Errichtung einer Holzvergaseranlage - Beratung

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  • Hallo Holvergaser-Gemeinde,


    ich bin seit längerer Zeit passiver Leser des Forums, speziell im Bereich Holzvergaser.


    Ich werde jetzt aber aktiv, da ich nach längerer Recherche mit meinem Latein am Ende bzw. unsicher in meiner Entscheidung bin.


    Vorweg muss ich sagen, dass ich die Broschüre der FNR schon fast auswendig kenne und zig weitere Foren durchforstet habe.


    Nun zu meinem Anliegen/Vorhaben:


    Ich bin Besitzer eines Zweifamilienhauses aus dem Jahre 1974. Dieses Haus wird zur Zeit durch eine Ölzentralheizung (Heizung + Brauchwasser) geheizt. Ich habe einen 9000-Liter-Öltank, der einen ganzen Raum einnimmt. Die Leistung des Ölbrenners ist 23 kw. Im Jahr verbrauche ich mindestens 3000 Liter Öl (von Februar bis Februar waren es 3000 l wobei die Mietwohnung mit 75 qm erst ab Dezember 2012 vermietet worden ist).


    Ich will mir nun unbedingt zusätzlich einen Holzvergaser anschaffen, der den Ölbrenner weitestgehend ersetzen soll. Öl will ich somit nur im Notfall verheizen, wenn der Holzvergaser nicht arbeitet (was der absolute Ausnahmefall sein sollte).


    Zuerst habe ich an folgende Konstellation gedacht: 20-25 kw Holzvergaser + 2000 l Puffer.



    Nachdem ich die Foren durchforstet habe, wird aber öfter dazu geraten, das System größer zu dimensionieren. In meinem Fall kommen somit meiner Meinung nach Vergaser im Bereich 30/40/50 kw in Frage. Den Puffer will ich eigentlich nicht größer als 3000 l wählen, da der alte Öltank aufgrund Kostengründen (Ausbau und Kauf eines kleineren Öltanks) bleiben soll und der Puffer in einen anderen Raum soll.



    Da das gesamte Vorhaben 10 000 nicht übersteigen soll, kommen für mich nun folgende Geräte in Frage:


    Atmos DC 30 GSE


    Atmos 50 GSX


    Santer Proburner 40


    Solarbayer (HVS 40 E)


    Rs Immo Pro Vigas (40)


    Nun die Fragen:


    1.) Wie groß sollte das System gewählt werden, um einerseits die Anschaffungskosten im Rahmen zu halten und anderseits einen relativ angenehmen Heizkomfort (maximal 2-3 mal täglich Nachlegen) zu haben?
    2.) Sollte jemand der Meinung "Alter Öltank raus, um den Raum des Öltanks auszunutzen" sein, kann dieser grob sagen, wie teuer der Ausbau des alten Öltanks ist und was ein neuer kostet?
    3.) Hat jemand Erfahrung (positive und negative) mit den genannten Anbietern/Holzvergasern?
    4.) Kennt jemand Alternativen zu den genannten Herstellern unter Berücksichtigung der Gesamtkosten?
    5.) Kann jemand etwas zu der Lebensdauer der Holzvergaser sagen?
    6.) Wie ist der technische Service bei den jeweiligen Anbietern (Reparatur, Ersatzteile, etc.)?
    7.) Den Proburner finde ich nicht schlecht (Video auf der Homepage). Wieso wird der in der Liste der FNR nicht aufgeführt? Gibt es einen Haken (damit meine ich nicht die manuelle Einstellung der Primär- und Sekundärluftzufuhr)?
    8.) In der Ausarbeitung der FNR werden die Kessel in Volllastkessel, leistungsgeregelte Vergaserkessel und leistungs- und feuerungsgeregelte Vergaserkessel unterteilt. Die technischen Unterschiede sind mir klar. Sagt jemand, auf keinen Fall Volllastkessel oder leistungsgeregelter Vergaserkessel? Wenn ja, warum?
    9.) Sagt jemand "Nimm gleich mehr Geld in die Hand und kauf dir was richtiges"? Wenn ja, bitte begründen.
    10.) Kennt jemand einen Heizungsbauer im Raum Stuttgart (am besten Landkreis Göppingen oder Esslingen), der Erfahrungen mit der Installation von solchen Anlagen hat und den er empfehlen kann?
    11.) Sollte die Anlage über den Heizungsbauer beschafft werden oder selber gekauft werden? Z.B. Atmos bei http://www.rainbow-tech.de (Komplettsystem) oder z.B. direkt bei Solarbayer.


