Anordnung der Pufferspeicher

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  • Hallo,


    vor ca. 1/2 Jahr habe ich eine neue Heizungsanlage bekommen. Diese besteht aus einem Holzvergaser (Windhager LogWin Premium 30KW) für den Winterbetrieb sowie 12 m² Sonnenkollektoren für den Sommer. Die Energie wird in 3 Pufferspeicher mit jeweils 1000 Liter Fassungsvermögen gespeicher. Die Anordnung der Anlage ergibt sich aus dem als Anlage 1 beigefügten Schema meines Heizungsbauers.


    Schema 1:




    Mein Problem bei der Anordnung der Pufferspeicher ist nun, dass die Solaranlage ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Holzvergaserkessels ca im Oktober die Solaranlage praktisch komplett außer Betrieb gesetzt wird. Der Wärmetauscher für die Solaranlage befindet sich im 1. Pufferspeicher. Dieser 1. Pufferspeicher wird jedoch auch als erstes von meinem Windhager aufgeladen. Wenn der erste Pufferspeicher auf Temperatur ist, wird der 2. und 3. Puffer durchgeladen. Durch die Heizungspumpe wird dann das Wasser wieder vom 3. in den 2. und schließlich in den 1. Speicher gepumpt. Dadurch ist der erste Pufferspeicher immer heiß und es fehlt an einer Kaltwasserzone, welche zum Solarbetrieb genutzt werden könnte. Mit dieser Installation des Heizungssystems bin ich daher sehr unzufrieden, zumal die Vorgabe an meinen Heizungsbauer war, die Solaranlage auch im Winter nutzen zu können.


    Ich hatte mir daher überlegt, ob es nicht angebracht gewesen wäre, die Anordnung der Pufferspeicher wie im folgenden Schema (Anlage 2) vorzunehmen.



    Schema 2:



    Hierbei wird der Pufferspeicher mit dem integrierten Wärmetauscher für die Solaranlage in die Mitte gestellt und die beiden anderen Speicher links und rechts davon. Die Puffer werden dann mit jeweils 5 Querverbindungen miteinander verbunden. Die Verbindungen werden mit Ventilen versehen, die den Wasserfluss nur in eine Richtung zulassen. Hierbei lässt die oberste Verbindung den Wasserfluss von den äußeren Puffern in den mittleren Puffer zu. Die nächsten 3 Querverbindungen von oben nach unten lassen dann eine Fließrichtung nur vom mittleren in die äußeren Puffer zu. Die unterste Querverbindung lässt dann die Fließrichtung in beide Richtungen zu, um einen Druckausgleich zu gewährleisten und das kältere Wasser aus allen drei Puffern abziehen zu können. Der Holzvergaser würde dann den mittleren Speicher zuerst beladen, bis zur 2. Querverbindung. Dann würde das heiße Wasser in die äußeren Tanks fließen und diese Puffer im oberen drittel aufladen. Dann wird der mittlere Puffer weiter durchgeladen bis zur nächsten Querverbindung usw usw.


    Würde dies theoretisch und vor allem in der Praxis funktionieren? Bei dieser Anordnung hätte ich dann im mittleren Puffer im unteren Teil immer noch kälteres Wasser zur Erwärmung über die Solaranlage.


    Für konstruktive Rückäußerungen wäre ich sehr dankbar, da sich mein Heizungsbauer auf den Standpunkt stellt, dass seine Anordnung richtig. Ich müsste damit leben, dass ich die Solaranlage von Oktober bis April nicht nutzen kann, solange ich den Holzvergaser in Betrieb habe.


    Vielen Dank

  • Hallo,
    Der erste Speicher ist aber kein Kombispeicher? Nur ein Puffer mit WT? Wenn das der Fall ist, und du das Problem wirklich sinnvoll und gut lösen willst, verbaue einen externen PWT für die Solaranlage. Dann hast du alle Möglichkeiten offen.
    Mal eine andere Frage, hängt dein HK Mischer wirklich so an den Leitungen zwischen HV und Puffer?
    mfg
    Helmut

  • Hallo,


    So würde ich eine Solaranlage an einen Holzvergaser anschließen:


    http://www.holzvergaser-forum.…9/&postID=46761#post46761


    Du solltest grundsätzlich versuchen deine Heizungsanlage mit niedrigen Temperaturen zu fahren.


