Die Planung geht los!

There are 13 replies in this Thread which was already clicked 6,410 times. The last Post () by Carotte.

  • Hallo Gemeinde.


    Nachdem ich jetzt seit ein paar Wochen hier mitlese, möchte ich nun meine geplante Anlage, bzw. meine Gedanken dazu hier reinsetzten. Vielleicht hat ja der ein oder andere ein paar Anmerkungen oder Tips dazu.


    Das Objekt: Es handelt sich um einen Altbau, verwinkelt und in L-Form. Die gesammte Wohnfläche beläuft sich auf ca. 260m², von denen aber 60m² bisher immer vom Kamin mitbeheizt wurden, zumindest habe ich noch nie einen Heizkörper aufdrehen müssen. Dach ist isoliert, aussen ist ein 8cm WDVS. Beheizt habe ich das Gebäude mit einer 17KW Ölheizung, incl. Warmwasser. Zusätzlich beheize ich im Wohnbereich knapp 100m² mit einem 8KW Kaminofen, so das hier fast nie ein Heizkörper aufgedreht wird. Holzverbrauch ca. 10rm, Ölverbrauch ca. 3000l. Fazit: Zu Teuer!!
    Bei ohnehin 10rm Holzverbrauch ist also ein HV das naheliegendste.


    Momentan tendiere ich dazu, einen förderfähigen HV zu nehmen. Die scheinen etwas teurer zu sein, was aber durch die Föderung wieder aufgefangen wird. Im Hinblick auf das BimschG und was sonst noch alles kommen mag, scheint mir ein förderfähiger HV besser zu sein.
    In der engeren Wahl sind bisher ein Solarbayer HVS 25 LC oder ein Buderus S 161 mit 24KW. Beim Buderus muss ich gestehen, dass der vermeintliche Markennahme eine Rolle spielt.
    Die Größe des Pufferspeichers weiß ich noch nicht genau, mindestens aber die geforderten 55l/KW. Für Warmwasser besteht ein 300l Behälter mit zwei Wärmetauschern. Mir ist noch nicht ganz klar ( auch für die Bafa) ob der Warmwasserspeicher beim Puffer mitgerechnet wird.??


    Das Vorabgespräch mit meinem Schornsteinmeister war ok, er hat grünes Licht gegeben, jetzt muss ich sehen dass ich mit meinem HB zurecht komme.



    Grüße aus der Eifel.

    Buderus S161, 24kw
    2x1000l Puffer, 300l WW
    14m² Flachkollektoren
    200m² Altbau mit WDVS
    Ölheizung und Kaminofen als Reserve

  • Du hast ja dein Haus schon recht gut gedämmt.
    Deshalb wundert mich das du noch so ein hohen verbrauch hast
    oder Brauchst du 30° im Haus?
    Auch ich habe ein Altbau (175m²) und alles selber gedämmt.
    Ich heize auch wie du mit 2 Wärmequellen einen Kamin im Wohnzimmer
    und einen HV im Keller.Warmwasser über FRIWA.
    Ich habe bis jetzt 6 rm in den HV geschoben und ca 3 rm im Kamin verbrannt.


    Wie ich das Haus gekauft hatte (vor 11 Jahren) hatten wir ein Ölverbrauch von 3200 L im Durchschnitt pro Jahr.


    Gruß
    Holly

    Orlan Super D 25kw
    3x800L Puffer
    WW über FRIWA (selbstbau)
    Solar 14m² VRK (Glykolfrei)
    Steuerung alles über UVR1611

  • Holly,
    wie der Eifeler schreibt, L-Form. Das bedeutet recht viel Außenflächen. So, wie bei mir, da braucht man trotz guter Dämmung doch einiges mehr an Energie.


    Eifeler,
    ich würde einen 35-40KW HV empfehlen, dazu möglichst 4000 Liter Puffer.


    Dann hast du auch sicher die Möglichkeit alles nur mit HV zu beheizen.


