Auswahl Kesselpumpe & TAS

  • Hallo Heizgemeinde,



    ich bin gerade bei der Endmontage meiner neuen HV-Anlage GSX50 mit 6 m³ Puffer. Im Moment treibt mich gerade die Frage nach der am besten geeigneten Kesselpumpe um. Mein Heizungslieferant empfiehlt mir eine Pico zu nehmen, ich bin mir da jedoch etwas unsicher. Zum einen brauche ich keine Regelung, da die Pumpe einen Konstanten in der Praxis noch zu ermittelnden Volumenstrom liefern soll, (HartBe hatte glaube ich mal so zwischen 1,5 und 2,0 m³ pro Stunde empfohlen), dabei muss der Mischer die zugehörige RL-Temp liefern, um den VL auf einem konstanten Wert zu halten. Zum anderen habe ich im Umfeld schon von vielen Problemen und geringer Lebensdauer der Permanentmagnet-Pumpen gehört. Ob man an der Stelle so etwas einbauen muss? Ist es Notwendig den Leitungswiederstand zu ermitteln? Was gibt es zu beachten?



    Ich habe vor das Puffervolumen in der Heizperiode so gut es geht auszunutzen und die Anlage mit eher hohen VL-Temp zu betreiben. Da es bei geschlossenen Systemen laut Atmos problemlos möglich erscheint den Kessel mit einer TAS Auslösetemperatur > 100 Grad zu betreiben, frage ich mich ob es nicht sinnvoll wäre eine mit 108 Grad einzubauen, damit bei einer planmäßigen VL-Temp von z.B. 90-95 Grad es nicht doch ungewollt zu einer unnötigen Auslösung kommt? Wie sind Eure Erfahrungen? Ich habe aktuell mit einer osteuropäischen Fa. kontakt aufgenommen, welche mir eine solche TAS zusenden würden.



    In der Betriebsanleitung steht man solle den Kessel um 10 mm unterlegen, damit er besser ausgespült und entlüftet werden kann. Da habe ich zunächst gedacht, es könne nur eine einseitige Unterfütterung hinten gemeint sein, um eine Steigung zum VL zu erreichen, damit Blasen zu den Ausgängen geführt werden. Bei einer Rückfrage im Atmos Zentrallager wurde mir das verneint, der Kessel solle vorne und hinten unterfüttert, also in Waage aufgestellt werden. Ich finde das irgendwie widersprüchlich, da m.e. eine beidseitige Unterfütterung keinen Vorteil im Sinn der Betriebsanleitung (Spülen uns Entlüften) brächte??

  • Hallo Heizgemeinde,


    Ich habe vor das Puffervolumen in der Heizperiode so gut es geht auszunutzen und die Anlage mit eher hohen VL-Temp zu betreiben. Da es bei geschlossenen Systemen laut Atmos problemlos möglich erscheint den Kessel mit einer TAS Auslösetemperatur > 100 Grad zu betreiben, frage ich mich ob es nicht sinnvoll wäre eine mit 108 Grad einzubauen, damit bei einer planmäßigen VL-Temp von z.B. 90-95 Grad es nicht doch ungewollt zu einer unnötigen Auslösung kommt? Wie sind Eure Erfahrungen? Ich habe aktuell mit einer osteuropäischen Fa. kontakt aufgenommen, welche mir eine solche TAS zusenden würden.