    3000 Ltr. bei 49 kW scheint mir etwas zu wenig zu sein.


    Nimm einen weiteren 1000 Liter Speicher nur für Solar und kein Kombi-Speicher!


    Deine neue Schaltung bringt dich aus deinem Schlamassel auch nicht raus.


    mfg
    HJH

  • Hallo Helmut,


    ja, der erste Speicher ist nur ein Puffer mit integriertem Wärmetauscher, kein Kombispeicher. An diesem Puffer ist noch die FrischWasser-Station angeschlossen. Das erste Schema ist das Original vom Heizungsbauer. Von daher denke ich schon, dass der HK Mischer auch so an den Leitungen zwischen HV und Puffer angebracht ist.


    MfG

  • Hallo,
    wie HJH geschrieben hat ist 49kw mit 3000l schon etwas knapp bemessen.
    Ich würde aber trotzdem die Solaranlage über einen PWT laufen lassen, da du dann die möglichkeit hast wenn der erste Puffer auf Temparatur ist und du nicht Heizen müßtest, bei Sonnenschein die anderen zwei mit der Solarthermie zu versorgen (Was bei 12m²durchaus Sinn macht).
    Im Anhang die Hydraulik meiner Anlage, da habe ich es so gelöst. Setzt natürlich voraus dass du an deine Heizungsteuerung das ganze auch steuern kannst.
    mfg
    Helmut


    Nachtrag: Wenn du die Möglichkeit hast und genügend Anschlüsse an den Puffern hast, schließe den PWT direkt an.

  • Hallo,
    meine Anlage ist auch genau so wie auf Deiner ersten Zeichnung aufgebaut. Auf dem Dach liegen 10m2 Röhrenkollektoren.
    Für mich stellt sich eine andere Frage die ich auch mit meinem Heizungsbauer besprochen habe... Macht das überhaupt Sinn die ein Paar Stunden Sonne im Winter überhaupt mit "einbauen"?
    Meine Solaranlage ist auch nicht wirklich optimal ausgerichtet und die Anlage ist ein Paar mal angesprungen aber keine solche Energie geliefert dass ich es bereuen könnte.


    viele Grüsse czubek

    Ladan 40Kw mit Edelstahlbrennraum ,Flammtronik große Brennkammer Agasbremsen und Turbulatoren
    3000L Puffer
    75m2 FBH Trockenbau. Oventrop mit Alpha2 und Ceta106
    65m2 mit Heizkörper. Oventrop mit Alpha2 und Ceta106
    10m2 Soar Solarstation Tacosol FV70 Deltasol BX
    KAMO FWS-Eco Plus mit Wilo Star Z Nova Zirkulation

  • Hallo czubek ,


    Macht das überhaupt Sinn die ein Paar Stunden Sonne im Winter überhaupt mit "einbauen"?


    Das ist die Frage aller Fragen.
    Du wirst schon Öl einsparen aber nicht unbedingt Geld.
    Irgend wann werden wir wohl alle gezwungen sein Sonnenenergie zu nutzen wenn die Preise weiter steigen.
    Oder es erfindet irgend jemand etwas Neues, das du aber dann wieder bezahlen musst in Anlehnung an den Ölpreis.


    Im Winter kommt wenig von der Sonne. Im Sommer ist zu viel da.
    Deshalb immer, in den Übergangszeiten, im Sommer und Winter, alle Energie über der Rücklauftemperatur sofort nutzen
    und nicht erst warten bis die Temperatur am Kollektor die momentane Heiztemperatur erreicht hat!
    Einspeisung von Sonnenenergie in einen vorhandenen Wärmespeicher führt zwangsläufig mehr oder weniger zu einer Durchmischung.
    Bedenke : Bei niedrigen Temperaturen kann der Wirkungsgrad eines Kollektors um 100% steigen.


    Ich wiederhole mich noch einmal : Runter mit den Temperaturen und immer mit Heizungsunterstützung fahren.
    Einen INVEST sollte man immer optimal nutzen.
    Deshalb den Rücklauf immer unter 30°C halten! Evtl. ein paar Heizkörper vergrößern. Auch eine FRIWA immer für niedrige Rücklauftemperaturen auslegen.


