Verschaltung und Größe der Pufferspeicher

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  • Hallo! :)


    Ich beschäftige mich seit Monaten mit dem Thema "Heizungsanlagen mit einem Holzvergaser".
    Wir wollen im Sommer weg von unserer Ölheizung (komplett rausschmeißen) und diese durch einen HV mit Pelletsflansch ersetzen.


    Wir wollen erst mal mit reinem Stückholz starten, aber definitiv die Option offen halten, später die Pelletseinheit nachzurüsten (man weiß nie, wie sich das Leben entwickelt).


    Es wird ein Fröling S4 F mit 34KW (wegen des größeren Füllraums von 190 Liter im Vergleich zu 145 Liter beim 22/28KW) werden.
    Der Fröling, weil ich bei dem Gerät ein gutes Gefühl habe und weil es einer der wenigen ist (es gibt wenige andere, z.B. SHT),
    bei dem man die Option der späteren Nachrüstung des Pelletsmoduls hat. Und er zündet sehr einfach...


    Da bin ich also schon durch mit meiner Entscheidung.


    WW möchte ich über eine Frischwasserstation machen, da bin ich mir auch schon recht sicher.
    Auch immer Sommer soll WW über den HV laufen, ich möchte keine Solarthermie und keine Luftwärmepumpe für das Brauchwasser.


    Bei was ich mir unsicher bin, ist das Thema mit den Pufferspeichern.


    Ich hatte bisher Termine mit 5 verschiedenen Heizungsbauern, diverse Telefonate mit einem Fachingenieur für Haustechik,
    mit dem Fröling-Außendienstmitarbeiter, war auf der ISH in Frankfurt und habe mit Herstellern gesprochen, usw.


    Zudem habe ich wochenlang (besser gesagt: nächtelang) im Internet recherchiert, habe mich mit den bekannten Excel-Tabellen zur Dimensionierung der Pufferspeicher beschäftigt,
    Berechnungen damit durchgeführt, mich im Detail mit den möglichen Verschaltungen beschäftigt (Tichelmann, Reihe, Parallel-Kopplung (also kommunizierend)).


    Jeder HzB hat Argumente für "seine Verschaltung" und zur Empfehlung der Größe der Pufferspeicher.


    Ich weiß auch, dass das nicht schwarz/weiß zu sehen ist und es nicht "das Beste" gibt, sondern alles seine Vor- und Nachteile hat.


    Das Entscheidende für uns (wir kommen ja von der "komfortablen" Ölheizung) sind möglichst lange Intervalle zwischen dem Auflegen der 50 cm Scheite. :)
    Sowohl im Winter, wie auch im Sommer.
    Deshalb ja auch der 190 Liter Füllraum!


    Hier mal ein paar Fakten zu unserem Haus:


    Baujahr: 1990
    bisheriger Ölverbrauch: 4800 Liter
    knappe 300qm Wohnfläche auf 2 Etagen
    2 Heizkreise (1x Fußbodenheizung, 1x Radiatoren)
    6 Personen (2 Familienhaus)


    Die engste Stelle beim Einbringen der Pufferspeicher ist 81cm, weshalb ich auf 1000 Liter-Speicher gehen muss.


    Die Entscheidungen, die ich treffen muss:


    - 3000 oder 4000 Liter Pufferspeicher?
    - Fröhling Pufferspeicher kommunizierend verschaltet oder Citrin Pufferspeicher in Reihe?


    Zur Größe des Speichers:


    Hier empfehlen ein paar Heizungsbauern 4000 Liter, da das gut zu den 190 Liter Füllraum passen würde.
    Wir planen ausschließlich mit Buche zu heizen.


    Andere sagen, dass in der Wintersituation das Haus bereits während der Brennzeit so viel Wärme abnimmt, dass die 4000 Liter nicht voll werden würden.
    Und dann wäre das kontraproduktiv.


    Zur Art der Verschaltung:


    Hier sagen einige, dass die kommunizierenden Frölingspeicher genau das richtige wären.
    Einfache Verschaltung, weniger Verwirbelung, ganzer Speicher problemlos auch im Sommer nutzbar.
    "Gegner" reden von einer größeren Übergangszone und dadurch geringere Effizenz.


