ungleichmäßige Entladung bei Reihenschaltung...?

There are 45 replies in this Thread which was already clicked 25,006 times. The last Post () by Oberlaender.

  • Grüß euch, Forumsteilnehmer!


    Bin voll im Probebetrieb.
    Mein 40kW Proburner läuft von Anfang an eigentlich fast perfekt, sofern ich das von 3x Anheizen jetzt sagen kann.
    Abgastemperatur liegt Anfangs bei 160°C, nach gut 2 Stunden bei ca. 180°C, nie über 200°C.
    Der Kessel fördert zwischen 76-80°C in die Pufferspeicher, die auch wirklich schön hintereinander der erste, dann der zweite gefüllt werden. Das kann ich durch Temperatursensoren mit Tauchhülsen jeweils oben/unten gut überwachen.


    Derzeit hab ich nur die FriWa in Betrieb, an den Heizkörpern müssen noch die ganzen Thermostate getauscht werden und deshalb sind dort die Kugelhähne noch zu.


    Die FriWa funktioniert gut, Wasser kommt schön warm, aber nach 2 Tagen Betrieb sind die Pufferspeicher ungleichmäßig entladen.


    - Der erste/vordere an dem die FriWa ganz oben entnimmt ist im oberen Drittel bei knapp unter 50°C, unten ca. 45°C.
    - Der zweite/hintere an dem die FriWa ganz unten einspeist ist im oberen Drittel noch über 60°C heiß, unten ca. 50°C.


    Die müssten sich doch über die Verbindung ausgleichen oder?


    Woran kann der Fehler liegen?


    Das die Pufferspeicher nach 2 Tagen schon soviel verloren haben lag an der schlechten Isolierung oben, hab inzwischen mit Dämmwolle nachgeholfen und bin neugierig wie sich`s heute beim anheizen verhält.


    Bitte um Tipps, danke.
    Simon



    Altbau (Bj 1928) 150m² Wohnfl. nicht gedämmt
    ----
    Proburner 40kW, 4000l Puffer, WW (FriWa) + 2 Heizkreise (2x HZR65).
    FT + CanBus Drehzahlregelung.
    ----
    Backup: Buderus Logana Unit GK 105_U 17kW

  • Nachtrag:
    Aktuelle Werte:


    Puffer 1/vorne
    oben: 42°C
    unten: 38°C
    Puffer 2/hinten
    oben: 58°C
    unten: 46°C
    Kesseltemperatur
    28°C


    .... In der Verbindung zwischen Puffer 2 und 1 sind mindestens 20°C Temperatur unterschied... das muss sich doch ausgleichen!?!? :(

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  • Nachtrag:
    Aktuelle Werte:


    Puffer 1/vorne
    oben: 42°C
    unten: 38°C
    Puffer 2/hinten
    oben: 58°C
    unten: 46°C
    Kesseltemperatur
    28°C


    In der Verbindung zwischen Puffer 2 und 1 sind mindestens 20°C Temperatur unterschied... das muss sich doch ausgleichen!?!? :(

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  • Hallo,


    Nach Deinem letzten Schema sollte es gehen.
    Prüfe Deine Rohrverlegung mal nach. (Hast Du schon gemacht, ich weiss, mach es noch einmal.)


    Eine Verlegung in Reihenschaltung bringt normal keine Probleme.
    Bei meinen 2 Speicher, in Reihe verschaltet, geht das ohne zickerei.


    Hast Du in Deinem letzten Schema auch alles eingezeichnet wie Pumpen und Rückschlagventile??


    Dein Ölkessel hat keine getrennte Pumpe und auch kein Rückschlagventil?
    Was hast Du verbaut??


    mfg
    HJH

  • Hallo HJH
    Im Anhang findest du mein aktuelles, und auch gebautes Schema.


    Der Kesselhersteller meinte er redet zwar gegen das Geschäft, aber ich solle nur 2000l Puffer nehmen, das wäre völlig ausreichend. deshalb sind auch nur 2 Puffer in Serie verbaut.


