Sekundärluft Regelung "a la Automobil"

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  • Hallo,


    da plagte mich wieder wieder mal die Dummheit:


    nachdem die werksseitige Sek. Luft "Regelung" für die heutige Zeit ein Witz ist und die von mit gebaute erste Regelung nicht das hielt was ich mir davon versprach nahm ich mal ne Drosselklape von nem BMW M 50 B 20, baute eine Adapterplatte an, adaptierte das ganze an mein Fossil von Heizkessel und verband das Ganze mit einem von der FT beeinflussten Klappenstellmotor. Funzt recht gut (nach ich mit den PID`s gespielt hatte). Allerdings hatte ich nicht den möglichen und evtl. vieleicht nötigen Drehwinkel von max. 90° beachtet (Bild 7: PICT0530_small.jpg) (braucht ja meistens sowieso nicht) vieleicht baue ich das noch um (vieleicht auch nicht!). Tut mir leid, dass das alles so unprofesionell aussieht, aber erst Pläne und Masszeichnungen machen ist nicht mein Ding. Habe ich eine Idee, so suche ich mir die vorhandenen Komponennten zusammen (z.T. aus dem Schrottpott) und arbeite darauf los, ich nehme mir aber, und solltet ihr mir glauben, jedesmal vor das irgendann nochmals, und zwar sauber, zu bauen, hat aber bisher sehr selten stattgefunden.











    Gruß
    HPK

  • Moin HPK
    Nimm eine Drosselklappe von einem Motor mit E - Gas siehe Bild. Dort räumst DU den Motor ab und siehe da dann kommt da eine schöne Drosslklappenwelle hervor, auf dem der Belimo direkt gesetzt werden kann. Ich habe auf die Drosselklappenwelle eine Hülse gesetzt die = dem max Durchmesser der Belimoaufnahme hat, somit bewegt sich der Belimo fast garnicht, wenn er arbeitet.
    Der Strömungsverlauf scheint auch günstig zu verlaufen, das sich die Regelung der Sekundärluft bei mir nicht aufschauckelt.
    Ich weiß, hab gut reden, da ich von einer Autoverwertung mit angeschloßener Werkstatt komme. Die größte E-Gas Drosselklappe die ich bis jetzt gefunden habe ist 88 mm. Brauch meisten aber nicht so groß zu sein
    Falls mehr Fotos benötigt werden, würde ich mal solch ein E-Gas Drosselklappenteil Schritt für Schritt aufarbeiten und Dokumentieren.

    Gruß
    Klaus

    Holzvergaser Herlt HV 49 mit Flammtronik
    Solar 20 m² für Warmwasser u. Heizung
    Speicher 7700 L Heizungsregelung Resol
    VA Schornstein d=250 7,5 m incl Zugbegrenzer
    Zu heizen Wohnhaus (1970) 220 m² + Werkhalle 300 m² 5 m hoch + Büro 64 m²
    Video Holzspalter

  • Hallo,


    Man sollte bei Klappenregelung darauf achten das der Luftdurchsatz nicht linear der Klappenstellung verläuft!
    Um das auszugleichen habe ich im Anhang mal einen mechanischen Lösungsvorschlag gemacht.


    ALLE elektr. Regler gehen immer von linearen Änderungen aus!
    (Es gibt aber auch elektronische Linearisierungen)
    Bei Nichtbeachtung fangen Regler an zu schwingen!


    Auch sollte der Durchmesser der Öffnung nicht zu groß sein (Kvs-Wert)


    mfg
    HJH

  • Hallo HJH
    Danke für den Hinweis - Überlegung
    Könnte nächste Woche mit einer Drosselklappe auf eine Strömungsmessbank eines Motorentuners eine Kennlinie erstellen,
    Frage:
    Sollte bei der Messung der Unterdruck hinter der Drosselklappe immer konstant sein
    MfG
    Klaus

    Holzvergaser Herlt HV 49 mit Flammtronik
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  • Ich habe schon lange ein Vergaserteil mit Drosselklappe für die Sekundärluft. Die Klappe hat einen Durchmesser von 38mm, direkt auf die Welle ist mein Belimo montiert. Klappt wunderbar an meinen 40 KW. Die Klappe öffnet im Volllastbetrieb ca. 50% bei 5% Restsauerstoff. Aufschaukeln gibt es bei mir nicht, da meine Primärluft über Gewicht und Lüfterdrehzahl regelt und Restsauerstoff nachgeregelt wird.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Würde ich schon so sehen.
    Der Durchfluss durch die Klappe sollte linear sein.


    25% Öffnung der Klappe 25% Durchsatz
    50% Öffnung der Klappe 50% Durchsatz
    100% Öffnung der Klappe 100% Durchsatz


    Das natürlich in allen Stellungen.


    Du kannst in meiner Bildergalerie sehen wie ich das verwirklicht habe.


    mfg
    HJH

  • Hallo HJH
    Wenn ich das richtig erkenne hat Deine Umlenkung eine Drehwinkelanpassung,
    ??? Aber wie verhält sich die Luftmasse wirklich ??????
    Vermutlich ändert sich auch der Unterdruck in einem Saugzugkessel, was die Luftmassenkurve erheblich verändert. jenachdeml wie der Drosselklappenwinkel ist
    ???? Oder Habe ich wieder mal einen Gedankenfehler ????
    Melde mich später wieder , muß jetzt abschleppen fahren, hab selber Dienst heute,
    Gruß
    Klaus

    Holzvergaser Herlt HV 49 mit Flammtronik
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  • Natürlich verändert sich beim Ändern des Unterdruckes auch der Durchfluss.


