Hydraulische Entkopplung mehrerer Kreise

There are 14 replies in this Thread which was already clicked 6,894 times. The last Post () by HJH.

  • Hallo und Guten Abend,


    habe in den letzten Tagen versucht, mich mit TAPPS anzufreunden, um unklare Punkte in meiner Hydraulik zu klären.


    Meine 6 Puffer a 750 L in Reihenschaltung haben nur je 2 Anschlüsse oben und 2 unten mit 1". In dem Plan habe ich aus Übersichtsgründen nur 3 Puffer eingezeichnet, Entlüfter und Kesselgarnitur auch weggelassen, ebenso die Thermosiphon´s. Die kleinen Kreise an den Puffern sind die noch freien Anschlüsse. Der genaue Aufbau der FRIWA wird erst ca nächsten Sommer in Angriff genommen, aber die entsprechenden Leitungsverzweigungen zu den Puffern möchte ich jetzt schon mit der Aufstellung der Puffer mitmachen.


    Die hydraulische Anbindung und Entkopplung der Wärmeerzeuger einerseits und des Verbrauchers andererseits ist meiner Meinung nach so ok. Kamineinsatz und HV bekommen gemeinsamen Pufferanschluß, da gleichzeitiger Betrieb ausgeschlossen. Bei der FRIWA habe ich etwas Bedenken, da ich keinerlei Erfahrung mit FRIWA habe.


    Problem 1: Könnte die FRIWA bei großem Wasserverbrauch und gleichzeitiger großer FuBo-Abnahme beeinträchtigt werden? Beim Duschen vielleicht größere Temperaturschwankungen? Wie sind Eure Erfahrungen?


    Problem 2: Für die Solaranbindung über Tauscher schwebt mir für den VL eine Umschaltmöglichkeit (evtl sogar automatisch) zwischen den Puffern 1 bis 3 vor, und zwar abhängig von der Koll.-Leistung und der Ausrichtung bzw. auch Aufständerung. Danach entscheidet sich auch, ob evtl. Heizungsunterstützung infrage kommt. Aber auch erst nächstes Jahr.


    Schon mal Danke im Voraus


    Grüsse
    Edmund


  • Problem 1: Könnte die FRIWA bei großem Wasserverbrauch und gleichzeitiger großer FuBo-Abnahme beeinträchtigt werden?

    Selbst nicht, wenn beide den gleichen VL haben. Soviel saugt die Fubo nicht.


    Problem 2: Für die Solaranbindung über Tauscher schwebt mir für den VL eine Umschaltmöglichkeit (evtl sogar automatisch) zwischen den Puffern 1 bis 3 vor, und zwar abhängig von der Koll.-Leistung und der Ausrichtung bzw. auch Aufständerung. Danach entscheidet sich auch, ob evtl. Heizungsunterstützung infrage kommt. Aber auch erst nächstes Jahr.


    Wenn dann nur eine Automatische umschaltung. Wenn erster Puffer die Temp erreicht hat, lädt es die anderen. Egal ob mit oder ohne Heizungsunterstützung. Außer die Kollifläche hält sich in Grenzen, dann kann man sich das ganze Sparen.


    Evtl. würde ich mir bei sovielen Puffern auch eine aufteileung mit Ventilen für den RL der Heizung überlegen. Gerade bei Niederenergie (Fubo) und Heizungsunterstützung über Kolli.


    mfg
    Helmut

  • Wenn ich Du wäre würd ich die Solar-Hydraulik ändern - je nach Temperatur in Puffer 3 - 2 - 1 einspeisen
    immer in den Puffer einspeisen zu dem die Einspeisewasser-Temperatur gerade passt (sowas nennt sich EXERGIEgerechte Pufferladung)


