HV 24 mit 2000 Liter Puffer, wie lange sollte der Speicher halten?

There are 8 replies in this Thread which was already clicked 17,907 times. The last Post () by Spacy.

  • Hallo zusammen,


    nach einigem Stübern im Internet bin ich auf dieses super Forum gestoßen. Selten geht es in einem Forum so gesittet zu wie hier. Respekt.


    Mein Anliegen:


    Wir haben vor nicht ganz einem Jahr unseren Neubau bezogen. DHH mit 140 m² Wohnfläche ( inklusive gedämmten Keller mit Wohnraumniveau) in Niedrigernergiebauweise. Alles, inklusive kompletten Keller, wird mit Fußbodenheizung beheizt.


    Als Heizung haben wir uns nach langem hin und her für einen Künzel HV 24 mit 2 x 1000 Liter Pufferspeicher entschieden, wobei einer Kombipuffer mit Warmwasser ist.


    Was meint ihr, mit welchem Holzverbrauch (meist Nadelholz) kann ich ungefähr rechnen. Ich weiß, das ist schwierig zu sagen. eine ungefähre Angabe wäre sehr hilfreich. Wir tragen derzeit letzte Meinungsverschiedenheiten mit unserem Heizungsbauer aus. Dieser meint, dass der Holzverbrauch im ersten Winter eines Neubaus mit Sicherheit um ein Vielfaches höher ist als die darauffolgenden.


    Ich habe grob gesagt, inklusiver dem Holz für den Kaminofen im Wohnzimmer, bei durchschnittlich 20-22 Grad Raumtemperatur über das Jahr gesehen ca.25 Ster Holz verbraucht. Auch Warmwasser mache ich über die Anlage im Sommer, da sich eine Solarunterstützung bei unserem Holzpreis ( unter 10 Euro / Ster, Selbstwerber) erst in unendlich vielen Jahren rechnen würde.


    Sind meine Nachschürintervalle in Ordnung? Sommer ca. 4 Tage für Warmwasser, Winter ca. alle 2 Tage, außer es hat an die Minus 20 Grad (was zum Gück nicht so oft vorkommt), dann muss ich jeden Tag in den Keller. Eine Ladung reicht um beide Puffer auch bei laufender Entnahme durch die Fußbodenheizung voll zu laden.


    Vielen Dank im Voraus

  • Hört sich von den Nachschürintervallen her auf vergangenen Winter bezogen ganz ok an. Allerdings sind deine Angaben zu mager, für 2 Personen wären 4 Tage im Sommer ziemlich schlecht, für eine Großfamilie ganz ok :laugh:
    Vermute, deine Puffer könnten besser gedämmt sein.


    Bezüglich erstes Jahr erhöhter Heizbedarf: wenn es eine gemauerte Bude ist, besteht erheblicher Trocknungsbedarf - normalerweise sollte ein Rohbau vor Einzug auchTrocken geheizt werden. Kostet natürlich ordentlich Geld, macht der Bauträger wohl kaum von alleine.
    Wenn es ein Fertighaus ist und kaum Putz/Estrich/Mauerwerk trocknen müssen wäre der Holzbedarf schon etwas reichlich.
    Moderne Niedrigenergiehäuser sind extrem dicht gebaut, da muß man immer fleißig lüften, um die Feuchtigkeit hinaus zu bekommen und Schimmel zu vermeiden, selbst wenn es nicht das erste Jahr ist. Sowas würde ich nicht ohne eine kontrollierte Be- und Entlüftung bauen.


    Nadelholz ist bei gleichem Rauminhalt bis zu einem Drittel leichter als Buche/Eiche.
    Entscheidender Faktor ist, wie trocken das Holz verfeuert wird, der Heizwert von Holz sinkt erheblich mit steigendem Feuchtigkeitsanteil. Wenn du im Winter bei gleichzeitiger Heizungsabnahme die 2000 L mit einer 122 L Füllung Nadelholz voll bekommst, läuft der Künzel auch eigentlich ganz gut, von daher würde ich jetzt sagen, gibt es nichts zu beanstanden und dieser Umstand spricht eigentlich auch gegen wesentlich zu feuchtes Holz.


