Schornsteinbrand

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  • Hallo an alle,


    gestern abend brannte mein Schornstein (Edelstahlrohr). Ich hatte morgens angeheizt, mittags nochmal eine halbe Füllung nachgelegt und gegen 15 Uhr, als ich mit dem Holz-in-den-Keller-bringen fertig war, zwei Schaufeln Rinde und Holzsplitter, die beim Holztransport angefallen waren, auf die noch vorhandene Glut in Ofen geschüttet. Gegen 18 Uhr bemerkte ich dann den Schornsteinbrand und alarmierte die Feuerwehr. Polizei, Rettungswagen, 2 Tanklöschzüge, Drehleiter und Kommandowagen haben dann ganz schön für Aufsehen gesorgt... Es ist alles glimpflich abgegangen, keine Schäden am Haus und Schornstein, lediglich die Reinigungsöffnung bzw. Reinigungsklappe ist etwas verzogen und könnte evtl ausgetauscht werden müssen und das Rauchgasthermometer im Abgasrohr hat seinen Geist aufgegeben. Heute zum Sonntag (!!!) war mein Schorni am Morgen da, hat den Kamin gekehrt und die Anlage wieder zum Betrieb freigegeben. Trotzden wird mir noch manchmal schlecht und mit zittern die Knie, wenn ich an die Sache denke. Ich habe auch heute gegen 16 Uhr wieder angeheizt - ständig in den Keller gerannt und geschaut, dann wieder raus in den Garten und den Schornstein beobachtet.
    Weder die Feuerwehr, noch der Schorni noch mein Heizungsbauer können sich erklären, wie es zu diesem Ereignis kam. Der Schornstein wurde von meinem Schorni Anfang Dezember 2013 planmäßig gereinigt und mir noch bestätigt, dass er sehr zufrieden sei, ich solle so weiter heizen wie bisher. Mein [lexicon]Holz[/lexicon] ist trocken und den Ofen reinige ich regelmäßig. Das wichtigste nach der ganzen Aktion ist jetzt, dass mein Ofen vorher bei 240° C Abgastemperatur lief, und er war nicht auf geringere Temperaturen zu bekommen, nun läuft er, ohne an der Einstellung etwas zu verändern, bei 155 bis 180°C, meist um 160°C. Ich habe zwar intensiv gereinigt, aber das hatte ich früher auch schon, ohne dass dieser Effekt eintrat.
    Allerdings sind mir nun einige bisher zwar eingehaltene, aber stets belächelte Brandschutzvorschriften klarer geworden, und ich bin froh, dass ich mich daran gehalten habe.

    Mach' den Ofen nur halb voll,
    wenn's Holz lange reichen soll!


    Viele Grüße aus der Oberlausitz
    Jörg


    DC 30 GSE - 2 x 1000 l Pufferspeicher - Laddomat - 13 m Schornstein - Zugbegrenzer - Wolf Gaskessel als Reserve - Warmwasserspeicher - Solarkollektoren

  • ein [lexicon]Holz[/lexicon] ist trocken und den Ofen reinige ich regelmäßig. Das wichtigste nach der ganzen Aktion ist jetzt, dass mein Ofen vorher bei 240° C Abgastemperatur lief, und er war nicht auf geringere Temperaturen zu bekommen, nun läuft er, ohne an der Einstellung etwas zu verändern, bei 155 bis 180°C, meist um 160°C. Ich habe zwar intensiv gereinigt, aber das hatte ich früher auch schon, ohne dass dieser Effekt eintrat.


    Hallo Puritas,
    das ist eine hochgefährliche Sache mit dem Schornsteinbrand.
    Da hast du noch mal Glück gehabt, denn das ganze selber löschen klappt nur mit Kenntnissen der Feuerwehr.
    Wasser zum löschen wäre die Katastrophe an sich, denn dann löst sich der Kamin in Schall und Rauch auf.
    Bei diesem Vorfall kommt es mir so vor als wäre deine Anheizklappe beim Abbrand oft nicht richtig geschlossen gewesen.
    Denn 240°C AGTist schon hoch ,und wenn du jetzt ca. 160°C hast dann liegt dieser Verdacht nahe. Denn wenn diese Klappe häufig nicht richtig geschlossen
    ist, dann kommen unverbrannte Schwehlgase in den Kamin ,kondensieren dort und bilden eine Glanzrußschicht im
    Abgasbereich des Kessels einschließlich Kamin ,die den Nährboden für einen Schornsteinbrand bilden.