    Meine Logik:
    Wenn Kollektortemperatur höher als "Puffer kühlste Stelle" dann Solarkreispumpen starten
    So lange Solarmedium kühler als Puffer3 - Einspeisepumpe AUS
    Wenn Solarmedium wärmer als Puffer3 - Einspeisepume EIN in Puffer3 einspeisen
    Wenn Solarmedium wärmer als Puffer2 - Einspeisepume EIN in Puffer2 einspeisen
    Wenn Solarmedium wärmer als Puffer1 - Einspeisepumpe EIN in Puffer1 einspeisen


    Damit wird die geerntete Solarengergie maximiert




    In der Hydraulik besteht noch ein Fehler was die Nutzung von warmen aber nicht heissen Wasser in den Puffern betrifft
    Deine Fussbodenheizung zieht aus den Puffern immer HEISSES Wasser und mischt in der Verteilung kühles Wasser zu
    Das ist aus Sicht der Solaranlage unsinnig
    zuerst muss sie heisses Wasser produzieren das dann wieder mit kühlem verpanscht wird...




    Schau Dir auf jeden Fall mal die ESBE 5MG Mischer an - ich kopier einfach einen alten Beitrag von mir hier rein um das nicht alles wieder schreiben zu müssen...


    Wenn vom Fussboden-Rücklauf kühles Wasser kommt und wie üblich per Mischer vom heissen Pufferwasser auf Vorlauf-Nenntemperatur gebracht wird dann kostet das erheblich an solarleistung...


    Warum?
    sagen wir mal 25°C bei 1000Liter/h Schüttung kommen aus dem Fussbodenrücklauf
    und 30° bei 1000Liter/h Schüttung gehen hinein
    Wenn ich die nun wie im vorliegenden Fall per Mischer aus dem heissen Pufferwasser erzeuge sagen wir mal 75° wie bei den Holzvergasern üblich
    dann nimmt der Mischer von dem 25° warmen Rücklaufwasser 900Liter/h und mischt 100Liter/h von dem 75° heissen Wasser hinzu. Das ergibt 30° Vorlauf.
    ABER nach dem Mischer bleiben nur 100Liter/h Schüttung mit kaltem Fussboden-Rücklauf übrig obwohl es ursprünglich einmal 1000Liter/h waren


    Für einen Holzvergaser ist das kein Problem - der liefert hohe Temperaturen ohne mit der Wimper zu zucken bei 80° mit Leichtigkeit
    Aber bei Flachkollektoren ist dem nicht so
    je höher die Temperatur des Kollektors desto größer sind seine Verluste
    Sprich je kühler das Wasser ist das aufs Dach geht desto besser der Wirkungsgrad des Kollektors
    Und genau hier spuckt uns der Mischer in die Suppe
    Er zwingt den Kollektor auf hohes Temperaturniveau bei kleiner Schüttung
    Genau in die Position warum soooo viele Solaranlagen nicht gut laufen
    Der Mischer verursacht das Problem da er die schöne Schichtung im Puffer ignoriert und immer nur das heisse Wasser anfordert


    Die Lösung ist ansich ganz einfach
    man nehme einen Mischer der nicht nur zwei Temperaturniveaus sondern deren vier vermischen kann. Gibt es z.B. von Esbe heisst 5MG und kostet nur unwesentlich mehr als die üblichen Mischer und ansonsten zu 100% gleich zu behandeln wie ein üblicher Mischer (Auf/Zu Signal-Ansteuerung)
    Und dieser Mischer greift die Schichten im Puffer dort ab wo sie im Puffer auftreten


    Schaltbeispiel von ESBE
    [Blocked Image: http://www.ib-hartl.com/Bilder/ATMOSForum/2012-04/ESBE_5MG.jpg]


    Konsequenz:
    Der Mischer entnimmt z.B. vom Puffer in diesem Fall die 33° warme Schicht und mischt diese mit dem 25° Rücklauf. Vom 33°-Wasser benötigt er also 625Liter/h und mischt dem 375Liter Rücklaufwasser bei. Das hat zur Konsequenz dass unten im Puffer 625Liter statt 100Liter kühles 25°-Wasser landen welches der Solaranlage die nötige Kühle bringt (DAS IST FAKTOR 6,25!!!) und ihr damit zu weit besserem Wirkungsgrad verhilft


    Der Puffer wird nicht mehr von oben nach unten entladen sondern von unten nach oben - das ist der Dreh...