    So, ich hoffe ich habe alle meine Fragen beisammen und bitte euch darum, mir zu helfen! Ich kann fast über nichts anderes mehr nachdenken. Das Geräusch des Ölbrenners treibt mich in den Wahnsinn, wenn ich an die nächste Betankung des Öltanks denke!!!


    Grüße aus dem Schwabenland,


    P.S.: Sollte jemand fragen, ob ich die Beschaffung/Lagerung des Holzes gewährleisten kann...ja, kann ich!

  • Hallo (hier könnte dein Vorname stehen)


    zunächst mal willkommen


    zu 1.) 2-3 mal nachlegen ist kein Komfort, bei der der Auslegung wird Dir bestimmt HJH behilflich sein.
    2.) dazu kann ich Dir keinen legalen Rat geben
    3.)Die meisten hier haben einen der genannten Anbieter, waren sich aber auch von vornherein klar Hand anlegen zu müssen.
    4.) Ich nicht
    5.) hängt viel davon ab was Du verbrennst, zum Beispiel es sollen keine windeln verbrannt werden, ich rechne mit 10-15 Jahren dann steht ein neuer Korpus an.
    6.) Diese Kessel sind im Verhältnis weit verbreitet, Augen auf im Netz
    7.) stehe auf dem Schlau FNR?
    8.)Holzfeuer ist digital an oder aus, dazwischen ists Murks
    9.) Sag ich nicht, das Du von keinen 12k€ Kessel mit einem 3k€ vergleichen sollst ist das 11 Gebot
    10.) Ich nicht
    11.) Das mußt Du mit Dir ausmachen


    12)! wie rechnest Du die Mietwohnung ab wenn Du mit Holz heizt, Du bist Kostennachweispflichtig, würde mich interressieren kommt nämlich auf mich auch noch zu.


    Jaja so sind se de Schwobe, gönnen den Ölmultis aber auch nix, duck un wech.


    Gruß


    Mike

    40Kw HVS-E/LC
    5000L Puffer
    2x500L ADG
    2xUVR1611

  • Hallo xy...,


    am Anfang sollte die Berechnung der Heizlast des Gebäudes stehn.Beispiele dafür und auch für Hydrauliken findest du z.B. auf http://www.Solarbayer.de
    Wenn du einen Mieter in der Hütte hast,der es vielleicht immer kuschlig warm haben möchte,solltest du an der Leistung und auch an der Puffergröße nicht geizen.
    Es macht schon einen Unterschied ob ich einen Proburner oder einen Solarfocus Therminator im Keller stehen habe und der liegt nicht nur im Preis.Ein Duster ist auch kein Ml ;) z.B. Ein Gewichtsunterschied von vll 200 kg kommt nicht von irgendwo.Teure Kessel haben stärkere Brennkammerwände,teilweise aus Edelstahl oder mit Edelstahl-Vorhängeblechen,verfügen über Heizkreissteuerungen(was einem wiederum eine seperate Steuerung erspart),einen Kundendienst der vor Ort Probleme lösen kann,(weiß nicht obs sowas z.B.Bei Vigas gibt).......
    Ob das alles aber dazu führt,das ein Fröling doppelt so lange hält wie ein Vigas,kann wohl noch keiner sagen aber man sollte es annehmen.
    Bei günstigeren Kesseln fallen evtl. Optimierungsarbeiten an,wie nachrüsten einer Lambdasonde mit Steuerung,Lufttrennung,freibohren von Luftkanälen,...kann man hier alles lesen.
    Wenn man handwerklich 2 linke Hände hat,sollte man einen Fachmann zu Rate ziehen,ansonsten ist ein Eigenbau durchaus möglich mit etwas Initiative und Planung.
    Was jeder Einzelne am Ende macht oder käuft bleibt an ihm hängen und die Entscheidung wird dir wohl keiner abnehmen.