    Woody


    Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen.
    Die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

    Albert Einstein, *1879 †1955 Physiker


    Wird unsere heutige Welt überleben ?......Klick.......http://up.picr.de/14123126bu.pdf


  • Hallo Woody,
    die AHK wird mittels Kette und Feder zugehalten, die Klappe regelmäßig ausgebaut und gereinigt (mit Spachtel blank geputzt) bis sie wieder plan aussieht. Lediglich das Rohrstück, was aus dem Brennraum ragt, läßt sich sauschlecht reinigen. Die Kontaktflächen zwischen Rohr und AHK habe ich heute rohrseitig mit feinerem Schleifpapier bearbeitet, bis keine Unebenheiten mehr zu spüren waren. Außerdem verklebt meine AHK seit dem ersten Tag regelmäßig.

    Mach' den Ofen nur halb voll,
    wenn's Holz lange reichen soll!


    Viele Grüße aus der Oberlausitz
    Jörg


    DC 30 GSE - 2 x 1000 l Pufferspeicher - Laddomat - 13 m Schornstein - Zugbegrenzer - Wolf Gaskessel als Reserve - Warmwasserspeicher - Solarkollektoren

  • Außerdem verklebt meine AHK seit dem ersten Tag regelmäßig.


    Welche Rücklaufanhebung benützt du ? Temperatur des Rücklaufes ? Welche Pumpenstufe hast du an der RLA Pumpe ?
    Kesseltemperatur ?

    Woody


    Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen.
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    Albert Einstein, *1879 †1955 Physiker


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  • @ Woody: [lexicon]Laddomat[/lexicon] zur Rüclaufanhebung mit 72er Patrone, das Rücklaufwasser in den Kessel hat ca. 60°C, eher bißchen mehr, die Pumpe am [lexicon]Laddomat[/lexicon] läuft mit Stufe 3, Kesselwassertemp. im Betrieb zwischen 78 und 82 °C (je nach Pufferfüllgrad).

    Mach' den Ofen nur halb voll,
    wenn's Holz lange reichen soll!


    Viele Grüße aus der Oberlausitz
    Jörg


    DC 30 GSE - 2 x 1000 l Pufferspeicher - Laddomat - 13 m Schornstein - Zugbegrenzer - Wolf Gaskessel als Reserve - Warmwasserspeicher - Solarkollektoren

  • Wenn deine Lufteinstellungen Primär/Sekundär nicht stimmen und du dadurch eine zu niedrige Brennraumtemperatur hast ( schlechte Verbrennung) kann sich auch Teer im Rauchgas bilden, der dann im Kamin kondensiert und an der Schornsteinwand sich festsetzt.

    Gruß fjko


    Atmos DC30RS, 2000 Liter Pufferspeicher, 275 Liter Mag, 200 Liter Warmwasserspeicher, Zugbegränzer, Abgasthermometer und Microblasenabscheider verbaut. Buderus Ölkessel Hydraulisch Eingebunden. Geregelt wird die ganze Anlage mit der Logic-Therm Steuerung.
    Vorstellung

  • Hallo,
    ich selbst habe denn DC 30 RS und benutze auch die 72 Patrone wenn ich denn Kugelhahn
    etwas schließe habe ich genau 68 Rücklauf in denn HV, wenn ich denn Kugelhahn nicht
    etwas zu mache habe ich auch ca 60 Grad Rücklauf in denn HV da habe ich ihn etwas zu
    gemacht so das ich lauf Hersteller 65 Grad ein halte wie es der Hersteller so möchte
    mein alter Gestelle vom Schornie meinte das ab ca 56 Grad man vorsichtig sein solte
    da der Kessel sonst schwitzt. Aber zu dein Problem ist schon recht seltsam.