    Rückschlagventile habe ich nirgendwo verbaut. Brauchts sowas?
    Alle verbauten Ventile und Kugelhähne sind im Schema eingezeichnet.


    Um nicht plötzlich ohne WW dazustehen wurde die alte Anlage schritt für schritt abgebaut und die neue installiert. Der Öl-kessel ist derzeit noch nicht angeschlossen, erhält aber eine Pumpe im Rücklauf und lässt sich, um ein "sinnloses" Warmheizen des Ölkessel zu verhindern mit den 2 Kugelhähnen absperren. Beide sind derzeit zu (Sonst rinnt mir das Wasser aus den offenen Leitungen)


    Ebenso hab ich im Heizungsvorlauf einen Kugelhahn eingebaut um im Sommer (so wie auch jetzt) den Kreis bis zum Heizungsverteiler abzusperren und die Leitung nicht mitzuheizen. Derzeit ist dieser Schieber auch zu, die Heizkreise beide an den Kugelhähnen vor den Thermometern abgedreht und ebenfalls noch Wasserleer.


    Ich habe jetzt beim Anheizen bemerkt dass der Rücklauf der FriWa total heiß ist, bis ganz runter zum zweiten Puffer! Temperatur im Puffer 2 unten ist jetzt bei 50°C, beim ersten oben 80°C... bin grad wieder am anheizen.


    Achja, Anlagendruck 1,5 bar.

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  • Hallo,


    Ich habe jetzt beim Anheizen bemerkt dass der Rücklauf der FriWa total heiß ist, bis ganz runter zum zweiten Puffer! Temperatur im Puffer 2 unten ist jetzt bei 50°C, beim ersten oben 80°C... bin grad wieder am anheizen.


    Dann hast Du es doch schon, Leitung auf kürzestem Weg verlegt ohne Thermosyphon.
    Da hat sich was verselbstständigt.


    Nicht immer ist einfach auch gut.


    mfg
    HJH

  • Nun am kürzesten Weg kanns nicht liegen. Die FriWa steht lagebedingt in einem anderen Kellerraum. Allein um dorthin zu kommen muss das Wasser eine Vorlaufstrecke von ca. 7,8m zurücklegen.


    Die Verbindung zwischen den Pufferspeichern ist aber nur 2,8m lang!


    Es stehen also 2,8m vom Puffer 1 zu 2, und in Summe 15,8m über die FriWa zur Verfügung.


    Was ist ein Thermosyphon?
    Glaubst du das ist die Ursache, würde so ein Syphon helfen? Muss ich mir halt eines kaufen... sollt nicht so ein Problem sein.


    Was ist mit den Rückschlagventilen?

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  • Hallo,
    Zum Verständnis :
    Es geht vorrangig um erst einmal um Widerstände.
    Dabei haben lange Leitungen größere Widerstände wie kurze Leitungen und
    im Durchmesser größere Leitungen kleinere Widerstände wie kleine Durchmesser.


    Dann wird warmes Wasser immer versuchen nach oben zu steigen, man nennt das Mikrozirkulation.
    Um diese Mikrozirkulation zu vermeiden muss man ein Thermosyphon bauen.


    Berücksichtigt man das nicht bei der Installation hat man bei "ungünstiger" Verlegung eine selbstständige Zirkulation.
    Zwar langsam aber beständig.


    Manche Speicherhersteller haben das schon ab Werk berücksichtigt.
    Bei diesen Speichern gehen alle Leitungen erst einmal ganz nach unten und dann erst wieder nach oben.


    Hier ein paar Hinweise zum Einlesen :
    http://www.holzvergaser-forum.…4/&postID=42557#post42557


    http://www.holzvergaser-forum.…9/&postID=46761#post46761


    Aus den Hydraulikplänen kannst Du sehen wie die Rückschlagventile verbaut sind.


