Kleine Frage zum Hydraulischen Abgleich

There are 6 replies in this Thread which was already clicked 4,067 times. The last Post () by MJ1082.

  • Im Großen und Ganzen war der ja schon sehr gut auf der Seite hier, aber eine über Kleinigkeit bin ich mir nich ganz im Klaren:


    Man soll einen Heizkörper nach dem Andern einstellen, so das die Temperaturspreizung hinkommt. Und bei dem jeweiligen Heizkörper dreht man das Thermostat voll auf, soweit alles klar. Aber wenn man dann zu nächten weitergeht und den einstellen will, lässt man den vorherigen aufgedreht? Oder Dreht ihn wieder zu? Lässt man während der aanzen Aktion alle offen?

  • Hallo,


    Gehe doch einmal auf die Internetseite der Fa. Danfoss.
    Hier ist recht gut erklärt, zwar etwas langatmig und nichts für Ungeduldige, wie die Zusammenhänge eines hydraulischen Abgleichs sind.


    Ideal wäre folgendes:
    Vorhanden ist eine witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung mit Aufschaltung des Raumeinflusses.
    Raumeinfluss erst einmal abschalten.
    An allen Heizkörper die Thermostatköpfe ab und erst einmal so mit einer Vorlauftemperatur alle Heizkörper laufen lassen.
    Nach einer vorliegenden Heizkörperberechnung die Ventile mit der Vordrosseleinstellung einstellen.
    ( Wo ist die nur ? Nicht da --> Neu erstellen!)


    Prüfen ob die Pumpenleistung im gewünschten Bereich liegt.
    Als Pumpe eine Energiesparpumpe mit eingebauter Druckregelung einsetzen.


    Der ganze Sinn besteht darin, die Heizkörper nur mit der Wassermenge zu beschicken, welche notwendig ist um im Raum die gewünschte Raumtemperatur in einem Referenzraum (in der Regel das Wohnzimmer) erreicht wird.


    Ist die Wassermenge durch die Voreinstellung festgelegt, sollte die Vorlauftemperatur (durch Veränderung der Heizkurve) soweit verändert werden, das eine gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.
    Hier ist eine möglichst kleine Vorlauftemperatur anzustreben.
    Bevor eine Vorlauftemperatur erhöht wird sollte man vorher die Durchflussmenge der Pumpe versuchen zu erhöhen.
    (Durch Erhöhung des Pumpendruckes)


    Alle anderen Räume sollten dabei die Raumtemperatur erreichen wie in der Berechnung vorgesehen.
    (Raumtemperaturen aber messen! Nicht durch Hand auflegen testen!)


    Jetzt kommen aber nicht alle Räume auf die geforderten Temperaturen, was dann?
    Dann sind die Heizkörper zu klein oder zu groß im Verhältnis zu den Heizkörpern im Referenzraum.
    Jetzt muss man sich entscheiden ob man das durch Veränderung der Voreinstellung noch hin trimmen kann und will, oder ob man neue Heizkörper für niedrigere Vorlauftemperaturen anschafft.


    Wenn es irgendwie geht, sollte das Ziel eine niedrigere Vorlauftemperatur zu sein = neue Heizkörper!


    mfg
    HJH

  • Hallo,
    da ich von witterungsgeführten Vorlaufregelungen nichts halte, es gibt nun mal was Besseres und auch was energetisch sinnvolleres, bitte ich dich den folgenden Link anzusehen.
    Da ist es schön erklärt.
    http://www.bajorath.de/index.php?id=33


    viele Grüße
    Udo

  • Hallo,


    Dann sagen wir eine Regelung welche in Abhängigkeit der Witterung die Vorlauf.- bzw. Rücklauftemperatur beeinflusst mit Raumaufschaltung.
    Wobei die Raumaufschaltung eigentlich in der Rücklauftemperatur schon enthalten ist.


    Als ich das mit der Rücklauftemperatur das erste mal gelesen hab war ich schon begeistert.
    Aber die Begeisterung ist schon etwas abgeflacht.


    Jetzt gibt es natürlich auch den Streit um Einzelraumregelungen, was solls, kann ich da nur sagen.


    mfg
    HJH

  • Hmmmm...

    Quote

    HJH
    Wenn es irgendwie geht, sollte das Ziel eine niedrigere Vorlauftemperatur zu sein = neue Heizkörper!


    Macht Sinn, aber das is doch Aufgabe des Vorlauf-Mischers?! Damit hab ich doch gar nix zu schaffen, wenn ich an den einzelnen Heizkörpern die Durchflüsse über die Rückläufe einstelle. Mein Frage war nur, ob ich bei diesen Einstellarbeiten alle Heizkörper aufdrehen sollte oder nur den einen an dem ich grad am Einstellen bin.

  • Hallo,


    Ich hatte geschrieben:
    An allen Heizkörper die Thermostatköpfe ab und erst einmal so mit einer Vorlauftemperatur alle Heizkörper laufen lassen.


    Die Leistung eines Heizkörpers wird innerhalb bestimmter Grenzen bestimmt durch:
    1) die Größe des Heizkörpers
    2) die Wassermenge welche durch den Heizkörper fließt
    3) Die Temperatur des Heizwassers, oder besser der Temperaturunterschied Vorlauf zum Rücklauf des Heizkörpers.
    4) Die Wärmeträgerflüssigkeit, in der Regel Wasser.


    Demnach bekommst Du einen Raum warm, wenn Du die Durchflussmenge oder die Temperatur erhöhst oder wenn Du den Heizkörper vergrößerst.
    Aber:
    Wenn man z.B. 22°C im Vorlauf hat, kann man die Durchflussmenge nicht unendlich steigern um dann noch 22°C Raumtemperatur hin zu bekommen. Deshalb der Hinweis auf die Grenzen.


    Also, Durchflussmengen hoch, Vorlauftemperatur runter.
    Natürlich in vertretbaren Grenzen.


    Der Hinweis auf Austausch der Heizkörper war gedacht wenn man eine hohe Vorlauftemperatur bei niedriger Außentemperatur hat.
    Vor noch gar nicht zu langer Zeit sind Heizkörper so PI mal Daumen ausgelegt worden, mal zu groß und mal zu klein, nach dem Motto "dann machen wir eben die Vorlauftemperatur etwas höher wenn es nicht passt".
    Das fällt natürlich bei einem hydraulischen Abgleich auf.



    mfg
    HJH

  • Ahhh...ja...das muss ich in dem riesen Text überlesen haben... ;)


    Nun...dass in dem Haus die Heizkörper nich unbedingt haarklein berechnet wurden, kann ich mir durchaus vorstellen...sie variieren auch sehr stark bei den Typen. Ich hab da so einen gute Querschnitt von Heizkörpern, die in den letzen 25-30 Jahren so üblich waren... :dry:
    Nun ja, dieses Haus wird eine Herausforderung...aber einfach kann ja jeder, ne? ;)

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