    Ich kenne auch einen Atmos Heizer, der sogar die Auslösung bewußt noch höher betreibt. Aber ob dies für das "Atmos Material sprich Eisen Qualität" gut ist..........glaube ich nicht! Eins steht fest diese Auslösungstemp. ist sowieso nicht genau. Dazu kommt noch eins, wer hat nicht schon festgestellt, dass die Auslöung des Ventils sich im Laufe der Zeit fest oder zu gesetzt hat und es waren über 100° - der Saugzug hat abgeschaltet es lief nur noch die Pumpe bis die VL Temp wieder runter kam. Obwohl ich bei ständigem Heizbetrieb rund alle 2 Monate mal den Knopf drücke um zu sehen er löst noch aus. Eine Woche nach diesem Test zeigte trotzdem die Kesseltemp über 100° an und die TAS war nicht gekommen! In kommerziellen Heizanlagen ist diese Sicherheit zweimal vorhanden d.h. eine von beiden muß kommen aus Sicherheitsgründen. Wenn Du vor dem Kessel stehst ist die TAS Thermofühlerhülse auf der linken Seite ganz hinten in der Ecke. Die Strömung des Wasser kommt unten rechts rein und geht oben rechts wieder raus. Die TAS Hülse in der Ecke wird also sehr sehr träge arbeiten einmal durch die fehlende schnelle Wasser Umspülung (Pumpen bedingt) und durch die Hülsen Material Stärke und der Lufthohlraum zwischen Hülse und dem Fühler.
    Ich selber fahre auch gerne bis kurz vor diesem Punkt d.h. volle Auslastung umso schneller sind die Puffer voll.


    In der Betriebsanleitung steht man solle den Kessel um 10 mm unterlegen, damit er besser ausgespült und entlüftet werden kann. Da habe ich zunächst gedacht, es könne nur eine einseitige Unterfütterung hinten gemeint sein, um eine Steigung zum VL zu erreichen, damit Blasen zu den Ausgängen geführt werden. Bei einer Rückfrage im Atmos Zentrallager wurde mir das verneint, der Kessel solle vorne und hinten unterfüttert, also in Waage aufgestellt werden. Ich finde das irgendwie widersprüchlich, da m.e. eine beidseitige Unterfütterung keinen Vorteil im Sinn der Betriebsanleitung (Spülen uns Entlüften) brächte??


    Diese Aussage von ...... was soll man dazu sagen?! Fakt ist das der Kesselinnenraum einige Dellen besitzt auf der Oberfläche. Dort können sich Luftblasen bilden und Rost ansetzen. Deshalb ist der Ratschlag hinten höher setzen damit diese Luftblasen in den Kreislauf hinaus gehen und dort in der Entlüftung rauskommen.
    Das ganze hat aber den Nachteil das die Kessel Entleerung auch hinten unter dem RL sitzt.
    Das gelichmäßige hochsetzen des Kessels hat den Vorteil das man von unten die Isolierung gut anbringen kann und auch unter dem Kessel beim Asche austragen sauber halten kann. Der Atmos Kessel hat mit Isolierung sehr gespart. Wenn man oben mal den Deckel aufmacht sieht man nur die dünne Isolierschicht die auch seitlich dran ist, unten fehlt sie ganz. Vielleicht weil man sich sagt unten ist es sowieso kalt also sparen wir dort.........

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo Holzwolle,
    ich würde schon aus Kostengründen keine Pico einbauen. Die Pumpe ist eine Ladepumpe und verbraucht nur Strom, wenn der Kessel läuft. Eine normale 6-Meter- Pumpe ist im Normalfall durchaus gut.
    Zu deiner Temperaturschwelle, die du gerne über 100°C heben möchtest. :
    Damit hat der Kessel ja nichts zu schaffen, die Grenze setzt schließlich der Siedepunkt des Wassers. Wer sich die TAS einmal ansieht stellt fest auch diese ist einstellbar. Ich sage bewusst hier nicht wie. Doch bedenke, je höher die Speichertemperatur desto höher der thermische Druck und somit die Pufferverluste. Je größer die gespeicherte Energiemenge wird desto größer werden logischerweise auch die Pufferverluste. Es ist immer ein Abwägen ob man in Arbeit oder Heizmaterial bezahlen möchte. Wobei natürlich für das aufheizen des Kessels zusätzlich ein Teil Energie zu berücksichtigen gilt. Ich heize im Winter bis 90°C mit herkömmlicher TAS. Wichtiger ist der untere Wert von ca 30° den ich dort erreiche.
    Den Kessel auf Böcke (Steine) zu stellen hat mehrere Vorteile. Man braucht sich nicht ganz so tief verbeugen und kann unter dem Kessel dämmen.
    Den Kessel mit leichter Steigung nach hinten zu stellen kann nicht schaden. Da muss ich als Techniker dem guten Herrn bei Atmos widersprechen. Es bildet sich immer Luft im Kessel und je schneller diese sich verflüchtigt umso besser für den Kesselstahl.


