen der Sensorwerte vorantreibt, wenn das CMI erst mal vorhanden ist.
      Wow! 8o
      Ich bin absolut erschlagen von so viel Mühe und Sachverstand für mein "kleines" Problem.
      Aber fachlich auch sehr überfordert! :S

      Zum aktuellen Stand:
      Die beiden Solarpumpen (primär & sekundär) sind nun durch PWM Pumpen ersetzt und es sind 2 neue Fühler (S7 und S8) dazu gekommen. Ich habe mal den Hydraulik- und Sensorplan selbst angepasst. Aus Faulheit habe ich das Fühlersymbol bei den 2 neuen Fühlern durch ein Kreis mit X ersetzt.
      Ich habe nun eine gute Programmierung der UVR bekommen, die das ganze damit erstmal so steuert, dass es im Alltag gut funktioniert. Aber ich sehe das theoretische Potential der hier besprochenen Vorschläge! Traue mich da aber zunächst nicht selber ran...

      Macht es bei diesen Änderungen Sinn für Euch Messkurven einzustellen?

      SolarEngel wrote:

      S2 (T.SP oben) habe ich für die Testfälle willkürlich gewählt auf jedenfall > 50Grad, weil unter 50Grad sonst der Pelletkessel nachheizen würde.
      Ja, das wäre schön. Leider macht der Pelletskessel alles ohne externe Steuerung. Seine Regelung ist intern und er hält die Rücklauftemperatur auf 80°C. Weniger ist laut Hersteller auch nicht empfohlen, reduziert man diese Temperatur radikaler, dann geht er in die Knie und steigt aus.
      Mittelfristig wäre es schön, hier einen regelbaren Pelletskessel einzubauen, aktuell ist das finanziell aber nicht drin, zumal der vorhandene ja noch "gut" funktioniert.

      Vielen Dank für Eure Mühe!!
      Liebe Grüße,
      Stefan
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      • 49

      • # 186374

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      SolarEngel wrote:

      Wir haben noch keine Bilder vom Puffer und den Anschlüssen gesehen, deshalb alles etwas Spekulation und vom Hydraulikschema abgeleitet.
      Ich habe mich mal versucht, das unsagbare Durcheinander in ein Bild zu packen...
      Fokus auf Puffer. Solarübergabestation ist angerissen, Frista ist abgedeckt.
      Die Höhen der Anschlüsse stimmen mit den Angaben aus dem Hydraulikplan überein.
      Bzgl. der Fühlerpositionen muss ich mich auf den Sensorplan verlassen, da ich nicht vor Ort war, als die Fühler hinter die Isolierung kamen.

      Puffer Sensoren Anschluesse.jpg