    Förderfähig: Wenn ich lese, wie z.B. Atmos seine Förderfähigkeit erreicht hat , bin ich da skeptisch. Die Förderfähigkeit lassen die Hersteller in den Preis einfließen.
    Wichtiger ist die Abgaswerte zu beachten, was jetzt abgenommen wird hat Bestandsschutz.
    Wobei natürlich kein Mensch sagen kann was morgen den Polikern einfällt. Vieleicht wird heizen generell verboten (Umweltschutz)
    das sollte Spaß sein (hoffe ich doch).
    Jeder hier hat in der Regel nur einen Hv und kann nur sagen ob der i.O ist.
    Da hilft wirklich nur eigene Kriterien anlegen und typenbezogen dazu lesen.


    ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Hallo Ralf
    Man könnte deine Ausführungen bezüglich der Abgaswerte und des Bestandschutzes als Mutmaßungen hinstellen,wer aber die Politik etwas genauer unter die Lupe nimmt,wird feststellen müsssen,diese Werte der Abgas-Verordnung sind Moment-Aufnahmen.Eine Änderung dieser kann von Heute auf Morgen geschehen,ohne das sich der kleine Mann dagegen wehren kann.
    EU gibt vor und die Mitgliedsstaaten müssen es umsetzen.In Ballungszentren ist es heute schon fast unmöglich eine Holzheizung genehmigt zu bekommen,im urbanen Bereichen eher noch kein Problem.Aber was noch nicht ist,kann ja noch werden.
    Da werden auch die Hochpreis HV-Anlagen nicht mehr genehmigt werden.Ich bin ja nicht die Flora aus einem anderen Forum,aber zum Nachdenken sollte es trotzdem anregen,ob ich mir eine einst so gelobte ,mit erneuerbarer Energie, eine Heizung einbauen soll oder nicht.Die Lobbyisten der Öl umd Gasfirmen werden ihr übriges dazu beitragen.
    Ich will damit niemanden Verunsichern,aber überlegen schadet nicht.
    Horst!

  • Erstmal schönen Dank für die Kommentare.


    Die 10rm für den Kaminofen sind 80% Fichte, 20% Hartholz. Ich brauche keine 30C° im Wohnzimmer, aber auch nicht viel weniger :) .
    Die angegebenen 3000l waren im langen Winter 2010/2011 gemessen, aber ich war auch erstaunt, dass der Verbrauch so hoch liegt. In diesem Winter liege ich warscheinlich so bei 2500l.


    Tja, die Schwierigkeit besteht wohl darin, die Investitionskosten so gering wie möglich zu halten und trotzdem nicht am falschen Ende zu sparen. Ich denke (hoffe) dass die geplanten 25KW ausreichen.
    Der vorhandene Kaminhofen bleibt weiter betriebsbereit, so dass ich an sehr kalten Tagen auch beiheizen könnte.


    Bzgl. des Puffervolumens hier nochmal die Frage, ob der Warmwasserspeicher hier mitgerechnet wird?
    Aus Gründen der Bequemlichkeit überlege ich noch ob es funktioniert, einen Durchlauferhitzer der vorgewärmtes Wasser verträgt, in die Brauchwasserleitung einzubauen. Dann bräuchte ich im Sommer nicht immer auf die Temperaturanzeige vom Boiler zu schauen, ob die Temperatur noch zum duschen reicht. Wenn nicht, dann macht der Rest der Durchlauferhitzer.



    Gruß aus der Eifel

    Buderus S161, 24kw
    2x1000l Puffer, 300l WW
    14m² Flachkollektoren
    200m² Altbau mit WDVS
    Ölheizung und Kaminofen als Reserve

  • Aus Gründen der Bequemlichkeit überlege ich noch ob es funktioniert, einen Durchlauferhitzer der vorgewärmtes Wasser verträgt, in die Brauchwasserleitung einzubauen. Dann bräuchte ich im Sommer nicht immer auf die Temperaturanzeige vom Boiler zu schauen, ob die Temperatur noch zum duschen reicht. Wenn nicht, dann macht der Rest der Durchlauferhitzer.



