Brauchwasser außerhalb der Heizperiode

There are 31 replies in this Thread which was already clicked 16,589 times. The last Post () by MarcoK.

  • Liebe Holzheizer,


    seit 6 Jahren betreiben ich einen HDG Euro 50 mit 3000 Liter Pufferspeicher und 300 Liter Brauchwasser und bin mit der Anlage wirklich super zufrieden. Zur Zeit versuche ich die Brauchwassererzeugung außerhalb der Heizperiode zu optimieren. Bis jetzt hatte ich dazu verschiedenen Ansätze.


    1. Ofen einheizen, Brauchwasser auf 70° und Pufferspeicher auf 80° bringen. In den folgenden Tagen das Brauchwasser über den Puffer auf 50° halten. Damit komme ich so ca. 4 - 5 Tage über die Runden.


    2. Ofen einheizen und bei entsprechend reduzierter Holzmenge nur das Brauchwasser auf 70° bringen. Das reicht dann 2 bis max. 3 Tage.


    3. Im Sommer Brauchwasser über die vorhandene Backup-Gasheizung erwärmen. Das gefällt mir aus ökologischer Sicht nicht wirklich, liegt bei realistischer Betrachtung von den Kosten aber nicht schlechter als mit dem HV und ist sehr komfortabel.


    Beim Szenario 1 stelle ich mir vor, dass relativ viel Wärme einfach durch Abstrahlung und nicht durch Verbrauch verloren geht. Die Pufferspeicher haben eine 10cm Weichschaumdämmung, alle Rohre sind mit Glaswolle gedämmt.


    Die Installation von Solarthermie geht nicht, da wir alle verfügbaren Flächen bereits mit PV belegt haben. Außerdem sagt mein Heizer, dass sich das beim Betrieb eines HV nie rechnen würde, womit er wohl Recht hat.
    Brauchwasser im Sommer über eine Luft-Wärme-Pumpe wäre noch eine Möglichkeit, ist aber auch nicht wirklich toll. Aus ökonimscher Sicht wäre es bei mir vielleicht noch darstellbar, da der eigenverbrauchte Strom aus Teilen meiner PV-Anlage recht günstig ist.


    Meine eigentlich Frage an Euch ist aber, wie Ihr im Sommer Euer Brauchwasser erzeugt, wenn keine Solarthermie oder Wärmepumpe vorhanden sind.
    Also eher wie im ersten Ansatz beschrieben, oder wie im zweiten, oder ganz anders? Außerdem würde mich interessieren, wie lange Ihr max. ohne Einheizen mit dem Brauchwasser hinkommt ( auch wenn das auf Grund unterschiedlichem Nutzungsverhalten kaum vergleichbar ist ).


    Über Eure Anregungen und Meinungen würde ich mich sehr freuen.


    Stefan


  • Die Installation von Solarthermie geht nicht, da wir alle verfügbaren Flächen bereits mit PV belegt haben. Außerdem sagt mein Heizer, dass sich das beim Betrieb eines HV nie rechnen würde, womit er wohl Recht hat.


    Das sich eine Solarthermie nicht rechnet, naja, mag sein wenn man nur an das Finanzielle denkt. Ich will nicht darauf verzichten. Aber wenn du schon alles mit PV voll hast, warum machst du dann dein Brauchwasser nicht einfach mit Strom? Heizpatrone einscheiben und fertig. Aus was für gründen hast du sonst alles mit PV voll?????? Um es einzuspeisen???? Das macht ja noch viel weniger Sinn wenn man den Ökologischen Aspekt berücksichtigt.


    Meine eigentlich Frage an Euch ist aber, wie Ihr im Sommer Euer Brauchwasser erzeugt, wenn keine Solarthermie oder Wärmepumpe vorhanden sind.
    Also eher wie im ersten Ansatz beschrieben, oder wie im zweiten, oder ganz anders? Außerdem würde mich interessieren, wie lange Ihr max. ohne Einheizen mit dem Brauchwasser hinkommt ( auch wenn das auf Grund unterschiedlichem Nutzungsverhalten kaum vergleichbar ist ).


    Über Eure Anregungen und Meinungen würde ich mich sehr freuen.