    Wenn der Holzverbrauch auch die nächsten Jahre so hoch bleibt, würde ich eher auf Baumängel tippen.


    Selbst habe ich mit meiner 155 qm 1853-Fachwerkhütte 22-23 RM Buche + 1 -2 RM Abfallholz letzten Winter gebraucht (August bis diesen August) und dabei oft täglich mit 1,5 Kesselladungen (185 L Füllraum) Buche gefeuert, von daher frage ich mich, wie du in diesem Zeitraum mit weniger oft anfeuern und Füllraum nur 1 x voll machen das Holz verbraten hast. 3-4 RM kannste für den Sommerbetrieb von deinem "Winterverbrauch" schon mal abziehen, blieben noch 21-22 RM.

  • Hallo MJA2010


    Wie du schon selber sagst, das ist schwierig, den Holzverbrauch im Vorraus festzulegen.


    Es hat mit allen möglichen Faktoren zu tun, am besten ; Learning by Doing :)


    Mein Verbrauch ist so grob übern Daumen so 45-50 RM im Jahr.
    ( 25 Kw Kessel- Ein Altbau+ Neubau+ WW , 8 Personen )


    Bin dabei, ,meinen Kessel umzubauen, verspreche mir davon weniger Holzverbrauch :)


    Bis denne, und noch viel Spass beim Lesen hier im Forum :)


    Gruß von Herbert

  • Hallo


    1. ---- solltest du mal deine berechnete Heizlast/ Verbrauchsberechnung bekanntgeben
    2. ---- kann bei deinen Angaben was nicht stimmen


    du willst nur alle 2Tage 1 Füllung anfeuern und damit bei ~ 120L Füllraum 25RM verbraucht haben ! wie geht das?
    das wären ~ 50 Tage x 120 = 6000L Holz also ~8,5 RM im Winter, Frühjahr und Herbst sollten wesentlich weniger sein und im Sommer sowiso


    ich heize Täglich, etwa 60-120L befüllt, je nach Temperatur und verbrauche 8RM für mein (nachdem WDV angebracht ist) Niedrigernergiehaus ... gerade so erreicht
    allerdings von April bis Mitte Oktober übernimmt die Solaranlage die Versorgung kommplett , im Winter ist das leider fast zu Vernachlässigen


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • MAJ2010 schrieb:
    [quote]Hallo zusammen,


    nach einigem Stübern im Internet bin ich auf dieses super Forum gestoßen. Selten geht es in einem Forum so gesittet zu wie hier. Respekt.


    Mein Anliegen:


    Wir haben vor nicht ganz einem Jahr unseren Neubau bezogen. DHH mit 140 m² Wohnfläche ( inklusive gedämmten Keller mit Wohnraumniveau) in Niedrigernergiebauweise. Alles, inklusive kompletten Keller, wird mit Fußbodenheizung beheizt.


    Als Heizung haben wir uns nach langem hin und her für einen Künzel HV 24 mit 2 x 1000 Liter Pufferspeicher entschieden, wobei einer Kombipuffer mit Warmwasser ist.




    Hallo!
    Hast Du die Anlage schon installiert? Ich bin "künzelgeschädigt":


    http://www.holzvergaser-forum.…um/index.php?thread/15597


    http://www.holzvergaser-forum.…um/index.php?thread/15813


    Ansonsten würde ich Dir einen anderen Kessel empfehlen!


    Gruß Parlower

  • Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.


    Also wir sind seit Januar 2010 ein 3 Personen Haushalt, unser Haus wurde in massiver Bauweise errichtet. Wasserdichter, gegossener Betonkeller, Erd- und Obergeschoss gemauert, versetztes Pultdach mit 11 Grad Dachneigung.


