Murks ... Hydraulikschema jetzt und neuer Entwurf

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  • Hallo Liebe Holzheizer,


    nachdem ich mit meiner Anlage jetzt echt zufrieden bin, hat mich ein Bekannter kontaktiert, dem ein HB eine Anlage hingestellt hat und er irgendwie das Gefühl hat daß da was nicht stimmt.
    Solarkollektoren 6 m², angeschlossen an Trinkwasserspeicher 385 l
    Ölbrenner
    Holzkessel (leider nur ein normaler Feststoffkessel, kein HV, sollte aber im Hydraulikschema keinen Unterschied machen)
    2 Pufferspeicher je 960 l, parallel geschaltet.
    Phänomen 1: der TW-Speicher ist ganz schnell am Kochen
    Phänomen 2: die Warmwassertemperatur im Haus ist dann ebenfalls kochend heiß
    Phänomen 3: der Ölbrenner will laufen und laufen ... (außer man schaltet ihm knallhart den Strom ab)
    Und: in der ganzen Anlage gibt es manuelle Temperaturanzeiger (die Teile die wie Uhren aussehen), ich konnte aber keine Temperaturfühler mit irgendwelcher Verkabelung entdecken. Absperrmöglichkeiten nahe Null. Keine einzige der Pumpen scheint irgendeine Regelung zu haben (keine Kabel außer Stromzufuhr direkt aus der Verteilerdose).
    Die Verrohrung (auf der Grafik kommt das leider nicht ganz so toll raus, da die räumliche Wirkung fehlt) ist abenteuerlich. Vermutlich würde die Hälfte an Rohrlänge (wenn richtig verbunden) auch reichen.
    Im Anhang habe ich mal versucht, das Ganze darzustellen. Einmal, wie ich mir vorstelle daß es sein könnte (erste Grafik), und einmal der Istzustand (die 2. Grafik).
    Die Idee ist jetzt mit dem HB in medias res zu gehen und ihm klarzumachen, wie er die Verrohrung ändern muß (und was natürlich an Absperrmöglichkeiten und Regelungen dazu muß). Und den Ölbrenner sollte man vermutlich (kann mir nicht vorstellen daß das sonst tut) mit einer programmierbaren Steuerung versehen, die Temperaturen und Betriebszustand abgreifen kann und nur eingreift wenn die Heizung Wärme braucht oder der TW-Speicher eiskalt ist. Und sonst nicht. Plus Einschaltverzögerung wegen Anlaufphase beim Anheizen des Holzers.
    Mein Bekannter ist nämlich Landwirt und kann wenn er den im Spätherbst den Mais reinholt, nicht alle 2 h Holz nachlegen. Wobei der Öler aber nur laufen soll, wenn da wirklich Not am Mann ist und nicht einfach so.


    Und jetzt bitte nicht auslachen, wenn ich versuche, mit ihm die Anlage bis zum Winter hinzukriegen. Das Hydraulikschema hab ich mal einfach gehalten (und die MAGs weggelassen die da sind). Bitte um Meldung, wo was falsch ist, bevor ich an den HB losgehe.


    Viel Grüße, Karotte

  • Hallo,


    Ich bin da schon der Meinung das das ganze Grundkonzept Suboptimal ist. (Suboptimal-welch ein Wort??)


    Wie wissen das Temperaturen mit Solar >50°C nichts taugen, zu schlechter Wirkungsgrad.


    Wenn ich mit einer Holzverbrennung in einen Speicher lade, dann mit ca. 80°C damit ich auch die Speicher optimal (mehr Energie) nutze.


    Für die Warmwasserbereitung benötige man ca. 60°C, Leute mit Vorliebe zum Risiko auch etwas tiefer.


    Das Frischwasser ist selten ohne Kalk. Kalk lagert sich über 50°C verstärkt ab.


    Warmwasserbehälter bzw. Rohre welche in einem Speicher liegen bekommen diese "hohen" Temperaturen einer Solaranlage (>85°C) und einer Holzverbrennung (ca.80°C) mit und sorgen für verstärkte Kalkablagerungen. (je höher die Temperatur um so höher die Verkalkung).


