Darf ich das MAG oberhalb des Puffers aufstellen?

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  • Hallo,


    bei mir wirds ziemlich eng im Heizraum,
    am ehesten hätte ich Platz für das große 400L MAG oberhalb des 3000L Pufferspeichers.
    Also Unterkante MAG ca. 2,5 - 3m über Unterkante Pufferspeicher.
    Geht das so? Wenn nicht wirds echt ungemütlich.


    MFG Jochen

    Orligno 300 25KW, Atmos P14, 3000L Puffer, 20m² Röhrenkollektoren, UVR 1611, Oventrop XZ-30 Friwa, ausschließlich Wandheizung, beheizte Fläche momentan 150m², Altbau von 1949, Sanierung auf KFW55. Sanierung läuft. Heizungsanlage inzwischen auch.

  • Hallo


    technisch spricht nichts dagegen, mußt nur beim Vordruck Einstellen die 2,5-3m berücksichtigen und es sollte kein heißes Wasser in den Behälter gedrückt werden, ist nicht förderlich für die Lebensdauer


    Gruß Willi

  • Hallo Jochen,
    sicher darf dein MAG höher stehen als die Puffer. Du solltest nur beachten, dass je höher es steht der Druck geringer wird.
    0,1 bar pro Meter. Wichtiger ist, was wenig Beachtung findet, nämlich, dass zwischen MAG und Puffer die Absperrorgane so gesichert sind, dass ein versehentliches Absperren ausgeschlossen ist. Z.B. durch entfernen des Hebels bzw Handrades.
    Desweiteren sollte es so eingebunden sein, dass die Temperatur im MAG nicht hoch ist.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • solang der Puffer voll ist, zirkuliert heißes Wasser nach oben

    Quote

    Wichtiger ist, was wenig Beachtung findet, nämlich, dass zwischen MAG und Puffer die Absperrorgane so gesichert sind, dass ein versehentliches Absperren ausgeschlossen ist.


    vor dem MAG darf außer dem Kappenventil keine Absperrung sitzen,
    das hat sogar der Schorni kontrolliert und hätte es nicht abgenommen wie er sagte


    Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • das hat sogar der Schorni kontrolliert und hätte es nicht abgenommen wie er sagte


    Was Quatsch ist, weil die Anlage auch bei defekten MAG sicher sein muss. Viel wichtiger ist die korrekte Anbringung einer Sicherheitsgruppe.


    Bei mir sitzt zum Beispiel zwischen Speicher und Kessel im Rücklauf der Ladomat mit 2 Absperrventilen im Strang. Setze ich das MAG nun an den Speicher, sind die Ventile bei Kesselheizung dazwischen. Setze ich das MAG an den Kessel, sind die Ventile bei Speicherheizung durch Solar dazwischen, die muss das MAG aber auch abfangen. Lösung: Kein Ventil in den Vorlauf vom Kessel, damit immer Verbindung und Druckausgleich zwischen Speicher und Kessel möglich.

  • Ich möchte, wenn es defekt ist auswechseln können, deshalb ist der
    Absperrschieber nur durch ein Stück der Pufferverkleidung erreichbar und
    nicht zu sehen, letzter Pufferspeicher im Rücklauf zum HV, immer kalt.
    Grüße Martin

    Soli 25 E 2000 l Puffer Solar 8,9m2 Röhren
    Plattentaush. Friwa eigenbau
    Flamtronik 2Gebl. Konr. Dimmer.
    HKS u. EigenDüse Gr. Brennk. Eigenbau
    CO Messung

  • Hallo,


    Eine Sicherheitsgruppe kann ein Ausdehnungsgefäß nicht ersetzen!
    Wer hat dich denn auf diese Idee gebracht!?


    Sperrst du einen Kessel ab, gehört ein A.-Gefäß an den Kessel.
    Dann hast du halt mehrere Ausdehnungsgefäße.


    mfg
    HJH

  • Eine Sicherheitsgruppe kann ein Ausdehnungsgefäß nicht ersetzen!


    Hab ich auch nicht behauptet. Aber ein Ausdehnungsgefäß ist nicht sicherheitsrelevant (weil es kaputt gehen kann und die Anlage trotzdem sicher bleiben muss).


    Ein MAG reguliert in einem geschlossenen System den Systemdruck.
    Eine Sicherheitsgruppe schützt ein System vor zu hohem Druck.


    Zwei verschiedene Funktionen. Ausserdem, was soll das MAG am Kessel? Der Kessel hat 100l Inhalt, der Speicher 1000l, wonach
    berechnest Du das MAG am Kessel, nach dem Kesselinhalt? Du siehst, nicht sinnvoll.