    Je küher der Puffer unten und je mehr kühles Wasser im Puffer vorhanden desto besser läuft die Solaranlage übers Jahr gesehen







    Die klassische Rücklaufanhebung über 3-Wege-Mischer ist auch alles andere als ideal für das Gesamtsystem


    Warum???


    Der Holzvergaser saugt über das 5MG warmes Pufferwasser - und nicht kaltes – vom Puffer
    Immer genau so warmes Pufferwasser am Rücklauf dass der Vorlauf 80°C erreicht


    Am Anfang beim Kesselstart saugt sich also der ganze Kessel mit 80° heißem Pufferwasser voll (und muss sich nicht erst selber mühsam aufwärmen)
    Wenn der Kessel dann angeheizt wird und Leistung bringt fällt die geregelte Rücklauftemperatur so weit dass immer geregelte 80° am Vorlauf herauskommen
    Der Holzvergaser saugt also unten kein kaltes Wasser aus dem Puffer weg das für die Solaranlage lebenswichtig ist...
    Er bekommt direkt warmes Wasser von weiter oben und heizt das weiter auf – das kalte Wasser bleibt unangetastet
    Das hat zur Folge dass der Puffer schneller heiß ist und ZUGLEICH dass der kühle Rest des Pufferwassers KÜHLER ist da nicht das kühle Wasser in den Holzvergaser gesaugt wird sondern nur möglichst warmes Pufferwasser
    Das ist gut für den Holzvergaser UND auch für die Solaranlage


    Ein weiterer Vorteil ist dass sich durch diese Konstruktion keinen Kaltstart des Holzvergasers mehr gibt da er sofort mit warmen Pufferwasser durchströmt wird. Das erleichtert das Anheizen erheblich...





    Im Gegensatz dazu die klassische Rücklaufanhebung – die saugt der Solaranlage das kühle Wasser unten aus dem Puffer weg und badet die Solarwendel in das vorher vom Solar selbst erwärmten Wasser und zwingt zudem den Holzvergaser jedes Mal zum Kaltstart im kleinen Kreis


    Bernhard

  • Hallo,


    Wie wäre so etwas wie im Anhang.
    Noch auf den Ofen erweitern und schon fertig.


    Lies dich hier ein wenig ein: (unter solare Wärmeerzeugung)
    http://www.holzvergaser-forum.…6/&postID=60971#post60971


    Meine Meinung zu deinem Plan:
    Das ganze Schaltbild ist wenig optimal gestaltet (vorsichtig gesagt).
    Solaren Wärmeleistungsgewinn sollte man mit möglichst niedrigen Temperaturen verwerten!
    Du hast im Vergleich zu einem späteren Nutzen einen hohen Invest-Anteil!


    Irgendwie gehen alle Schaltungen, auch ein Rohr lange genug in die Sonne gelegt wird warm.


    mfg
    HJH


    Mach doch mal ein paar Leistungsangaben!

  • HartlBe,
    das mache ich mit 2 Kugelhähnen und einer Hand,
    bis auf 2-3 Wochen im Jahr werden nur 1500L per HV geheizt...
    der Rest bleibt kalt für Solar
    wenn es richtig kalt wird, ist der Rücklauf sowieso zu warm für gute Solar-Ausbeute


    HJH,
    Beispiel 1 ist in meinen Augen zu diesem Zeitpunkt noch nicht rentabel, dafür ist ÖL, Gas und Holz noch zu billig,
    unter Hobby ginge es schon (wie ein Nobelauto)


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Hallo,


    Was meinst du mit Beispiel 1 ?