    Stefan


    Wenn keine Sonne vorhanden mache ich WW mit dem HV. Wobei ich sagen muss, selbst mit meinem 6m² Kollektor kommt das außerhalb der Heizphase seltenst vor. Geheizt wird der erste Puffer (auch über Sonne), der gibt mir dann genügend WW für meine Friwa. Über verlust etc... mache ich mir da keine Gedanken. Wir wohnen in einer Sonnenreichen gegend. Und um die paar mal mit dem HV zu Heizen, finde ich genügend "Schrottholz" im Garten, wo für den Winter zum Heizen zu aufwändig wäre. Ofen vollpacken, anzünden fertig. Selbst wenn ich im ersten Puffer nur auf 60° komme, reicht das aus.


    Um deine Frage sinnvoll zu beantworten: Meiner Ansicht Nummer 2, oder eben wenn man faul ist Nummer 3


    Aber 70° ist schon eine Nummer. Da kalkt dir der Boiler ja ruck zuck zu und dann hast du wieder verluste.


    mfg
    Helmut

  • Also ich bin froh, dass ich mein Brauchwasser über meine (sich nicht rechnende) Solaranlage erwärmen kann. Habe die 10 k€ statt auf der Bank auf´s Dach gelegt und freue mich über jeden Sonnenstrahl. Heute würde ich mir die Solaranlage wohl etwas anders zusammenstellen (noch mehr Fläche als 11 qm, ggf. aufständern, Regelung über UVR1611), aber grundsätzlich bin ich mit meiner derzeitigen Lösung zufrieden.
    Den "Ärger" den ich habe, wenn die Sonne mal nicht scheint kann ich verkraften. :whistle:
    Gruss Winfried


    Zur Klärung: Die 10k€ beinhalten natürlich einen großen Pufferspeicher, eine FriWa und die Arbeitskosten etc.

  • Hallo Stefan,


    Eine thermische Solaranlage ist für mich eine absolut sinnvolle Ergänzung zu einem Holzvergaserkessel.


    Die kompletten Sommermonate steht der Kessel und WW macht Solar.
    Für eine Normalfamilie reichen zwei Platten (etwa 5-6 qm) aus, in Verbindung mit einem 300 Ltr. Speicher.


    Da braucht man nicht viel Platz auf dem Dach und der Invest ist überschaubar.
    Bei mir läuft das nun seit 7 Jahren - absolut problemlos - würde nichts andere einbauen;


    mfg friedrich

  • Das sich eine Solaranlage nicht rechnen würde kann ich nicht bestätigen.


    ich habe für meine 14m² VRK mit allen ca 3200€ bezahlt Puffer waren ja schon vorhanden.
    Von der Bafa habe ich dann wieder 1800€ zurückbekommen also hab ich nur 1400€ für das
    Material bezahlt da kann man sich ganz schnell selber ausrechnen bis sich die anlage bei den
    heutigen gas oder Öl Preisen rechnet.


    Gruß
    Holly

    Orlan Super D 25kw
    3x800L Puffer
    WW über FRIWA (selbstbau)
    Solar 14m² VRK (Glykolfrei)
    Steuerung alles über UVR1611

  • Quote

    Das sich eine Solaranlage nicht rechnen würde kann ich nicht bestätigen.


    ich auch nicht,
    hier wird die Rechnung ohne den Wirt gemacht
    die tun alle so, als würde eine Wärmepumpe eine Heizpatrone oder was auch immer nichts! kosten
    was anderes ist es, wenn was vorhanden ist


    Rechnet sich die Anschaffung/ Betriebskosten eines PKW? dann noch großer... kleiner usw.?


    bei mir war die Solaranlage das erste mit allen Kosten:
    Kellergeschweißter Puffer, ADGs, FRWA, Heizungspaket, Steuerung (Programmiert für Solar, Heizung, FRIWA), Kleinteile...
    der HV war für 2000€ ink. RLA, STA, Kugelhähne,... + Kleineteile, später der neue Öler für 1550 ink. Steuerung und Blaubrenner... + Kleineteile, zu haben


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Eigentlich wollte ich keinen Thread zum Thema Wirtschaftlichkeit einer Solarthermieanlage lostreten sondern nur ein paar Meinungen von Nicht-Solarthermiebetreibern bezüglich Heizverhalten einholen ;) . Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen kurz Stellung zu nehmen.