    MfG
    Heiko

    MfG
    holzwurm99


    DC-30-RS Besitzer seit 2013 und wird ab 29.08.2013 eingebaut mit 3200 Liter Pufferspeicher.

    Bin schon jetzt gespannt, wie das Teil ab geht, nach so einem kleinen HV den ich hatte.
    Ab 21.09.2014 Steuerung mit Logic Therm.

  • Rüclaufanhebung mit 72er Patrone
    das Rücklaufwasser in den Kessel hat ca. 60°C,


    Wenn du eine 72 er hast, dann sollte die Rücklauftemperatur ca 72 °C haben.(Kesselrücklauf)
    Da könnte was nicht stimmen.
    Ausserdem, wie legst du das [lexicon]Holz[/lexicon] ein ?
    Mir ist es schon passiert das ich aus versehen weil der Platz im Füllraum schon knapp war,
    die AHK mit einem Holzbrikett beim einschieben aufgedrückt hatte.

    Sie war den ganzen Abbrand ein Stück offen und das hatte ich beim reinigen des Tauscherbereiches bemerkt.
    Wenn sowas öfter passieren würde wäre eine Schicht im Schornstein entstanden.



    zwei Schaufeln Rinde und Holzsplitter, die beim Holztransport angefallen waren, auf die noch vorhandene Glut in Ofen geschüttet.

    Es könnte auch sein das die Rinde sehr harzig war und zusätzlich eine schlechte Vergasung im Kessel, so daß
    sich schon von diesem Erreignis eine brennbare Schicht in deinen Kamin kam.


    Es könnte auch sein das die Isolierung deines Edelstahlkamins abgesoffen ist un deshalb diese keinen Isolierwert mehr hat.
    Für so etwas wäre ein Edelstahlkamin besondes anfällig, denn die Wandung ohne Isolierung würde das Rauchgas schon nach den ersten
    zwei bis drei Metern auf Taupunktniveau abkühlen.

    Woody


    Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen.
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    Albert Einstein, *1879 †1955 Physiker


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  • Hallo,


    was die Rücklauftemperatur angeht - ich war gerade nochmal am Kessel, und da laufen 70°C in den Kessel (er ist jetzt auch kurz vor dem Abschalten), da scheint alles in Ordnng zu sein.


    Ich denke auch, dass fjko den Finger drauf hat:

    Wenn deine Lufteinstellungen Primär/Sekundär nicht stimmen...

    daran experimentiere ich schon lange, aber es ist wie Stochern im Nebel. Primär steht jetzt ca. 2 mm, sekundär ca. 10 mm offen. Vielleicht können hier mal andere 30-GSE-Heizer ihre Werte angeben - aber mit meinen Werten läuft der Ofen wenigstens. Lt. Einmessung vom Heizi waren es damals ganz andere Werte, aber da ist der Ofen nicht angebrannt, hat stundenlang nur geräuchert und keine Wärme gebracht.


    Woody:
    Die AHK mit einem Holzscheit aufstoßen geht nicht, weil ich nach dem Anlegen die Klappe nochmal kontrolliere, außerdem hat mich davor mein HB gleich am Anfang gewarnt.
    Die Rinde war sicher der Auslöser, aber die Schicht muss schon vorher da gewesen sein. Mein Schorni meinte, so eine Schicht bildet sich regelmäßig an der Schornsteinsohle oder im oberen Drittel. Bei mir war der Brandherd im oberen Drittel - lehrbuchgerecht. Der Edelstahlschornstein ist in einen vorhandenen Zug eingezogen worden, berechnet vom Heizi und abgenommen vom Schorni. Ich hoffe mal, die wußten, was sie tun. Am Schornsteinkopf ist alles gut abgedichtet, ein Absaufen der Isolierung schließe ich jetzt mal aus.

    Mach' den Ofen nur halb voll,
    wenn's Holz lange reichen soll!