    Gib mal auf der Seite von http://www.bosy-online.de "Mikrozirkulation" ein, dann kommen noch ein paar Informationen.


    mfg
    HJH

  • Tja... das hör ich jetzt zum ersten mal... das mit der Mikrozirkulation.


    Das mit den Rohrwiderständen ist mir klar. Auch das ein 90° Bogen mehr Widerstand hat als ein 45° Bogen. Nur ist das eben nicht logisch nachvollziehbar für mich.
    Beide Leitungen sind 5/4" verrohrt.


    geplanter Weg: Puffer1-Puffer2: 2,8m Länge, 3x 90° Bogen
    vom Wasser gewählter Weg: Puffer1-über FriWa-Puffer2: 15,8m Länge, 14x 90° Bogen, 12x 45° Bogen


    Da muss doch der gewählte Weg allein vom Gedanken her den weit höheren Widerstand haben... :S


    Foto A Damit die Rohre nicht stören sind alle knapp unter der Decke verlegt. Die Vor- und Rücklaufleitung für die Friwa machen von der Decke herunter gut 1m weg, dann durch die Wand (hinter der Wand ist die FriWa befestigt) und der Rücklauf geht wieder heraus. Ist das nicht auch quasi ein Siphon. Kommt halt erst nach fast 7m!?!? Aber dafür machts auch gut 1m Weg nach unten. Wie kann dann so ein kleines "Bögelchen" mit 40cm Tiefe das verhindern was der große Bogen verhindert. Nicht das ich dir nicht glaube, möchte nur wirklich alles richtig machen jetzt, damit dann nicht nochmal eine "böse Überraschung" auftaucht.


    Das Problem ist jetzt eigentlich nur, das wie man an meinen Fotos sieht das ganze im Keller schon recht eng zu geht. Also zwischen dem 90° Bogen der ganz oben am Puffer abnimmt ist zur Decke hin eigentlich nur mehr 3-4 cm Platz.


    Foto B Deshalb sitzen die Entlüfter auch quasi "in der Decke" mit Aushölung.


    Foto C Der Vorlauf vom Kessel geht von oben herab (45°) in den Puffer rein, die derzeit noch unisolierte Leitung ist der Vorlauf vom Ölkessel (abgesperrt).


    Wie mach ich das mit den Thermosiphonen?
    Knapp an den Wärmeerzeuger (Puffer) geht schon mal nicht weil kein Platz nach oben hin ist.
    Das Siphon zur FriWa geht nach frühestens 1,10m Rohr. Aber wie eng der Bogen? Kanns mit den Schraubverbindungen sehr knapp machen.
    Bei meinen 5/4" Rohre wären das fast 40cm bei 12x Rohrdurchmesser laut Bosy.


    Im Vorlauf des Heizkessels zum Puffer könnt ich vor dem 45° Knick nach Unten noch ein Siphon anbringen.
    Sollte ich auch Rückflusssperre miteinbauen?


    Beim "Schweizer Thermosiphon" steht...

    Quote

    ·Alle Wärmesiphons sind so nah wie möglich an der warm gehaltenen
    Komponente anzuordnen und vollständig gemäss Norm zu dämmen.
    Wärmesiphons sind aus Kunststoff- oder Edelstahlrohr zu gestalten.
    Wärmesiphons bei Kupfer- und Stahlrohren werden nicht empfohlen.


    Hab aber alles aus Stahlrohre...


    Leider hab ich keine Hydraulikpläne und Rückschlagventileinbauten auf deinen Links gefunden.
    Die Zip-Datei mit den vielen Plänen und dem Rechenblatt ist mir doch etwas zu kompliziert.


    Crashoveride hat geschrieben:


    Quote

    Deshalb ist es ganz wichtig, dass der Zulauf vom Kessel VL zum Laddomat mittels dem Ventil gedrosselt wird. Diesen Verengung bewirkt das nur noch soviel heißes Wasser in den Laddomat strömt, wie es braucht um das Thermoventil auf zu halten. Das ist abhängig welche Thermopatrone eingebaut ist 61-78° gibt es diese.


