Holzheizung mit Pufferspeicher

There are 14 replies in this Thread which was already clicked 19,860 times. The last Post () by gutber.

  • Hallo,
    ich verfolge schon seit einiger Zeit dieses Forum und ich habe festgestellt, dass es hier sehr sachlich und hilfsbereit zugeht.
    Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen hier eine Frage zu stellen.
    Vor einigen Jahren habe ich das Elternhaus umgebaut. Im Erdgeschoss wohnen die Eltern auf 105m2 (wird mit Heizkörpern beheizt) im Obergeschoss wohne ich mit Familie auf 150m2 die über Fussbodenheizung erwärmt werden.
    Die Heizungsanlage besteht aus einem Öl-kessel 19kW 4000l Öltanks und 500ltr WW-Boiler. Zusätzlich kann auch noch ein Holz-kessel 30kW zugeschaltet werden (über Magnetventil und Thermostatregler). Der Installateur versicherte mir, dass der Temperatur-Unterschied zwischen Rücklauf Heizkörper und Rücklauf Fußbodenheizung kein Problem wäre, was sich aber in der Praxis so auswirkte, dass der Öl-Kessel ununterbrochen durchlief. Deshalb entschied ich mich einen vorhandenen 300ltr WW-Boiler als primitiven Puffer dazwischen zu schalten.
    So und nun zu meinem Vorhaben:
    Ich würde gerne 2x 2000ltr Speicher neben den Holzkessel (dieser ist räumlich getrennt von der Öl-Heizung) aufstellen und diese mit demselben aufheizen. Sollte sich herausstellen, dass ich mit 4000ltr genügend Energie habe um das Haus einen Tag lang im Winter mit Wärme zu versorgen würde ich den Holzkessel dann gegen einen Holzvergasser austauschen. Sollten die 4000ltr nicht ausreichen wäre es auch kein Problem weitere 1000ltr dazuzustellen (vom Platz her). Aber ich möchte die Puffer nicht von Haus aus Überdimensionieren.
    Von den ansässigen Installateuren ist leider niemand bereit ein "vernünftiges Angebot" zu machen und ich bin nicht bereit für einen Fröhling, Buderus, Wolf etc. Unsummen auszugeben die ich besser investieren kann.
    Deshalb meine Frage an dieses Forum: "Wie sollte so eine Heizung aussehen"? Ich würde mich handwerklich nicht gerade als ungeschickt bezeichnen und würde mir die Installation ohne weiteres zutrauen leider habe ich aber von der techn. Seite des Heizungsbaues wenig Ahnung, wie z.B. Leitungsdimensionen, Anbringen von Fühlern, Pumpen und Anschlüssen (wo und in welcher Höhe) usw.
    Ich hoffe der viele Text schreckt nicht alle ab und es kommen ein paar konkrete Vorschläge.


    Danke im Voraus

  • hier mal alles lesen, besonders auch die Dimensionierungshilfe unter technischer Hintergrund
    http://www.holzvergaser-forum.…iew=section&id=1&Itemid=8



    was zu Hydraulik
    http://www.holzvergaser-forum.…um/index.php?thread/13755



    Da du wohl mindestens in der 40 kw Kesselklasse landen wirst, Verrohrung mind. 1 1/2 Zoll
    http://www.holzvergaser-forum.…um/index.php?thread/15625



    Sowieso am besten einfach alles im Forum lesen, dauert bei mäßiger Verfügbarkeit von Freizeit ein paar Monate, aber es ist nötig. Viele Details sind schon mehrmals geschrieben worden, leider natürlich verstreut.
    Die allermeisten Heizungsbauer kennen sich mit Hydraulik und Holzvergaser leider gar nicht aus.