    Viele Grüße aus der Oberlausitz
    Jörg


    DC 30 GSE - 2 x 1000 l Pufferspeicher - Laddomat - 13 m Schornstein - Zugbegrenzer - Wolf Gaskessel als Reserve - Warmwasserspeicher - Solarkollektoren

  • Nö Woody,
    mit einer 72er Patrone liegt die Rücklauftemperatur in den HV deutlich unter 72°C. Warum ? Die Patrone wird von dem Vorlaufwasser des HV umspült, öffnet dann und mischt kühleres Wasser aus dem Pufferrücklauf zu. Der Patronenraum liegt immer im wärmeren Vorlaufwasser des HV.
    Tschuldige ;( , wollte nicht das jemand einen Fehler sucht wo keiner ist :lecture: .


    Ralf

    NMT-HVG 40 Sekundärluft nach Lambda. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.


  • Nö Woody,
    mit einer 72er Patrone liegt die Rücklauftemperatur in den HV deutlich unter 72°C. Warum ? Die Patrone wird von dem Vorlaufwasser des HV umspült, öffnet dann und mischt kühleres Wasser aus dem Pufferrücklauf zu. Der Patronenraum liegt immer im wärmeren Vorlaufwasser des HV.
    Tschuldige , wollte nicht das jemand einen Fehler sucht wo keiner ist .


    Ralf

    Das wuerde ich an deiner Stelle noch mal nachpruefen,es konnte sein das du dich irrst.
    Den Smiley hättest du dir sparen können.

    Woody


    Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen.
    Die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

    Albert Einstein, *1879 †1955 Physiker


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  • @Kuniver
    hier muss ich Woody recht geben, ich habe die 78er Patrone drinnen und der Rücklauf wird exakt auf 78° gehalten siehe Bild.
    Gruß
    Dieter
    :)

    DC22 GSE Lufttrennung, Lambdacheck, Agt stetig geregelt mit ATC30 Regler, 3200L Puffer (4x800L in Reihe)selber Isoliert, 11m Esse mit Windkat oben drauf.

  • als ich mit dem Holz-in-den-Keller-bringen fertig war, zwei Schaufeln Rinde und Holzsplitter, die beim Holztransport angefallen waren, auf die noch vorhandene Glut in Ofen geschüttet.


    Hallo Puritas,


    der Grund für deinen Schornsteinbrand ist meiner Meinung nach eher der,dass du 2 Schaufeln Rinde u. Holzsplitter in den Ofen geschüttet hast.Das Gebläse hat die brennenden Kleinteile in den Schornstein befördert.
    Vielleicht hat es auch eine Verpuffung gegeben.
    Wenn man den Ofen in kaltem Zustand bei laufendem Gebläse reinigt,kommt der Staub sofort oben am Schornstein raus.Genauso ist es auch,wenn nur noch Glut drin ist u. man Sägemehl etc. reinschmeißt,nur dass dann der Staub,der im Schornstein ankommt brennt.Die Gefahr ist wahrscheinlich größer,dass es dann zum Brand kommt,weil wir mit niedrigen AGT fahren.Da kondensiert mehr,was dann letztendlich auch brennen kann.


    Gruß Rolf

    Gruß Rolf



    DC 30GSE,Lufttrennung,LC mit geregelter
    Sekundärluftklappe u. gegenläufig geregelter Primärluftklappe über Federzug,Turbulatoren 7.2 mit von außen bedienbarer Reinigungsfunktion,Lüfter-Drehzahlregelung Botex CT-110R durch PID-Regler nach AGT mit Timer-Abschaltung u. Einstellung der Mindestdrehzahl über Poti,Laddomat,Restwärmenutz. manuell,Asu-Timer,4
    x 732Ltr. PSP,300Ltr. bivalenter Speicher mit 30
    VKR,Fachwerkhaus 150qm Innendämmung,Ölheizung im Notfall
    zuschaltbar.

  • Hallo,
    wiederspruch auch ich habe die 72 Patrone drin der Kessel kommt ohne wenn und
    aber auf 82 vorlauf und da habe ich in dem Rücklauf zum HV ca 60 und der wert aus dem Puffer
    liegt bei ca 30 grad.

    MfG
    holzwurm99


    DC-30-RS Besitzer seit 2013 und wird ab 29.08.2013 eingebaut mit 3200 Liter Pufferspeicher.

