Hydraulisches Schema Guntamatic BMK 20

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  • Hallo an alle!


    Könnt Ihr mir sagen, ob das Hydraulische Schema von Guntamatic nach Herstellerangaben so bei mir verbaut wurde?
    Bei uns wird der WW Boiler immer viel zu heiss, so um die 85°C. Da wir schon viel Ärger mit unserem Heizi haben und hatten, möchte ich mich mal bei anderen erkunden.
    Nur per Zufall kam bei uns grad ein anderer Heizungsbaumeister vorbei und den habe ich die Sache angucken lassen.
    Der sagte mir, das das Schema nicht nach Vorgabe verbaut sei und deshalb drückt die KLP das Wasser durch die SLP in den Boiler und nicht wie gewünscht in den Puffer/Heizkreis. Der Heizungs VL sollte direkt in den Puffer und die Pumpengruppen bedienen sich über ein T - Stück, jenach Bedarf. Das Schema ist bei Guntamatic HP auf Seite 21
    http://www.guntamatic.com/uplo…K_DE-W21-004-V06-0511.pdf


    Hat mein Heizi das so richtig verbaut, oder ist das Scheisse?

  • Hallo "Clatch",


    Meiner Meinung nach ist das Schema von Guntamatik nicht ganz optimal.
    Die versuchen die Strömung im Puffer gering zu halten und nehmen die Heizkreise nahe beim Kessel ab. Die Puffer sind erst danach mit recht langen Anschüssen verbunden.
    Ich denke gerade bei langen und dünnen Anschussrohren kann durch die Kesselpumpe ein Druck im Heizkreisverteiler aufgebaut werden, falls die Heizkreisverteiler gerade mal zu sind umso höher wird der Druck sein.
    Dieser Druck geht dann durch die stehende Boilerladepumpe und heizt mit der vollen Vorlauftemperatur des Kessels dein Warmwasser auf.
    Der Boiler sollte am Kessel angeschlossen werden um eine hydraulische Trennung zu erreichen, dann wird das Warmwasser nur über die Regelung erwärmt.
    Am besten über getrennte Anschlüsse oder wenigstens direkt ein T-Stück am Pufferanschluss.
    Dann auch die Ladepumpe in den kühleren Rücklauf legen.


    Das ist natürlich ein ziemlicher Aufwand für die Verrohrung, eventuell ist es einfacher ein Magnetventil in Reihe zur Boilerladepumpe einzubauen daß mit der Pumpe angesteuert wird und nur dann den Wasserfluss freigibt.


    Klaus

  • Hallo Clutch,


    Klaus hat vollkommen Recht.
    Selbst wenn nach Plan verrohrt wurde, drückt es dir den Vorlauf des HV durch deinen WW-Speicher (wenn das passiert werden ausserdem deine Heizkreise vom Kesselvorlauf "gepusht").
    Daher auch die hohen Temperaturen im Boiler (den höheren Durchfluss im Heizkreis bemerkst du nur nicht, weil es nicht gemessen oder angezeigt wird).


    Solche Dinge sind der Grund, dass ich bei jeder Gelegenheit eine Verschaltung mit hydraulischer Entkoppelung empfehle. Da kann so etwas nicht passieren.
    Nachträglich so etwas zu ändern ist meist sehr aufwändig.


    Gruß Yves

  • Hallo,
    die einfachste uns sinnvollste Lösung wäre, Pufferleitungen vom HV an den T Stücken des Heizkreisverteilers kappen, und den HV direkt mit den Puffern verbinden. Insofern die Puffer noch Freie anschlüsse haben. Das sind zwei neue Leitungen. Mehr nicht.
    mfg
    Helmut

  • Danke Jungs für eure Tipps!


    Gestern war mein Heizi und die Werksvertretung von Guntamatic da. Und siehe da - es hat geklappt.
    Nach fast 6 Monaten ewigen Hin und Her habe ich es jetzt geschafft.
    Witzig ist, immer wenn ich mir einen anderen Handwerker zu einer zweiten Meinung hole, stellt dieser fest, dass mein Heizi scheisse gebaut hat.
    Also, der Mensch von Guntamatic hat es mit seinem Schema verglichen und festgestellt, dass es so funktionieren kann - aber nicht klappt.
    Jetzt werden die Puffer direkt angefahren und die Pumpen mit nem T--Stück angeschlossen.
    Auf Kosten des Heizis. Der wollte erst ein Ventil einbauen ( Ventil soll ich dann zahlen).
    Das wollte ich dann nicht. Erst wirds geändert, wenns dann nicht klappt, kann immer noch ein Ventil eingebaut werden.


    Vielen Dank für eure Tipps!!!


    Gruß!


    Clatch


  • Stell doch Fotos von deiner Anlage hier rein damit wir sehen obs jetzt wirklich passt oder sonst noch was fehlt wie Rücklaufanhebung usw


    LG Franz

    ,,Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Biber und der Wolf zum Ärger der friedlichen Bürger.
    Fröling S4 mit 145 Liter Füllraum Januar 2011 Inbetriebnahme 3000 Liter Puffer.

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