    Meine momentane Meinung zu Solar :
    Ja, man kann Öl sparen aber nicht unbedingt Geld.


    So ähnlich ist es auch mit einer Wärmepumpe wenn es richtig kalt ist und der Heizstab sein Lied spielt !


    Mir ist dieser Invest im Moment auch zu hoch.


    Trotzdem sollte man sich, unabhängig von den eingesetzten Geldern, Gedanken machen wie man so etwas optimal einsetzen kann.


    In diesem Beispiel ist halt jemand der versucht mehrere Heizmöglichkeiten unter einen Hut zu bringen, ich von meiner Seite versuche halt nur das in etwa sinnvoll umzusetzen ohne das es für mich einen Nutzen bringt. (ohne auf das Geld zu achten, kürzrn kann man immer noch)
    Halt nur aus Spaß an der Freude.


    mfg
    HJH

  • Guten Morgen in die eifrige Runde,


    ich bin dabei zu lesen, zu verstehen (einiges schwierig), nachzurechnen, Beitrag erneut durchlesen, siehe da, Tante Edit war schon da, Zusatz drin, was meint er denn da, und werde auch schon durch Neubeiträge/Diskussionen überholt.


    Deswegen zuerst mal weitere Angaben, wollte gestern nicht zu viel schreiben, ist aber doch wohl notwendig, seht evtl auch meinen Erstbeitrag #39919 vom 3.6.12


    Altbestand gute 30 Jahre:


    Kamineinsatz Eigenbau ca 20 Kw, bislang sogar ohne RLA
    FuBo-Hzg z.Zt. ca 150 m², zukünftig + ca 100m²
    Wärmepumpe Wasser/Wasser neuere Info ca 9 - 10 Kw


    Neu z.Zt. in Arbeit:


    HV-Kessel 40 Kw
    6 Puffer
    FRIWA-Stutzen vorbereiten, Einbau 2013
    Solar-Stutzen vorbereiten, Einbau 2013


    HJH:
    Dein Beispiel mit Verdampfer der WP im Extra-Solarspeicher wunderbare Technik, um die letzten Prozente rauszukitzeln, meiner Meinung für meine Uraltgegebenheiten nicht mehr umzusetzen. Aufgrund der beschriebenen Wasserprobleme habe ich vor, von offener Bohrbrunnenanlage auf geschlossene umzustellen ( 2013/2014).


    In die Solare Wärmeerzeugung muß ich mich einarbeiten. Bei mir nicht ganz einfach, da Hausdach voll mit PV. Garagendach (teilweise Schatten v. Nachbarhaus) und Loggiageländer zum Süden stehen zur Verfügung. Werde ich in einem anderen Beitrag später anpacken


    Die anderen Anregungen von Helmut, Bernhard und Erwin muß ich erst noch mal ausführlich nachvollziehen bzw. auch richtig verstehen. Seit bitte nicht ungeduldig.


    Oh je, die Mundwinkel meiner Frau dieses Wochenende.


    Wie Ihr seht, werde ich keine Langweile bekommen.


    Danke und Grüsse
    Edmund

  • Hallo,


    Der Einsatz des Verdampfers in einen Speicher mit solarer Energie ist von mir einmal so angenommen.
    Man kann natürlich auch den Verdampfer ganz woanders anordnen.
    Die Einspeisung der WP-Energie in das Wärmenetz bleibt gleich.


    Du musst nur die Prioritäten setzen in welcher Reihenfolge du die Energie nutzen willst.
    Das ist dann eine Aufgabe der eingesetzten Steuerung.


    mfg
    HJH

  • Guten Abend allerseits,


    einerseits kommt mehr Licht in die Sache, andererseits kommen neue Unklarheiten bei mir auf.


    So, der Reihe nach:


    Die Wärmepumpe als Einheit werde ich auf keinen Fall umrüsten. Die direkte Einspeisung in die FuBo macht auch Sinn.