    Bin schon jetzt gespannt, wie das Teil ab geht, nach so einem kleinen HV den ich hatte.
    Ab 21.09.2014 Steuerung mit Logic Therm.

  • Der Grund für einen Schornsteinbrand liegt mit Sicherheit nicht daran, ob die Rücklauftemperatur bei gut 60 oder 70° liegt.
    Die Rücklauftemperatur sollte nur nicht zu niedrig sein, damit sich vor allem beim Anheizen kein Kondensat im Kessel bildet, denn dieses Kondensatwasser ist aggressiv und kann zur Durchrostung führen.
    Auch ein paar Schaufeln Kleinzeug sind nicht der Grund, sondern höchstens der Auslöser. Bedingung für einen Schornsteinbrand sind brennbare Ablagerungen im Kamin. Bei Abgastemperaturen von irrsinnigen 240° (also einer sogenannten Außenluft- oder auch Freilandheizung) bilden die sich natürlich nicht im unteren Bereich des Kamins, sondern im oberen Bereich.
    Grund für brennbare Ablagerungen im Kamin ist zwingend eine schlechte, sprich nicht rückstandsfreie, Verbrennung im Kessel.
    Nur dann können brennbare Stoffe in den Kamin gelangen und von dort in die Umwelt, bzw. ein kleiner Teil davon kann sich nur dann im Kamin niederschlagen. Wenn diese Schicht dick genug ist, der Kamin schön heiß ist (bei Abgastemperatur von 240° geht das ja relativ flott), kann diese Schicht abbrennen.
    Verwunderlich für mich ist allerdings, dass der Schorni diese Schicht einen Monat zuvor nicht bemerkt hat. Natürlich war gerade seit dieser Zeit die Hauptheizsaison, entsprechend hoch dürfte das Wachstum der Schicht gewesen sein. aber wenn beim Kessel vor einem Monat alles in Ordnung gewesen wäre, hätte sich wohl in dieser kurzen Zeit keine brennbare Schicht im Kamin gebildet.-
    Aufgrund gesetzlicher Änderungen sollen nun ja auch Kessel aus dem Bestand hier in BaWü alle 2 Jahre auf CO und Feinstaub ab diesem Jahr gemessen werden. Theoretisch sollte die CO-Messung Kessel mit schlechter Verbrennung identifizieren, so dass so etwas zukünftig nicht mehr vorkommen sollte. Lassen wir uns mal überraschen.


    Grüße
    Pflaume

  • Hallo


    und Dank an alle. die sich Gedanken machen.
    Was soll man sagen - Auslöser war das Kleinzeug, das die Schicht der Ablagerungen in Brand gesetzt hat. Nur - wie sind diese Ablagerungen entstanden - das wird wohl immer nur zu Vermutungen führen. Ich habe trockenes [lexicon]Holz[/lexicon] verbrannt, keine Span-Paletten(!!!) und es gab auch keine übermäßge Rauchentwicklung. Für mch ein Zeichen, dass die Verbrennung einigermaßen gut gelaufen sein sollte.
    Ich habe heute nochmal am Regler für den Belimo gedreht, weil der Ofen beim Anbrennen zu "ersticken" drohte und die AGT nicht über 150°C kam. Daraufhin brannte er besser, und nun bin ich bei ca. 18O°C AGT.
    Fakt ist, dass der Kessel jetzt nochmal von Grund auf neu eingestellt und gemessen wird. Allerdings geht es da schon wieder los: Mein Heizi kennt die Angabe von Atmos nicht, dass der Ofen im Regelbetrieb mit 165°C AGT laufen soll (steht so in meiner Bedienungsanleitung). Weder der Schorni noch der HM können mir die Frage beantworten, wie es dann mit dem Kondensat im Schornstein ist. Den Temp.-Verlauf soll der HM berechnet haben, meint der Schorni, aber ich habe keine Kopie vom HM. Der HM vertritt auch die Meinung, dass 180 - 220°C (eher Richtung 220°C) normal für die AGT sind. Das ist für mich unakzeptabel. Die Basteleien hier aus dem Forum, einschließlich Drehzahlregeung des Lüfters lehnt er ab, was ich verstehe, denn dann hat er den Hut auf, wenn was passiert.

