von ÖL auf Holz

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  • Hallo Profis,
    ich bräuchte mal eure Hilfe.
    In den nächsten 1-2 Jahren möchte ich Holzheizer werden und bin mir nicht sicher, wie groß (überdimensioniert) ich meine Anlage auslegen soll.
    Selbstverständlich werden HB und Schornie noch hinzugezogen, aber dann will ich schon genügend Hintergrundwissen haben.


    Erstmal zum Stand:
    EFH mit ca. 180m² WFL mittlere Dämmung (Dach gedämmt, neue Fenster, Außenwände 40 cm Gasbeton-DDR ohne Dämmung). 2 Kellerräume a 12m².
    - derzeit 3.000l Heizöl / Jahr inkl. WW (2-Personen)
    Zukünftig:- WW über elektr. DEH und Heizung über HV (kein Solar) ca. 20 rm Hartholz


    Grundsätzlich habe ich alle Freiheiten der Welt (außer maßig Geld). Da die Kellerräume mit ca. 1,9 – 2,1 m zu niedrig für vernünftige Pufferspeicher sind werde ich noch einen Pufferraum anbauen. Somit ergibt sich dann Keller1 (hier ist der Schornstein und soll der HV stehen), Keller2 LxBxH 3x3x2m (Holzvorrat für den aktuellen Winter) und Pufferraum 2x3x4 m. Alle Räume sind miteinander verbunden und frostfrei, aber unbeheizt (ca. 12 Grad).


    Vom HV zum Schornstein wären es max. 1,5m und vom HV zum Puffer ca. 5-6 m Entfernung. HV würde per KG-Rohr Ø150 (4m lang) Frischluft von außen bekommen. Derzeit sind es 3 Heizkreise mit Radiatoren. Die Hälfte soll in den nächsten 3-4 Jahren durch Fussboden-/Wandheizung ersetzt werden. Aber im 1.Schritt wird quasi nur der Öler gegen HV-Anlage getauscht.


    Nach dem Überblick den bis jetzt habe gibt es quasi 4 Varianten wenn ich alles von Solarbayer haben will. Entweder HVS 25 LC oder 40 LC mit SPS 3.000l oder 5.000l.
    Ich kann/möchte nur max. 2 –mal am Tag mit Hartholz heizen. Vor der Arbeit 6 Uhr und nach der Arbeit 18 Uhr. Theoretisch wäre ein 3.Mal vor dem Schlafengehen (22 Uhr) noch möglich, aber nur in Ausnahmefällen denkbar.
    Der Preisunterschied von der kleinsten Variante (HV25+3.000l) zur größten Variante (HV40 + 5.000l) beträgt lt. Listenpreise ca. 2.500 €.


    Kann man die Puffer zu groß auslegen sprich wie hier 125l/kW?
    Bei HV40+3000l wären es 75l/kW und vom Bauchgefühl zu knapp. Ich möchte mich nicht jahrelang ärgern, dass ich am falschen Ende gespart habe und dauernd nachlegen muss. Aber wenn der Speicher ständig nur halb geladen würde, dann wäre es genauso ärgerlich.
    Wie kann ich den Pufferboden am besten dämmen? Styrodurplatte?
    Habe ich noch was anderes nicht bedacht?
    Was macht die UVR 1611? Braucht man die nur im Zusammenhang mit Solar?


    Schonmal vorab vielen Dank für euren Rat / Erfahrungen.

  • Puffer kann größer sein, macht keine Probleme (da gibts auch jede Menge Postings zu. les dich mal durch. Kann man auch später noch erweitern.
    HV zu klein ist ganz schlecht. Kann man später nicht einfach größer machen.