    Was sagt uns das : Frischwasser möglichst mit Heiztemperaturen um die 60°C aufwärmen dann hat man den geringsten Kalkanfall.
    Zum WW-Verbrauch : ich benötige für 3 Personen im Moment ca. 0,8...0,9 Ltr. Heizöl/Tag.
    Über das Jahr gerechnet sind das 365 x 0,9Ltr. = 329Ltr. Heizöl. Da wir , wenigstens bei uns, ca. 6 Monate das Schiebedach zu haben (Sonne ist dann weg) ersetzt man mit einer Solaranlage evtl. diese bekannten 60% an Öl.
    Deshalb bin ich der Meinung, wenn man schon ein solches Solar-Invest tätigt dann mit Heizungsunterstützung.
    Alles andere ist, siehe oben, SUBOPTIMAL.


    Heizen sollte man deshalb mit Vorlauftemperaturen welche möglichst niedrige Rücklauftemperaturen hervorbringen.
    Vor allen Dingen muss man sich das Wort "Heizungsunterstützung" mal richtig anhören.
    Die Heizung soll unterstützt werden und nicht mit Solar "voll" geheizt werden. Im Winter ist es halt oft dunkel in Deutschland.


    Nach all den Gesichtspunkten muss man die Hydraulik aufbauen und nicht "Flickschusterei" betreiben, so ungern wie ich das auch sage.


    Im Anhang meine Vorstellung (dürfte ja mittlerweile bekannt sein)


    mfg
    HJH

  • Hallo HjH,


    also daß das bisherige Schema nicht tut, ist eh klar. Jetzt geht es aber darum, mit den vorhandenen Komponenten was hinzukriegen. Eine nennenswerte Heizungsunterstützung durch die Solaranlage direkt ist dabei gar nicht drin, da der Pufferspeicher an dem die Solarkollektoren hängen, viel zu klein ist. Weswegen ich einen Regelkreis einbauen will, der den ersten Pufferspeicher vom Holzkessel ansteuert, sobald die Temperatur im Solarspeicher zu hoch wird (also z.B. über die 60°, was man halt dann einstellt). Eine direkte Anbindung an die Heizung macht mit dem Volumen keinen Sinn. Momentan fehlt auch noch komplett ein Mischer für die Warmwasserentnahme, der soll also auch ran. Natürlich kann mit Solar nicht richtig geheizt werden, da reicht auch die Kollektorfläche nicht aus. Wozu ja deshalb der Holzkessel da sein soll. Also nicht Öl mit Solar ersetzen (sondern nur im Sommer das Brauchwasser erwärmen), und die Überschußwärme in den nächsten Speicher rein. Was auch nur im Sommer relevant ist, da soll der Holzkessel ja auch aus bleiben.


    Mir geht es eher darum, ob ich die Verschaltung der Puffer und der Problematik Öl / Holz alternativ richtig dargestellt habe oder ob da ein Bock drin ist.


    VG Karotte

  • Hallo,
    ist sicherlich nicht optimal, aber dürfte so funktionieren.
    Wenn R1 läuft, könnte es dann nicht sein dass durch den Öler wasser gezogen wird? Genauso wenn R3 läuft
    mfg
    Helmut

  • Hallo Helmut,


    danke, du hast natürlich wie immer recht! Ein optimales Schema kriegt man nicht hin, da die Komponenten nicht optimal zueinander passen (der TW-Speicher ist viel zu klein, ich weiß auch nicht wie in diesem Speicher die Verrohrung ist, mangels Unterlagen). Der Holzkessel ist völlig ungeregelt (hätt ich auch nicht gekauft, sondern einen richtigen HV). Und statt den 3 Speichern natürlich lieber einen richtig großen, dann halt handmontiert, oder einen fetten und einen 1000'er für TW. Naja.
    Der Öler steht in einem zweiten Raum. Natürlich kanns sein daß da Wasser durchgezogen wird. Ich hab da mal ein Absperrventil vorgesehen, aber was automatisch gesteuertes wäre natürlich besser. Was dann nur aufmacht, wenn der Öler auch in Betrieb geht (der Öler soll ja nur die "Notversorgung" machen).


    Ansonsten versuch ich grad einfach zu retten was zu retten ist. So ist das wenn die Leute nicht im vorhinein auf einen hören (aber ich bin ja auch kein richtiger Experte oder HB).


    Danke Karotte

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