    Ralf

    NMT-HVG 40 Sekundärluft nach Lambda. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Hallo Ralf,


    eigendlich möchte ich die Temperatuerschwelle nicht über 100 Grad anheben, sondern so, dass bei Sollvorlauf von knapp über 90 Grad die TAS nicht anfängt zu Tropfen. Also idealerweise knapp unter 100 Grad. Da die von Atmos in der Bediesnungsanleitung angegebenen TAS entweder 95 Grad oder 108 bzw. 110 Grad Auslösetemperatur haben, dachte ich mir 108 Grad wären vieleicht ein guter Kompromiss. Diese hohen Ladetemperaturen sollen auch nicht die Regel sein. Ich denke erst die Praxis wird zeigen wie das System für unsere Bedürfnisse am Besten zu betreiben ist, jedoch möcht ich mir gerne diese Option offen lassen, was bei einer einstellbaren TAS ja anscheinend gegeben ist.


    Den Kessel habe ich jetzt auf Vierkantrohre mit Gummiunterlage zur Schallentkopplung gestellt, hinterseitig 10mm höher als vorne. Gesamterhöhung ca. 10 cm.


    Wegen der Pumpe habe ich jetzt einmal ein bischen gerechnet, dabei ist mir aufgefallen, das die wichtigsten Parameter das Volumen und die Kesselleistung sind. Vobei man mit dem RLA-Mischer die Kesselleistung über die Sollvorlauftemperatur gut ausgleichen kann. Das Volumen soll jedoch wegen der Turbolenzen gleich bleiben, jedoch welches Volumen ist Ideal??


    Ich habe mein System mal mit 2000 Liter gerechnet und komme auf eine Notwendige Förderhöhe von 0,9 m, vobei mir aufgefallen ist, dass die Hubasensoren einen eher hohen Wiederstand gegenüber dem Mischer haben. Ich denke ich werde eher das größere Modell einbauen.


    Zur Pumpenwahl: Mit der Förderhöhe von 0,9 m bei 2 m³, hat eine Anfrage bei Wilo ergeben, dass ich nur eine Pico 25/1-4 einbauen könne, da kleine Pumpen nicht mehr lieferbar seien und europaweit nur noch Pumpen mit Regelung vertrieben werden.


    Wat nun, welche Hersteller sind noch empfehlenswert??


    Michael

  • Hallo,

    Ich habe mein System mal mit 2000 Liter gerechnet

    bist du dir sicher das aus einem 50 KW Kessel 2000 kg/h mit 90°C herauskommen?


    Gruß Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo Michael,
    ich würde dir zu einer Wilo 25-6 raten alternativ eine Laing 25-6. Sollte das Fördervolumen in der Praxis zu groß sein kannst du die Laing besser regulieren, da stufenlos als die Wilo. Dazu ist die Laing preiswerter. Die Stromaufnahme einer Kreiselpumpe ist abhängig vom Fördervolumen.

    NMT-HVG 40 Sekundärluft nach Lambda. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Quote

    bist du dir sicher das aus einem 50 KW Kessel 2000 kg/h mit 90°C herauskommen?


    Hallo Holzpille,


    Ob 2000 kg/m³ mit 90 Grad am VL rauskommen ist doch eine Frage der RL-Temp, zur Not kann der RLA-Mischer ja bis auf 89,5 Grad hochmischen. Wie funktionieren die Zitate eigendlich?


    Danke für die Empfehlung Ralf, werde mich mal bei Laing umschauen.


    Gruß Michael

  • Ob 2000 kg/m³ mit 90 Grad am VL rauskommen ist doch eine Frage der RL-Temp, zur Not kann der RLA-Mischer ja bis auf 89,5 Grad hochmischen.