    Habe mich heute nachmittag intensiv mit Speicherschichtung und hydraulischer Weiche beschäftigt.


    Bei HV-Betrieb liegt die Strömungsgeschwindigkeit in der Pufferverrohrung je nach Delta t vom Kessel und momentaner Leistungsabgabe ca zwischen 0,2 und 0,3 m/s. Somit beträgt die (theoretische) Ladezeit eines Puffers ca zwischen 1:10 und 1:30 h. Müßte doch ganz ordentlich schichten. Bei der Entladung kann ich momentan nichts Genaues sagen, ich weiß den Volumenstrom der Heizungspumpe nicht. Vom Kamineinsatz auf die FuBo habe ich mit einer Grundfos UPS 20-35 etwa 0,5 bis 0,6 m³/h ermittelt mit Thermostatmischer dazwischen. Für die WP auf FuBo hatte ich mal eine UP 26-65 drin, jetzt Laing ecocirc E4 auto. Ich habe noch nichts gefunden, um die tatsächliche Strömung zu ermitteln. Zeit abstoppen bei der niedrigen Temperatur ist ja nicht mal geschätzt.


    Laut Beitrag von Helmut wird die FRIWA von der Heizungsentnahme hydraulisch nicht beeinflußt. Falls sich doch irgendwodurch mal was anderes rausstellen sollte, wird die Heizungsentnahme bei großem FriWa-Bedarf elektrisch abgeschaltet oder reduziert.


    Bei vielen Hydraulikplänen im Forum sind die Wärmeerzeuger und die W-Verbraucher jeweils an Extra-Pufferanschlüssen angeschlossen, nach dem Prinzip der Hydraulikweiche. Jetzt plädiert Fa Baunach sehr klar für die Zusammenschaltung Erzeuger/Verbraucher vor dem Puffer, somit strömt nur die Mengendifferenz der beiden durch den Puffer. Klingt sympatisch, aber mir ist die visuelle Darstellung und Beschreibung doch ein wenig dahingehend geschönt, um ihr Produkt wichtig zu machen. Weiter kann der Verbrauchen durch nicht ganz dichte Mischer durch einen kalten Erzeuger saugen. Wie beurteilt Ihr diesen Sachverhalt?


    Bernhard hat die Aufheizung des Kessels beim Anheizen mit warmen Restwasser aus dem Puffer angesprochen: werde ich wahrscheinlich so einbauen.


    Die von Helmut, Bernhard, Erwin und HJH angesprochene Änderung von VL und RL der FUBO muß ich mir noch ausführlich klarmachen, irgendwo hakt´s da bei mir noch. Aber nicht mehr heute, der Kamin ist an :) .


    Danke, Grüsse
    Edmund

  • Hallo,


    Ich bin der Meinung das ich das Forum nicht zumüllen sollte mit immer den gleichen Dateien.
    Deshalb immer der Verweis auf verschiedene Beiträge.


    Etwas weiter oben im Beitrag 44253 verweise ich auf den Beitrag 43518.
    Da wieder ist ein Verweis auf eine ZIP Datei.
    Diese ZIP Datei entpacken, dann kommt eine Excel Datei zum Vorschein.
    In dieser Datei kannst du Strömungsgeschwindigkeiten in Rohren in Abhängigkeit der Leistung berechnen.


    Die FRIWA holt sich ihr Wasser aus dem Speicher wie auch die Heizung.
    Erst wenn der Speicher leer ist geht da nichts mehr.
    So lange warmes Wasser da ist gibt es keine Beeinflussung.


    Mit den Extra-Anschlüssen am Speicher kann man die Durchflüsse entkoppeln.
    Jetzt plädiert Fa Baunach.......
    Da möchte ich eigentlich nur sagen das es mehrere Wege nach Rom gibt.
    Wichtig ist doch das sich die einzelnen Anschlüsse nicht gegenseitig beeinflussen.


