Geplante neue Anlage mit Vigas 25 und Pelletkessel

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  • Erst mal Hallo zusammen,


    ich heiße Michel und habe zusammen mit meiner Frau vor 2 Jahren ein altes Haus gekauft.
    Da es sich um eine Kernsanierung handelt, wir aus finanztechnischen Gründen versuchen fast alles selbst zu machen und nur am Wochenende Zeit haben geht's nur langsam voran, aber jetzt soll mit dem Heizungsprojekt begonnen werden.


    Das Objekt besteht aus einem bislang ungedämmten Sandsteinhaus mit ca. 120 qm. Wohnfläche, geplant ist die Sanierung des Daches mit anschließender Dämmung.
    Dazu gehört ein kleiner Anbau mit 60 qm Wohnfläche der bereits als Effizienzhaus 100 gedämmt ist.
    Wandflächenheizungen zum Betrieb im Niederthemaraturbereich habe ich schon vorbereitet.
    Zum schnellen anheizen werden in drei Räumen diverse Kaminöfen ( ca. 6 kw) betrieben.


    Im Altbestand gab es nur Öleinzelöfen und so muß jetzt eine komplett neue Heizanlage eingebaut werden.
    Wir bewohnen das Objekt nicht durchgängig so das es im Winter auch mal bis zu einem Monat unbewohnt ist.


    Leider gibt es vor Ort kein Stadtgas und die Aufstellung eines Gastanks ist nicht möglich.


    Zudem sind wir in einer Region mit viel Nutzholz und haben selbst einen kleinen Wald.


    Daher möchten wir auf jeden Fall einen Holzvergaser, geplant Vigas 25 kw. entweder HVS/E oder HVS/ LC mit 3 Pufferspeichern a 800 l. (wegen des geringen Kippmaßes im Keller) einer davon mit ein oder zwei Wärmetauschern zwecks späterer Solareinbindung zur Brauchwassererwärmung.
    Eine Frischwasserstation wird dann wohl auch noch fällig.
    Frage: Bringen 2 Wärmetauscher bei einer Kollektorfläche von ca 6 qm. etwas ?


    Zwecks Frostsicherung des Hauses benötigen wir aber auch eine „Notheizung“.
    Wir hatten zuerst eine 15 kw Gastherme für Flüssiggasbetrieb mit 2 mal 33 kg Flaschen angedacht.
    Haben dies aber weitestgehend verworfen wegen der hohen Preise für Flüssiggas und des Aufwandes ständig die Flaschen tauschen zu müssen.
    Eine Heizpatrone in einen der Puffer einzubauen wäre wohl auch eine Möglichkeit aber reichen da 3 kw aus ?
    Außerdem werden die Stromkosten wohl auch recht teuer sein im Frostsicherungsbetrieb.
    Weitere Möglichkeit wäre eine kleine preiswerte Wärmepumpe z.b. Viessmann Vitocal 200-S 3 kW
    aber auch da scheint ja das Problem das ab minus 2 Grad der Betrieb immer unwirtschaftlicher wird und mehr kw = mehr Euro.
    Also zur Zeit denken wir deshalb an einen kleiner Pelletofen z.b. Atmos Pelletkessel-Set D15 P mit 500 l Pelletspeicher, automatischer Ascheaustragung und selbstreinigendem Brenner.
    Frage: Was haltet Ihr von der Pelletlösung und hat jemand Erfahrung mit dem Atmos ?


    Zu klären wäre außerdem ob es möglich ist ein und den selben Schornstein mit Holzvergaser und Pelletkessel zu nutzen (natürlich nicht zeitgleich).
    Muß ich wohl den Schornie fragen ?


    Ich hoffe Ihr könnt ein wenig zur Entscheidungsfindung beitragen, mit besten Grüßen.
    Michel

  • Hallo Michel,
    ob Heizstab oder Pelletkessel ist eine Mathe-Aufgabe. Mit Gasflaschen zu hantieren ist nicht der Hammer.


    2 Kessel an einem Schornstein haben viele (auch ich), die müssen nur gegeneinander verriegelt sein.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Hallo Ralf,


    wenn man die Stromkosten für den Heizstabbetrieb rechnet lohnt natürlich der Pelletkessel als Notheizung.
    Wie viele Jahre der Amortisationszeitraum wegen des Anschaffungspreises ist muss ich noch mal überschlagen.
    Das mit den 2 Kesseln deren Abzug wechselseitig zu verriegeln ist klingt interessant.
    Hast Du da so was wie eine nähere Info bzw. Bezugsadresse ?


    Michel

  • Hallo Michel,


    ich denke der Anschaffungspreis für den Pelletkessel mit Speicher und Zuführung wird sich schwer amortisieren (dafür kannst du lange den Heizstab für ~100€ als Frostschutz betreiben).
    Für reine Frostschutzsicherung ist ein Heizstab garnicht so abwegig. Die elektrische Energie wird fast komplett (~98%) in Wärme umgewandelt.
    Die Heizstäbe gibt es mit einstellbarer Temperaturabschaltung und das Wasser im Heizkreislauf muss ja nur auf ~5°C bis 10°C gehalten werden.
    Das Teil im oberen Bereich des ersten Puffers (kurz unter dem Abgang für den VL des Heizkreises) einbinden, somit ist der "warmzuhaltende" Bereich im Puffer relativ klein.


    Hab ich bei mir auch als "Backup-Lösung", da weder Gas noch Öl ins Haus kommen.


    Gruß Yves

  • Hallo Yves,


    wieviel kW sollte der Heizstab denn bringen bei 800 l Schichtenspeicher um die Heizanlage im Notbetrieb frostfrei zu halten ?