    Hallo,


    theoretisch ist vieles möglich. Um auf einen Durchsatz von ca. 2000 kg/h zu kommen, müsstest du eine Spreizung von ca. 35K erreichen. Meiner Meinung nach ist 15K ein realistischer Wert. In deinem Fall wäre das ein Wert zwischen 600 - 800 kg/h.
    Wenn du die Rücklauftemperatur in den Kessel auf 89,5°C anhebst und deine Rücklauftemp. aus dem Puffer bei ca. 30°C liegt, dann laufen bei dir ca. 70% im Kesselkreis und nur 30% gehen an nutzbare Energie in den Puffer. Also, der nutzbare Durchsatz Kessel/Puffer wird durch die
    Temperaturspreizung bestimmt und nicht durch die Höhe der Kesseleintrittstemperatur. Es ist also gleich ob ich eine Rücklauftemp. von 65°C und eine Austrittstemp. von 80°C, oder ob ich eine Rücklauftemp. von 89,5°C und eine Austrittstemp. von 104,5°C habe. Die Wassermenge ist die gleiche.
    Ich wollte dir nur damit sagen, dass es nicht möglich ist bei artgerechter Nutzung 2000 kg/h durch diesen Kessel zu pumpen.



    Wie funktionieren die Zitate eigendlich?

    Du markierst mit der linken Maustaste die Textstelle(n) die du darstellen willst. Dann unten rechts auf das Feld "zitieren" gehen und das entsprechende auswählen. Danach auf "antworten".


    Gruß Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • Hallo Michael,


    ich hatte ja gerade eingangs gefragt welches Volumen sinnvoll ist und zwar im Hinblick auf eine ausreichend turbulente Durchströmung des Kessels. Die andere Frage in dem Zusammenhang ist, von welcher Leistung muss ich ausgehen. Sicherlich nicht von 50 KW. Ich gehe nach Aussagen von anderen Foren- Teilnehmern eher von 25 -30 Kw aus. Die normale Betriebsweise würde ich im Bereich bis 80 Grad sehen, sodass ich bei einer soll RL-Temp von mindesten 68 Grad kg/h, also eine Spreizung von 12 Grad, auf eine nötige Durchflussmenge von 2150 kg/h bei 30 KW komme, oder habe ich da einen grundlegenden Denkfehler?


    Will ich aber mal weil es draußen besonders kalt ist oder ich Lust auf möglichst lange Feuerpausen habe, den Puffer auf 95 Grad aufheizen, sollte sich dann bei dem Plan Durchfluss von rund 2000 kg/h eine RL-Temp von 83 Grad einstellen. Also wieder Spreizung von 12 Grad.


    Kein Wiederspruch.


    Je kleiner das Volumen desto höher die Spreizung, d.h. bei 30 KW, 80 Grad VL ergeben sich bei 800 kg/h am RL 48 Grad, d.h. Spreizung von 32 Grad.


    Du markierst mit der linken Maustaste die Textstelle(n) die du darstellen willst. Dann unten rechts auf das Feld "zitieren" gehen und das entsprechende auswählen. Danach auf "antworten".

    Danke für die Anleitung.





    Gruß Michael

  • Hallo Ralf,


    habe jetzt mal nachgesehen, die Lowara (Laing) Pumpen gefallen mir sehr gut, ich denke eine lowara ecocirc basic 32-4/180 passt am besten zu meinen dicken Rohren und der erforderlichen Förderhöhe. Vieleicht kannst Dumir mal direkt Mailen wie einen TAS einstellbar ist?


    Gruß Michael

  • Hallo holzwolle,


    Im Anhang einmal eine Excel Datei mit der du das alles ausrechnen kannst.


    Du solltest halt deine Heizlast wissen und mit welchen VL/RL-Temperaturen du bei kältester AT heizen musst.


    Datei ist ein ZIP-Datei. Nur entpacken dann die Datei in Excel 2010 oder höher öffnen.
    Der Rest sollte sich von allein erklären.