    Wichtig ist - und deswegen ist es in den Plänen meist an dieser Stelle eingezeichnet - dass das MAG möglichst am kältesten Punkt des Systems angeschlossen ist, und das ist nunmal üblicherweise der Kesselrücklauf vor der RTA. Ein MAG nach der RTA ist kontraproduktiv, weil a) die höhere Temperatur die Gummimembran in Mitleidenschaft zieht und b) die höhere Temperatur den Gegendruck im MAG steigen läßt, was zu schnellerem Druckanstieg der Anlage führt.

  • Ihr macht euch wieder mal gedanken.... unglaublich.


    Quote from "Timm"

    Zwei verschiedene Funktionen. Ausserdem, was soll das MAG am Kessel? Der Kessel hat 100l Inhalt, der Speicher 1000l, wonach
    berechnest Du das MAG am Kessel, nach dem Kesselinhalt? Du siehst, nicht sinnvoll.


    Wenn es nur für den Kessel da ist, wird es natürlich nur für den Kessel berechnet. Wofür sonst.


    Absperrhähne sind an der Anlage ja meistens nur aufgund Wartung oder Reperatur. Wenn es euch aus irgendeinem Grund wirklich so wichtig ist an einer bestimmten stelle einen Absperrhahn zu machen, wo liegt das Problem????? Habt ihr oder der Schorni so viel Angst, dass jemand die Ventile zudrehen könnte? Macht doch einfach den Griff weg. Dann ist der Schorni mestens auch zufrieden. Wenn nicht versteckt ihr das Ventil zusätzlich noch unter der Dämmung. Dann sieht es keiner. Von alleine wird sich das Ventil nicht zudrehen. Habt ihr natürlich kleine Kinder, oder steht die Anlage in öffentlichen Räumen, wo es sein kann dass unwissende mit Zangen irgendwelche Ventile an Heizungsanlagen zudrehen, würde ich eher schauen, dass ne Türe zum abschließen vor dem Heizungskeller ist.
    Trotzdem sollte man sich natürlich Gedanken machen warum ein Ventil an bestimmter stelle. So wenig wie möglich aber die wo eben nötigt sind und nicht mehr, da das die ersten stellen sind die undicht werden.


    Dass das MAG an einer kalten stelle hängen sollte ist klar. Aber ob die Brühe nun 20° oder 60° hat weil es eben doch in "einen anderen RL" musste aufgrund baulicher gegebenheiten, ist völlig wurscht. Wenn das MAG die Temperaturen nicht packt, hat es in einer Heizungsanlage nicht zu suchen!

  • Hallo zusammen,


    ich habe nicht erwartet Grundsatzdiskussionen auszulösen B)
    Hier noch mein Hydraulikplan um den es geht,
    es sollen kleine Mags an jeden Kessel und ein großes an den untersten Pufferanschluss,
    hier sitzt dann der Pufferabsperrschiebe nach dem MAG Anschluss.


    Mal so ne ganz blöde Frage,
    auch wenn das MAG ganz unten am Puffer angeschlossen ist,
    sieht es dann auch nur die Temperatur ganz unten im Puffer?
    Oder hab ich da nen Denkfehler?


    MFG Jochen

  • Hallo,


    Das Ausdehnungsgefäß reagiert nur auf sich änderndes Wasservolumen, kann sich das Wasser nicht ausdehnen entsteht eine Druckerhöhung.
    Beim Abkühlen des Wassers muss genau wie beim Aufheizen auch ein Druckausgleich erfolgen.
    Sonst entsteht Unterdruck. Deshalb ein Be.-und Entlüftungsventil an der Sicherheitsarmatur.


    Egal an welcher Stelle einer Heizungsanlage man das Wasser erhitzt, es erfolgt eine Ausdehnung des gesamten Wasservolumens.
    Mit der Ausdehnung ändert sich der Druck.


    Diese Volumenänderung wird im Ausdehnungsgefäß aufgenommen.
    Je größer das Ausdehnungsgefäß ist, im Verhältnis zur Wassermenge, um so kleiner sind die Druckunterschiede von kalter zur heißen Wasser. Ein großer Druckunterschied beim Aufheizen zeigt damit an, das das Ausdehnungsgefäß nicht groß genug ausgelegt wurde.