    Mach' den Ofen nur halb voll,
    wenn's Holz lange reichen soll!


    Viele Grüße aus der Oberlausitz
    Jörg


    DC 30 GSE - 2 x 1000 l Pufferspeicher - Laddomat - 13 m Schornstein - Zugbegrenzer - Wolf Gaskessel als Reserve - Warmwasserspeicher - Solarkollektoren

  • Hallo Jörg,


    das war für mich auch ein Schreck als ich dies las. Ich habe ja auch GSE 30 genau wie unser Sohn auch. Ich habe gemauerten und unser Sohn Keramik Schornstein beide 11 m hoch. Bei mir hat der Schorni das letze Mal gezeigt diese schwarzen Brocken die er oben abmachte weil ich fragte alles OK. Da sagte er mir sie müssen einen höhere AGT heizen. Ich heizte damals nur mit rund 130 -140° jetzt heize ich mit 160 ° mal sehen bei der nächste Kehrung. Unser Soh hat nur 100° AGT seit dem er die Version 2.0 Turbos drin hat. Er heizt allerdings wie ich hier schon einmal schrieb seine AGT bis auf über 200° durch offenlassen der AHK und unten die Tür auf dann macht er alles dicht so hatte ihm sein Schorni geraten dadurch wäre die Esse gewärmt und könnte nicht so schnell Glanzruß bilden. Meine primär Luft ist ca 5 mm auf und sec. Luft ca 2-3- mm so pendelt sie mehr nicht, beim anheizen voll auf.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo


    Also wenn ich das hier so lese dann ist das eigendlich ein Problem welches viele hier im Forum haben.
    Jeder ist hier bestrebt Brennstofffe einzusparen was ja eigendlich i. O. ist, nur habe ich das Gefühl das es in die falsche Richtung geht.
    Ich lese viel mit und wundere mich eigendlich das gutgemeinte Ratschläge hier aus dem Forum immer irgendwie 1zu1 umgesetzt werden sollen.
    Das kann doch eigentlich nicht sein weil jede Anlage ist anders aufgebaut, jeder Kamin unterscheidet sich in Länge, Durchmesser, Material usw..
    Dazu kommen noch die ganzen äußeren Gegebenheiten. Wohnort z.B. Höhenlage, Flachland, Gebirgige Gegend, Windreiche Gegenden, Kalt oder Warme Gegenden.
    Selbst das holz ist nicht gleich, ich behaupte einfach mal Buche ist nicht gleich Buche usw. , bei dem einen sind es 15% bei dem andern 17% ob das jetzt wirklich so ist hat noch nie einer überprüft, geht das Messgerät überhaupt richtig z.B..
    Da gibt es sicherlich noch einiges mehr an Abweichungen oder Unterschiedlichkeiten selbst wenn man sich einen Atmoskessel ansieht und den selben dann nochmal daneben stellen würde hätte man anschließend unterschiedliche Werte was Einstellung, Abgaswerte, Brennverhalten des Kessels in allen Phasen angeht. Darum ist es fur mich unerklärlich wieso es mit der Optimierung immerweiter hier im Forum vortschreitet. Das soll ja nicht bedeuten das ich gegen Fortschritt bin aber wie geschrieben man sollte doch immer bedenken das die Anlagen nie gleich sind und das sollte eigendlich jeden neuen Atmosheizer hier im Forum gesagt werden. Es kann nicht immer das Optimale erreicht werden da spielen soviele andere Faktoren eine Rolle, so das man nicht immer das gute Ergebnis bekommt welches der andere schon hat.
    Wenn wir keine hohen AGT haben möchten dann geht das wahrscheinlich immer zulasten der Verbrennung oder es gibt Ablagerungen im Kessel oder Kamin, oder der Kamin wird zu feucht. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken ob man den Kamin nicht abschaft und da was anderes macht z.B. wie diese Gasthermen die an der Außenwand hingen und deren Abgase gleich nach draußen abgeführt wurden. Jetzt aber nicht gleich 1 zu 1 umseten das war nur so ein Beispiel außerdem werden da die schwarzen Männer da nicht mitmachen weil sie dann arbeitslos werden. Es ist aber trotzalledem schon merkwürdig wenn man einen Brennwertoelkessel hat bei dem die AGT nur bei ca. 80 Grad ist der noch oben aus dem Dach seine Abgase leiten muß.