    Das mit der Anheizen vor dem Start des HV kann man machen, wird dir aber nichts bringen.
    Nach einem Tag hat der Kessel immer noch über 50°C bei mir.
    Ob du mit heißem Wasser aus dem Speicher anheizt oder das Wasser mit Holz erst einmal warm machen musst ist egal.
    Eine Verbesserung der Verbrennung tritt dabei auch nicht auf.
    Eine Restwärmenutzung wäre da eher etwas, dazu muss aber der Speicher noch ein Teil kaltes Wasser enthalten (Speicher muss Übergröße haben) und die Rücklaufanhebung elektrisch beeinflussbar sein.


    mfg
    HJH

  • Hallo in die Runde,


    hat doch etwas länger gedauert, bis ich wieder Zeit hatte, mich mit meiner Hydraulik zu beschäftigen. Habe mir meine alten Druckverlustberechnungen der Pufferverrohrung vorgenommen und um das Volumen für die FRIWA erweitert mit folgenden Annahmen:
    FRIWA 40 l/min max Schüttleistung
    Delta t Primärkreis 70°C (ich strebe 85°C Puffer an, mal sehen, ob ich das schaffe)
    Ergibt ca 1,5 m³/h Volumenstrom durch die Pufferverrohrung, nur für FRIWA-Versorgung, natürlich nur bei maximaler Entnahme. Die bisherige Heizkreisversorgung vom Kamineinsatz hatte ich mit ca 0,5 m³/h max ermittelt. Das reicht aber aus Erfahrung nicht für dauerhafte Beheizung ohne die Strahlungswärme des Kamins. Den Volumenstrom der Beheizung durch die WP kann ich wegen fehlender Parameter noch nicht genauer ermitteln. Wenn ich dann noch die zukünftige Heizkreiserweiterung um ca 100 m² sehe, dann werden ca 1m³/h max Wassermenge für die FUBO notwendig sein. Also insgesamt rund 2,5m³/h, das heißt eine Strömungsgeschwindigkeit von ca 1,2 m/s in der Pufferverrohrung, schon ziemlich kritisch, und damit liege ich schon bei etwas über 300 mbar Druckverlust nur in der Pufferreihenschaltung. Mehr Druck kann man mit stärkerer Pumpe erzeugen, aber ich liege in einem viel zu hohen Strömungsbereich, der sicherlich nicht gerade gut für die Pufferschichtung ist. Also, wie in meinem vorigen Beitrag schon angesprochen, elektrische Verriegelung, und das Problem ist keins mehr.

    HJH: Lese ich zwischen den Zeilen richtig bzgl. Geringschätzung von Baunach? Habe bzgl. der Produkte davon ähnliche Meinung, aber im Prinzip steckt ja einfach nur eine Weiche dahinter, welche nur die Differenzströme durch die Puffer leitet. Aber die bildliche Darstellung und Erklärung der diversen Pufferverschaltungen finde ich sehr einleuchtend.
    Gegenseitige Beeinflussung verhindern sehe ich ebenso, wird entweder durch eine extra Weiche oder die getrennten Anschlüsse erreicht. Daß Du nach einem Tag Kesselstillstand noch 50°C darin hast, erstaunt mich. Irgendwelche besonderen Maßnahmen? Restwärmenutzung und Anheizen mit warmen Restwasser werde ich noch in diversen Beiträgen durchlesen, ist ja auch einiges an Installationsaufwand. Von meinem Kamin her weiß ich, dass Anheizen in warmen Zustand besser abläuft, ob auch beim HV kann ich nicht sagen.

    Jetzt zu der von Euch mehrfach angesprochenen anderen Anbindung des Heizkreisvorlaufs für FUBO. Speziell Bernhard hat auf seine Anlage (etwas :) größer, als meine) bezogen mir eine sehr umfangreiche Darstellung geschrieben. Im Moment gehe ich davon aus, dass ich in meinen Puffern eine deutlich geringere Mischzone vorliegen wird. Das heißt, ich hätte bei Heizungsentnahme zwischen den Puffern bei jedem einzelnen Puffer (jeweils 750 L) immer nur relativ kurze Zeit geringere Temperaturentnahmemöglichkeit, bis zur Umschaltung auf den nächsten Puffer. Dann wieder Maximal-Temperatur. Aber jedes Mal deutlich höhere Strömungsgeschwindigkeit. Ob sich da der Aufwand jemals rechnet???