    Bei Solaranlagen sollte ein Ausdehnungsgefäß wesentlich größer sein wie bei reinen Wasseranlagen bis 95°C.
    In Solaranlagen kann Dampf entstehen.
    Dieser Dampf muss von dem Ausdehnungsgefäß auch noch aufgenommen werden können.
    Deshalb würde ich bei deinen 20m2 Solar das Ausdehnungsgefäß mindestens doppelt so groß ausführen.


    mfg
    HJH

  • Hmm,


    das mit dem Solar-MAG ist interessant.
    Das Ding steht nämlich schon hier,
    wurde von Ravensbergersolar mit 60L für 20m² dimensioniert und verkauft.
    Das muss ich mal im Hinterkopf behalten.
    Falls die Druckschwankungen im Betrieb zu groß sind muss ich wohl noch eins dazu hängen.


    MFG Jochen

    Orligno 300 25KW, Atmos P14, 3000L Puffer, 20m² Röhrenkollektoren, UVR 1611, Oventrop XZ-30 Friwa, ausschließlich Wandheizung, beheizte Fläche momentan 150m², Altbau von 1949, Sanierung auf KFW55. Sanierung läuft. Heizungsanlage inzwischen auch.

  • Hallo,


    Ich würde jetzt reagieren.
    Was macht deine 20m2 Solaranlage wenn das Wasser wärmer wird wie 100°C?


    Ist da eine bewusste Stagnation vorgesehen und damit ein Leerdrücken des Kollektors?


    Oder du machst den Speicher groß genug das du die Wärme immer unter bringst.


    mfg
    HJH

  • Dieser Dampf muss von dem Ausdehnungsgefäß auch noch aufgenommen werden können.
    Deshalb würde ich bei deinen 20m2 Solar das Ausdehnungsgefäß mindestens doppelt so groß ausführen.


    Autsch, Du hast eine grobe Vorstellung davon, wieviel Dampf aus einem Liter Wasser entstehen kann? Da reicht Deine doppelte Größe aber nicht.


    Das Ausdehnungsgefäß muss nicht "den Dampf aufnehmen". Wird eine Solaranlage warm, steigt der Druck soweit an, bis der Sättigungsdampfdruck für die Temp der Solaranlage erreicht ist. Das sind bei


    100°C => 1bar
    120°C => 2bar
    160°C => 6bar


    für Wasser. Diesen Druck und die mit der Erwämung verbundene Volumenzunahme der Solarflüssigkeit muss das Ausdehnungsgefäß aufnehmen. Jetzt hat man 2 Konzepte:


    1. Man läßt einen so hohen Anlagendruck zu, dass kein nennenswerter Dampf entsteht. Das sind aber bei 160°C eben schon 6bar plus statischer Druck. Steigt die Temp über den maximalen Anlagendruck, wird über das Sicherheitsventil abgeblasen. Das kann aber bedeuten, dass der gesamte Kollektorinhalt verdampft. Geht bei Kollektoren mit oberen Anschluss nur so.


    2. Man fährt mit niedrigerem Anlagendruck und nimmt bewusst in Kauf, dass der Dampf im Kollektor schon bei geringerer Temp entsteht. Der Dampf drückt dann die Solarflüssigkeit aus dem Kollektor in das Ausdehnungsgefäß. Sobald die Flüssigkeit raus ist, entsteht kein neuer Dampf, auch bei weiterer Erwärmung nicht. Das geht nur bei Kollektoren mit unterem Anschluss.


    Im zweiten Fall muss das Ausdehnungsgefäß nur das Kollektorvolumen an Solarflüssigkeit plus die Volumenzunahme bei Erwärmung aufnehmen. Auch im ersten Fall nimmt das Ausdehnungsgefäß nicht den Dampf auf, das geht gar nicht, weil das mehrere m³ wären.


    Die 3. Variante mit offenem Solarkreis wird bei uns eigentlich nicht verbaut.

  • Hallo,


    Du bist schon recht schnell in deinen Urteilen.


    Ich hatte ein paar Seiten vorher schon einmal einen Hinweis zu Bosy seiner Seite.
    Ich wollte hier nicht alles schreiben, deshalb sollten Interessenten sich das mal durchlesen.


    Natürlich kann/sollte ein A.-Gefäß keine hohen Temperaturen aufnehmen, sonst ist eine zusätzliche Kühlstrecke vorzusehen.


    Gemeint habe ich das 2. Beispiel von dir.
    Grundsätzlich muss man sich VOR dem Bau einer Solaranlage überlegen wie man die Temperaturabsicherung durchführt.
    Das wollte ich ansprechen, genaues kann man natürlich schwerlich sagen, da die örtlichen Gegebenheiten mir auch nicht vorliegen.


    Deine 3. Variante als DRAIN BACK-System würde ich bevorzugen.


    mfg
    HJH

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