zu großer Holzverbrauch

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  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage bezüglich der heute vom Schornsteinfeger gemessenen Rauchgaswerte.


    Sind evtl. die Werte ein Grund für den hohen Brennholzverbrauch?


    Kann ich durch meine Einstellmöglichkeit Sekundärluft und Primärluft die Werte am Holzvergaserofen optimieren?


    Holzvergaserofen: Baxi Term Bonus 30 Baujahr 2004


    Die Messwerte vom Schornsteinfeger:


    O2 11,5%
    CO2 9,1%
    CO 293ppm
    Abgastemp. 213 Grad
    Wirkungsgrad 84,1 Prozent
    Kaminzug 0,39 Pa

  • Moin Dieter,



    der O²Gehalt ist schon recht hoch hierdurch kommt unnötig viel Luft, wovon 79% Stickstoff sind die leider nicht brennen und unötiger weise Energie aufnehmen, mit durch den Kessel. Hierdurch wird die Flamme "kälter", der Abgasverlust steigt. Sind Deine Kesselablagerungen weiß? Ist bei mir der Fall wenn ich so hohen Luftüberschuss fahre, auch bei Buche. Fahre ich aber 5-6% Restsauerstoff sind diese Ablagerungen hell bis Rehbraun. Ich weiß nicht ob Du Veränderungen an den Luft Einstellungen messen kannst, also müsstest Du durch langsame Veränderungen Dich harantasten oder Dir einen Lamdacheck zulegen. Für mich sieht es bei Dir so aus als wäre es zuviel Sekundärluft. Hast Du die Werkseinstellungen bei Dir eingestellt?


    Gruß Jörn

    Vigas HVS-E 40
    Flammtronik
    3600L PS
    Friwa Oventrop
    Große Brennkammer/Feuerleichtsteine(noch die erste)
    10 Loch Düsenstein ala HW55(noch die erste)

  • Vielen Dank für die rasche Antwort,


    habe mal einige Bilder von der Asche gemacht.


    Ich verwende nur abgelagertes Hartholz

  • Vielen Dank für die rasche Antwort,


    der Ofen hat noch seine Werkseinstellung.


    habe mal einige Bilder von der Asche gemacht.


    Ich hoffe die Bilder helfen weiter.


    Es wird nur abgelagertes Holz verwendet.


    Ich habe soeben Technischen Daten des Ofens in im Internet gefunden:


    CO im Abgas: 635 mg/MJ
    NOx: 75 mg/MJ
    Abgastemperatur:171 Grad
    -> tatsächlich heute gemessen 213 Grad
    Nutzungsgrad: 88,7% -> tatsächlich heute gemessen 84,1%




    Warum ist meine Abgastemperatur so hoch?






  • Hallo Dieter,



    der Kaminzug ist recht hoch und sollte mit einem Zugbegrenzer auf höchsten 0,2 pa eingestellt werden. Um die AGT zu senken müssen halt Turbolatoren eingebaut werden.


    Sonnige Grüße Reiner

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als

    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

    CAN-MTx2 und CMI für eine DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Hallo Dieter,
    wie wird der Kessel eigentlich geregelt, wird der Restsauerstoff dabei berücktsichtigt?
    Die Angaben im Internet über diesen Kessel sind sehr mager.


    Gruß Helmut

  • Hallo Dieter,
    also brennt dein Kessel einfach so ab und das nur mit einen einmal eingestellten Wert. Es wird nur die Temperatur berücksichtigt. Dein vom Schornsteinfeger gemessener Wert ist nicht so toll, langt zwar um die Messung zu bestehen aber das ist aber auch alles.


    Während des Abbrandes verändern sich die Werte ständig und es muß laufend nachgeregelt werden um einen geringen Holzverbrauch zu haben. Oder anders gesagt, um über den Abbrand immer die besten Abgaswerte zu haben. Gute Abgaswerte sind automatisch auch geringer Holzverbrauch weil wirklich alles vom Holz verbrennt.