    Gruß aus der Eifel


    Wenn du so ein bequemer Mensch bist, dann mach dir viele m² Kollektoren aufs Dach. Dann kannst du dir die meiste Jahreszeit über deinen Durchlauferhitzer sparen. Ist zwar teuerer, aber macht auch ein gutes gefühl. Und man bekommt ja auch noch Zuschüsse.
    Und du brauchst dir keine gedanken über irgendwelche Abgaswerte dabei machen.

  • Hallo Eifeler,
    ich Persönlich würde auf dem Warmwasserspeicher verzichten und stattdessen eine Frischwasserstation einbauen.
    Ich kann Helmut nur zustimmen Solarthermie auf das Dach zu Montieren.
    Da investierst du einmal und hast dann Ruhe und so Teuer ist das garnicht.
    Ich bin selber gerade dabei sie bei mir auf dem Dach zu montieren (14m²) ist wirklich nicht schwer.
    und ich habe auch gerade von der Bafa die Förderung bekommen 1800€ :) und wenn ich das dann abziehe
    habe ich für die ganze Anlage noch ca 1200 € dazu gegeben.
    Wenn man Glück hat, hat man von April bis Oktober oder sogar noch länger warmes Wasser.


    Lass dir das mal durch den Kopf gehen.
    soll nur ein Denkanstoß sein. :lol:


    Gruß
    Holly

    Orlan Super D 25kw
    3x800L Puffer
    WW über FRIWA (selbstbau)
    Solar 14m² VRK (Glykolfrei)
    Steuerung alles über UVR1611

  • Kollektoren ?
    Wer Strom erzeugt und veräußert handelt.


    Das wird wohl nach der Kürzung der Zuschüsse kommen, wenn sich genug Leute die Dinger auf´s Dach gesetzt haben.
    Ist eine Mutmaßung von mir.
    Aber wer weiß das schon. Rechtlich betreibt man doch ein Gewerbe, wenn man Strom erzeugt und veräußert.


    Das es jetzt gefördert wird dürfte da keinen Unterschied machen.


    WW-Kollektoren zur Deckung des Eigenbedarfes sind etwas anderes.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.


  • Hallo,
    ich meinte Meinerseits auch Solarthermie. Die ganze sache mit Stromerzeugung über Solar finde ich nur mit Inselanlagen interesant. Was noch schwierig ist wegen der Speicherung. Ich habe bei mir vor das ganze im kleinen Stiel als Bastelei anzufangen. Vor unserem Haus, direkte Grundstücksgrenze, fließt so eine netter Kanal der immer Wasser hat.



    Wenn ich dann mal Lust habe, werde ich mir eine kleines nettes Boot Bauen, mit einem unterschlechtigem Wasserad, dass eine KFZ Lichtmaschine antreibt und mir ein paar alte Autobatterien lädt. Das ganze muß natürlich Spielerisch ausehen, da ich keine Wasserechte habe. Aber für Hof und Gartenbeleuchtung reicht das allemal. Autobatterien die für so etwas noch tauglich sind bekommt man her, alte Lichtmaschine habe ich noch ein paar rumliegen.


    mfg
    Helmut


  • Tja, die Schwierigkeit besteht wohl darin, die Investitionskosten so gering wie möglich zu halten und trotzdem nicht am falschen Ende zu sparen. Ich denke (hoffe) dass die geplanten 25KW ausreichen.
    Der vorhandene Kaminhofen bleibt weiter betriebsbereit, so dass ich an sehr kalten Tagen auch beiheizen könnte.


    Falscher Ansatz bzw Holzverschwendung mit dem Kaminofen beiheizen zu wollen. Lies mal die HV-Planungsanleitung (Link in meiner Signatur unten). Dann weißt du, was bei zu kleiner Dimensionierung auf dich zu kommt. Manche haben ja Oma/Opa daheim, die immer nachlegen können, auch kommt es mit drauf an, ob man den Öler als Reserve drin läßt, oder nicht



    Quote


    Bzgl. des Puffervolumens hier nochmal die Frage, ob der Warmwasserspeicher hier mitgerechnet wird?


    nur wenn daraus auch die Heizung bedient werden kann => Frischwasserstation
    Als reiner, klassischer Ww Boiler nein


