Orlan Super D 40 KW Anlage

  • Hallo Peter
    Nur nicht Entmutigen lassen.Du hast halt das falsche Material erwischt.Deine Düsenform ist schon ein Glanzstück.
    Es gibt etliche andere Feuerbetone,die nicht so empfindlich sind bei der Verarbeitung.Noch bin ich nicht soweit wie du,aber in 1 Woche beginnen meine Versuche.Da rechne ich ebenfalls mit Rückschlägen.
    Horst!

  • Hallo Horst,


    Das Material wurde mir eigens aufgrund seiner Eigenschaften seitens der Firma empfohlen - und auch extra neu angemischt.
    Deswegen wäre es durchaus interessant, zu sehen, wie sich eine Düse aus dieser Gießkeramik macht.


    Das Problem ist eher eines der gleichmäßigen Trockung und der Größe und Massivität des Scherbens.
    Keramik trocknet rein aufgrund von Feuchtigkeitsverlust und bindet nicht hydraulisch ab.
    Dafür ist die luftundurchlässige Aluform vermutlich das falsche Material.
    Keramiker verwenden anscheinend Gipsformen für Gießformen - und haben dann trotzdem noch erheblich Probleme mit der Rißbildung.
    Man könnte die Form auch vertikal in zwei Hälften teilen und dann gießen


    ich warte jetzt erst mal die vollständige Trockung ab und mache dann einen Testbrand zum Üben. Die nächste Düse wird in mind. drei Schichten gegossen.
    Horizontale Risse wäre eher egal als vertikale.
    Eine Form aus saugendem Material wäre auch günstiger.


    Ganze Tonblöcke hab ich auch hier. Vielleicht schnitze ich gelegentlich mal eine Düse aus einem vollen Tonblock. Im Moment fehlt aber die Zeit.

  • Den Formkeil für die Düse würde ich an den Ecken - da wo die Risse sind - mit großem Radius abrunden. Sonst bekommst Du da immer wieder Spannungsrisse rein.

  • Hier als Nachtrag die 2 Jahre alte 10 Loch Düse. Noch vor drei Monaten waren nur leichte Abtragungen an der Oberfläche zu erkennen - wie im Herbst 2011 auch schon.
    Zwei Monate später sah es fast so aus wie jetzt, heute beim Ausbau ist die Erosion noch etwas weiter fortgeschritten.
    Offensichtlich gibt es bei Feuerbeton einen Punkt, aber dem es schnell abwärts geht.
    Man beachte, wie relativ gut die 3 Jahre alte Füllraumkeramik im Vergleich dazu speziell an der Kante unten noch aussieht





    Jetzt mußte auch ich feststellen, daß E-Coll bzw feuerfester Kitt o.ä. nicht zum Einsetzen eines Verschleißteils wie der Düse geeignet ist.
    Bei gewaltsamen Heraushebeln mittels hydraulischem Wagenheber ist die alte Düse zerbrochen.


  • Der getrocknete Keramikscherben hat etwa die Konsistenz von Gips. Das bedeutet, man kann ihn schmerzfrei mit einem Dremel befräsen oder auch mit einem Daumennagel was wegkratzen



    Das ist auch gut so, denn die Trocknung von Keramikmasse bedeutet immer eine Schrumpfung. Kann das Innenleben nicht mitschrumpfen, reißt der Scherben.
    Über diese banale Erkenntnis lacht warscheinlich jeder Hobbytöpfer :pinch: :laugh:



    Schluß daraus: Keramik in Zukunft ohne Innenleben im Block gießen und Sekundärluftlöcher + Düsenspalt nachträglich einfügen




    Der "aufwendige" Brennkammeraufbau zum Brennen der Düse. B)





    Es folgte der Brand. Leider habe ich die optimalen 1300 Grad nicht erreicht, aber immerhin mehrere Stunden gut 1200 Grad (bei max 137 Grad AGT).
    Die Brennkammer bzw der Abgasgegendruck war zu scharf und hat die Leistung etwas begrenzt.
    Wenigstens hat so die Rockwool überlebt - die kann nämlich auch schmelzen. Der schon gebrauchte Ytong hat's aber hinter sich.





    Die Keramikdüse hat jetzt einen schönen hellen Klang, wenn man dagegen schlägt. Einer der Risse in den Ecken geht aber jetzt durch.






    eingebaut, erster Abbrand läuft grad. Funktioniert mit schöner Flamme, weiteres wird sich zukünftig zeigen.


  • Tja mal sehen :)
    habe extra eine schöne scharfe Kante oben gelassen, da kann man Verschleiß am schnellsten feststellen.
    Das Material scheint relativ rißunempfindlich zu sein. Es war ja in allen vier Ecken zum Teil 2-3 mm gerissen, aber noch feucht. Ich hab alle Kerne rausgenommen und es einfach wieder zusammengedrückt :evil:
    Hätte deswegen erwartet, daß ich nach dem Brand nur noch Einzelteile habe, aber statt dessen eine funktionsfähige Düse, wer hätte das beim ersten Anlauf gedacht B)

  • Saubere Arbeit und gute Idee Peter,


    das mit dem Beton sehe ich genauso, der baut scheinbar plötzlich ab
    so sah meine Düse aus, als ich sie mit der Hand entfernt habe
    ich verschmiere sie nur mit Aschebrei


    Gruß Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Zum einen ist dieser Thread uralt und die schreibenden Mitglieder seit Jahren nicht mehr hier aktiv..
    Zum andern, da lass ich dir deinen Glauben... bedenke aber, dass wir im 21.Jahrhundert leben und du auch nicht mehr per Pferd neue Kerzen besorgen reitest, um dein Haus zu beleuchten!
    So ist das etwa mit dem Kessel von Orlan auch!
    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 6 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Hallo


    vorab ich kenne den Orlan nicht.


    Aber jeder Kessel ist eine Funktionskette von Bestandteilen und die ist halt nur mal so gut wie das schwächste Glied.....
    Was nutzt der beste Kesselkörper wenn keine vernünftige Regelung verbaut ist.
    Was nützt die tollste Regeleung wenn der Kesselkörper nach 2 Jahren die Grätsche macht.


    Es zählt immer das Gesamtpaket.....


    ciao Peter

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