Alten Hof heizen

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  • Hallo,


    ich glaube hier bin ich richtig :)


    meine Frau und ich wollen in absehbarer Zeit einen Hof sanieren und ich habe mir einige Gedanken zum Thema Heizung
    gemacht und wollte mal eure Meinung dazu hören.
    Kurz vorweg, ich bin selber gelernter Heizungsbauer aber leider bauen wir bei uns im Betrieb keine Scheitholzheizung etc. ein.


    So nun zum Projekt: Der Hof ist Baujahr 1880 und es wurde Energiemäßig so gut wie noch nie etwas gemacht :D
    Das Haus von außen Dämmen möchten wir nicht, da wir die schöne alte Fachwerkoptik erhalten möchten.
    Eine innendämmung mit Wandflächenheizung fällt für mich auch weg da ich vor einigen Monaten soetwas bei einem Kunden eingebaut habe,
    und es mir im nach hinein zu riskant ist wenn mal ein Loch gebohrt werden muss :D


    Da wir selber Wald haben und auch günstig an Holz kommen, kommt eigentlich nur ein Scheitholzkessel in frage.
    Direkt gegenüber vom Haus ist ein Stall massiv gemauert. Was wäre wenn man dort einen Raum F90 sicher abmauert und einen Kessel,
    1-2 große Pufferspeicher mit 2500-3000l Volumen aufstellt und ein Edelstahlabgasrohr an der Außenwand hochführt?
    Eine gut isolierte Fernwärmeleitung (ca.7-8m) ins Haus legt und den Verteiler dann im Keller aufbaut.


    Wieso in der Scheune?
    Im Keller würden maximal 2-3 800l Speicher passen.
    Die Kellertreppe würde den Scheitholzkessel nicht aushalten.
    Kein ständiges Holz umgepacke in den Keller was ja auch immer mit Dreck verbunden ist da der Keller keinen
    Außeneingang hat.
    Zeit ersparnis da ich das Holz im Stall direkt mit einem Hubwagen zum Kessel fahren könnte.
    Im Stall könnte ich Pufferspeicher und Kessel mit einem Frontlader leicht aufstellen.


    Was uns zusätzlich noch beschäftigt ist, lohnt sich ein Kombinationskessel mit Pellets oder Hackschnitzel? Also das ein kleiner
    Pellet/Hachschnitzel Bunker am Kessel angeschlossen ist für den Fall das kein Holz vorhanden ist?


    Wir möchten im Wohn/Esszimmer einen Kachelofen haben, sollte man dort einen normalen nehmen oder doch lieber mit Heizungsanschluss?


    Was ist eure Meinung dazu?

  • Hallo und Wilkommen in die Runde!


    Bomchikw........
    Ich bin selbst ein Neuling aber die Profi´s werden dich fragen wieviel Heizlast und Dämmung und und und wegen Kesselleistung und danach gemessen der Pufferspeicher.
    Ich sage hört sich logisch an nur sehr gut isolieren .


    Ich selber lass meine PS bauen vor Ort sehr billig und passt immer!


    Heizergrüße (BALD) Gerard

  • Hallo,


    ich stelle mal diesen Link rein, fast gleiches Thema mit ein paar grundsätzlichen Anmerkungen.


    http://www.holzvergaser-forum.…um/index.php?thread/20968


    Kombinationskessel wie ich sie kenne sind zumeist etwas "Halbgar", zumindest eine der Kombinationsmöglichkeiten ist meist nur eine Notlösung.


    Ansonst könnte man ja Stückholz genauso wie Hackschnitzel auch zukaufen.


    Wenn du den Kessel in einer großen Scheune aufstellst wäre zu bedenken ob du nicht gleich von Haus aus auf Hackschnitzel anlegst. Hackmaschine und Transportfahrzeuge werden zumeist von bäuerlichen Gemeinschaften angeboten und dein Heizkomfort wäre erheblich höher. Du brauchst nur etwas Lagerraum damit die eigenen Hackschnitzel auch trocknen können, wenn Frontlader vorhanden und die Scheune sogar befahrbar ist wäre das wohl ideal.


    Von Kachelöfen mit Wasserschlange halte ich wenig, ein Kachelofen im ursprünglichen Sinn hat ja keinen Leistungsbrand. Ich selbst habe einen Küchenherd mit Wasser in Betrieb. lohnt sich kaum, ist eher etwas fürs gute Gewissen zur Notvorsorge (längerer Stromausfall,...)


    MfG Helhof

    Klimawandel: gibts seit 2.500.000.000 Jahren.
    Industrielle Revolution: gibts seit 250 Jahren.


    "Gut Holz" wünscht HelHof
    Vigas/Solarbayer 40 E

  • Das mit dem Kachelofen sehe ich auch so, eine wasserewärmung im Kachelofen bringt nicht viel, ein reiner kachelofen ist für notfälle und ums an wheinachten gemütlich zu haben nicht schlecht aber das ist sicher auch eine finanzfrage.
    Mach die Heizung auf alle fälle ins nebengebäude!
    Ich steh auch grad vor der entscheidung Hackschnitzel oder Scheitholz. Bei Hackschnitzeln bist halt schnell bei 20.000,-€, bei scheitholz kommst mit 10.000,- auch schon ganz schön weit.
    Das holz Häkseln kostet auch jedesmal Geld, beim scheitholz hast halt mehr Arbeit, auch wieder eine Frage der Finanzen.