    so long


    Chris

  • Hallo Klipp, hallo Chrissi,


    zuerst einmal: ich heiße Holger :)


    @ Klipp:


    1.) wer ist HJH?


    2.) Ich habe schon gehört, dass es Firmen/Leute gibt, die den Öltank gratis oder für kleines Geld ausbauen, da sie ja das Metall verkaufen können...


    4.) Meine Eltern hatten einen Scheitholzkessel (der Rund um die Uhr brannte; noch kein Puffer), der vor kurzem nach 25 Jahren seinen Geist aufgegeben hat. Der war von Viessmann. Kann man nur nur bei den teureren Kessel diese Lebensdauer erwarten? Dann kann ich ja wieder rechnen, ob sich gleich mehr investieren lohnt (Kosten pro Lebensjahr)!?


    7.) "Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe"...hier der Link:


    http://mediathek.fnr.de/brosch…essel-marktubersicht.html


    12.) Das werde ich über Wärmemengenzähler machen. Die Formel zur Umrechung findet man im Netz.


    @ Chrissi:


    Du triffst den Nagel auf den Kopf, hilfst mir aber nicht weiter (nicht böse gemeint) :) Wie ich in deiner Signatur sehe, hast du eine teurere Anlage in Eigenleistung eingebaut. Was hat dich zu der Entscheidung für eine teurere Anlage gebracht? Wenn man bei die Komponenten wie Steuerung ja schon im Vergaser hat, ist der Eigenbau ja auch nicht mehr so kompliziert, oder? Einfach gesagt: Vergaser an Puffer und Kamin anschließen, oder?


    @ all:


    Kann man den 9000-l-Öltank nicht zum Puffer/Wärmespeicher umfunktionieren oder zumindest als Hülle der Isolierung nehmen? Schätze mal nicht, auf die Idee sind bestimmt schon andere gekommen...


    Vielen Dank für die Hilfe!


    Gruß,


    Holger

  • Quote

    1.) wer ist HJH?


    Ich bin HJH. Aber damit kommst du auch nicht viel weiter.



    Quote

    2.) Ich habe schon gehört, dass es Firmen/Leute gibt, die den Öltank gratis oder für kleines Geld ausbauen, da sie ja das Metall verkaufen können...


    Quote

    4.) Meine Eltern hatten einen Scheitholzkessel (der Rund um die Uhr brannte; noch kein Puffer), der vor kurzem nach 25 Jahren seinen Geist aufgegeben hat. Der war von Viessmann. Kann man nur nur bei den teureren Kessel diese Lebensdauer erwarten? Dann kann ich ja wieder rechnen, ob sich gleich mehr investieren lohnt (Kosten pro Lebensjahr)!?


    Quote

    Was hat dich zu der Entscheidung für eine teurere Anlage gebracht? Wenn man bei die Komponenten wie Steuerung ja schon im Vergaser hat, ist der Eigenbau ja auch nicht mehr so kompliziert, oder? Einfach gesagt: Vergaser an Puffer und Kamin anschließen, oder?


