HVS 50 läuft wie verrückt

There are 11 replies in this Thread which was already clicked 6,202 times. The last Post () by BerndT.

  • Hallo,
    komme gerade mal wieder vom Bau - die ersten Möbel sind nun da. Habe heute auch mal wieder etwas geheizt. Eine Ladung reicht im Moment für etwa 4 Tage, Haus komplett geheizt - ca. 150 bis 160m² mit FBH und Vorlauf von rund 25°C.


    Habe, wie oft, zwischendurch mal den Ofen bei der Arbeit zugesehen. Er läuft wie immer wie eine "Höllenmaschine".
    Die Wassertemperatur zum Ofen liegt bei rund 62 bis 65° und die Temperatur zum Puffer wird geregelt zwischen 82 und 87°. Mit dem Unterschied zu einem alten Beitrag dass statt einer WILO 30/7 eine 30/100er Pumpe läuft. Ist schon eine gewaltige Pumpe. Der HV läuft dabei fast immer auf 150° Abgastemperatur (ca. +/- 8°) und im Schnitt auf 70% Leistung. Verfeuert wird grob gespaltene Erle mit einer passenden Länge von 70cm.


    Der Grund für diesen Beitrag?
    Es kann doch eigentlich nicht sein dass ich mit der großen Pumpe immer noch 20Kelvin Temperaturerhöhung habe, oder? Da muss die Dauerleistung doch schon bei rund 100kw liegen.
    Der HV läuft eigentlich nur im ECO Betrieb da im Turbobetrieb eine unruhige und ungleichmäßige Verbrennung mit gewaltigem Ausmaß stattfindet - Höllenfeuer :evil:


    So langsam schmilzt mir die Brennkammer schon davon, die ersten cm unten sind schon weggeschmolzen. Auch im ECO ist alles hellrot glühend. Wenn richtig Power im Ofen ist (bei Turbo) dann schießen die Flammen beim Versuch die Tür zu Öffnen schon vorne die Blende hoch und man muss schon aufpassen dass einem die Haare auf dem Kopf nicht wegbrennen. Auch wird sogar bei 65 bis 70° Zulauftemperatur die Abschalttemperatur von über 90° erreicht. Egal
    Im Eco regelt sich die Temperatur nur nach Abgastemp. um die 150° bei 70° Wasser rund 62 auf 82 bis 87° bei Wilo 30/100, kompletter 2" Verrohrung
    Ist es aber normal dass die Mulde in der Brennkammer für die Schamottsteine so schnell verschleißt? Die schmilzt ja so langsam nach hinten weg.
    Wenn jetzt jemand sagt dass sei Kurzfristig möglich der irrt. Es ist Dauerzustand. Die Elektronik regelt den Ofen zwischen 50 und 100% und das nur um die AGT auf 150° zu halten. Eigentlich perfekt, oder? Die Flamme ist superblau, es gibt kein Qualmen, nur für ca. 2Minuten nach dem Anzünden. Die Methode? Feines Holz über die Düsen legen daß nur noch ein kleiner Schlitz frei bleibt, diesen links u. rechts mit Kohle anfüllen die noch in der Brennkammer liegt, Holz bis nach oben voll stapeln. Obere Tür zu, untere öffnen. Dann Absauggebläse am Schornstein einschalten für 260 bis 300 sec. Gasbrenner hinten und vorne für ca. je 10 bis 20sec. unter die Düsen halten. Tür bei verbleib von ca 100sec. schließen, Kessel einschalten und bei verbleib von ca. 20sec. den Kessel starten. Nach ca. 10 bis 20 sec. hört man Vergasergeräsche und ab dann gibt es auch kein Qualmen. Also optimal.
    Oder wie beurteilt ihr den Abbrand / Vorgehensweise / Leistung


    MfG
    Bernd

  • Hallo Stefan,
    Habe mir in den letzten Tagen doch Gedanken gemacht dass es so ja wohl nicht richtig sein kann. Auch wenn er nicht qualmt.
    Die Kanäle müssten eigentlich frei sein, will es aber doch noch einmal überprüfen. Werde alle Rohre noch einmal versuchen zu reinigen. Danke für den Tip.


    MfG
    Bernd

    Bin im Moment nicht jeden Tag am PC da wir schon halb umgezogen sind. PC leider noch nicht im neuen Haus.