    Informiere dich mal über unsere Holzvergaserregelung die FlammTronik. Für deinen Kessel, weil Saugzug, brauchst Du nur die FlammTronik und nicht die Drehzahlregelung. Der Arbeitsaufwand ist bei deinen Kessel sehr gering und bringt einen hohen Nutzen, falls Du dieses tun möchtest kann ich dir gerne dabei behilflich sein.


    Gruß Helmut

  • Hallo Dieter,



    in der Regel ist der Luftstrom durch den Kessel zu hoch, wenn Du zu hohe Abgastemperaturen hast. Zunächst mal unabhängig von der Primär-Sekundär-Einstellerei. Den Luftstrom senkst Du -wie schon erwähnt- mit einem Zugbegrenzer und/oder indem man die Zuluftklappen schließt. Willst Du letzteres mit einer Steuerung automatisieren, brauchst Du zusätzlich Stellantriebe für die Primär- und Sekundäröffnungen. Dann aber darf der Kessel auch keine Nebenluft ziehen. Hilft das alleine nicht, bzw. sind Aufwand und Kosten zu hoch, kannst Du eigentlich nur noch den Lüfter "bremsen". Dazu hilft Dir eine Abgas- und Kesseltemperatur-geführte Drehzahlregelung und Du brauchst keine Stelllantriebe. Damit solltest Du Deinen Wirkungsgrad an die 90%-Marke heben können. Ob Du den Wirkungsgrad zusätzlich noch mit dem nicht gerade geringen Aufwand für eine Lambda-geführte Primär-Sekundär-Regelung um vielleicht 1,5% höher drückst, muß man halt überlegen.

  • Mit einer gescheiten Regelung wird der Holzverbrauch schon merklich sinken, insofern ist das auf jeden Fall empfehlenswert. Hauptsächlich für deinen Holzverbrauch verantwortlich ist aber natürlich das beheizte Gebäude selbst, bzw dessen Heizlast...

  • Hallo Peter,
    der beste Indikator ist der Rest Co im Abgas, alles andere ist nur Schall und Rauch. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen und danach bewerte ich meine eigenen Leistungen und das Produkt für das ich werbe.


    Gruß Helmut

  • Der beste Indikator ist der Unterschied der Menge Holzes, die man vor und nach Einbau einer Reglung oder einer anderen Änderung durch den Kessel jagt. Das ist in Relation zum Aufwand für die Regelung/Änderung zu setzen. Wenn ein Zugbergenzer reicht, vielleicht auch nur eine Bohrung, oder das Aufziehen der Reinigungsöffnung am Schornstein, dann ist das immer noch die beste Lösung.


    Völlig unabhängig wer wofür wirbt.

  • Hallo,


    Also, nur mit einer Bohrung gibt das nichts.
    Ein Zugbegrenzer sollte es schon sein.


    Dann als 2. eine getrennte Primärluft und Sekundärluftführung.


    Dazu natürlich eine gescheite Regelung+Steuerung.


    Dann klappt es.


    Die Ersparnis ist so groß das man, ohne es zu wiegen, es schon auffällt.
    Wie viel in kg kann ich auch nicht sagen.


    Die Hersteller bauen nicht umsonst die Kessel jetzt mit O2 Regelung.
    Das ist nicht nur für die Umwelt sondern spart auch noch Brennstoff.


    Ein Brennstoff wie Holz ist halt nicht nach DIN.
    Jedes Stück Holz ist anders, wenn man dabei die Luft ständig korrigiert, auch wenn nur wenig,
    sorgt das für eine gleichmäßige Verbrennung.


    mfg
    HJH

  • Ich hatte mal eine Regelung auf einen CTC-Kessel gebaut. Der hat anschließend nur noch etwas mehr als die Hälfte verbraucht, das 350m²-Haus (4000l Pufffer) aber genauso gut beheizt. Der Hauptvorteil war, dass einerseits die Abgastemperatur runter kam, und andererseits die Kesselpumpe in Differenzregelung angesteuert wurde. Der Kessel brannte mit einer Füllung statt 4-6h, danach 8-12h.