    1. Dass die Erzeugung von Strom durch PV keinen ökologischen Sinn macht höre ich hier zum ersten Mal.
    2. Ich habe nicht behauptet, dass eine Solarthermieanlage nicht sinnvoll sei.
    3. Bei Holzkosten von ca. 300 Euro für Brauchwasser im Sommer stelle ich den Return on Invest einer solarthermischen Anlage in Frage. Das Heizen mit Holz sollte hoffentlich auch aus Eurer Sicht ökologisch korrekt sein. Der Komfortgewinn durch Solarthermie ist keine Frage ( beim momentanen Wetter aber auch nicht gegeben :( )

    Stefan

  • Hallo Stefan,


    bei deiner Konstellation würde ich wirklich eine Heizpatrone einbauen wenn der 300L Speicher das ermöglicht


    dann hast den Komfort und Strom kostenlos, was willst du mehr? Gegen das Wetter kannst du nichts machen


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Hallo Erwin,


    ganz kosenlos ist er ja auch nicht. Unterm Strich zahle ich für den eigenverbrauchten Strom 12,36 Cent pro kw/h.


    Mein Berechnung der täglichen Kosten für die Brauchwasserbereitung sieht wie folgt aus.


    Ich nehme an, dass ich 300 Liter von 40° auf 55° erwärme. Um einen Liter Wasser um 1° zu erwärmen benötigt man 1,16 wh.
    Damit komme ich auf eine notwendige Leistung von 300 * 1,16 * 15 = 5,22 kw/h.


    Bei einer Erwärmung über eine Heizpatrone könnte ich wahrscheinlich mit 5,22 kw/h hinkommen. Die direkte Erwärmung von Wasser mit Strom soll ja fast verlustfrei sein ( ausgehend vom kw an der Steckdose ). Bei Holz und Gas sieht es schon wieder ganz anders aus.
    Rein theoretisch würde ich für 5,22 kw/h keine 1,5 kg Holz oder 0,5m³ Gas benötigen. Das ist natürlich nicht der Fall. Bis das Holz oder Gas abgebrannt sind, die Wärme zum Brauchwassertank gepumpt und getauscht wurden geht doch einiges mehr drauf. Und was sind schon 1,5 kg Holz ...


    So gesehen wäre eine Heizpatrone vielleicht wirklich eine Möglichkeit.


    Stefan

  • Quote

    ganz kosenlos ist er ja auch nicht. Unterm Strich zahle ich für den eigenverbrauchten Strom 12,36 Cent pro kw/h.


    hatte ich da nicht gelesen du erhältst für Eigenverbrauch die ersten 30% 16cent/kWh, darüber etwas mehr und die Kosten für kaufen sind 0 Cent oder so Ähnlich?


    10kWh für Kessel und Systemaufheizen sind auch jedesmal flöten,
    insoweit muß man kalkulieren was ist größer : Standverluste oder Anheizverluste


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Nein, wenn ich den Strom einspeise, dann erhalte ich 28,74 Cent je kw/h. Wenn ich ihn selbst verbrauche, dann bekomme ich für den Eigenverbrauch 16,38 Cent je kw/h. Also zahle ich unterm Strich 12,36 Cent je kw/h die ich von meinem eigenen Strom verbrauche. Die 16,38 Cent sind praktisch die Belohnung dafür, dass ich das Netz nicht belaste.


    Stefan

  • ist da nicht ein Denkfehler,?
    du sagst: Wenn ich ihn selbst verbrauche, dann bekomme ich für den Eigenverbrauch 16,38 Cent je kw/h. ....


    Dann hast du doch Praktisch noch die 20? Cent fürs kaufen gespart und hättest für den Eigenverbrauch 36,38 Cent je kw/h statt 28,74 fürs verkaufen, Zählergebüren usw. außenvor


    so sah die Rechnung aus die ich gelesen habe


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Nein, ich verkaufe das kw ja nicht, sonder verbrauche es selbst. Ohne Zuschuss hätte ich nur den Kauf vom Stromlieferanten gespart. Das wäre im Moment noch ziemlich dumm, da ich das kw teurer verkaufe als ich es kaufe.
    Erst durch den Zuschuss von 16,38 Cent loht sich der Eigenverbrauch.