    Bin mal kurz über das Thema gestolpert, aber auch meine Frage hin ob ich vor dem Thermovar drosseln muss gab`s von Spacy zur Antwort:


    Quote

    nein, das hast du falsch gelesen. Alles in 5/4 ist schon ok. Die Rücklaufanhebung öffnet selbst so weit wie sie es braucht.
    Außerdem muß doch eh alles Wasser durch das Rohr zwischen RLA und Kessel...


    Hab deshalb auch im "kleinen Kreis" nichts gedrosselt.


    ... :(
    Hui... jetzt bin ich etwas zerknirscht...
    dachte das ging alles so einfach...

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  • Hallo Oberländer,


    Das Delta-T zwischen Puffer eins und zwei habe ich auch - vor allem im Sommer.
    Mach Dich nicht verrückt.


    Ist auch logisch. Vor allem imm Sommer, wenn Du nur einmal kurz heizt, dann läuft Deine Kessselkreispumpe nur kurz, solang der Kessel eben eingeschaltet ist.
    Die Kesselkreispumpe sorgt auch für den Temperaturausgleich zwischen den Puffern.
    Also wenn nichts gepumpt wird, kann auch nichts ausgeglichen werden.
    Dann bist Du nur auf den natürlichen Auftrieb angewiesen, der aber sehr langsam abläuft. (Mikrozirkulation)
    Da Du aber immer wieder Wärme (WW) entnimmst (ohne zu heizen) wird das Delta-T immer wieder verändert.


    Hinweis:
    Habe bei meiner Anlage bewußt auf Syphons u.s.w. verzichtet, um möglichst wenig Druckverlust im System zu haben. Bevorzuge kleine Pumpenleistungen;
    Bin damit sehr zufrieden;


    mfg friedrich

  • Hallo ihr 2,


    Da das mit der Empfindung immer so ne Sache ist lass ich jetzt mal die Fakten sprechen. Die sind haarsträubend!!! :unsure:



    In diesen nichtmal 24 Stunden haben 3 Personen normal lange geduscht, 3x wurde Geschirr gespült und was halt sonst noch zum Händewaschen anfällt. Die FriWa war auf 60°C eingestellt.


    Nach 21 Stunden und 15 Minuten hat der Puffer 1 (an dem die friWa abnimmt) im oberen Drittel 17°C !!!!!!! :blink: verloren!!!!
    Das kanns doch wohl nicht sein?!?!


    Wenn das so ist kann ich ja jeden 2ten Tag anheizen um warmes Wasser zu haben. Da war ich mit meinem 40 jahre alten Kohlebrenner günstiger drann. Dessen integrierter 300l Boiler hat für 3-4 Tage Warmwasser (70°C) bereitgehalten bei meinem Vebrauch.


    Ich werd also um die Siphone nicht drum rum kommen... oder wie seht ihr das.
    Hätte gerne zusätzlich zu den Siphonen noch federbelastete Rückschlagventile miteingebaut. Sollen die in Durchflussrichtung vor oder nach das Siphon.


    Aus welchem Material mach ichs am besten. Habe mir mehrere Schweizer (Diplom?)Arbeiten zu dem Thema durchgelesen. Die empfehlen alle schlecht leitendes Material, keinesfalls Stahl oder kupfer.
    Was würdet ihr nehmen, und wie eng soll der Bogen sein.


    Gruß
    Simon

    Altbau (Bj 1928) 150m² Wohnfl. nicht gedämmt
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  • Hallo,


    Mein Speicher verliert bei mindestens 200mm Isolierung (an manchen Stellen über 300mm) bei ca. 67°C Wassertemperatur innerhalb von 24h ca. 2 Grad. Ohne das ich dabei Wasser aus dem Speicher entnehme.
    Gemessen mit einem elektronischen Data-Logger.