  • Hallo Stefan,
    habe vor einigen Tagen mal alles gereinigt. War eigentlich kein Dreck vorhanden, alle Kanäle frei. Auch habe ich an der Einstellung etwas geändert mit seeehr schlechtem Ergebnis. Habe mit dem Hin und Herdrehen der Schrauben die "aktuelle" Einstellung aus den Augen verloren. Nun qualmt der Kessel, startet schlecht und will nicht mehr so. An´s Holz kann es nicht liegen denn das ist das gleiche wie vorher. Aber der Zustand vorher war ja wohl auch nicht perfekt wenn es schon die Brennkammer zerlegt ... .
    Wenn der Vergaser dann erst mal in in die Gänge gekommen ist brennt er auch halbwegs wieder. Auch regelt der die Abgastemp. auf rund 150°, das Wasser erhitzt er um 20 Kelvin trotz 30/100er Pumpe und läuft auch wieder oft auf 50% Leistung. Die Temperatur schwankt dabei zwischen 85 und 90°, die Zulauftemperatur liegt bei z.Zt. bei konstanten 70°C. Es ist also doch noch irgendwo der Bock drinn - habe den Zugbegrenzer noch nicht im Ofenrohr eingebaut. Evtl. ist dies auch noch ein Grund. Heute war Ostwind.
    Mal schauen und weiter experimentieren. Hätte ich doch nur schon die Flammtronik. Aber das liebe Geld ist in den nächsten Wochen / Monaten noch etwas knapp bemessen.
    MfG
    Bernd

  • Quote

    Hätte ich doch nur schon die Flammtronik.


    glaubst du davon läuft plötzlich dein Kessel
    den mußt du vorher im Griff haben, dann erst kommt das Feintuning
    oder es kommen irgendwann die Männer in weis mit einer Jacke für dich die hinten zugeknöpft wird :woohoo:


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Auch regelt der die Abgastemp. auf rund 150°, das Wasser erhitzt er um 20 Kelvin trotz 30/100er Pumpe und läuft auch wieder oft auf 50% Leistung.



    Kannst du die Leistung anhand der erhitzten Wassermenge im Puffer nachvollziehen? 20K Spreizung bei einer einigermaßen leistungsstarken Pumpe ist schon heftig - ich habe eine Wilo 50 1-8 am HVS40 nichtmal auf Halbgas laufen (2200 1/min) und wenn ich richtig trockene Birke heize, habe ich bei 170°C AGT eine Spreizung von 8K. Die Brennkammer glüht dann komplett, allerdings habe ich nur die original Turbolatoren drin, sonst nix (kommt aber noch).


    Wenn du allerdings deinen Puffer mit einer Füllung laden kannst, Hut ab - der 50er hat ja auch einen wesentlich größeren WT.



    Gruß
    Gerrit

    HVS40E mit Martins 12-Loch-Düse
    AK3000
    Lambdaregelung mittels Arduino Mega 2560 (3,2" Touch-Display)
    LSU 4.2 mit Knödler-Interface
    Luftverteilung per Kulisse und Belimo
    4000l Puffer





    "Don't mess with idiots. They drag you down to their level and beat you with experience."

  • Hallo Bernd,
    ich kenne deinen Kessel nicht, aber vieleicht hilft dir die Anleitung im Anhang von meinem Kessel weiter um die Verbrennung einzustellen.
    Und nicht wie Wild hin und her drehen. Das ändert sich nicht so schnell. Dauert schon ein weilchen, da ja ein Gewisser Glutstock vorhanden ist.
    Vielleicht einfach mal alles so weit wie möglich zu drehen.
    mfg
    Helmut

  • :cheer:
    er läuft wieder wie er soll.
    Und danke für alle Tipps. Werde auch noch mal die PDF genau überarbeiten. Hatte selber auch schon mal eine solche Datei, werde noch einmal suchen. Sollte im Ordner HV stehen ... aaber.
    So, gestern abend mal wieder angeheizt. Puffer war, bis auf die letzten ca. 800l ca 40°, = oberste Temperatur die ich z Zt messen kann. Unter den 800l war der Puffer auf 25°C, ganz unten auf knapp 18 °C.
    Den HV hatte ich beim letzten Abbrand versucht bei Vollast einzustellen - gleichmäßig Flamme, bläuliche, fast durchsichtige Flamme, ruhiger lauf.
    Gestern angeheizt mit Kohle die diesmal mehr als sonst vorhanden war, darüber wie sonst kleingespaltenes, nach oben immer grober, alles in 70cm ohne viel Hohlraum aufgepackt. Holz - nur Erle, sehr trocken.
    Rauchabzug eingeschaltet, 260sec. Gasbrenner unter hintere Düse, unter vordere Düse, Klappe unten noch ca. 30sec geöffnet - Schonstein qualmt viel, Klappe dicht und es ging los - kein Qualm mehr, sofort saubere Brenngeräusche und rascher Temperaturanstieg.


