Hallo zusammen,
wir würden gern unsere Heizungsanlage um einen effizienten HV und Puffer erweitern, der den vorhandenen Ölkessel (nahezu) überflüssig machen soll.
Habe hier im Forum schon viele Beiträge angeschaut und bin begeistert. Ich würde mich sehr über Vorschläge, Kritik, Hinweise zu dem folgenden Projekt freuen:
Die Basisdaten:
- * Haus Baujahr 1907, Wohnfläche 280 qm, mehrfach modernisiert
- * Heizlast ca. 14 kW bei -14 Grad (ca. 10kW bei 0 Grad)
- * ausschließlich Radiatorheizung
- * Jahresverbrauch: 2500 l Öl (Messung (10.01.2012 - 11.08.2012): 1400 l Öl mit 5800 Brennerstarts)
- * ehem. Stall bietet Platz für Puffer und HV (Deckenhöhe: 2,80m, 5m entfernt von aktuellem Heizungsraum mit dem Öler)
- * zweiter Schornsteinzug ist für HV vorhanden - Schorni hat bereits mündliches OK gegeben
vorhanden sind:
- * Viessmann Ölkessel mit 30 kW von 1991 (Durchsatz: ca. 2,6l Öl/h) im Keller
- * 200l Brauchwasserspeicher unter dem Ölkessel
- ** ist nur für Küche und 1 Bad mit sehr selten genutzter Badewanne (übliches Nutzvolumen nur ca. 20l / Tag)
- ** weitere Badezimmer werden mit elektr. Durchlauferhitzer versorgt
Motivation:
- * Holz ist durch eigenen Wald vorhanden
- * Abhängigkeit von Öl stark reduzieren
- * Heizkosten/Energiebedarf langfristig reduzieren
- * Begeisterung für Technik und Effizienz

Anforderungen / Wunschliste:
- * System soll die Energie effizient nutzen
- * Wärme soll kurz nach Start des Kessels zur Verfügung stehen
- * Anlagendaten sollen per LAN einsehbar und beeinflussbar sein, z.B. Berücksichtigung von Wetterprognosen (habe keine Angst vor kleinen Bastellösungen für Schnittstelle (z.B. mit Arduino))
- * Ölkessel soll als Backup/ für Komfort einspringen können (mit langer Taktung)
Holzvergaser:
- * hoher Wirkungsgrad
- * automatische Zündung
- * großer Füllraum für selteneres Nachlegen
Speicher/Hydraulik:
- * Solar ist derzeit nicht geplant, aber sollte ggf. optional anschließbar sein (z.B. mit ext. Plattenwärmetauscher?)
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Viele Fragen:
Speicher / Hydraulik:
- * einfacher Puffer oder "Schichtspeicher"?
- ** wie kann man gute Schichtung erzeugen/bewahren - wie vermeidet man Verwirbelung?
- * 2000 Liter oder lieber gleich größer (Platz ist reichlich vorhanden)?
- ** wie o.a. ca. 14kW Heizlast bei -14 Grad, bei 0 Grad sind es noch etwa 10kW
- * wie kann der Speicher am besten isoliert werden (z.B. ohne Isolierung kaufen und extra Räumchen drumherum bauen?)
- * Sollte der Speicher als zentrale Komponente angeschlossen werden wg. hydr. Entkopplung?
- ** stünde dann dennoch die Wärme sofort nach Anheizen zur Verfügung?
- * was ist von den "7 Grundregeln der Speichertechnik" von Hersteller Sandler zu halten (klingt alles zumindest sehr nachvollziehbar) - siehe: http://www.bysandler.de/index.…e&id=34&Itemid=65&lang=de
- ** er sagt jedoch, der Speicher sollte NICHT im Mittelpunkt stehen
- ** Beladung / Entladung des Speichers stets von oben
- ** FriWa stets am niedrigsten (kältesten) Punkt installieren wg. Verkalkung
- * Ich las, dass die Anschlüsse des Puffers möglichst durch den Boden geführt werden sollen wg. großer Verluste an heißen Anschlusspunkten - das ist bei den meisten Herstellern jedoch nicht der Fall
- * Ich las auch: wenn seitliche Anschlüsse, dann sollten sie wenigstens schräg nach oben in den Puffer führen - auch das habe ich bisher nicht berücksichtigt gesehen bei den Herstellern
- * bin offen für aufwendigere Hydraulik/Regelung, wenn Energienutzung effizienter
- ** öfter wird im Forum der ESBE 5MG erwähnt, wäre mit soetwas eine effizientere Nutzung möglich?
- ** gleichzeitig mag ich simple, geniale Lösungen (hm, zwei Herzen wohnen, ach, in meiner Brust...
)
- * ist ein Verteilerbalken sinnvoll oder eher abzulehnen (Vermutung: ohne Verteilerbalken können die Temperaturen individueller zugeteilt werden)
Holzvergaser:
- * finde den Hargassner HV20/30 (baugleich Rennergy RSP 20/30) mit 24,6 kW Leistung auf ersten Blick interessant wg. Wirkungsgrad, autom. Zündung, Stromverbrauch, 166l Füllraum, bin aber keineswegs darauf festgelegt und gern offen für Vorschläge
- * die zugehörige Regelung LambdaTouch ist zwar hübsch, aber hat keine Datenanbindung zu bieten und lässt sich nicht verändern/optimieren und ist mit 480 EUR + MWSt. sehr/zu teuer - besser fände ich eine preiswerte und einfache Regelung für die reine HV-Regelung und eine Gesamtregelung der Anlage mittels z.B. UVR1611 oder WAGO/Beckhoff SPS
- * wäre evtl. ein noch größerer Füllraum zu empfehlen (z.B. Hargassner HV40/50 mit 222l)?
- * wie kann die Restwärme des HV genutzt werden?
Brauchwasser:
- * wie o.a. brauchen wir von aus dem Boiler nur ca. 20l pro Tag und sehr selten mal eine Badewanne voll (Hauptbadezimmer mit Duschen haben elektr. DLE)
- * im Sommer springt der Öler nur für den WW-Boiler täglich an und verbrennt jeweils 1 Liter Öl
- * wir überlegen daher, auch diesen Teil künftig ggf. mit elektr. DLE zu machen oder den existierenden Boiler mit Holz weiterzunutzen - eine FriWa scheint unnötig, oder hättet ihr andere Argumente/Vorschläge?
Hydraulikschema:
Anbei habe ich einmal einen ersten Entwurf des Hydraulikschemas beigefügt.
Geht das schon in die richtige Richtung?
Wo müssen überall Kugelhähne, Rückschlagventile, Thermosiphon, Mischer etc. berücksichtigt werden?
Ich freue mich auf eure Rückmeldung - vielen herzlichen Dank im voraus ![]()
Matthias
