Neuanfang

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  • Hallo zusammen,


    da wir bisher noch nie mit einer "eigenen"Heizung zu tun hatten stellen sich natürlich jede Menge Fragen...


    Was haben wir vor;


    Seit einiger Zeit sind wir auf der Such nach unserem Traum vom Haus...dieser ist zum greifen nah.


    Wir werden voraussichtlich einen alten, Bauernhof (Bj. 1920) in Alleinlage im Wald erwerben. Dieser muss in Eigenleistung Saniert werden. Hilfe dafür ist im Freundeskreis kein Problem...aber die Heizung für dieses Objekt ist eine preisliche Herausforderung.


    Wir möchten unbedingt mit Holz heizen, da dieser Brennstoff in unserer Region sehr Preiswert mit dem entsprechenden Körpereinsatz zu erwerben ist.


    Das Gebäude ist ca: 150 m2 gross, nicht Isoliert oder Gedämmt. Dieses wollen wir auch nicht tun. Zum einen weil unsere Mittel begrenzt sind und zum anderen weil eine Aussendämmung für uns nicht in Frage kommt. Die Ursprünglichkeit des Bauernhauses sollte unangetastet bleiben.


    Eine grosse Scheune ist auf dem Areal vorhanden und sollte später alle für die Heizung notwendigen Instllationen beherbergen. Die Scheune steht ca: 15 m vom Bauerhaus entfernt.


    Wir hoffen hier ein paar tolle Ratschläge zu bekommen und sollten noch Info's fehlen kommen diese umgehend...


    viele liebe Grüsse, Sylvia&Mario

  • Hallo,
    also was ich dir dann grundlegendes Raten kann:


    Lass dir eine Heizlasberechnung machen, oder (eventuell noch besser) eine passende energieberatung. Bei unisoiert und 150qm können die Anlagen in Dimensionen kommen, die du nicht bauen möchtest.


    Wenn Du eine Scheune hast, richte dir eine gut isolierte Ecke ein, in die die Heizung kommt, und nurte den rest zum Holztrocknen.


    Die Erdleitung würde ich entweder selbst isolieren und im Leerrohr verlegen, oder alternativ ein fertig Isoliertes Erdleitungsrohr nehmen. Auf keinen Fall würde ich Wellrohr nehmen. Das ist bei uns verbaut und ist bescheiden.


    Ansonsten: "Pufferspeicher kann man durch nichts ersetzen, auser durch mehr und/oder besser gedämmten Pufferspeicher"


    mfg
    Thomas Pfaffinger

    Admin Holzvergaser-Forum.de
    Kein Support per PN oder Mail, sofern dies nicht Forenroblematiken betrifft.

  • Hallo Ihr beiden,


    tolles Projekt, das ihr da vorhabt. Zu den Kosten kann ich nur sagen, für die Wärmeerzeugung und -pufferung werdet ihr nur für Material um die 6.500,- - 8.000,- Euro benötigen. Je nach dem ob schon eine Wärmeverteilung (Heizkörper, Fußbodenheizung oder Wandheizung) vorhanden ist, kommen nochmals Kosten bis zu 5.000,- - 6.000,- Euro für Material dazu wenn ihr das auch noch einbauen müsst.
    Wenn ihr dieses Geld nicht übrig habt wird das Projekt eher scheitern. Falls ihr einen Heizungsbauer dazu benötigt, werdet ihr wohl nochmal um die 5.000,- Euro für die Montage benötigen. Er will dann aber auch noch das Material verkaufen da kommt dann noch ein Zuschlag drauf.


    Leider kann man eine Heizungsanlage nicht Stück für Stück kaufen und bauen. Das sollte vorher genau geplant und dimensioniert sein damit man nicht nach ein paar Jahren merkt, das pass tso nicht. Alles was später geändert werden muß, weil vorher am falschen Fleck gespart wurde, wird nur teuer.


  • Hallo zusammen,


    nicht Isoliert oder Gedämmt. Dieses wollen wir auch nicht tun. Zum einen weil unsere Mittel begrenzt sind


    und zum anderen weil eine Aussendämmung für uns nicht in Frage kommt. Die Ursprünglichkeit des Bauernhauses sollte unangetastet bleiben.


    Hallo ihr zwei.


    das erste Argument ist akzeptabel, das zweite ist ziemlich grenzwertig, um es höflich auszudrücken.
    Zumindest sollten neue Fenster (keine Holzfenster) rein und die oberste Geschoßdecke oder Dachschrägen gedämmt werden, sowie gescheite Außentüren und das alles relativ dicht sein.
    Das Dämmen der Außenwände ist relativ aufwendig und teuer, spart dafür aber dann nur 25-30 Prozent Heizenergie ein


    Ich bin wahrlich kein Öko, aber so die Heizenergie in den Weltraum zu blasen, ist unnötig und bei Holz auch arbeitsintensiv.
    Ihr könntet beim 150 qm Bauernhaus im " Naturzustand " von 1920 durchaus bei 40 Raummeter Buche pro Jahr landen inkl 50-60 kw Kessel und 6000 L Puffer. Was Thomas ja schon angedeutet hat.