    Das mit 95°C Speichertemperatur wird so nicht richtig funktionieren, ich habe dir dazu mal eine pdf Datei angehängt.


    mfg
    HJH

  • eine Spreizung von 12 Grad, auf eine nötige Durchflussmenge von 2150 kg/h bei 30 KW

    Guten Morgen,


    damit wir hier nicht weiter aneinander vorbeireden, könntest du mir mal vorrechnen wie du bei den o.a. Zahlen auf diesen Massenstrom kommst? Wofür brauchst du überhaupt 2000 kg/h.


    Aber mal so ganz allgemein gesprochen: Was machst du dir einen "Kopf" um irgendeinen Durchsatz "X". Wenn ich mir einen 50iger Kessel in Kombination mit einem 6 m/3 Puffer den Keller stelle, dann mache ich den Kessel voll und sehe zu das ich den Puffer voll bekomme.
    Dann ist mir doch egal wie viel Wasser durch den Kessel strömt oder wie viel KW der gerade bringt. Hauptsache der funktioniert ordentlich.
    Aber im Hinblick auf deine wissenschaftliche Betrachtungsweise solltest du auf jeden Fall den Einbau eines WMZ nicht vergessen.


    Grundsätzlich bin auch ich jemand der bei Planung und Betrieb einer Anlage nichts dem Zufall überlässt. Wenn das was man vorher rechnet und nach Einbau und Einregulierung dann auch so eintritt ist das ok. Man sollte sich dabei aber nicht in den Zahlen verheddern und das "Kind mit dem Bade" ausschütten.



    Gruß Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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    Edited once, last by Holzpille ().

  • Hallo Michael,


    Quote


    Zitat von "Holzpille"


    damit wir hier nicht weiter aneinander vorbeireden, könntest du mir mal vorrechnen wie du bei den o.a. Zahlen auf diesen Massenstrom kommst? Wofür brauchst du überhaupt 2000 kg/h.




    m=Q/(C*DeltaT) d.h. 30 [Kw] * 1000/ (1,16 [Wh/(kg*K)] * 12 [K]) = 2.155,17 kg/h. Die 2155 kg/h sind nach dieser Rechung die benötigte Menge Wasser bei geschätzten 30 KW Leistung 80 Grad VL und 68 Grad RL. Aber ich habe schon öfters gelesen das ein bestimmter mindest Durchsatz für eine gute Wärmeabnahme im Kessel duch turbulente Strömung erforderlich ist. Um das Thema sinvoll zu bearbeiten, wäre es daher interessant den unteren Wert für noch ausreichende Turbulenz zu wissen.


    Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand sind die kleinsten Pumpen aber eher gut ausreichend und noch dazu variabel einstellbar, sodass man sich da in der Praxis gut rantasten kann, um nicht unnötig viel Wasser umzuwälzen.


    Die Hubasensoren sind in als Wärmemengenzähler nutzbar und auch dafür vorgesehen.



    Hallo HJH,


    danke für die Infos. Verstehe ich das Dokument richtig, ist bei ca.84 Grad die obere Grenze?


    Gruß Michael

  • Hallo,


    einerseits ein Rechenfehler von mir, andererseits ein Missverständnis.
    Es ist korrekt, dass die nach dieser Formel errechnete Wassermenge bei der Wärmeleistung bewegt wird. Aber die Wassermenge wird nicht zwischen dem Kessel und dem Puffer bewegt, wohl aber von der Pumpe. Ich würde aber, was die Einstellung der Pumpe betrifft, keine variable sondern
    eine konstante Wassermenge umwälzen. So kannst du sicher sein das auch die von dir gewählte Wassermenge umgewälzt wird und nicht die, die die Pumpe bestimmt aufgrund von sich ändernden Druckverhältnissen.


    Gruß Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Verstehe ich das Dokument richtig, ist bei ca.84 Grad die obere Grenze?


    Sehe es als Anhaltspunkt.
    Alle Geräte welche zum Einsatz kommen haben eigene Schaltdifferenzen.
    Auch bei gleichen Gerätetypen ist man schnell einmal mit 1° drüber oder drunter, manchmal auch mehr.


    Die Thermische Ablaufsicherung welche bei mir eingebaut ist öffnet zwar erst bei über 92...94°C,
    bleibt dann aber offen und schließt erst wieder bei Temperaturen unter 89°C.
    Damit muss man dann leben.