    In diesen deinen Fragen zeigst du eigentlich den Schwaben wie er in all meinen Vorurteilen existiert.
    @Chrissi hat dir die Frage um die es erst einmal gehen sollte schon gestellt.
    Deine Antwort aber ist:

    Quote

    ....hilfst mir aber nicht weiter

    Zuerst muss du wissen mit welcher Heizlast oder auch mit welchem Jahresenergieverbrauch du dich rumquälst.
    Auf diese Information aufbauend kann man dann den HV und den Speicher bestimmen.
    Jetzt sage nicht "die kenne ich nicht", dann solltest du dich auf die Socken machen und die Heizlast herausfinden.
    Wie soll hier jemand wissen wie deine Heizung /Heizverhalten ist!


    Quote

    Kann man den 9000-l-Öltank nicht zum Puffer/Wärmespeicher umfunktionieren oder zumindest als Hülle der Isolierung nehmen? Schätze mal nicht, auf die Idee sind bestimmt schon andere gekommen...


    Aus deiner Beschreibung kann man nicht lesen ob es sich um einen Kunststoff oder Blechtank handelt.
    Ich würde aber einen neuen Speicher nehmen. Der ist dann auch für den Druck einer Heizungsanlage zugelassen.
    In manchen Sachen sollte man nicht sparen.


    In meinem Profil unter Info's kannst du mehr lesen, auch sind da Hydraulikpläne.


    mfg
    HJH

  • Hallo HJH,


    wenn ich die Heizlast nach der Berechnung von Solarbayer durchführe komme ich auf 24 kw und 576 kw/h pro Tag. Ich habe eigentlich gedacht, dass die Angabe des Jahresölverbrauchs (3000 l) als Info ausreichend ist.


    Ich habe jetzt was gefunden, wo ich die Heizlast genau berechnen kann. Werde ich nachholen...muss gleich los...


    Sparen wollen wir doch alle...ich auf jeden Fall, sonst würde ich nicht auf HV umstellen wollen...


    Wenn ich wieder Zeit habe, werde ich mir dein Profil anschauen...


    Gruß,


    Holger


  • So einfach wie nur Puffer an Vergaser anschließen ist das auch nicht.Da gehören noch ne Menge andere Komponenten dazu wie Rla,Ksg,Tas,Adg,Mischer,Pumpengruppen,Zugbegrenzer und Co die es außzuwählen und einzubinden gilt.
    Ich habe meinen Kessel gewählt,nachdem ich mir mehrere Herstellertypen im Betrieb angesehen und Feedback eingeholt habe.Auch wenn ich für den Preis vielleicht 2 günstigere Kessel bekommen hätte,so hoffe ich doch,das sich die Investion bezahlt macht.Bis jetzt läuft zumindest alles tadellos nach ein paar Startschwierigkeiten und ich bin zufrieden.


    Gruss


    Chris

  • Hallo


    4.) Gusskessel?


    Öltank--->Puffer pauschal? NEIN!
    Öltanks sind meist aus GFK oder eckig Kellergeschweißt, beide sind aber für drucklosen Einsatz gedacht.
    Heizanlagen haben im Schnitt 1,5Bar Druck, deine Pumpen benötigen einen mindest Systemdruck, ca 1Bar sonst Kavitation.


    Angenommen dein Öltank, wäre Druckfest, dann noch ein paar Anschlüsse angeschweißt und Du füllst ihn mit Heizwasser, dann hast Du 9000Liter ölverseuchtes Wasser zu entsorgen, zugegeben erst irgendwann aber das wird kommen.


    Gastank pauschal Ja



    zu 12.) Die Berechnung der abgegeben Wärme ist nur ein Teil des Problems.
    Du musst in der Nebenkostenabrechnung auch deine Holzkosten bestimmen, es zählen aber nur die tatsächlich entstandenen Kosten.
    Mit diesem kleinen Passus im Mietrecht ist das nicht mehr trivial, da deine Heizkostenabrechnung angreifbar wird.


    Gruß
    Mike

    40Kw HVS-E/LC
    5000L Puffer
    2x500L ADG
    2xUVR1611

  • Danke HJH! Mal ne grundsätzliche Frage: Generell mache ich doch keinen Fehler, wenn ich die Anlage größre dimensioniere, als nötig ist. Natürlich auch ne Budgetfrage.