  • Hallo Thomas,


    vielen dank für Deine Info'S. Das ist doch schon mal viel wert....


    @rene... das es nicht ganz günstig sein würde war uns schon klar...aber diese Summen hauen uns ja bald um. Der Kaufpreis von unserem Traumhaus ist da nicht so weit entfernt vom Neupreis einer solchen Heizung :(


    @Spacy...schön das einer unserer Gründe akzeptabel erscheint, unsere Ideen zeigen ja, das wir doch noch sehr unbedarft sind in Sachen Heizung...


    Wir dachten halt es kommt uns auf Dauer günstiger mehr Holz zu nutzen gegenüber einer Kostenintensiven Außendämmung.
    Den Dachstuhl würden wir natürlich dämmen, auch Isolierte Fenster und eine ordentliche Tür sollte es sein. Lediglich die Aussenwände zu dämmen hat uns aus verschiedenen Gründen abgeschreckt.


    Dankbar sind wir dir für die Info wieviel Holz wir deiner Meinung nach brauchen würden. Klingt schon nach sehr viel Holz. Hab bitte Nachsicht mit uns,...wir lernen gerade dazu :)


    liebe Grüsse, M&S

  • Hallo Aussteiger,


    ja, der Preis für eine Holzvergaser Anlage ist nicht grad billig, aber eine Öl oder Gasbrennwerttherme kostet auch ihre 6000 EUR so über den Daumen gepeilt. Und dann kommen noch die laufenden Kosten dazu, da rechnet sich eine Holzheizung mittelfristig auf jeden Fall.


    Da das Haus so extrem billig da drüben ist, sollte doch noch ein solides Budget für die Sanierung übrig sein? Also ich wünsche es euch jedenfalls, sonst werdet ihr ewig auf einer Baustelle leben.


    Zur Dimensionierung einer HV-Heizung mal dies hier lesen:
    http://www.holzvergaser-forum.…cher-hintergrund&Itemid=8


    Ich hab selbst eine alte Hütte 155 qm von 1853
    http://www.holzvergaser-forum.de/forum/index.php?thread/4621


    oberste Geschoßdecke gedämmt, Fenster 2004/2005 neu rein, neue Haustür, Außenwände nicht gedämmt, Verbrauch im letzten Winter /Jahr bis zum 30.05.2010 (dieser Winter war mehr oder weniger die Mutter aller Winter ) 22 rm Buche + nochn RM Abfallholz ca
    Das ganze mit nem 40 KW Orlan Super D. Es ließ sich durchaus ganz gut bewältigen, ohne daß man den ganzen Tag zum Ofen rennt und Holz reinschmeißt, allerdings trotzdem eine große mentale Umstellung vom früheren Ölheizung Knöpfchen drücken und dann den Rest des Winters nicht mehr dran denken zur permanenten täglichen Abschätzung "wann heize ich morgen, vor der Arbeit nach der Arbeit, reicht der Puffer bis dahin".


    Allgemeines
    http://www.holzvergaser-forum.…sers&catid=1:faq&Itemid=8

  • Hallo,


    Das so beschriebene Haus mit zukünftiger Heizung in der Scheune ist heizungstechnisch eine Katastrophe.


    Tschuldigung, aber ich muss das einfach sagen.


    mfg
    HJH


  • hehehe, ja, das war die Kurzzusammenfassung :)
    Sinnvoll wärs wirklich, wenn wegen der Wärmeverluste zumindest die Puffer im Haus stehen, besser aber die ganze Anlage

  • Hallo Sylvia und Mario,


    ein paar grundsätzliche Bemerkungen:


    Natürlich KANN man ein altes Bauernhaus mit einer modernen Heizung ausstatten. Das kostet in eurem Planungsfall aber massive Investitionskosten (Heizung außer Haus, installationen in altem gebäude,...) und ist relativ unwirschaftlich (Wärmeverluste in Schuppen,...)


    Die alten Häuser waren so geplant, dass sie mittels Einzelöfen beheizt wurden. In der Küche brannte tagsüber der Küchenherd und "überheizte" den Raum (30 Grad beim Backen keine seltenheit), in den Zimmern (selten mehr als 2) wurde abends ein Einzelofen oder Kachelofen angezündet. Das war beim Einschlafen schön warm, bis zum Morgen aber wieder saukalt. Dafür war aber die überheizte Küche dank Speicherwirkung der Mauern morgens noch halbwegs erträglich warm. Die durchschnittliche Raumtemperatur (außer Küche) betrug wohl im ganzen Haus nur 15 Grad, man war auch im Haus ständig warm angezogen.


    Mein Ratschlag, sofern 2 oder mehr Schornsteine vorhanden sind: kauft euch doch für die Küche einen Küchenherd mit Heizschlange und dazu einen dieser 15 kW Pelletsofen mit automatischer Beschickung. Der Pelletsofen zentral platziert (EG, Wohnzimmer) heizt Tag und Nacht das Haus auf Grundtemperatur, der Küchenherd mit Heizschlange und Radiator heizt tagsüber mit.