    - Der HV läuft jetzt nicht mehr so stark abgeregelt, fast immer bei 80 - 100%
    - Brennkammer glüht zwar aber es zerlegt mir nicht mehr die Wanne für die Steine - ist vorne komplett weggeschmolzen.
    - AG Temp wie gewohnt zwischen 140 und 160 °C aber fast konstant bei 150°
    - Spreizung nicht genau beobachtet, Wassertemperatur lag aber immer über 84°C wenn ich kurz geschaut habe, somit rund 15k
    - Puffer nach 1 Abbrand oben gute 82°C , unter den 800l (bei Heizungsausgang ebenfalls) über 80° bis ganz unten bei knapp 40°C.
    - Noch einmal eine halbe Ladung hineingeworfen - nachts nachgesehen - oben bei 85 und ganz unten etwas über 60°.
    - Ach ja, meine Pumpe läuft auf 4 - Verrohrung 2" Widerstand unbekannt.
    Denke dass mit Eiche / Buche der Kessel die 4850 Liter warm bekommen könnte. Die gespaltene Erle ist sehr leicht.


    MfG
    Bernd

  • Hallo Bernd
    So wie Helmut das beschreibt mach ich es inzwischen auch
    Mit bestem Ergebnis
    Quasi jeder Abbrand gleich und schön ruhig
    Auch die Sekundärluftleistung genügt
    Wichtig ist nur ein ausreichendes Glutbett zum anfeuern


    Grüsse Jürgen

  • Naja Bernd,
    ich betreibe einen Holzvergaser um meine Bude leckerwarm zu bekommen. Sollte ich mal einen Schmelzofen suchen melde ich mich bei dir :)
    Ich lasse ihn schön piano laufen. Habe meine 6m Pumpe auf Stufe 2 geschaltet. Bekomme eine super Schichtung. ich habe ihn ja nicht um so schnell wie möglich mein Holz zu verbrennen.


    Aber schön, das du jetzt weißt was der kann. Zieh ein wenig die Zügel an.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Hallo,
    endlich wieder Online - und das nur über USB-Stick. Unser Telefonanbieter .... :blink:
    Habe den Ofen nun wieder gut am laufen. Wegen der Füllmengen und Erhitzung des Puffers:
    Ich habe, wie gesagt, im Moment nur trockene Erle. Ist seehr leicht, mittelgroß - wie soll ich sagen - ein bis zwei Armdicke groß gespalten. Zum Teil auch dicker. Der Ofen schafft mit ca. 1 1/3 Ofenladungen den Puffer, abgerechnet der oberen ca 800l für Warmwasser, die sind dann noch auf gut 50°, fast voll zu laden.
    Beim Letzten Abbrand am Mittwoch habe ich eine komplette Füllung und dann noch einmal nachgelegt bis zum unteren Rand der Tür und es war baden angesagt. Der komplette Puffer war über 90°C, Ofen abgestellt (Erhaltungsmodus) und die Düsen waren noch nicht zu sehen. Hatte aus einer anderen Palette einige Birkenstücke hinein gepackt, sehr grob gespalten. Leider habe ich noch nicht so viele Thermometer am Puffer, wird aber nachgeholt. Es sind jetzt 4 oder 5 Fernthermometer und einige für die Tauchhülsen. Aber trotzdem behält der Ofen die 20K. Da kann ich ruhig die Thermometer tauschen. Ich habe fast die Befürchtung dass irgendwo großer Widerstand in der Leitung ist und damit die Leistung der Pumpe gemindert wird. Die Temperautr wird meist von 70 auf 90°C erhöht. Falls es gar nicht möglich sein kann mit einer 30/100er WILO Pumpe muss der Fehler wo anders liegen. Mit der 30/7er Pumpe war der Ofen sehr viel öfter unter 50% - zum einem wegen Abgas und zum anderen weil das Wasser über 90° kam.
    Werde die Sache mal weiter beobachten.
    Ach ja - eine Füllung brennt gut 4 Std bis unten nur noch ein Glutbett vorhanden ist. Und mit dieser Einstellung ist viel mehr dickere Holzkohle im Füllraum nach dem Abbrand.


    Werde mal weiter verfolgen. Wäre schön wenn das Programm zur Temperaturerfassung endlich fertig werden würde aber ich habe so viel anderes um die Ohren ... . Wäre bestimmt interessant was im Abbrand mit den Temperaturen passiert und sicher berechenbar. Aber so wie jetzt bin ich zufrieden. Denke ich muss Sonntag wieder heizen. Puffer steht zumindest bis zum unteren drittel noch bei 70°.
    Temperaturen im Haus laut In/Außenthermometen zwischen 21 und 23° (sehr warm) bei nur 48/ Luftfeuchtigkeit. eigentlich zu trocken :S bei gut 150m" beheizter Fläche.