    Das hat doch erst einmal mit einem linearen Durchfluss nichts zu tun.


    Man sollte es tunlichst vermeiden mit EINEM Regelkreis ALLE Störgrößen aus zu regeln.
    Ist halt eine Frage des Aufwandes. Dadurch sind am Anfang "Mehrkomponentenregelungen" und später "Fuzzy-Regler" entstanden.
    (Fuzzy-Regler sind m.Ansicht nach auch nur Mehrkomponentenregler)


    Willst du den Einfluss einer Unterdruck-Störgröße reduzieren musst du den Unterdruck konstant halten.
    (Ist aber m.E. der Aufwand zu groß, wird in Industrieanlagen aber so gemacht)


    mfg
    HJH

  • N`Abend Klaus,


    gute Sache! Warum hast Du nicht früher Laut gegeben? Hätte ich dann wahrscheinlich von Anfang an so gemacht (Autowerkstatt habe ich auch, einen Schrottplatz zwar nicht, aber naja, rumstehen und rumliegen habe ich auch jede Menge Zeug).
    Am 19. März war der Schlot hier zum Messen des Kessels, alle Werte im grünen Bereich, nur der Staub muss im Labor gewogen werden, wenn der auch im Rahmen liegt kann mein Fossil noch bis 2019 bullern, somit hätte ich noch genug Zeit zum Probieren und Umbauen.


    Gruss


    HPK

  • N`Abend HJH,


    verstehe ich nicht ganz, mit zunehmender Klappenstellung vergrössert sich der freigebene Querschnitt ohnehin überproportional - weshalb soll dann die Öffnungsgeschwindigkeit der Klappe mit zunehmender Öffnung auch noch schneller werden?


    Gruss


    HPK

  • Hallo,


    Du musst das so Betrachten :


    Der Stellantrieb hat z.B. eine Laufzeit von 30" für 0...90° Stellwinkel.


    Wenn du den Stellantrieb 1" fahren lässt dann hast du eine bestimmte Änderung des Durchflusses.
    Diese Durchflussänderung sollte im 10°-Bereich genauso groß sein wie im 80°-Bereich oder auch im 50°-Bereich.
    Wenn das so ist, dann hat man eine lineare Änderung des Durchflusses.
    Das erreicht man damit das im 0°-Bereich nur relativ wenig geöffnet wird in einer bestimmten Stellzeit und im Bereich Richtung 90° (Offen-Bereich) relativ viel geöffnet wird in der gleichen Stellzeit.


    Stammt noch aus der Zeit als man noch nicht alles mit einem IC erledigt hat.


    mfg
    HJH

  • Hallo HJH,


    danke für deine Ausführungen, die will ich keinesfalles in Zweifel ziehen, nur leider verstehe ich das nicht. Bei einer quadratischen/rechteckigen Klappe wäre, so meine ich, der Durchfluss proportional zum Klappenstellwinkel, bei der runden Klappe (ich gehe immer davon aus, dass die Klappenachse durchs Zentrum der Öffnung verläuft) öffnest Du zunächst sehr wenig Querschnitt, mit zunehmendem Stellwinkel wird "das Loch" schnell grösser, oder?


    Gruss


    HPK

  • Ich dachte du wolltest eine Drosselklappe mal durchmessen dann wirst du sehen was ich meine.


    Folgende Zahlen nur als Beispiel:
    Von Klappe zu bis ca. 30% der Öffnung hast du bereits 60...70% des Durchflusses, deshalb langsame Verstellung.
    Im Bereich über 50% Öffnung hast du evtl. nur noch 20...25% der übrigen Luftmenge. Deshalb dann eine etwas schnellere Verstellung.


    mfg
    HJH

  • Hallo HPK ,
    na einfach mit einer austarierten Klappe. Das Klappengewicht kann mittels Hebel austariert werden. So erreiche ich die der Lüfterleistung angemessene Luftzufuhr und ein Schließen der Klappe bei Ausbrand.


    Ich kann nicht nachvollziehen weshalb alles so kompliziert werden muss. Wieviel Luft bei welcher Klappenstellung durchgeht ist völlig irrelevant ,da der Restsauerstoff nachgeregelt wird. Wichtig ist eine Größe zu wählen die bei max. Kesselleistung ausreichend Luft durchläßt.
    Bei mir wird die Primärluft durch die Lüfterleistung b.z.w. Rauchgastemperatur bestimmt. Die Sekundärluft durch Restsauerstoff. Das hat sich meiner Meinung nach bewährt. Ich beobachte nur wenige Regeleingriffe bei der Sekundärluft.


    Wie gesagt, meine Meinung: Je einfacher desto besser ist.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Hallo Ralf,


    Du hast völlig recht - je einfacher desto besser. Ich rechnete beim Start des Themas auch nicht soviel komplexität hinsichtlich der Klappenstellung und der damit verbundenen Volumenstrom Änderung. Aber manchmal macht gewollte Komplizierung auch irgendwie Spass (insbesondere beim Fehlersuchen!). So sind wir Menschen halt, zumindest einige.


    Ich weiss nicht, ob ich so recht glücklich wäre, stünde in meiner Heizung ein brandneuer Fröling und ausser Vollschlichten hätte ich nichts zu spielen.


    Gruss


    HPK

  • Wenn ich für Verwirrung gesorgt habe dann vergesst alles.


    Wenn man etwas macht dann sollte man es richtig machen, einfach schon, aber richtig.


    mfg
    HJH


    Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.
    Hermann Hesse

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