    Andere empfehlen die Reihenschaltung, da man weniger Verluste hätte.
    Hier sagen wiederum "Gegner", dass hinten im Rücklauf dann "lauwarmes" Wasser zurückkommt, was sich dann durch die davorliegenden Puffer drücken muss
    und damit die Schichtung in diesen zerstört.


    Bei 4000 Litern müsste man aber bei der Reihenschaltung (nicht bei kommunizierend) eine Zubringerpumpe mit einbauen, da der Widerstand so groß wäre,
    dass das warme Wasser hinten im 4. Puffer nie ankäme.
    Das wiederrum wäre aber auch schlecht wegen Verwirbelungen und dann muss das Wasser auch bei der Entnahme wieder da raus.


    Was meint Ihr denn dazu?


    Viele Grüße,
    Kai

  • Moin,
    ich bin bekennender Gegner der Reihenschaltung, da im Sommer zu große Nachteile. Bei 4 Speichern ist und bleibt bisher meine Wahl der Verschaltung nach Tichelmann. Über die kommunizierend Verschaltung von Fröhling kann ich nichts sagen, da ich Beruflich keine Berührungspunkte mit dieser Verschaltung habe.
    mfg
    Lars

  • Wie sehen die Nachteile aus und wohin geht die wärme wenn die sogennante Schichtung zusammen bricht ?.Nimm als Puffer die günstigen dies überall zu kaufen gibt sind eh nur Blechkisten und mach stattdessen eine gute Dämmung drumrum.Willst du schon das viele Geld für einen mit Flansch ausgeben nimm doch gleich denn viel günstigeren Thermi 2


    LG Franz

    ,,Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Biber und der Wolf zum Ärger der friedlichen Bürger.
    Fröling S4 mit 145 Liter Füllraum Januar 2011 Inbetriebnahme 3000 Liter Puffer.

  • Hallo,


    Hier halt eine weitere Variante von mir.


    Ich würde bei der Leistung eine Reihenschaltung mit einfachen Speichern ohne Innereien installieren.
    Reihenschaltung - Geht bis zu einer bestimmten Leistung gut. Aber einer Leistung (Durchflussmenge) kann es Probleme mit der Schichtung geben.
    Parallelschaltung - Schichtung ist unabhängig der Leistung immer gewährleistet. Probleme beim Abgleich der gleichen Befüllung/Entnahme.
    Fröling spezial (kommunizierend) - gleiche Problem wie Reihenschaltung.


    Quote

    Bei 4000 Litern müsste man aber bei der Reihenschaltung (nicht bei kommunizierend) eine Zubringerpumpe mit einbauen, da der Widerstand so groß wäre,
    dass das warme Wasser hinten im 4. Puffer nie ankäme.
    Das wiederrum wäre aber auch schlecht wegen Verwirbelungen und dann muss das Wasser auch bei der Entnahme wieder da raus.


    Welche Bedenken du auch immer da hast, mir fallen im Moment keine ein. Die Pumpe bringt das Wasser schon gepumpt.
    Du musst dabei die Rohre und die Pumpe richtig auswählen.


    Wie ist der Stand der Dämmung?


    mfg
    HJH

  • Hallo Kai,
    deine Gegebenheiten gleichen den Meinen sehr.


    Ich habe einen 40KW HV und 3000 Liter Puffer, komme damit sehr gut aus. Wenn du berufstätig bist würde ich dir zu 5000 Liter-Puffer raten min jedoch 4000 Liter. Bei mir sind die Puffer in Reihe geschaltet und das funktioniert sehr gut. Wenige störfähige Bauteile erforderlich, was sehr wichtig für störfreiheit ist. Wegen der angeblichen Verluste kann ich dich beruhigen. Wo soll die Wärmeenergie hin, wenn nicht über die Isolierung der Puffer und Rohre nach außen? Energie vernichtet sich nicht durch einfache Schaltung.


    Meiner Meinung nach kann die Hydraulik nie einfach genug ausgelegt werden. Das spart Geld, Zeit und Ärger.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

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