    Wichtig ist also gut isolieren.
    200mm sind gut, 300mm sind besser.
    Dabei ist mir aufgefallen das die gerechneten Wärmeverlustwerte mit den U-Werten der Hersteller besser sind wie die in der Praxis gemessenen Werte.
    D.h. das die Dämmstoffe nicht so gut isolieren wie vom Hersteller angegeben.
    Lieber etwas dicker isolieren!


    Man muss nicht alles mit Rückschlagventilen bepflanzen.
    Rückschlagventile haben den Nachteil das sie hohe Druckverluste erzeugen und bei schlechtem Wasser sich verkrusten können.
    Ein Thermosyphon hat weit weniger Widerstände.
    Ich habe jede von den 2 Kesselpumpen im Rücklauf auch mit Rückschlagventilen montiert.
    Damit kann der Pumpendruck nur in eine Richtung. Das reicht erst einmal.
    Das andere , da wo eine Zirkulation entsteht, solltest Du mit einem Thermosyphon ausrüsten.


    Das ist überall da wo die Rohre warm werden obwohl dies kalt sein sollten.


    Dann fällt mir ein das Du den Ölkessel total absperren willst.
    Das darf man aber nur mit einem Ausdehnungsgefäß im abgesperrten Bereich ausführen!
    Die Auslegung für A-Gefäße befindet sich in der Excel Datei.


    Überprüfe auch mal den Querschnitt Deiner Rohrleitungen. (s. dazu auch Excel Datei)


    Von der gezeichneten Darstellung aus sehe ich keine hydr. Fehler in Deiner Anlage.
    Hast Du evtl. Wärmemengenmessungen eingebaut?
    Irgendwo erzeugst Du Druckverluste welche das Wasser in eine andere Richtung strömen lassen.


    Das Wasser macht nämlich das gleiche wie der Mensch auch, es geht den Weg des geringsten Widerstandes.


    Tschuldigung, daß ich immer soviel von Theorie rede, aber anders kommt man der Sache nicht bei.


    mfg
    HJH

  • Hallo,
    Da fällt mir noch etwas ein :
    Bei 40kW Kesselleistung sind die 2000 Ltr. Speicher schon recht wenig, oder besser : zu klein.


    Wie groß ist eigentlich Dein A.-Gefäß??


    mfg
    HJH

  • Hallo Oberländer,
    Reihenschaltung ist zwar für den Laien recht einfach zu verstehen, aber in deinen Fall Quatsch.


    Wie man auf deinen Bildern sieht, hast du die Speicher ohne jegliche Zusatzisolierung auf den (Beton?) Boden aufgestellt.
    Jetzt heizt du die Speicher auf, was bedeutet, dass der erste Speicher nach dem Kessel mit voller Temperatur für lange Zeit auf dem kalten Boden steht. Damit kühlt er halt unter verdammt schnell aus. So hast du einen Fußbodenheizhung für den Keller gebaut.


    In deinem Fall ist Tichelmann (oder Parallelverschaltung) nunmal der bessere Weg. Da heizt du beide Speicher gleichmäßig von oben her auf und hast den kalten Rücklauf in beide Speicher unten. Somit kannst du die Abstrahlverluste zum Boden hin minimieren.


    Und oben hast du ja noch a bisserl Platz, da legst du noch ne Isolierung drauf. So viel wie halt geht. Und HJH hat natürlich recht, wenn du die Speicher zusätzlich außen rum isolieren kannst hilft das dir extrem weiter. Und bei deinem großen Füllraum sind 2000 Liter Speichervolumen zu wenig. Rechne einfach mal aus wieviel kg Holz du in den Ofen bringst. Je kg erzeugst du ungefähr 3 kW Wärme und die sollten deine Puffer speichern können. Da wirst du sehen, dass du den HV nie voll machen kannst.


    Gruß
    Udo

  • Guten Morgen!