    MfG
    Bernd


  • Werde mal weiter verfolgen. Wäre schön wenn das Programm zur Temperaturerfassung endlich fertig werden würde aber ich habe so viel anderes um die Ohren ... .


    Moin,


    das programmieren ist dir also nicht ganz fremd? Dann nimm doch einen kleinen Arduino (~20,-€ bei EXP-Tech ), ein paar DS18B20 Sensoren und schon gehts los. Die Sensoren habe ich neulich bei ehblöd gekauft, 10 Stück für 10,45 inklusive Porto aus China :blink: . Für den Arduino gibt es fertige Bibliotheken sowohl für die Sensoren als auch für die serielle Schnittstelle, das geht wirklich einfach! Die Sensoren haben einen 64bit Identifier (one-wire Bus), so dass du zig Sensoren verwenden kannst.


    Meine liegen allerdings auch noch unberührt im Bastelzimmer - die Heizung heizt ja...


    Achja - EDIT sacht, du sollst mal ein paar Fotos von deinem Mog einstellen :woohoo:


    Gruß
    Gerrit

    HVS40E mit Martins 12-Loch-Düse
    AK3000
    Lambdaregelung mittels Arduino Mega 2560 (3,2" Touch-Display)
    LSU 4.2 mit Knödler-Interface
    Luftverteilung per Kulisse und Belimo
    4000l Puffer





    "Don't mess with idiots. They drag you down to their level and beat you with experience."

  • So, bin endlich wieder online.
    Der Umzug kommt langsam vorran. Wenigstens bin ich nach einigen Wochen wieder online.


    Mir fällt der Name vom Programm nicht mehr ein. Jedenfalls lässt sich hier alles per Maus erledigen und auch DMX anschließen. Daran angebunden kann die Platine überwacht, gespeichert und sogar bei eingestellten Temperaturen geschaltet werden. Die Temperatursensoren kommen von ABACOM, ebenso die Messplatine. Habe hier auch ein Programm dabei aber das werde ich wohl nicht mit einbinden. Ein Bekannter hat es bereits realisiert. Aber hier läuft die Heizung noch nicht. Habe auch noch eine AMX die sich dann auch wohl mit einbinden lässt. Weiterhin könnte über Phoenix Bus (Netzwerk) dann alle Schaltvorgänge getätigt werden. Aber bis es so weit ist vergeht noch einige Zeit.
    Ziel ist es jedenfalls
    1. Temperaturerfassung
    2. Steuerung über Temperatur (Wandheizung)
    3. Überwachung und Alarmmeldungen des Holzvergasers
    4. Bedienung über jeden PC und über ein zentral im Haus angebrachtes Touchscreen
    5. Steuerung der Hausbelüftung nach Temperatur und Feuchtigkeit.
    6. Steuerung des Erdwärmetauschers (130m Polyrohr in 1m Tiefe) für die Hausbelüftung (Pumpe ein aus und Temperaturdifferenz der Zu und Abluft, evtl. zusätzl. Wärmetauscher über Puffer
    6. Steuerung von Jalousien
    7. Steuerung der Gartenbewässerung
    8. Übernehmen der Kontrolle von jedem außenstehenden PC / Handy / Internet
    9. Komplette Licht und Stromsteuerung des Hauses. Habe alle Leitungen für Lampen, Schalter und Steckdosen zentral in ein Schaltschrank zusammengelegt, somit später möglich ohne EIB oder wie das ganze heißt. Weiterhin soll eine manuelle Bedienung möglich bleiben.
    Dies wird noch wohl eine ganze Zeit in Anspruch nehmen. Bestimmt gibt es noch Hindernisse. Aber einfach mal abwarten was passiert. Und bevor dort viel Geld einfließt wollte ich noch wohl die Flammtronic eingebaut haben. Evtl. lässt sich diese ja auch noch mit einbinden.


    Den Unimog findest du auch unter http://www.thomes-online.de Ist übrigens mein BESTES Stück. Den gebe ich nicht her. Benötigt aber nach dem Bau auch noch eine Kur mit mächtig Pflege. Hat viel gearbeitet und nur die nötigste Wartung erhalten. Dafür eine große Garage mit Grube usw.


    Es ist schon anstrengend so viele Hobbys zu haben. Aber dies macht das Leben interessant. :huh:


    MfG
    Bernd

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!