Hallo,
ich versuche mal einen neuen Denkanstoss zu geben.
Mamu – Laie sucht hilfe bei Hydraulikplan
HJH
Wie man die Leitungen in der Praxis verlegen sollte muss der schon wissen welcher die Arbeiten ausführt.
Alles was dazu führt das die Hydraulik so in der Funktion verbleibt und die Rohrwiderstände verbessert sollte gemacht werden.
Auch die Verrohrung Entnahme/Ladung des Speichers. Die Rohre einzeln an den Speicher anschließen statt über T-Stücke
halte ich von Vorteil und sollte man machen.
Was soll dein erster Satz? Jeder darf seine Leitungen meinetwegen anschließen wo er will. Aber die von mir unten beschriebene Variante ist und bleibt nun mal die hydraulisch sinnvollste. Oder kannst du gegen meinen Vorschlag Fakten bringen?
Spacy
Eine Pufferanbindung weiterer Puffer über Pumpe und Differenzschaltung anzupreisen (in dem anderen Thema, anstelle Reihenschaltung, die das gleiche ohne Technik und Strom macht) ist mal das allerletzte - sinnlos, kein bisschen nachgedacht von dir.
Farmer3S
Ich finde auch wie Peter die einfache Variante des anschliessens, jeden Kreis für sich ganz allein, am unproblematischsten. Wie eine schöne alte Schwerkraftheizung, ganz simpel. Schau doch mal hier im Forum wer Probleme mit seinen Anlagen hat, da sind die wildesten Konstrukte bei hier noch ne Pumpe, hier noch eine Rückschlagklappe und da noch ein paar Thermosyphons da noch ein T-Stück. Und wenn dann der Strom mal ausfällt hoffen das die TAS groß genug ist...
Das verstehe ich nicht.
Wenn der Strom ausfällt, was wir dieses Jahr bisher noch nicht hatten, bleibt bei mir das Gebläse am HV stehen und das Feuer im HV geht aus. Deshalb arbeiten führende Hersteller dran, dass zugelassene Steuerung keine TAS mehr an dem HV benötigen. Das wird mittelfristig genehmigt werden. Was hast du für einen Kessel, das dieser weiter läuft bei Stromausfall? Oder hast du das nur einfach so mal gesagt?
Nun zu Fakten vor – nach meinem Heizungsumbau:
Die Reihenschaltung war mit Thermosiphons versehen und in 35mm Kupfer verrohrt.
Bie meiner jetzigen Schaltung konnte auf alle Thermosiphons verzichtet werden, es wurde eine elektr. betriebene Klappe mit Federrückzug nach der Pumpe zwischen den Speichern eingebaut.
Jetzt seht euch mal das Dokument an.
HJH: Der Durchfluss wir mit einem E+H induktiven Messgerät mit 2 kalibrierten Fühlern gemessen (17xd Einlauf- und 21xd Auslaufstrecke)
Wenn der erste Puffer in Reihe zum HV angeschlossen wird und im 90° Winkel dazu auf gleicher Höhe der VL zu den Heizkreisen entnommen wird, ist das für jeden von uns hier normal. (90° versetzter Ausgang deshalb, weil sonst ein Teil des Wasser vom HV direkt in den Ausgang HK VL schießt. Ist an dieser Stelle nicht besonders tragisch, aber eben richtiger ist die versetzte 90° Version. Damit wird die Hydraulik einfach etwas ruhiger) Ob jemand oben noch Platz für WW im Speicher lässt muss jeder selbst wissen. Um diese WW-Bereich so ruhig wie möglich zu halten, sollte auch der HV Vorlauf tiefer, auf gleiche Höhe wie HZ-Vorlauf liegen. Wenn es die Speicheranschlüsse zulassen.
Bei meiner Version wird jetzt wie bei allen der Pufferspeicher beladen und die HK und WW versorgen das Gebäude.
Ist jetzt der erste Puffer voll Wärmeenergie wird mit einem 3 Wegeventil auf die beiden 1000 Liter Pufferspeicher die in Tichelmann verschalten sind umgestellt. Jetzt kann der HV diese beiden Puffer ungestört jeglichen Abgangs zu den HK und WW laden. Da bekommt man eine messerscharfe Trennschicht das ist für den Wirkungsgrad sehr gut. Kurz bevor diese Speicher voll sind sollte das Holz im HV abgebrannt sein. Dann war es die richtige Nachlegemenge. Da verwirbelt nix und wird schon irgendwie wieder durchgeladen, wie Spacy von seiner Anlage schreibt.
Diese beiden Speicher sind so gut gedämmt, dass sie trotz Parallelschaltung und den größeren Trennschichten ohne Entnahme nur ca. gute 1,5° je Tag verlieren.
Wenn jetzt der „Führungsspeicher“ leerer wird, wird das Heiße Wasser aus den beiden parallelen Speichern langsam in den Führungsspeicher umgepumpt. Da bleibt die Trennschicht in den beiden parallel Speichern weiter bestehen und du bekommst die ganze Energie in den Führungsspeicher zurück.
Weiterer Vorteil, man hat nur kurze hydraulische Wege, eben nur durch einen Speicher. Das vermindert die Verluste und hält die Trennschichten sehr gut aufrecht.
Ich
Bei Puffer weit auseinander (1Speicher neben HV 2 weiter 10, entfernt im Nebengebäude)
Bei dieser Reihenschaltung fährt man IMMER das ganze Wasser durch die 3 Speicher. Deshalb hat ja HJH auch die großen Rohrquerschnitte gewählt. D.h. hier hast du IMMER Verluste auf den langen Wegen, thermisch und elektrisch, Selbst wenn du im Sommer auch nur duschen wills oder mit warmen Wasser die Hände wäscht.
Kann ihr bei der hochgepriesenen Reihenschaltung dieses Argument wegschieben, oder sagt ihr nichts mehr dazu weil ihr keine Lust habt oder meine Aussage stimmt?
Dann noch einiges aus meiner Erfahrung.
Ich habe 2x 1000 Liter Puffer parallel. Ein neuer mit Schichtleiteinsatz und ein älterer ohne Schichtleiteinsatz aber mit 2 Wärmetauscher für Solar. Ich kann bei beiden Speicher KEINEN Unterschied bei der Schichtung sowohl beim Be- als auch beim Entladen feststellen! Sie verhalten sich nahezu identisch. (Die unteren 20 cm sind bei den älteren Puffer mehr Vermischt sonst nichts). Allerdings werden die Wärmetauscher nicht mehr benutzt. Wenn dort ein Medium drinnen währe könnte es anders sein, weis ich aber nicht.
Ich denke, dass sowohl die Reihenschaltung wie auch alle anderen Schaltungen ihre Berechtigungen mit all ihren Vor- und Nachteilen haben und eben jeder wissen sollte was er baut.
Denn zu sagen die Welt ist eine Scheibe und man kann deshalb drauf laufen ist zwar vom Gedankengang her einfach und nachvollziehbar aber eben nicht ganz richtig.
Mehrschichtig denken fördert unser Weiterkommen. Und wenn wir uns künftig auf Fakten verlassen sollte die Qualität unserer Aussagen verbessert werden und auch Neulingen weiter helfen.
Gruß
Udo