    HJH


    Meine Speicher sind, wie man sieht noch original isoliert. Also 100mm Schaumstoffisolierung. Sollte später noch Steinwolle und eine Einhausung drumherum kommen, ist nur derzeit nicht realisiert um erstens zu schauen ob alles dicht ist und falls noch was zu ändern ist... so wie jetzt.


    Werde jetzt mal 3 Wärmesiphone vorbereiten, aus hitzebeständigem Kunstoffrohr oder Edelstahl, mal sehen was der Fachmarkt dazu sagt, und die dann an 3 Stellen einsetzen... Kesselvorlauf, FriWa Vorlauf und Heizungsvorlauf, wie am Bild:


    Der Ölkessel erhält in seiner Absperrung das originale 35l Ausgleichsgefäß das schon seit 30 Jahren beim Kessel mit dabei war. Der Ölkessel war früher auch abgesperrt, da eigentlich immer mit dem Feststoffbrenner Holz, Kohle, Schnittabfälle, (bis in die 1970er Altöl) geheizt und WW produziert wurde. Das müsste passen.


    Das 2000l an der unteresten Grenze sind weiß ich. Hatte deshalb ein langes Gespräch mit dem Kesselhersteller. Der sagte er wüde mir das natürlich geben, würde er ja auch mehr verdienen drann, aber die 2000l würden ausreichen. Hätte sonst immer noch Platz für einen zusätzlichen 800l Puffer als Option.


    Mein Ausgleichsgefäß hat 300l


    @Hyrican99


    Hab mich vor der Planung mit den Vor-/Nachteilen von Seriell/Parallel und Tichelmann auseinandergesetzt und mich für seriell entschieden. Ist für meine Anforderungen, in meinen Augen die Lösung mit den überwiegenderen Vorteilen.


    Die Speicher stehen nicht direkt auf dem Betonboden. Die Speicherstehen auf einem Wärmedämmenden Untergrund, der ringförmige Standfuß wurde innen mit einer Styroporkreisscheibe abgeschlossen und der Hohlraum mit Steinwolle aufgefüllt.


    Oben ist eigentlich kaum mehr Platz, den verbleibenden Zwischenraum hab ich mit Steinwolle ausgestopft. Das Problem ist das der Keller ein Gewölbe hat, jetzt ist oben die Isolierung unterschiedlich dick.


    Denkst du dass ein anderes Material besser geeignet wäre um diesen schmalen Raum zu dämmen?


    Vielleicht hilft der Temperaturverlauf für eine Veranschaulichung.
    Werde trotzdem die vorgeschlagenen Maßnahmen setzten... hoffentlich bringts einen Erfolg!


    Gruß Simon

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  • Hallo,


    Gehen wir die Sache doch einmal von ganz vorne an.


    Du hast einen Proburner von 40kW Leistung.
    Dieser hat einen Füllraum von 185 Ltr.
    Da können im günstigsten Fall 50 kg Holz rein passen.
    Den Verbrennungswirkungsgrad nehmen wir mal mit 73% an, den Heizwert mit 4300 kWh/kg.


    Dann hast Du bei 40kW Leistung eine Brennzeit von ca. 4 Stunden.
    Du erzeugst damit eine Wärmemenge von 157kWh.


    Wenn Deine Temperatur vom Speicher 45°C und vom Kessel in den Speicher 78°C beträgt,
    dann benötigst Du eine Wassermenge von ca. 4077 Ltr. um diese Energie zu speichern wenn Du sonst keine Abnahme hast.


    Jetzt entscheide selbst ob Deine Speicher zu groß oder zu klein sind.


    Die Umwälzpumpe des Holzvergasers muss bei dieser Leistung und Vorl.78°C/Rückl.72°C mindestens 5732Ltr./h an Wasser
    durch den Kessel fördern. Dazu sollte das Rohr mindestens als 1 1/2 Zoll verlegt sein.


    Zum Speicher werden bei Vorl.78°C/Rückl.45°C noch 1042Ltr./h an Wasser gefördert.
    Dazu sollte das Rohr mindestens als 1 Zoll verlegt sein.