    Mittlerweile bin ich, glaube ich, so weit, dass ich ne Weile spare und dann richtig investiere. Gerade überlege ich, ob ich die Ölheizung dann nicht ganz raus haue.


    @ Klipp: Die Heizkreisläufe habe ich beim Hauskauf trennen lassen. Von dem her könnte ich doch rein theoretisch die Ölheizung an den Mieterkreislauf und die neue HV-Anlage an meinen Kreislauf hängen, oder?

  • Lass den Öler stehen denn Öltank schmeist du raus und stellst einen kleinen mit 500-1000 Liter rein und noch 3000-4000 Liter Puffer rein.dann kaufst einen HV wenn du bedenken wegen dem Alter hast(Kein Holz mehr nachlegen wegen schlecht zu Fuss) könntes mal den Thermi2 anschauen der ist günstig und ein Kombi wenn du dann den einbaust kannst auch den Öler rauswerfen.

    ,,Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Biber und der Wolf zum Ärger der friedlichen Bürger.
    Fröling S4 mit 145 Liter Füllraum Januar 2011 Inbetriebnahme 3000 Liter Puffer.

  • warst schon mal auf einer Messe wo man die HV ansehen kann ?
    jeder Hersteller gibt dir auch referenzadressen wo du die HVs ansehen kannst direkt beim Besitzer.

    ,,Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Biber und der Wolf zum Ärger der friedlichen Bürger.
    Fröling S4 mit 145 Liter Füllraum Januar 2011 Inbetriebnahme 3000 Liter Puffer.

  • Fröling hat teilweise auch angebote HV+2000 Liter frag mal nach bei Fröling das wissen die meisten Heizungsbauer nicht

    ,,Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Biber und der Wolf zum Ärger der friedlichen Bürger.
    Fröling S4 mit 145 Liter Füllraum Januar 2011 Inbetriebnahme 3000 Liter Puffer.

  • Den Öler für die Mietwohnung halte ich für die einfachste Lösung.
    Diesem vielleicht, je nach Räumlichkeit, einen kleinen gut gedämmten Puffer zur Seite gestellt, den Vorrat in 1000l Doppeltank.
    Einen WMZ für die Mieter und einen für Dich bei Ausfall HV, als Notnagel


    Gruß
    Mike

    40Kw HVS-E/LC
    5000L Puffer
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    2xUVR1611

  • Auf ner HV-Messe war ich noch nicht. Wann und wo ist denn eine im süddeutschen Raum? Ich habe eine in Offenburg gefunden, nur da gibt es keinen Termin dazu.


    Nach all den Beiträgen bin ich jetzt doch eher verwirrt, als schlauer.


    Jetzt muss ich doch mal ne grundsätzliche Frage stellen:


    Vigas, Atmos, etc.: Der Vergaser wird auf Volllast gefahren. Alles was vom Heizkreislauf nicht abgenommen wird, landet im Puffer.


    Fröling, HDG, etc.: Hier ist auch Teilllast möglich. D.h. der Puffer wird erst gefüllt, wenn auch bei Teillast nicht genug vom Heizkreislauf abgenommen wird. Wenn ich also morgens anheize und der Vergaser kann 8 Stunden auf Teilllast fahren, um das Haus zu heizen, dann wandert bis dahin nichts in den Puffer. Also braucht man den Puffer auch nicht so groß zu dimensionieren?


    Sprich, bei den Teillastkesseln kann ich mich eher an 55 l/kw orientieren, bei den Volllastkesseln eher an 100 l/kw?


    Ich habe gelesen, dass man es von der Hydraulik so steuern sollte, dass die Wärme zunächst vom Heizkreislauf und erst dann vom Puffer abgenommen wird. Stimmt das so?