    Das Ziel ist nicht z.B. eine Temperatur von 60°C vom Kollektor für Warmwasser zu holen sondern alle Temperaturen
    über der Rücklauftemperatur nutzen.
    Nicht warten bis 60 °C vom Kollektor runter kommen!
    Wenn die Temperatur vom Kollektor nicht hoch genug ist dann muss man halt nachheizen, man sollte trotzdem diese niedrigen Temperaturen vorrangig nutzen.


    mfg
    HJH

  • Hallo,
    im Winter wahrscheinlich nicht, aber in der Überganszeit könnte es interesant sein. Vor allem wenn man z.B. Fußbodenheizung hat. Vorgestern hatte z.B. die Sonne unseren 500L Puffer im oberen Teil von 70° auf 83°C gebracht. Obwohl abnehmer vorahnden sind. Und das mit 6m² (jedoch optimal ausgerichtet). Schon wieder Holz gespart und die Sonne genossen.
    Aber mal abgesehn davon, Sinn oder unsinn ist relativ. Wir haben eine Gartendusche. Eine Schwarze Kunstoffsäule. Die hat 100Euro gekostet. In der Warmen Jahreszeit reicht dies durchaus zum Duschen aus. Will damit sagen, wenn man sich schon irgendwelche Kollektoren in größerer m² Zahl aufs Dach macht, dann sollten sie auch im Winter bei wenig Sonne etwas bringen. Ansonsten wäre ein Schwarzer Gartenschlauch efektiver und sinniger.
    Meine Meinung
    mfg
    Helmut Keller

  • Hallo,
    Ihr habt natürlich Recht. Nutzen was geht. Ich bin aus meiner Lage ausgegangen und es gab einfach keine Möglichkeit die Solaranlage optimal aus zu richten. Sie liegt auf einem Flachdach der leicht in den Westen geneigt ist. Da war es von vorne klar das die Ausbeute im Winter nicht die Rede wert sein wird.
    Heute obwohl die Sonne am Himmel nicht zu erkennen ist arbeitet sie trotzdem bereits mit 36 Grad. Mein Ziel war oder konnte nicht sein sogar den letzten Sonnenschein auch im Winter in den Puffer zu bringen.
    Die Idee mit dem PWT finde ich interessant. Werde im Sommer beobachten wie sich das Verhältnis von 10m2 und 1000L Puffer verhalten


    viele Grüsse
    czubek

    Ladan 40Kw mit Edelstahlbrennraum ,Flammtronik große Brennkammer Agasbremsen und Turbulatoren
    3000L Puffer
    75m2 FBH Trockenbau. Oventrop mit Alpha2 und Ceta106
    65m2 mit Heizkörper. Oventrop mit Alpha2 und Ceta106
    10m2 Soar Solarstation Tacosol FV70 Deltasol BX
    KAMO FWS-Eco Plus mit Wilo Star Z Nova Zirkulation

  • Sie liegt auf einem Flachdach der leicht in den Westen geneigt ist.
    czubek


    Und warum dann nicht nach Süden aufgeständert? 10m² sind ja für reine Brauchwassergeschichte in der Zeit wo nicht geheizt wird nicht gerade wenig. Da wäre eine nutzung in der Übergangszeit oder im Winter eigentlich schon ein muss. Sonst machen die 10m² ja gar keinen Sinn. Oder verbrauchst du soviel WW im Sommer?


    mfg
    Helmut

  • Leider ist das aufstellen nicht möglich weil sonnst ein Fenster versperrt wird. Zusätzlich wirft ein Haus ab November bis Anfang Februar wegen der tief stehenden Sonne seinen Schatten drauf. Die 10m2 waren eigentlich als Ausgleich für die ungünstige Lage gedacht.

    Ladan 40Kw mit Edelstahlbrennraum ,Flammtronik große Brennkammer Agasbremsen und Turbulatoren
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  • Wenn es natürlich keinerlei Möglichkeiten gibt, auf dem Grundstück oder auf dem Dach des Hauses die Sonne besser einzufangen wie der jetzige Platzt, muß man natürlich das ganze mit viel Kollektorfläche machen.
    mfg
    Helmut

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