    Auch der Sicherheitstemperaturbegrenzer hat fest eingestellte Abschalt.- und Rückschalttemperaturen.
    Rückschaltung erfolgt aber nur nach mech. Reset.


    Damit ist oberhalb von ca. 90°C (es heizt ja auch nach) eigentlich nichts mehr zu holen.
    Alles hat halt so seine Grenzen.
    Viele Kessel schalten schon vor 88°C eine Stufe zurück, Auch hier ist dann eine Schaltdifferenz von > 2°K eingebaut.


    Die "normale" Speichertemperatur dürfte sich, mit ein wenig Reserve nach oben, bei ca. 80...82°C bewegen.


    Bei Auslegung der Pumpe und der Rohre solltest du nicht tiefer in der Rücklaufanhebung wie 68°C gehen.
    Damit hast du noch oben bis zu den genannten 80°C noch ein delta Temp. von max. 12°K.
    Danach wird dann die Pumpe + Verrohrung bemessen.
    Bei den Rohren solltest du die 0,8 m/s Fließgeschwindigkeit nicht überschreiten.


    mfg
    HJH

  • Aber mal so ganz allgemein gesprochen: Was machst du dir einen "Kopf" um irgendeinen Durchsatz "X". Wenn ich mir einen 50iger Kessel in Kombination mit einem 6 m/3 Puffer den Keller stelle, dann mache ich den Kessel voll und sehe zu das ich den Puffer voll bekomme.
    Dann ist mir doch egal wie viel Wasser durch den Kessel strömt oder wie viel KW der gerade bringt. Hauptsache der funktioniert ordentlich.
    Aber im Hinblick auf deine wissenschaftliche Betrachtungsweise solltest du auf jeden Fall den Einbau eines WMZ nicht vergessen.


    Grundsätzlich bin auch ich jemand der bei Planung und Betrieb einer Anlage nichts dem Zufall überlässt. Wenn das was man vorher rechnet und nach Einbau und Einregulierung dann auch so eintritt ist das ok. Man sollte sich dabei aber nicht in den Zahlen verheddern und das "Kind mit dem Bade" ausschütten.


    Ich muß den obigen Text Schreiber Recht geben. Man plant und rechnet und überlegt wie instaliere ich meine Heizung am besten, und dann........... Wenn Du alles bis ins kleinste Detail vorher berechnen willst um Deine Puffer effekiv voll zu laden inkl. TAS aushelbeln usw., dann hast Du aber viele Einzelheiten in Deiner Berechnung außer Acht gelassen.
    Ich zähle nur einige auf: Der Zug an Deinem Schornstein ist abhängig von Windstärke und Richtung trotz Zugbegrenzer; Der Luftdruck spielt auch eine Rolle, das hat mir einer gesagt der bei der TÜV Prüfung für Atmos dabei war; Die Stückigkeit Deines Holzes die Du in den Kessel einstapelst inkl. der freien Luft zwischen den Hölzern; Die Holzfeuchtigkeit und die Wertigkeit des Holzes darfst Du nicht vergessen; Wie gut ist denn Dein Puffer isoliert und denke an den Wärme Umaluf im Puffer; Wie gut ist denn die Rohrisolierung; vergessen habe ich auch wie gut ist denn Dein Kessel isoliert. Hast Du die Original Isolierung gegen eine richtige gute Isolierung ausgewechselt und die freien Stellen alle bis ins letzte isoliert.


    Wenn Du diese Isolierung Schwachstellen wirklich alle beseitigt hast gewinnst Du auch zusätzliche Wärme für Deinen Puffer und Du mußt Dir eine Wattejacke kaufen wenn Du in die Heizung gehst.
    Ich habe es genau so ein wenig bis ins kleinste übertrieben wie das was ich hier so gelesen habe.
    Ach so wie gut ist denn Dein Haus isoliert, denn was nützt Dir ein voller Puffer wenn durch schlechte Isolierung die ganze Wärme innerhalb weniger Stunden raus ist.