    Der erste Atmos-Nutzer, der die FS46x einsetzte, sprach immerhin noch von bis zu 25% Holzeinsparung. Die Firma SBS baute ihren lenovent-Kessel mit der Steuerung und brachte ihn mit Spitzen-Werten durch den TÜV. Anschließend rüsteten sie ihren Druck-Kessel madera damit aus. Seit dem kann man in der FS46x per Tastendruck von Saugzug- auf Druckkessel umschalten.
    Es sind noch andere Kessel-Typen damit durch diverse Prüfungen gegangen. Allen gemeinsam ist, dass sie auf eine Lambda-Sonde verzichten können und dennoch sicher oberhalb der 90%-Marke im Wirkungsgrad und im unteren zweistelligen ppm-Bereich beim CO waren. Sicher würden die Kessel mit einer ordentlichen Lambda-Regelung noch ein paar weitere Meter gut machen. Aber die Frage, ob das den zugehörigen Aufwand lohnt, beantwortet nicht jeder mit Ja.
    Selbst die Österreicher verkaufen nicht jeden Kessel mit Lambda-Regelung.


    Ich will anderes weder abwerten, noch auf unbedingter Richtigkeit meiner Ansicht beharren. Aber diese Frage des Aufwandes und des zu erwartenden Nutzens entspricht halt meinen Erfahrungen und ich baue seit 13 Jahren Holzvergaser-Steuerungen. Am Ende muß es dennoch immer jeder Nutzer selber entscheiden. Er kann sich dabei durchaus freuen, dass er wählen kann.

  • Hallo,


    Ich gebe Dir dahingehend Recht das man es auch ohne O2 Regelung machen kann und damit zu einer normalen Steuerung schon Verbesserungen erreicht.


    Mit großem, heißem Feuerraum und damit Ausbrandzeit kann man auch ohne Elektronik viel erreichen, diesen großen Feuerraum hat man in der Regel aber nicht.


    Aber. wie so oft kommt halt ein aber, die Forderungen nach besserer Verbrennung kommt ja nicht nur vom wirtschaftlichen Standpunkt sondern der Staat verlangt halt auch seinen Teil.
    Da sind die Grenzwerte jetzt auf 1000mg gefallen, das wird nicht das Ende der Fahnenstange sein.


    Der Einsatz einer O2 Regelung bringt nicht nur das i-Tüpfelchen sondern schon etwas mehr.
    Man hat eine geregelte Verbrennung schon in der Anfangsphase der Verbrennung bis zum Ausbrand hin.


    Für mich sind das nur Vorteile, besonders wo man eine O2 Sond heute doch recht günstig bekommen kann.
    Ich habe 1986 mal eine Sonde in der Industrie eingesetzt von YOKOGAWA die hat so um die 18 000,- DM gekostet, dafür hätte ich privat auch keine eingesetzt.


    Mit den 14 Jahren kann ich gut mithalten, ,ich arbeite seit 1965 an Holzverbrennungen für die Industrie und habe da genau diese Entwicklung auch gesehen, deshalb auch meine Meinung dazu.


    mfg
    HJH

  • Ich gebe Dir dahingehend Recht das man es auch ohne O2 Regelung machen kann..

    Um mich nochmal verständlich zu machen: Was bedeutet dieses "es"? Bei industriellen Großanlagen schließt das natürlich den CO-Ausstoß mit ein. Vielleicht auch Feinstaub und ähnliche Dinge. Wer da optimieren will, der kommt ohne Restsauerstoff kaum aus. Wer das Letzte rausholen will, für den reicht auch das nicht.