    Quote


    Aus Gründen der Bequemlichkeit überlege ich noch ob es funktioniert, einen Durchlauferhitzer der vorgewärmtes Wasser verträgt, in die Brauchwasserleitung einzubauen. Dann bräuchte ich im Sommer nicht immer auf die Temperaturanzeige vom Boiler zu schauen, ob die Temperatur noch zum duschen reicht. Wenn nicht, dann macht der Rest der Durchlauferhitzer.
    Gruß aus der Eifel


    Solarthermie rechnet sich bei derzeitigen Holzpreisen nur sehr langfristig. Ein großer Komfortgewinn ist es trotzdem.
    Das mit dem solarfähigen Durchlauferhitzer funktioniert durchaus. Billiger wird es aber sein, das WW mit Holz zu erzeugen.
    Wenn du aber schon auf Bequemlichkeit aus bist, dann Anlage insgesamt nicht zu klein auslegen, s.o.
    Die "gesparten" 2-3000 EUR werden dich noch lange ärgern, wenn du mehr auf Komfort aus bist.

  • Hallo zusammen.


    Über eine Thermische Solaranlage habe ich auch nachgedacht. Mein Dach ist allerdings seit 2009 mit einer Photovoltaikanlage fast komplett bedeckt. Im Bereich hinter dem Kamin wäre noch etwas Platz, aber teilweise verschattet, also nicht so optimal. Auf der Nordseite ist noch Platz genug... :laugh:
    Die Ölheizung bleibt als Reserve stehen, soll aus Kostengründen aber so wenig laufen wie möglich, am besten gar nicht.
    Da bei mir ein 300l Warmwasserspeicher mit 2 Wärmetauschern schon vorhanden ist, habe ich mir über eine " Frischwasserstation" keine Gedanken gemacht. Ich muss auch einräumen dass ich mich erstmal mit dieser Technik und den Preisen dafür befassen muss. Die Größe (KW) des HV werde ich auch nochmal überdenken.



    Gruß aus der Eifel

    Buderus S161, 24kw
    2x1000l Puffer, 300l WW
    14m² Flachkollektoren
    200m² Altbau mit WDVS
    Ölheizung und Kaminofen als Reserve

  • Durchlauferhitzer macht Sinn, wenn man z.B. abends nach Hause kommt, der Speicher kalt ist um man sofort duschen will. Oder im Sommer wenn der HV nicht laufen soll, je nachdem wieviel WW gebraucht wird. Bei mir wärs Blödsinn für 1 mal Duschen den HV anzuschmeißen. Allerdings wird das WW auch noch über Solarkollektoren erzeugt. So daß ich den DLE in Betrieb hatte, bevor der HV installiert war, seitdem aber nicht mehr. Trotzdem gut. Im letzten Sommer wars doch glatt einmal so, daß ich den DLE fast gebraucht hätte (über 1 ganze Woche null Sonne). Aber wenn du den HV richtig dimensionierst, kannst du den Öler komplett rausschmeißen. Mittels Abgassauggebläse ist man auch mit der HV-Leistung etwas flexibler, da man mit dem Nachlegen nicht warten muß, bis die Ladung komplett runtergebrannt ist. Dann kann man schon mal tagsüber durchlaufen lassen, wenns draußen zu schattig wird (so wie letztens).
    Solarthermie finde ich immer noch reichlich teuer, allerdings ist das ein Wahnsinnskomfort (man muß absolut NIX tun und hat die Bude/das Wasser warm). Irgendwann wird man ja auch älter :). Und dann ist es vermutlich ein Unterschied ob man 3 oder 6 RM Holz hackt.
    Kamin habe ich auch noch, muß aber gestehen daß ich den fast nicht mehr betreibe (nur noch als orangenen "Fernseher"). Der Unterschied in der Heizleistung bezogen auf den Holzverbrauch ist einfach zu krass.
    Bei der HV-Leistung "Luft" schadet m.E. nicht, ggf. macht man den HV halt nicht immer ganz voll, funktioniert trotzdem. Aber am HV ein paar KW "anbauen" geht hinterher nicht so gut.


    Gruß aus dem Schwäbisch-Fränkischen Wald, Karotte

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