    VG Karotte

  • Hallo,
    Puffer zu groß geht nicht bzw schadet nur dem Geldbeutel.
    deine Hütte entspricht etwa meiner vom Verbrauch her, habe 40 kw Orlan Super D + 4000 L Puffer.
    Kommt ganz gut hin mit max 1 x am Tag anfeuern + 1x nachlegen, nur bei dauerhaft unter -15 Grad nicht mehr...
    Das gilt dann für die Füllraumgröße von 185 L (HVS40/Orlan Super 40). Weniger Füllraum, öfters nachlegen. Mit nem 25er HVS bist du eindeutig
    bei min 3x nachlagen, wens es feste draußen friert
    Was mich ärgert ist: beim häufig auftretenden Temperaturbereich von 0 bis +5 Grad reicht der Puffer nur gut 1,5 Tage.
    Ich wünschte ich hätte mir 5000 L hingestellt


    Für weitere Infos zur Anlagenplanung auf den Link in meiner Signatur klicken

  • Danke.


    Also wirds dann wohl auf HVS 40 LC mit 180l Füllraum und SPS 5.000 l hinauslaufen. Alles Material (HV,Puffer,MAG,Gebläse usw) ca. 10-11 T€.


    Dauerhaft -15 bis -20 Grad sind doch eher die Ausnahme denke ich. Und da bin ich halt gezwungen "überdurchschnittlich" nachzulegen.


    Spacy: Warum reicht dein Puffer bei 0 bis +5 Grad nur 1,5 Tage? Bereitstellungsverluste des Puffer?


    In diesem Zusammenhand gleich mal die Frage. Hab ihr "nur" die 100mm Standard-Dämmung an dem Puffer oder hab ich noch zusätzlich gedämmt? Da mein Speicher ohnehin nur max. 1 - 2 Tage Reichweite hat, kann man doch die Bereitstellungsverluste vernachlässigen.

  • Hallo Ruthigr


    Tja, warum reicht der Puffer bei der Temperatur nur 1,5 Tage...
    Ich hab ihn noch nicht gefragt. Wollte ich es genau wissen, müßte mir ein Energieberater ausrechnen, welche Heizlast mein Haus bei 0 bis 5 Grad hat. Dann könnte ich ausrechnen, wie hoch die Bereitstellungsverluste + Warmwasserverbrauch insgesamt sind.
    Garantieren kann ich es natürlich nicht, daß dein Haus sich bei der Temperatur genauso verhält wie mein teilweise verbesserter 1853 Altbau.
    Ich habe nur die 100 mm mitgelieferte Dämmung drum. Ich wollte den Puffer immer mal mit Styro einhausen, aber da kommt immer was dazwischen und sei es nur, daß ich keine Lust dazu habe :whistle:
    Optimal ist das aber nicht. Man merkt deutlich bei Handauflegen, wie die Wärme durch die Iso drückt. Und wenn es schon die 35 Grad warme Hand als Wärme spürt, dann ist es schon nicht unerheblich.
    Der Wärmeverlust wird natürlich geringer, je niedriger die Temperatur ist.Bei 60 Grad ist er gegenüber 85 Grad erheblich reduziert das sieht man daran, wie schnell bei keiner Abnahme die Puffertemperatur sinkt. Also in 12 Stunden gehen bei 85 Grad Puffertemp ganz grob geschätzte 5 Grad verloren. Das wären dann schon 10 % bei mir. Habe es noch nie genau gemessen.
    Habe wegen geringer Deckenhöhe auch nur 10 cm Glas und Mineralwolle oben auf die 4 Puffer packen können. Wenn man oben drauf auch noch NICHT isoliert, dann geht schon barbarisch viel Wärme flöten.

  • Hallo,
    den Verlust, den unsere Puffer wegen mangelnder Dämmung haben, kommt bei uns dem sonst doch etwas feuchtem Keller zugute. Und wir können im Winter in der Waschküche die Wäsche aufhängen :whistle:
    So lange die Wärme im Haus bleibt mach ich mir da nicht so viel gedanken, allerdings haben wir auch nicht das typische Treppenhaus wo dann unnötig beheizt werden würde.
    mfg
    Helmut

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