Planung einer HV-Heizung im Neubau (Effizienzhaus 70)

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  • Hallo liebe Forumsmitglieder,


    auf der Suche nach Informationen und Anregungen stöbere ich nun schon seit einer Weile im Forum herum, bin aber inzwischen zu der Ansicht gekommen, dass ich wohl nicht drumherum komme um einen eigenen Beitrag. Folgende Problemstellung:


    Wir wollen in diesem Jahr ein Haus neu bauen (Stand: Bauantrag gestellt), geplant ist eine HV-Heizung.


    Folgende Fragen sind für uns insbesondere wichtig:
    1) Wir haben uns einen 30 kW-Kessel mit 3000 l Hygienespeicher vorgestellt. Ist das eine prinzipiell vernünftige Dimensionierung?
    2) Wir sind auch nach heftigen Diskussionen noch nicht ganz im Klaren darüber, ob wir eine zursätzliche Alternativheizung benötigen oder nicht. Zur Auswahl stünden dafür ein neuer Gasanschluss + Gastherme, oder Solarthermie zur WW-Bereitung im Sommer. Welche Variante ist eurer Meinung nach sinnvoller?


    Und nun zu den obligatorischen Angaben:


    1.) Heizlast
    Grobe Berechnung: 135 m² beheizte Fläche multipliziert mit max. 45 kWh/m²a (da KFW 70), also max. 6075 kWh/a, richtig?
    2.) Geplanter HV
    Atmos GS 32 oder DC 30 GSE, 125 l Füllraum
    3.) Wohnfläche
    135 m² plus Keller (in dem 20 - 25 m² für die Heizung zur Verfügung stehen)
    4.) Anzahl der Personen
    4
    5.) Durchschnittliche Rücklauftemperatur
    Geplant ist eine Fußbodenheizung, mehr kann ich leider momentan noch nicht sagen :blush:
    6.) Höhe
    Unter 800 m
    7.) Häufigkeit des Holz-Nachlegens
    Einmal täglich im Winter bei Temperaturen um -5 °C wäre schon fein. Ist das zu optimistisch?
    8.) Niedrigste Außentemperatur
    Sachsen? Mal überlegen... -20 °C hatten wir schon ;)


    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Sollte ich noch wichtige Infos vergessen haben oder mich mit dem vorangegangenen Beitrag als kompletter Heizungs-Naivling erwiesen haben, immer her mit den Kommentaren :)


    Erstmal viele Grüße und einen schönen Dienstag noch!


    Julia

  • Hallo Julia,


    zu Frage 1)
    Ich wüsste nicht dass es 3000L Hygienespeicher von der Stange zu kaufen gibt. Lass mich aber gerne belehren.
    Die Kombination HV und Hygienespeicher ist aber generell kritisch bezüglich Kalkausfall im Trinkwasserwärmetauscher.
    Bei jedem Anheizen des HV wird der Puffer oben auf deutlich über 60°C aufgeheizt,
    und ab 60°C steigt der Kalkausfall stark an. Daher würde ich eine Frischwasserstation oder alternativ einen Boiler zur Warmwasserbereitung wählen.


    Zu Frage 2)
    Solarthermie zur Warmwasserbereitung kann dir im Sommer das Anheizen des HV sparen, bringt also einen Komfortgewinn und eine Brennstoffersparnis.
    Eine Gasheizung kann aber auch bei Abwesenheit das Haus beheizen, ist also eine echte Notheizung bei Urlaub, Krankheit,... Insofern gibts da kein gut oder schlecht, das sind 2 komplett verschiedene Paar Schuhe, ihr müsst euch entscheiden ob ihr die Versorgungssicherheit der Gasheizung wollt und ob ihr bereit seid den relativ hohen Preis für den Anschluss und die Heizung dafür zu zahlen.
    Eine mögliche Alternative zur Gasheizung könnte eine günstige Pelletheizung sein, z.B. die Atmos P14, es gibt aber noch einige ähnliche Anlagen z.B.von Orlanski,... Kostenpunkt sind mit Pelletbehälter ca. 3500.-€, das sollte deutlich günstiger als Gasheizung und Gas-Leitung sein. Andererseits ist eine Gasheizung generell wartungs- und stressärmer.


    MFG Jochen

    Orligno 300 25KW, Atmos P14, 3000L Puffer, 20m² Röhrenkollektoren, UVR 1611, Oventrop XZ-30 Friwa, ausschließlich Wandheizung, beheizte Fläche momentan 150m², Altbau von 1949, Sanierung auf KFW55. Sanierung läuft. Heizungsanlage inzwischen auch.