  • Tach Peter


    Meine volle Zustimmung :)



    Mit den Infos wäre es 2006 ein 40 Kw Vigas geworden :kiss:



    Holzheizergrüße von Herbert

  • :)


    Gut, man könnte die Kesseldimensionierung jetzt einschränken, wenn:


    -das Haus neu saniert und gut gedämmt ist (Welche Heizlast hast du bisher, bzw Brennstoffverbrauch)
    hört sich beim ersten Lesen ( :blink: ) aber nicht nach nagelneu an
    -IMMER jemand daheim ist, der öfters am Tag Holz nachlegen kann (Eltern noch fit und willig?)
    -Öler fürs ganze Haus ausreicht und man nur aus ideologischen Gesichtpunkten ökologisch zuheizen will :laugh: (dafür ist eine HV-Anlage eigentlich zu teuer)


    aber wenn eh 4000 - 5000 Ll Puffer angedacht + nötig sind, dann wärs mit einem 25 KW HV schon mühsam.

  • Hallo,
    danke für die raschen Antworten und die Links, leider ist die Suche nach den richtigen Stichworten hier nicht gerade Zielführend.
    Aber mit solchen Hinweisen kann man schon einiges anfangen, Danke.
    Das Haus ist von Grund auf saniert (neue Fenster, Vollwärmeschutz usw), die Heizlast wurde nur für das Obergeschoss berechnet, da sie für die Förderung benötigt wurde, aber der Jahresverbrauch an Öl liegt zwischen 2500 und 2700ltr.
    Die Holzheizung würde ich als Hauptheizung verwenden, die Ölheizung wäre als Notheizung gedacht (Krankheit, oder WW im Sommer).
    Den Antworten entnehme ich, dass ich unter 40kW nicht auskomme und das meine Dimensionierung von 4000l Puffer schon der richtige Weg ist.
    Ich werde mich mal durch die Links durchlesen und mich bestimmt wieder mit einigen Fragen melden.


    Nochmals Danke für die Hinweise ud Antworten.


    Schöner Grüsse aus dem verregneten Österreich

  • Spacy schrieb:

    Quote

    Vermute mal, da kommt noch einiges an Holz zum Ölverbrauch obendrauf?



    Wie ist das zu verstehen?

  • holzer001 schrieb:

    Quote

    Spacy schrieb:



    Wie ist das zu verstehen?



    Ne, ist reiner Ölverbrauch ohne zuheizen von Holz, wenn ich die Frage so richtig verstanden habe.

  • Danke,
    werde mich weiter schlau im Forum machen und auf weiter Tipps von euch hoffen.

  • Code
    Das Haus ist von Grund auf saniert (neue Fenster, Vollwärmeschutz usw),


    Hab ich auch so gemacht ...
    mein errechneter Soll-Verbrauch liegt bei ca. 1700-1900L Öl oder knapp 2,7T Holz ( mit eingerechnetem Kessel-Wirkungsgrad )


    eingebaut hab ich den VIGAS 14,9 mit 2200L Puffer ... nutze aber im Winter nur ~1500L auf 75°-80° geheizt ....
    Nur bei - 20° muß ich die auf 85° erwärmen um die 24 Std zu schaffen ,
    den Rest ( 700L ) halte ich für den Einsatz der Solaranlage kalt oder benutze es wenn ich mal zuviel aufgelegt habe


    deshalb empfehle ich dir das genauer abzukloppen ...


    ich persönlich denke 25kw sind ausreichend bei dir ---
    wenn du die Technischen Daten genauer liest wirst du sehen die meisten Kessel leisten mehr wie die angegebene Nennleistung


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • gutber schrieb:


    Hallo,
    wie gesagt bin ich mit der Techniik nicht gut vertraut, wären die 700L dann ein eigener Puffer? Sind grundsätzlich mehrere kleinere Puffer besser als 2x 2000L?


    Gruß Klemens

  • Hallo Klemens,


    das ist nur ein Puffer ,
    Kellergeschweist und ohne Inhalt, mit externen Wärmetauschern ...
    weil ich nicht mal 1000L Pu. in den Keller gebracht hätte


    die Mengen ergeben sich durch die Höhe der Anschlußstutzen , schalte ich durch Kugelhähne um


    in meiner Bildergalerie ist auch ein Bild meiner Hydraulik ...
    Kugelhähne sind zwar nicht eingezeichnet, aber du verstehst das dann besser


    Grundsätzlich ist ein großer Puffer besser wie viele kleine, da die weniger Umfang/ Fläche haben und somit auch weniger Verluste


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

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