  • Ich glaube deine Rechnung ist falsch. Die derzeitige Förderung sieht vor, daß du Geld bekommst, wenn du während der Produktionszeit den selber produzierten Stram verbrauchst. Da du in dieser Zeit keinen Strom vom Energieversorger abnimmst sparst du den Betrag zusätzlich. Das heisst, Eigenverbrauch wird um einiges höher gefördert als Lieferung.


    Wie die Verträge allerdings waren, als du deine Anlage aufs Dach montiert hast, steht woanders.


  • Sag ich doch

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Eigentlich wollte ich keinen Thread zum Thema Wirtschaftlichkeit einer Solarthermieanlage lostreten sondern nur ein paar Meinungen von Nicht-Solarthermiebetreibern bezüglich Heizverhalten einholen ;) . Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen kurz Stellung zu nehmen.


    Naja, wenn man das Dach mit PV voll hat und dann solche fragen stellt...........


    1. Dass die Erzeugung von Strom durch PV keinen ökologischen Sinn macht höre ich hier zum ersten Mal.


    Ich sagte nicht, dass es nicht ökologisch ist mit PV Strom herzustellen. Ich sagte es ist nicht ökologisch auf dem Dach eine PV zu haben, den Strom einzuspeisen, und dann mit Holz zu Heizen! Hier spricht nämlich nur der Finanzielle Aspekt und nicht der Ökologische. Ansonsten wäre es für dich gar keine Frage mit deiner PV zu Heizen! Ist eben genauso Ökologisch wie mein Gas auto. So lange der Staat Zuschüsse gibt ist es machbar.
    Oder ist es deine Belohnung dass du das Netz nicht belastest? Ich werde dafür belohnt die Zapfsäulen für Benzin nicht zu belasten.




    2. Ich habe nicht behauptet, dass eine Solarthermieanlage nicht sinnvoll sei.


    Du hast gesagt es Rechnet sich nicht! Warum nicht? Weil der Staat dir zu wenig zuschüsse dafür gibt?


    3. Bei Holzkosten von ca. 300 Euro für Brauchwasser im Sommer stelle ich den Return on Invest einer solarthermischen Anlage in Frage. Das Heizen mit Holz sollte hoffentlich auch aus Eurer Sicht ökologisch korrekt sein. Der Komfortgewinn durch Solarthermie ist keine Frage ( beim momentanen Wetter aber auch nicht gegeben :( )

    Stefan


    Bei dem Ökostrom den ich bezahle könnte ich die kosten auch in frage stellen. Das tu ich aber nicht.


    Also, ich bezahle Ökostrom (was ich gern tue), habe eine Solarthermie Anlage auf dem Dach wo ein anderer entsorgt hat weil er PV aufs Dach geklatscht hat, habe weil es eine alte ANlage ist keinerlei Zuschüsse vom Staat für irgendwelche Ökologische Maßnahmen bekommen, und du machst dir Gedanken ob es sich rechnet eine Solarthermie aufs Dach zu machen, oder evtl. mit Strom dein Brauchwasser zu machen.
    Jetzt frag ich mich doch, was steht da im Vordergrund. Der Finanzielle oder der Ökologische Aspekt!


    Frohe Ostern noch

  • Hallo Helmut,


    du hast den Nagel auf den Kopf getroffen ;)
    Ökologisch muss nicht finanziell sinnvoll sein und umgekehrt auch.
    Die Frage ist: Soll die WW-Erzeugung des Threadersteller wirklich ökologisch sein, oder steht eher die Kostenrechnung im Vordergrund? :evil:


    Ich fahre übrigens auch mit AutoGas.
    Dies bei einem V8 als ökologischen Aspekt zu sehen wird wohl schwer zu argumentieren sein.
    Rein finanziell ist es aber mehr als sinnvol (anders könnte ich mir den Spass gar nicht leisten).


    Bei meiner Heizanlage ink. Solarthermie schaut es anders aus.
    Finanziell wären deutlich günstigere Lösungen machbar (als HV mit Pufferspeicher, Solarthermie heizungsunterstützend und FriWa), aber dann sicher weniger ökologisch.
    Die Solathermie rechnet sich bei mir auch kaum, aber der Komfortgewinn (im Sommer kein Feuer machen zu müssen) war es mir wert.
    Ausserdem schreibt der "Energieversorger Sonne" keine Rechnungen.