    Was ist das eigentlich was da zwischen den 2 Speichern an das Rohr gezeichnet ist?


    Das Ausdehnungsgefäß passt gerade so für Deine 2000 Ltr.


    Wenn das alles bei Deiner Anlage stimmt, dann sollten wir darüber reden warum Deine Puffer nicht seriell beladen werden.


    mfg
    HJH

  • Hallo,


    Hier kannst Du die momentane Speichertemperatur in meinen Speicher sehen.
    Die Anzeigen entsprechen Speicher oben nach unten.


    Geladen wird im Moment mit dem Ölkessel bis zur 2. Messstelle im Speicher 1


    Speicher sind in Reihe miteinander verbunden und stehen auf einer 15mm Holzplatte und 15mm Isolierung.
    Als Beweis dafür das es geht. Also muss es auch bei Dir gehen.


    Nein, den Messpunkt meine ich nicht.
    Kurz bevor es in den Speicher 2 reingeht ist doch ein Rechteck mit einem Kreuz, was ist das?


    mfg
    HJH

  • @ HJH


    Danke für deine Rechnung. Das klingt schon sehr plausibel und ist sicher so das du damit Recht hast und die Puffer unterdimensioniert sind. Ich habe mich einfach, ich geb`s zu, auf die Mindestmenge verlassen und darauf was die 2 Heizungsbauer und der Kesselhersteller gesagt haben.
    Andererseits heize ich auch nicht mit Buchenholz sondern 80% Fichte, 10% Lärche, 10% Sonstiges (Birke, Föhre, Tanne...) weil ich`s sehr sehr günstig bekomme.
    Um die Pufferspeicher voll aufzuheizen (Beide fast voll mit 80°C) brauch ich derzeit eine 3/4 Füllung vom Brennraum. (Kessel VL zw 74-78°C, Abgastemp 160-175°C).
    Zudem haben wir 6 Monate Heizperiode, und das Haus (150m², Altbau 1928, Kastenfenster, unisoliert) nimmt im Winter sicher einiges an Wärme weg.
    Im Sommer füll ich den Kessel dann eben nicht ganz voll. Leider gehen auch nicht mehr als maximal 2800l in den Keller rein. Ein 800l Puffer hätt ich noch Platz.


    Zwischen den Puffern ist überall 5/4" Rohr, ist also ausreichend dimensioniert. Im Umwälzkreislauf mit 5/4" nach deiner Empfehlung um 1/4" zu wenig. Darf dir gar nicht sagen das beide HB (unabhängig voneinander) gemeint haben 35mm Kupfer wär empfehlenswert, ich solle aber nur 28mm nehmen, ist billiger und tuts auch!!! :woohoo:


    Was meinst du was zwischen den Speichern ans Rohr gezeichnet ist? Das grüne [°C]? Das sind meine Messfühler für die analoge Temperaturanzeige der Speicher.


    ----------------------------


    Das mit der seriellen Ladung hat sich inzwischen eigentlich aufgelöst.
    Der Temperaturunterschied zwischen den beiden Puffern lag wohl ursprünglich an der schlechten Isolierung an der Decke. Mit der Steinwolle oben hat sich das Problem inzwischen nicht mehr gezeigt. Der Temperaturunterschied zwischen den Puffern ist seit der letzten Füllung so wie er sein sollte.
    1. Puffer oben am wärmsten, nach unten abfallend, 2. Puffer leicht kühler nach unten ebenfalls abfallend.


    Das Problem das jetzt mehr zu Tage tritt ist der große Wärmeverlust der, so weiß ich jetzt, 2 Wege nimmt.
    1.) über den Kesselanschluss am Puffer zurück in den Kessel.
    2.) während des Anheizvorganges über die FriWa in den 2ten Puffer


    Gruß Simon

    Altbau (Bj 1928) 150m² Wohnfl. nicht gedämmt
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