    Bin bei meiner suche auf das hier gestossen


    http://www.heizerschwaben.de/s…schnitzel-_zubringer.html


    weis aber auch nicht was ich davon halten soll, hat jemand erfahrung mit dieser heizung?


    Gruß Andreas

  • Hallo Andreas
    Selbst habe ich keine Hackschnitzel-Anlage,aber ein Freund von mir.Er ist damit sehr zufrieden,aber mit 20.000eur hätte er kein auskommen gehabt.Die ganze Anlage hat alles zusammen 35.000eur verschlungen.Das nächste ist der Bunker für die Hackschnitzel.Der ist bei ihm 85M3 fassend,daneben im Schuppen lagern noch einige Meter als Res.Das Haus ist mit 250 M2 auch nicht gerade klein,da geht schon einiges an Heizmaterial drauf.Sein Bunker ist bis zum Ende der Heizperiode leer.
    Horst!

  • fünfunddreißigtausend Euro :ohmy: :sick:
    Alter Schwede ähm, Östereicher.


    Holzvergaser ist eigentlich die effizienteste Art, Holz zu verbrennen, Ofen/Kamin eher Holzverschwendung und für die Angst vor Stromausfall.
    Kessel ebenerdig zum Holzlager ist ganz prima, ich fahre auch mein Holz mit der Schubkarre an den Ofen, wenn ich es zu schleppen hätte, hätte ich nie an Scheitholzheizung gedacht.
    Wenns eine reine Holzheizung werden soll, nicht zu knapp dimensionieren, hier mein Lieblingslink:
    http://www.holzvergaser-forum.…cher-hintergrund&Itemid=8


    vor allem nicht am Puffer sparen, der sollte alleine das Haus auch bei sehr tiefen Temperaturen annähernd einen Tag beheizen können.
    Ideal wärs, wenn ein Energieberater was zu euerer neuen Hütte sagen und die Heizlast berechnen würde.

  • Hallo Spacy
    Eines darf man da aber nicht vergessen,die Anlage arbeitet selbstständig.Zündung über Heißluft,selbstständige Asche-Austragung usw.Nur Reinigen muß er trotzdem alle 14 -Tage.
    Nur wenn Stromausfall angesagt ist geht da auch nichts mehr.Noch zum Nachtrag:Wenn mein Freund den Preis von unseren Kesseln höhrt,kommt ihm nur ein müdes lächeln über die Lippen.
    Horst!

  • Hallo Horst,


    für 5.000 Euro kann man einen sehr guten Pelletkessel kaufen, dazu noch einen passenden Pufferspeicher 3000 l plus ganze Armaturen, dann kommst Du auf ca. 10.000 Euro.
    Ein Haus mit 250 qm Wohnfläche zu beheizen und 85 m3 Hackschnitzel verbrennen, da kommt bei mir ein grinsen auf und dazu noch eine Anlage von 35.000 Euro.
    Ich beheize 280 qm Wohnfläche und habe einen Verbrauch an Holz ca. 25 m3 und 3 m3 Koks.


    Was ist dann retabler, eine teure Anlage mit hohem Verbrauch oder eine günstige Anlage mit geringerem Verbrauch?
    Der Fragesteller kann sich auch eine Pelletsanlage einbauen und ist billiger dran.


    Gruss Peter

  • Hallo,


    20.000 € für einen Kessel ist übertrieben, überhaupt wenn er eine lange Lebensdauer hat, wie ein günstiger Holzkessel.
    Für 20.000 € kannst Du Dir 10 Holzkessel kaufen, die Du in Deinem Leben nie verbrauchen würdest, auch wenn man jedesmal den Kessel nach seiner Lebensdauer umtauscht. :laugh:


    Gruss Peter

  • Muß mich hier genauer ausdrücken: die 20.000,-waren für einen Hackschnitzelkessel gemeint und das kostet so einer auch, je nach hersteller
    Und da ist teilweise noch nicht mal die entnahme aus dem lager dabei!!!



    Gruß Andreas

  • Hallo Peter
    Ich bin weder Vertreter für Pellets-noch für Hackschnitzelanlagen.Mein erster Eindruck der von mir beschriebenen Anlage war im ersten Moment sehr positiv,nur wie ich dann den Gesamtpreis gehört habe ist mir das lachen vergangen.
    Andreas hat recht,solche Kessel in der Ausführung mit allem drum und dran sind nur in dieser Preisklasse zu finden.So eine Anlage würde ich mir nie leisten können,darum habe ich mich damals für den Vigas 25 T entschieden und habe es bis heute nicht bereut.
    Horst!

  • Hallo,


    ich würde mir keine Hackschnitzelanlage ins Haus holen. Die Hackschnitzel werden meist recht feucht (frisch) angeliefert und sollen angeblich im Bunker trocknen. Doch dieses feucht-warme Klima das dort herrscht ist geradezu der ideale Schimmelbrutplatz. Wenn der dann blüht, dann schweben die ganze Zeit die Pilzsporen durch die Luft. Bei 85 m³ schon ne ganze Menge. Wer da noch nicht krank war wird es bestimmt nach ein paar Jahren werden.


    Zum Vergleich, man muß sich nur mal seinen Holzstapel mit Scheitholz anschauen, wenn er frisch geschlagen und nass aufgesetzt wird. Da wächst schon nach ein paar Tagen der Pilz, der dann durchs trocknen wieder einschläft. Bei Hackschnitzel trocknet es aber nicht so schnell ab wie beim Scheitholz. Da ist dann ständig der Pilz vorhanden.


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