    Der Anschluss für den Heizstab ist im Solarbayer so etwa in der Mitte des Speichers eingezeichnet, hat Dein Puffer den Anschluss näher am VL ?




    Grüße Michel

  • Hallo Michel,


    den Heizstab kannst du in der Regel an jeden Pufferanschluss anschliessen (üblicherweise 1 1/2"). Wenn Prallbleche hinter den Anschlüssen sind, musst du das für den Heizstab wegbiegen.
    Ich kenne den Puffe von Solarbayer nicht im Detail, da musst du in den Unterlagen zum Puffer nachschauen, ob das da auch möglich ist.


    Ich habe bei mir 6kW (mit Temperaturregler) verbaut.
    Dies ist für reine Frostschutzfunktion mehr als ausreichend, da du ja das Gebäude bzw. die Räume nicht auf über 20°C halten willst.
    Im Grunde musst du nur den Heizkreis auf ~5°C halten (und einen Teil des Puffers auf ~10°C).


    Wenn du den Heizstab selbst über eine Regelung steuern willst, kannst du dir den integrierten Temperaturregler sparen (allerdings sind die als Schutzfunktion eh meist dran und kosten nicht die Welt).


    So schaut mein Pufferspeicher aus
    PufferspeicherPS1000.pdf


    Der Heizstab steckt im zweiten Anschluss von oben.


    Gruß Yves

  • Hallo Yves,


    danke für die Hilfe. Ich denke ich werde es wie vorgeschlagen mit dem Heizstab versuchen.


    Hast Du bei Deiner Solarthermieanlage nur in einem Puffer einen Wärmetauscher und bringen zwei Wärmetauscher in einem Puffer einen nennenswerten Zugewinn ?


    Grüße Michel


  • Hallo Michael,


    ich habe in keinem meiner Puffer einen Wärmetauscher.


    Solare Erträge speise ich über einen Plattenwärmetauscher an unterschiedlichen Stellen in die zwei Puffern ein (je nach Lage der thermischen Trennschicht in den Puffern).


    Warmwasser erzeuge ich über eine Frischwasserstation.


    In meiner Galerie (unter meinem Profil) siehst du am Ende meinen Hydraulikplan.


    Gruß Yves

  • Hallo Yves,


    habe gerade mal einen Moment neben Broterwerb und Kernsanierung, mich wieder mal dem Thema Heizungsvorbereitung zu widmen.


    Deine Hydraulik und Dokumentation ist schon recht hilfreich, all derweil Deine Anlage in etwa dem entspricht was auch ich plane und ebenfalls selbst bauen möchte.


    Zwei Fragen hätte ich dennoch:
    1.Deine Verrohrung scheint C-Stahl gepresst zu sein. Ich werde wohl Schwarzrohr geschraubt nehmen. Welche Querschnitte hast Du denn zwischen den Komponenten ?
    1 ¼ Zoll zwischen Kessel und Puffer.
    1 ½ Zoll für die Rücklaufanhebung.
    1 Zoll für den Heizkreis vom Puffer zum Etagenverteiler.
    2.Der Plattenwärmetauscher für Deine Solaranlage ist sicher weit effizienter als ein herkömmlicher Wärmetauscher im Pufferspeicher, aber auch einiges teurer.
    Lohnt ein kleinerer Plattenwärmetauscher bei einer 6 qm. Solarthermie, oder doch lieber Puffer mit Wärmetauscher ?


    Soweit fürs erste, besten Dank nochmal für die Tipps.
    Grüße Michel

  • Hallo Michael,


    Zwei Fragen hätte ich dennoch:
    1.Deine Verrohrung scheint C-Stahl gepresst zu sein. Ich werde wohl Schwarzrohr geschraubt nehmen. Welche Querschnitte hast Du denn zwischen den Komponenten ?
    1 ¼ Zoll zwischen Kessel und Puffer.
    1 ½ Zoll für die Rücklaufanhebung.
    1 Zoll für den Heizkreis vom Puffer zum Etagenverteiler.


    Ich habe die komplette Installation im Heizraum mit 28mm C-Rohr verpresst.
    Nur am Vorlauf vom HV habe ich bis zum Spirovent 35mm und dann wieder bis zur Rücklaufanhebung auf 28mm reduziert.


    Nach der Heizkreispumpengruppe dann auch wieder den Heizsträngen entsprechend reduziert bis auf 15mm an den Heizkörpern



    2.Der Plattenwärmetauscher für Deine Solaranlage ist sicher weit effizienter als ein herkömmlicher Wärmetauscher im Pufferspeicher, aber auch einiges teurer.
    Lohnt ein kleinerer Plattenwärmetauscher bei einer 6 qm. Solarthermie, oder doch lieber Puffer mit Wärmetauscher ?


    Solaranbindung mit PWT ist nicht nur effizienter, sondern lässt sich auch besser einschichten.
    Und viel teurer war es auch nicht, da ich beide Puffer ohne interne WT habe (die deutlich günstiger sind). Da kostet der PWT und die zusätzliche Pumpengruppe nicht viel mehr als die Differenz (ok, Zonenventile kommen auch noch hinzu, die kosten aber auch nicht die Welt).


    Bei 6m² Solarkollektoren würde ich einen PWT mit 0,5m² (Minimum) bis 0,8m² (Optimum) Tauscherfläche verwenden.
    Ein B2-12-50 mit 0,6m² Tauscherfläche wäre völlig ausreichend (~79,-€)
    B2-12-50 bei eBay


    Anbindung mit PWT ist gegenüber Pufferspeicher mit internen WT immer zu bevorzugen.
    Wenn schon, dann gleich richtig (man geht woanders genug Kompromisse ein).
    Auch unter dem Aspekt von Wartung, Reinigung, späterer Erweiterbarkeit u.s.w...


    Gruß Yves

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