  • Hallo,
    die Kessel laufen so lange Volllast,bis nich mehr die volle Leistung vom Heizkreis und von den Puffern abgenommen werden kann.Sprich die Puffer sind voll geladen und der Kessel regelt die Leistung dem entsprechend runter bis der Abbrand beendet ist.
    Normal werden die Heizkreise vom ersten Puffer oben abgenommen,wo gegenüber der Hv auch einspeist.Dadurch ist kurz nach dem Start Wärme verfügbar.
    Auf Solarbayer findest du solche Hydrauliken zur Verdäutlichung.


    Gruss


    Chris

  • Hallo,


    Eigentlich steht alles in dem Rechenblatt drin.


    Man muss bei dieser, erst einmal theoretischen Betrachtung von der tiefsten Außentemperatur ausgehen.
    Dazu gibt es von den Wetterämter Zahlen. Das sind so um die -15°C.


    Bei dieser Temperatur hat das Haus trotz Dämmung einen Wärmeverlust. Diesen gilt es auszugleichen.
    Dieser Wärmeverlust ist ist bei -15°C ungefähr immer gleich.


    Jetzt nehmen wir einmal an du benötigst 160kWh und hast einen HV von 40 kW.
    Wenn 40kW 1Std. in Betrieb sind dann hast du 40kWh erzeugt. Bei 2 Std. sind das 80kWh u.s.w.


    Innerhalb von 24h muss der HV 160kWh:40kW=4 Std. in Betrieb sein, weil, 4Std.x40kW=160kWh ergeben.
    Damit hast du den Tagesenergieverbrauch erzeugt.
    Während der Zeit in der der HV in Betrieb war wurde, wie du richtig bemerkt hast, der Speicher geladen und die Heizung versorgt.
    Da der Tag bekanntlich 24 Std. hat muss man die restliche Zeit die Wärme in den Speicher laden, also sollten in den Speicher die Wärme für 20Std. passen .Das ergibt die Speichergröße. Danach musst du neu anfeuern.
    Ich habe da noch 135 Ltr. als Reserve vorgesehen da man den Zeitpunkt zeitlich in der Realität nicht immer genau hin bekommt.


    Dabei fährt der HV eigentlich immer eine Leistung bei der die Rauchgastemperatur in etwa gleich bleibt.
    Das heißt, die Primärluft und damit die Leistungsbestimmung wird in Abhängigkeit der Rauchgastemperatur geregelt.
    Im Idealfall geregelt, manche machen da eine sehr grobe Stufenschaltung rein und nennen das auch geregelt.


    Das ist u.A. der Grund warum hier einige die Steuerung umgebaut haben.


    Gehst du mit der Teillast zu weit runter kann der Kessel aus gehen.
    Auch solltest du deine Abgastemperatur beobachten, da dann leicht Kondensat im Kamin entstehen kann, das ist dann nicht so gut.


    Quote

    Ich habe gelesen, dass man es von der Hydraulik so steuern sollte, dass die Wärme zunächst vom Heizkreislauf und erst dann vom Puffer abgenommen wird. Stimmt das so?


    Was alles so erzählt wird?
    In einer richtigen Hydraulik erfolgt das so wie ich das oben beschrieben habe.


    Bei einem großen Kessel musst du größer Verrohren und auch die Pumpe und den Speicher größer auslegen.
    Hast aber dafür einen größeren Komfort indem du weniger auflegen musst.


    mfg
    HJH

  • In Ravensburg(zu weit weg von dir) auf der Oberschwabenschau(Oktober) in Ulm gibt's eine im Frühjahr und im Herbst die hieß mal Leben Wohnen Freizeit hat einen neuen Namen ? ich denke solche Messen gibt in jeder Gegend.

    ,,Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern die Fledermaus, Saatkrähe der Biber und der Wolf zum Ärger der friedlichen Bürger.
    Fröling S4 mit 145 Liter Füllraum Januar 2011 Inbetriebnahme 3000 Liter Puffer.

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