    Ich habe mal ein bisschen gerechnet:


    Mal angenommen Heizperiode von Oktober bis April:


    Das wären 7 Monate, gerechnet mit 30 Tagen = 210 Tage, entspricht 105 Füllungen wenn ich jeden zweiten Tag heizen muss. Bei 122 Liter Füllvolumen würden das nach meiner Rechnung knapp 13 Ster bedeuten.


    Nur Warmwasser von Mai bis September:


    5 Monate, wieder gerechnet mit 30 Tagen = 150 Tage, entspricht 37,5 Füllungen in dem Zeitraum, wobei anzumerken ist, dass ich nur halb voll machen muss, da nur ein Puffer bedient werden muss, also sagen wir 19 Ladungen. Wären dann knapp 2,5 Ster in dieser Zeit.


    Würde bedeuten, 15,5 Ster, was denke ich ganz okay wäre.


    Wo ist aber der Rest geblieben? Entweder ich hab irgendwo einen Rechenfehler drin, oder wir haben tatsächlich an die 7 Ster Holz verballert im Kaminofen im Wohnzimmer, was ich doch für recht bedenklich halten würde.


    Ich denke mit Beginn der Heizperiode werde ich anfangen mal Buch zu führen.


    Pufferdämmung:


    Unsere Puffer sind mit 10 cm Schaumstoff und Kunstledermantel gedämmt, ist die Frage, wie kann ich das nachbessern, weil hier gesagt wurde, das 4 Tage für Warmwasser doch recht mau ist.

  • Wer Rechnen kann... :)


    Wären knapp 9-10 Ster für den Kaminofen, was noch viel bedenklicher wäre!!!!

  • Hallo Holzheizer,


    habe meinen Vigas HV 15 seit 2006 in Betrieb mit 2X 1000 Ltr Speicher und Solartauscher incl. 20 m2 Flachkollektoren (Solarthermie) auf dem Dach.
    Das Gebäude ist ein gut isoliertes Wohnfertighaus mit 185 m2 Wohnfläche und drei Wohnungen und hat derzeit drei Bewohnener. Das Haus ist am Hang gelegen und nach Südosten ausgerichtet. Der Beton-Keller ist teilwiese ausgebaut und als ELW (Innendämmumng) vermietet. (Betonkeller wurde heuer zusätzlich mit einer 10 cm starken Aussen-Wärmmedämmung versehen.
    Ich zähle keine Ofenfüllungen und keine Holzscheite! Ich habe einen guten Überblick über das Holz was im Schuppen oder im Hof aufgestapelt liegt. Ich brauche übers Jahr ca. zwischen 10 -12 Schüttraummeter gemischtes Holz (meist Buche).
    Ich denke dass kann sich sehen lassen.

  • Kaminofen => ganz schlecht, rauswerfen, pfui pfui :silly:
    Holzvergaser verbrennt das Holz wesentlich effektiver, wage mal zu behaupten, holt das doppelte an Wärmeenergie aus dem Holz wie so ein Kaminofen. Eine Holzvergaserheizung UND ein separater Kaminofen ist völlig widersinnig, außer um ihm 2 mal im Jahr der Gemütlichkeit wegen anzufeueren und dann das Bärenfell davor zu bearbeiten.


    Hat dein Kaminofen eine separate Frischluftzuführung von außen?


    Deine Puffer könntest du zusätzlich mit Styropor einhausen, manche bauen auch Bretter drumrum und dann eine Schüttdämmung oder mit Mineralwolle umwickeln, alukaschiert oder so irgendwie :)
    Oben verlieren deine Puffer am meisten. Vermute mal, da ist auch nur die "serienmäßige" Schaumstoffscheibe oben drauf, also da könntest du mal zuerst was draufpacken. Aber nicht Styro ans blanke Metall :)
    Verrohrung muß auch isoliert werden, 20mm Mineralwolldämmschalen sind zu dünn, da brauchts mind. 30mm Dicke für gescheite Dämmung. Die Dinger haben auch so eine Alukaschierung mit Klebekante, muddu mal bei Ebay danach suchen.
    Verzichte hierbei auf das Schaumstoffzeugs aus dem Baumarkt, zu dünn.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!