    Ein gut gemeinter Ratschlag noch von mir: Verändere nichts an der gesetzlich vorgeschriebenen TAS Einrichtung. Es ist eine Sicherheitseinrichtung !!!


    Verändere andere Dinge wie die ich erwähnt habe dann erreichst Du auch volle Puffer.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Guten Morgen,


    ich wollte nicht den Eindruck erwecken mich in Unwichtigkeiten zu verstricken. Natürlich sind die TAS und die Kesselpumpe nur ein kleiner Teil des Systems, welches ich bisher, weil eher untergeordnet, nicht weiter betrachtet habe. Nun bin ich aber bei der Endmontage und brauch natürlich die Bauteile, sodass ich entscheiden muss welche ich verbaue. Um möglichst zu vermeiden Bauteile doppelt zu kaufen versuche ich daher die Themen auszuloten, weil mir als nicht Heizungsbauer einfach die Erfahrung fehlt.


    Mit den Themen habe ich mich beschäftigt, da ich schon öfters von tropfenden TAS und leckenden Kühlschleifen gelesen habe, auch Beitrage von schlechterem Wirkungsgrad bei zu kleiner Pumpendrehzahl sind im Netz zu finden.


    So, aber für die Pumpe habe ich mich entschieden und auch für eine TAS Watts STS20, da die Preiswerteste.


    Mein Ofen ist noch nicht gedämmt, ist aber geplant. Das Gebäude ist derzeit im Umbau, hat aber in weiten Teilen schon einen sehr guten Dämmstandart, 3-Scheibenverglasung, WDVS,das Dach muss noch erneuert werden.



    Gruß und Danke Michael

  • Ich nehme einmal an du hast diese Pumpe:
    lowara ecocirc basic 32-4


    Bei einem Druckverlust von :
    0,05 bar ist die Fördermenge 2500 Ltr./h
    0,1 bar ist die Fördermenge 2200 Ltr./h
    0,2 bar ist die Fördermenge 1500 Ltr./h
    0,3 bar ist die Fördermenge 500 Ltr./h


    Ein 50kW Holzvergaser benötigt einen Durchfluss von
    5532,4 Ltr./h bei VL 80 °C und RL 72 °C
    4425,9 Ltr./h bei VL 80 °C und RL 70 °C
    3688,3 Ltr./h bei VL 80 °C und RL 68 °C


    Also entweder stimmt die Pumpe nicht oder der HV mit 50 kW.
    Wenn aber beides stimmt dann ist deine Pumpe viel zu klein!


    Man sollte schon diese "Unwichtigkeiten" vorher klären.


    mfg
    HJH

  • Du kannst mit dieser Zahl 50 Kw rechnen, aber dies ist nur Theorie bei jedem Kessel. Lies mal in den einschlägigen Beiträgen, wo User mit WMZ und ...... zu dem Ergebnis kamen stimmt nicht.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

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    Mit freundlichem Gruß Jürgen


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  • Hallo juergen,


    Ich verstehe deinen Einwand nicht.
    Was willst du mir sagen?


    Du MUSST eine Anlage nach der Nennleistung auslegen.
    Es ist ganz allein deine Sache wenn du ein paar Reserven einrechnest.
    Erreichst du in der Anbrennphase mit dem WMZ gemessene Werte welche weit über der Nennleistung liegen sollten, dann
    wird wohl etwas mit deiner Primärluft nicht stimmen.


    "Ich fahre eine um 50 % höhere Leistung wie angegeben" ist mit Sicherheit nur ein Argument für eine falsche Einstellung.


    Machst du die Anlagenteile aber kleiner wie deine Kesselleistung passt dann nachher im Betrieb die Sache nicht mehr.
    Ist die Pumpe in der Förderleistung zu klein, wird bei einer festen Rücklauftemperatur die Vorlauftemperatur steigen.
    Viele Kessel schalten aber bei Temperaturen um/über 80°C schon auf Halblast, dann brütet die Kiste so vor sich hin.
    Das will man natürlich auch nicht.
    Deshalb sollte man sich VORHER gedanken machen beim Umbau.


    mfg
    HJH

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