    Aber hier geht es um häusliche Anlagen. Sicher ist dem ein oder anderen Nutzer am ehesten wichtig, dass er weniger Holz verbraucht und der Schornie die Anlage nicht sperrt. Zwischen einem Überschreiten der Grenzwerte(auch der neuen BImSch) und der Notwendigkeit des Einsatzes einer Lambdasonde liegt immer noch ein sehr großer Spielraum. Es gibt inzwischen Naturzukessel mit oberem Abbrand, die das erreichen.
    Wenn also ein Kessel wie Vigas oder Atmos -die ja gekauft wurden, weil sie preiswerter sind- halbwegs vernünftig eingestellt sind, dazu noch modluierend, also mit stufenloser Gebläseregelung angesteuert werden, dann liegen die sehr weit unter den Grenzwerten. Und zusätzlich wird mit der drehzahlgesteuerten Regelung noch ordentlich Holz gespart.


    Manche sind damit voll zufrieden, andere investieren oder basteln lieber mehr. Jedem sei sein Weg zum Glück gegönnt.

  • Hallo zusammen, :) B)



    vielen Dank für die vielen Antworten und die rege Diskussion.


    Dies alles war für mich sehr lehrreich.


    Es gibt doch wie ich es jetzt sehe, einige gute Möglichkeiten meinen Ofen zu optimieren.


    Ich würde jetzt gerne erst einmal mit dem Zugbegrenzer und den optimierten Turbolatoren anfangen um


    Die Temperatur vom Rauchabgas zu verkleinern.


    Und jetzt auch gleich noch meine Fragen.


    Welchen manuellen Zugbegrenzer würdet ihr mir empfehlen und wie stelle ich diesen optimal für meine Heizanlage ein?


    Auf welchen Wert soll passierend zu den Messdaten des Schornsteinfegers den Zugbegrenzer einstellt werden?

  • Hallo,


    Auf welchen Wert soll passierend zu den Messdaten des Schornsteinfegers den Zugbegrenzer einstellt werden?

    bist Du sicher, dass der gemessene Kaminzug 0,39 Pa ist? Das wäre nämlich zu wenig, dann brauchst Du keinen Zugbegrenzer. Der Zug sollte 10 - 15 Pa betragen.

  • Hallo,
    Dieter hat bestimm hPa gemeint aber das h davor vergessen. Das wären dann 39 Pa.


    Den Zugbegrenzer baust Du am in Abgasrohr ein, nicht zu dicht vor oder hinter einen Bogen oder Knie. Beim Einbauort sollte ein wirblefreier Unterdruck herrschen, jedes Knie oder Bogen verwirbelt die Abgase. Die Öffnung von der Nebenluftvorrichtung (Zugbegrenzer) sollte den gleich Durchmesser wie das Abgasrohr haben, so ist sicher gestellt das dieser auch zu 100% seine Funktion erfüllt.


    Wenn hier schon über die Jahre der Erfahrung puncto Öfen geschrieben wird kann ich zu meiner Person sagen daß ich seit weit über 30 Jahren mit der Holzverbrennung zu tun habe und dies mit geregelten Öfen, zwar mit den Nolting Kesseln. Wenn ich dann noch die Öfen die mit Naturzug betrieben werden dazu rechne sind es über 40 Jahre ;) keine Werkstattöfen sondern eine Art von Grundöfen. Morgens einmal befüllen und das war es dann für einen Tag lang. Muß mal schauen vielleicht finde ich noch ein paar Bilder davon.


    Gruß Helmut

  • Hallo Helmut,


    bin jetzt wieder nach langer Krankheit da und möchte jetzt endlich meinen Kessel in den Griff bekommen.
    Ich war deswegen schon aktiv und wollte mir einen Zugbegrenzer für das Rauchrohr besorgen.
    Bei der Hinfahrt zum Geschäft ging mir dann die Sache mit dem erhöhten Zug des Kamines noch mal durch den Kopf.
    Und deswegen auch gleich meine Frage.
    Kann es denn nicht sein, das mein erhöhten Zug im Rauchrohr vom Gebläse des Holzvergaserofens kommt und nicht wie angenommen
    vom Kamin ?


    Danke schon mal

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