    Die umschaltbare Anbindung des Solarvorlaufs ist logisch, ob manuell oder automatisch, weiß ich noch nicht. In dem Zusammenhang werde ich eine Auftrennung bzw. Umschaltung der Rücklaufleitungen FRIWA und FUBO zwischen Puffer 6 und Puffer 5 durchspielen. Dann könnte ich die deutlich niedrigere RL-Temperatur von der FRIWA nur für Solar reservieren.
    Wahrscheinlich aber eine Spielerei, die sich nie rechnet.


    Nochmals Danke für alle bisherigen Beiträge
    Grüsse
    Edmund

  • Hallo,


    Lese ich zwischen den Zeilen richtig bzgl. Geringschätzung von Baunach?


    Um Himmels Willen unterstelle mir bitte keine Geringschätzung!
    Das hier ist ein öffentliches Forum, da bin ich schon angesprochen worden meine Aussagen zu unterlassen, sonst Klage!


    Ich würde einen einfacheren Weg, wenn es die Anschlüsse am Speicher erlauben, vorziehen.
    Der Speicher für sich allein entkoppelt halt auch.


    Ich selbst bin z.B. auch der Meinung das man irgend welche Spezialspeicher für teuer Geld nicht benötigt.
    Ich würde mir das selbst bauen. Andere können das nicht bzw. da sind die baulichen Umstände halt anders denen bleibt da nichts anderes übrig. Es kann ja sein dass du meinst das genau diese Anbindung für dich richtig ist, dann kauf es und du hast jemanden glücklich gemacht.


    Aber mit Deiner Rechnerei komme ich nicht klar.
    Du hast an Frischwasser 40L/Min = 2400Ltr./h. (Das ist viel! Normal hat eine FRIWA so um die 90kW, reicht bei dicke!)
    Das willst du von 15°C auf 60°C (keine Angabe von dir) erwärmen. (delta t = 45°K)
    Die Frischwasserleitung hat bei 35erCU dabei 0,829m/sec.. Dazu benötigst du eine Leistung der FRIWA von 123,4kW.


    Auf der Heizwasserseite könnte das so aussehen:
    Vorlauf Heizwasser 80°C (85°C wirst du nicht ständig zur Verfügung haben, ist aber auch noch zu heiß) Rücklauf wenn du dir eine Oventrop nimmst evtl. 35°C (delta t = 45°K) dann benötigst du wieder 2400Ltr./h


    Ich würde die Auslegung so vorsehen :
    Vorlauf Heizwasser 65°C, Rücklauf wenn du dir eine Oventrop nimmst evtl. 35°C (delta t = 30°K) dann benötigst du 3600Ltr./h
    das sind bei 42er Cu 0,837m/sec.


    Ich rechne da schon etwas anders.


    Das mit deinem Ofen muss man von der vorhandenen Leistung her sehen, die hast du nicht angegeben also kann man nichts sagen.


    Temperaturen nach 1 Tag von 50°C --> ISOLIEREN


    Anheizen, was soll das bringen, Heizwasser kalt ca. 40°C zu Heizwasser warm 80°C bei Verbrennungstemperaturen von 800°C??!


    Wenn du Energie sparen willst mach dir lieber Gedanken über die Anbindung der Solaranlage und der WP.
    So ist das SUBOPTIMAL!


    181


    mfg
    HJH

  • Hallo,


    OK, wäre ein Argument wenn das Wasser noch warm genug ist.


    mfg
    HJH

  • HJH: Erst wenn Rückfragen kommen, fällt mir auf, wo ich nicht genügend Fakten angegeben habe. Ich selbst weiß ja, wie die Gegebenheiten sind :) .