    Gruß Yves

  • Ich würde Nr.1 nehmen und die WW-Temperatur auf 50° runterfahren.
    1 mal die Woche über 60° wegen der Legionellengefahr.

    ,,Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Biber und der Wolf zum Ärger der friedlichen Bürger.
    Fröling S4 mit 145 Liter Füllraum Januar 2011 Inbetriebnahme 3000 Liter Puffer.

  • 309Ci: Danke für Deine Meinung.


    Da hier einige der Meinung sind, dass mich nur der ökonomische Aspekt interessiert und ich eine aus Geldgier getriebene Ökosau bin, möchte ich abschließend noch folgendes anmerken, um die Kritiker vielleicht doch zu besänftigen.


    1. Die Umstellung von Gas auf Holz war sicherlich nicht ökonomisch getrieben. Bei Anschaffungskosten von ca. 20.000 Euro für den HV und der Tatsache, dass ich Holz teuer kaufen muss, stelle ich die Wirtschaftlichkeit mal in Frage. Die Gasheizung musste übrigens nicht ersetzt werden, sie war und ist noch 1A in Schuss. Nach meinen Berechnungen kostet mich das Heizen mit Stückholz nicht weniger als das Heizen mit Gas ( unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten ). Dafür habe ich mehr Arbeit ( und genau das war Aufhänger für meine Frage zur Brauchwassererzeugung außerhalb der Heizperiode ).


    2. Ich kaufe auch "teuren" Strom von Greenpeace und nicht den billigen e-on-Atomstrom.


    3. Leider wird man durch den Betrieb einer PV-Anlage nicht reich. Nach 20 Jahren Betrieb hat sie mit Glück einen kleinen Gewinn eingefahren ( vorausgesetzt, es gehen keine Wechselrichter oder Module kaputt ). Nebenbei ist der Gewinn zu versteuern.


    Unterm Strich würde ich sagen, dass nur ein Waldbesitzer aus ökonomischen Gründen zu einem HV greifen würde. Ansonsten kann es eigentlich nur ökologische Gründe geben.


    Stefan

  • Die Umstellung von Öl auf Holz war bei mir ausschließlich ökonomischer Natur.
    In nur 3 Holzvergaser Jahren habe ich überschlägig gut 6000 EUR gegenüber Ölheizung eingespart, wovon 3600 EUR allerdings für die Finanzierung der Heizanlage drauf gingen, weil ich damals aufgrund langjährig exzessiver Heizölrechnungen annähernd pleite war :laugh:
    Macht also eine Ersparnis von ca 800 EUR pro Jahr und die neue Heizung gabs kostenlos dazu.
    Jetzt wo der Heizölpreis wieder Nähe 1 EUR/Liter rückt, ist die Ersparnis noch größer.


    Die Sache mit dem Klimawandel und Erderwärmung halte ich überwiegend für heiße Luft. Nebenbei wurde inzwischen festgestellt, daß aus unerklärlichen Gründen die Erderwärmung in den letzten 10 Jahren leider nicht weiter fortgeschritten ist, was sie aber hätte machen sollen.
    In dem Zusammenhang ist der ganze CO2 Hype ein hahnebüchener Schwachsinn sondergleichen, dient aber immerhin indirekt dem Technologiestandort Deutschland als schöner Anreiz für Forschung und Entwicklung.


    Ich kaufe stets den biligsten Strom (bin eine Ökosau und mir geht es gut dabei)


    PV rechnet sich in Deutschland bei den relativ wenigen Sonnenstunden weder volkswirtschaftlich noch ökologisch, was in vielen sonnenreichen Weltgegenden sicher anders aussieht. Habe trotzdem 6,29 kwp auf dem Dach zu 46,75 Cent Einspeisevergütung. Dachte früher auch, das sei doch eine gute Sache. Meine Meinung über PV änderte sich erst, nachdem/weil ich die Anlage auf dem Dach habe und auf Kosten der Allgemeinheit Geld verdiene.


    Noch größerer Schwachsinn ist es hierbei, mittels Förderung die chinesische PV-Industrie zu entwickeln.



    Mal noch was zur Ausgangsfrage: wenn du das Holz so teuer einkaufen mußt, daß es genauso teuer wie WW per Gasheizung ist, dann würde ich die Gasheizung vorziehen.

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