    Vorteil: Automatische Heizung, kein bis recht wenig Puffervolumen notwendig (Pelletskessel braucht keinen Puffer), Wärme bleibt im Haus, Holz kann im Küchenherd verheizt werden, urige "Feuerstellen" im Haus.


    Nachteil: zwei Kamine, Lüftergeräusch vom Pelletsofen, ...?


    MfG Helhof

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • Hallo helhof,


    dein Vorschlag in allen Ehren....
    ist auch nicht gerade Preiswert und ... sicher bin ich nicht , aber ich glaub ein Küchenherd mit Heizschlange braucht auch einen Puffer, zumindest der den meine LG angeguckt hat
    aber der Preis !!!!!!


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Hallo Erwin,


    es geht um EINEN Abbrand:


    Küchenherd mit Heizschlange: 10 bis 20 Liter Holzvolumen, davon 70% ins Wasser
    HV 25 KW: 120 Liter Holzvolumen, 100% ins Wasser


    Da muss wohl nichts puffern, das schluckt der WW-Boiler. (Ich kenne 50 kW Durchbrandkessel die ohne Puffer, nur mit mechanischem Zugregler, im Heizkreis werkeln! :) )


    Küchenkessel mit Heizschlange gibts ab 700,- Euro aufwärts (Kotly)
    Wasserführende Pelletöfen 15 kw ab 2.500,- 20 kW ab 3.000,-


    Wer sich den Luxus eines alten Bauernhauses leisten kann sollte sich auch den Luxus einer stilgerechten Heizung leisten. :)


    Ist aber nur meine persönliche Meinung ohne Wahrheitsanspruch.


    MfG Helhof

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • Hallo helhof,


    Küchenherd mit Heizschlange: damals 3000- 4000€
    mein Tschechen HV 15 KW : damals 1850€


    Die aktuellen Angaben kenn ich nicht


    Quote

    Da muss wohl nichts puffern, das schluckt der WW-Boiler. (Ich kenne 50 kW Durchbrandkessel die ohne Puffer, nur mit mechanischem Zugregler, im Heizkreis werkeln! )


    das gibt es leider ..... aber HJH hat es schon geschrieben
    Das ist heizungstechnisch eine Katastrophe, in meinen Augen keine Heizung
    Was mit den Betreibern zu tun wäre.... schreib ich lieber nicht


    nochwas: Pelletheizen ist nur etwa 1/3 Preiswerter wie Öl oder Gas ...
    und der Vorratsraum muß riesig sein oder 3 mal der Tankzug anrücken, so einen kenn ich auch



    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!


  • Ja, das sind vollwertige Etagenheizungsherde deutscher/österreichischer Hersteller mit schönem Retro-Design, die kosten noch immer so viel.


    Die vom Kotly sind schwächer, nicht so schön und eben billig. Alternativ gibts italienische/französische (la nordica usw.) sehr dekorativ, aber auch bei 2.500,-, Bulgarische mitteldinger ab 1.500.- usw.


    Natürlich ist ein HV die wirtschaftlichere Anschaffung.

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • OK,


    Kotly oder Bulgaren waren das nicht, hab ich auch nicht nach gesucht ....


    es sollte ja auch für viele Jahre gut aussehen.... sagen die Frauen ... verstehe ich ja


    siehe Auto bei vielen Männern


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die rege teilnahme und den Informationsaustausch.


    Das es auch andere Möglichkeiten für angenehme Wärme im Haus gibt wussten wir.
    Aber für uns hat sich eine Holzvergaser Heizung mit nur einer Bestückung Täglich sehr verlockend angehört. Narülich werden wir uns nun intensiv auch mit anderen Möglichkeiten beschäftigen unser Haus schön warm zu bekommen. Pellet kommt aber nicht in Frage, daß hat weniger mit dem Anschaffungspreis zu tun als vielmehr mit der fehlenden Möglichkeit mit Körpereinsatz auch die Kosten dauerhaft überschaubar zu halten.


    Uns ist bekannt das auch moderne Kachelöfen mit ein bis zwei Bestückungen täglich auskommen und das bei einer Haltbarkeit von bis zu 60 Jahren. Stielecht wäre das dann wohl auch.


    liebe Grüsse, M&S

  • Hallo M+S


    natürlich ist eine HV-Heizung nach eure Vorstellung möglich, ihr wurdet hier nur vor den Nachteilen gewarnt.


    Wenn die eigene Holzwerbung diese Nachteile dauerhaft aufwiegt dann nichts wie ran!


    EINEN Kachelofen für DIESES Haus könnt ihr aber getrost vergessen. Sowas mit "ein- bis zweimal nachlegen" funktioniert in einem Niedrigenergiehaus, welches quasi "um den Kachelofen herum" gebaut wurde. Euer ungedämmtes Haus würde wohl in jedem Raum einen Kachelofen benötigen. Und ihr werdet ja wissen was EINER davon kostet.


    MfG Helhof

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
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