    40 L/min Schüttleistung ist von mir als etwa sinnvoller Wert angenommen für 2 Haushalte. Ich will ja auch eine Grenzwertbetrachtung machen.


    Das Brauchwasser wird von 10°C (Bohrlochtemp) auf 55°C erwärmt (keine 60°C weg. Kalk)


    Der Druckfall und die Strömungsgeschwindigkeit bezieht sich nur auf die Pufferverrohrung, die mit 1“ fest vorgegeben ist.


    Zitat: Auf der Heizwasserseite könnte das so aussehen:
    und: Ich würde die Auslegung so vorsehen :


    Diese beiden Absätze kann ich jetzt nicht richtig einordnen.


    Meine Mengenangaben beziehen sich einzig auf die Entnahme aus den Puffern. Die Vorlauf-Temperatur, die ich für die FUBO brauche, liegt bei ca 40°C max.


    Aber mein Problem mit dem hohen Druckfall und zu hoher Strömungsgeschwindigkeit in der Pufferverrohrung bei gleichzeitiger hohen Abnahme für FRIWA und FUBO löse ich mit der Reduzierung bzw. Abschaltung der Entnahme für FUBO für diesen Zeitraum, der ja nicht langandauernd ist.


    Die Leistungsangaben sind: ca 20 KW Kamineinsatz und 40 KW Hv, s.o.


    Zitat: Wenn du Energie sparen willst mach dir lieber Gedanken über die Anbindung der Solaranlage und der WP.

    Anbindung Solar wie im vorigen Beitrag erwähnt, was findest Du da unvorteilhaft?


    Anbindung WP direkt in die FUBO ist meiner Meinung nach OPTIMAL. Die WP soll zukünftig nicht mehr wie früher die Hauptenergiequelle sein, sondern bei Abwesenheit, Faulheit, Holzmangel, usw. nach Möglichkeit nur noch zur Nachtstromzeit und in den Übergangsmonaten einspringen. Argumente dagegen sind mir willkommen, noch bin ich lernfähig. Ich habe diese Fred nicht eröffnet, um eine optimale Hydraulik vorzustellen, sondern um unklare Fakten für mich auszudiskutieren, bzw. zu verstehen.


    @stefan: Das Kondensatproblem in der Anheizphase für die Lebensdauer meines Kessels ist wohl zu vernachlässigen, da Edelstahlkessel. Welche Bauteile letztendlich aus Edelstahl sind, kann ich erst ca Ende nächster Woche nach Lieferung sehen.


    Wieder Grüsse in die Runde
    Edmund

  • Hallo,


    Hier etwas zum Taupunkt :
    http://www.bosy-online.de/Holzvergaserkessel.htm


    Zitat: Auf der Heizwasserseite könnte das so aussehen:
    und: Ich würde die Auslegung so vorsehen :


    Diese beiden Absätze kann ich jetzt nicht richtig einordnen.


    Ich hatte ja nicht alle Angaben von dir, deshalb habe ich ein paar Daten "angenommen", deshalb das Wort "könnte".


    Das Brauchwasser auf 55°C fahren ist halt deine Sache.
    Bedenke auch bitte das Heizwasser auch nicht zu heiß zu fahren, ich habe bei mir eine Vorregelung gesetzt.


    Den Querschnitt der Verrohrung kannst du in meinem Schreiben "Holzvergaserkauf" nachlesen.
    Mache die Verrohrung des 40kW Kessels nicht zu knapp!


    Die Unterlagen zu meinen Vorstellungen für eine entsprechende Hydraulik hatte ich dir bereits in einem Beitrag vorher angegeben.


    mfg
    HJH


    Ich hatte die Rechnung mal detailliert gemacht, damit wollte ich sagen, das deine Rechnung irgendwie nicht stimmen kann.

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