    Mfg. G. B.

  • Hallo
    Also wenn ich das hier so lese dann ist das eigendlich ein Problem welches viele hier im Forum haben.
    Jeder ist hier bestrebt Brennstofffe einzusparen was ja eigendlich i. O. ist, nur habe ich das Gefühl das es in die falsche Richtung geht.
    Ich lese viel mit und wundere mich eigendlich das gutgemeinte Ratschläge hier aus dem Forum immer irgendwie 1zu1 umgesetzt werden sollen.
    Das kann doch eigentlich nicht sein...
    Mfg. G. B.


    hier wird keiner gezwungen irgend welche Ratschläge, Umbauten oder sonst was bei seinen Kessel umzusetzen :!:
    Das bei schlechter Verbrennung Teer im Rauchgas ist sollte jeder Holzheizer wissen :!:
    Jeder der was an seinen Kessel oder Einstellungen ändert sollte natürlich auch kontrolieren ob alles in grünen bereich ist.
    Wenn ich schon sehe das es grau aus dem Schornstein Raucht wäre es natürlich mal angebracht den Schornstein im inneren zu kontrolieren :!:
    Und eine AGT von 160° ist keineswegs gefährlich :!:

    Gruß fjko


    Atmos DC30RS, 2000 Liter Pufferspeicher, 275 Liter Mag, 200 Liter Warmwasserspeicher, Zugbegränzer, Abgasthermometer und Microblasenabscheider verbaut. Buderus Ölkessel Hydraulisch Eingebunden. Geregelt wird die ganze Anlage mit der Logic-Therm Steuerung.
    Vorstellung

  • puritas,


    habe auch meinen 30GSE mit Zackenturbos nachgerüstet und war einigermaßen erschrocken als ich das gelesen habe.


    Kleinstückiges [lexicon]Holz[/lexicon] incl. Kleingebrösel wie von Dir beschrieben ist oft problematisch, dir Erfahrung habe ich auch hinter mir, allerdings nicht in Form eines Kaminbrands, sondern durch einen pulsierenden Abbrand mit starkem Wummern, der Kessel ist fast aus den Aufstellraum gehüpft... das mache ich nicht noch einmal. Nicht umsonst steht in der Bedienungsanleitung, daß dieses Material ungeeignet ist und nur als ca. 10 % Beimischung verwendet werden soll. So bekommt man auch das Restzeugs problemlos weg.


    Aber die Hauptursache für den Kaminbrand kann das nicht gewesen sein. Damit es brennt, muß brennbares Material vorhanden sein. Das Kleinholz hat dann "nur" noch dazu geführt, daß die kritische Zündtemperatur erreicht wurde. Bei den brennbaren Material handelt es sich um Glanzruß, welcher sich durch schlechte Verbrennung gebildet und im Kamin angehäuft hat.


    Die spannende Frage ist für mich, wie sich so viel Glanzruß in so kurzer Zeit gebildet haben soll. Das kann eigentlich nicht sein! Ich behaupte mal, der Schornie hat bei seinem letzten Besuch vor gut einem Monat nicht alles entfernt, was im Kamin war. Offenbar hat er nur die Flugasche und ein paar lose Rußpartikel rausgekehrt und gut war´s. Den festgebackenen Glanzruß hat er wahrscheinlich nicht bemerkt.


    Jetzt, nachdem es gebrannt hat, kann sich niemand die Ursache erklären.... wofür wird eine Fachunternehmerbescheinigung, Schornie-Abnahme, Abgasmessung usw. verlangt, wenn am Ende keiner wirklich dafür gerade stehen muß?


    Oder führt jetzt schon ein geänderter Abgasturbulator und zu kleinstückiges [lexicon]Holz[/lexicon] dazu, daß Du als Betreiber der Alleinschuldige bist? Wer bezahlt den Feuerwehreinsatz?


    Hahneko

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