  • Hallo,


    Die Heizlast ist so klein das ich gleich mit einem kleinerer HV von 16kW gerechnet habe.


    Di von dir angegebene Heizlast sollte aber auch stimmen.
    Ich habe den WW Bedarf mal zu er Heizlast gerechnet.


    Was wollt ihr mit einem Hygienespeicher? Nehmt eine FRIWA von Oventrop.


    Eine Alternativheizung hat den Vorteil das es auch mal warm ist wenn der HV aus ist.
    Habe ich auch so ausgeführt.
    Von den Kosten her musst du das selbst beurteilen.

  • Vielen Dank erst mal für die hilfreichen Antworten, das ging ja schnell... :woohoo:


    HJH:
    1) Nur 16 kW? Also wären 30 kW überdimensioniert? Ich dachte nach dem Lesen der diversen Threads hier, sowas gäbe es gar nicht :P
    2) Wieviel würde denn so eine Frischwasserstation in etwa kosten?


    transporterd
    1) Den 3000 l-Hygienespeicher hatte ich z.B. hier gefunden:
    http://www.heizungsdiscount24.…r-ehk-mit-isolierung.html
    2) Eigentlich waren uns die Kosten für Anschluss und Gastherme auch zu hoch, um nur als reine Bequemlichkeits-/Notlösung genutzt zu werden. Deswegen diskutieren wir ja noch ;)
    3) Mit Pellets hatten wir auch mal kurz geliebäugelt, allerdings in der Variante eines Kombikessels (Scheitholz/Pellets). Davon wurde uns aber abgeraten wegen der relativ hohen Störanfälligkeit?

  • Im Neubau käme bei mir HV und Solar zum Einsatz.


    Da ich mein Heizverhalten kenne, käme bei mir als Notlösung ein Heizstab rein.


    Im Höchstfall ein gebrauchter Öler mit nem 500l Tank (Schornstein+Kosten bedenken).

    150m² komplett saniert und gedämmtes Vollziegelhaus
    Hoval Ventolyt 15kW
    1600L Puffer
    12m2 VRK Südwest
    SPS S7 inkl. Visu

  • Hallo,


    Ich habe deine Angaben über die Heizlast einmal als reine Wärmeenergie für die Heizung betrachtet und dazu noch deinen WW-Verbrauch gerechnet.


    Wenn aber der WW-Verbrauch schon in der Heizlast enthalten war, wird der Tagesenergiebedarf natürlich noch kleiner.


    Auch habe ich als Außentemperatur -15°C angenommen da du nicht angegeben hattest auf welche A.-Temp. sich der von dir angegebene Wärmebedarf sich bezieht.


    FRIWA: Preise musst du selbst erfragen im Netz. Die ist nicht billig, aber funktioniert recht gut mit niedrigen Rücklauftemperaturen, es sollte aber die 90kW FRIWA sein.


    mfg
    HJH

  • Hallo Julia,


    den 3000L Speicher würde ich wie schon geschrieben wirklich nicht als Hygienespeicher kaufen.
    Aber die Pufferspeicher und Schichtenspeicher von heizungsdiscount24 sind top isoliert und dafür wirklich günstig.
    Wenn mein Puffer nicht schon stehen würde hätte ich keine Sekunde gezögert und den 3000L Schichtenspeicher
    mit PU Hartschaum Isolierung WLS023 gewählt.
    Eine gute Frischwasserstation mit Zirkulation kostet ca 1350.-€, z.B. die Regumaq ZX-30 von Oventrop.
    Dagegen musst du den Aufpreis für den Hygienespeicher, ein Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß und die Zirkulationspumpe mit Zubehör
    rechnen. Summa summarum ist der Preisunterschied zwischen beiden Lösungen relativ gering.


    Bezüglich der Kesselwahl:
    Wenn HJH berechnet hat dass du mit einem 16KW Kessel auskommst, dann stimmt das auch.
    Aber andererseits haben viele der Kessel unter 20KW auch einen kleinen Füllraum unter 100L,
    in manche passen auch nur 33cm Scheite.
    Wenn du wie geschrieben nicht öfter als notwendig anheizen bzw. nachlegen möchtest dann solltest du einen Kessel mit mindestens 120L Füllraum kaufen in den 50cm Scheite passen. Das sind meistens dann Kessel um die 25KW. Da du keine große Leistung brauchst ist letztendlich der Füllraum der entscheidende Faktor für deinen Komfort.
    Ebenso komfortsteigernd ist der 3000L Puffer, wenn du den Platz dafür hast würde ich das auch machen.


    MFG Jochen

    Orligno 300 25KW, Atmos P14, 3000L Puffer, 20m² Röhrenkollektoren, UVR 1611, Oventrop XZ-30 Friwa, ausschließlich Wandheizung, beheizte Fläche momentan 150m², Altbau von 1949, Sanierung auf KFW55. Sanierung läuft. Heizungsanlage inzwischen auch.

  • Wir wollen in diesem Jahr ein Haus neu bauen (Stand: Bauantrag gestellt), geplant ist eine HV-Heizung.


    Hallo,
    wenn das Haus noch nicht geplant ist, würde ich mir bzgl. der Heizung mehr gedanken machen wie nur einen 3000L Puffer irgendwo in den Keller zu stellen. Wie wäre es mit einem Speicher mittig des Hauses über alle Stockwerke?


    Fußbodenheizung würd ich nicht überall machen. In den Nassräumen, Küche und Eingangsberreich ist das ne nette sache. Ansonten würde ich an z.B. Sitzecken eine Wandheizung bevorzugen.
    Ist ganz einfach, Fußbodenheizung wirbelt viel Staub auf.......... Wandheizung ist eine angenehme Strahlungswärme.

  • hallo nitokris


    Wenn du noch am planen bist--wo liegt der heizraum?--es ist ein luxus den nicht jeder hat,wenn man ebenerdich an den hv fahren kann um das holz bereit zu stellen---


    sprich mit schubkarre oder pkw-anhänger neben den ofen


    nur ein gedankenanstoss

  • Das Haus ist bereits fertig geplant - Grundrisse, Heizungsart usw. braucht man ja für den Bauantrag. Spielraum besteht eben noch in der Kessel- und Pufferspeicherauswahl sowie der eventuellen Alternativheizung.


    Der Heizraum befindet sich im Keller (mit Schüttöffnung und außenliegender Kellertreppe).


    Unsere Motivation für eine Alternativheizung ist in erster Linie der Komfortgewinn. Urlaub oder Krankheit sind weniger relevant, da wir immer jemanden in der Nähe haben, der im Notfall ab und zu heizen könnte. Und bis wir selber zu alt sind, uns um das Holz zu kümmern, dauert es (hoffentlich) noch mindestens 30 Jahre ;)


    Die Idee, statt dem Gasanschluss einen Pelletskessel neben den Holzvergaser zu stellen, ist auch interessant. Platz genug wäre ja. Was ist hier der Vorteil gegenüber der kombinierten Lösung? Die zwei separaten Kessel sind ja zumindest etwas teurer als der Kombikessel. Was haltet ihr von einem Kohlevergaser als Alternativheizung?


    Achso, ich hatte es noch nicht erwähnt - falls sich jemand wundert, warum wir uns überhaupt für Holz entschieden haben: Wir haben Wald und die Arbeit damit ist bekannt (da unsere Eltern mit Holz heizen) ;)


    Viele Grüße und einen schönen Sonntag euch allen!


    Julia

  • Unsere Motivation für eine Alternativheizung ist in erster Linie der Komfortgewinn. Urlaub oder Krankheit sind weniger relevant, da wir immer jemanden in der Nähe haben, der im Notfall ab und zu heizen könnte. Und bis wir selber zu alt sind, uns um das Holz zu kümmern, dauert es (hoffentlich) noch mindestens 30 Jahre ;)


    Wozu dann eine zweite Heizung???? Jedes weitere Gerät will gewartet werden und benötigt einen Kamin. Welchen Komfort erhofft ihr euch wenn ihr ein Zweitgerät habt? Den Komfort nicht zu Heizen wenn die Lust nicht da ist? Aufgrund Urlaub oder Krankheit kann ich das ja noch nachvollziehen. Aber nur einfach aus Spaß an der Freude?????
    Wenn mehr Komfort erwünscht wird, wäre meine Alternative, mehr Puffer und eine dementsprechend großen Solaranlage.


    Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

  • Hallo Julia,
    die Kombination HV und Solar ist optimal. Praktisch bist Du damit autark. Man muss sehen daß man praktisch die Technik "entkoppelt", dann gibt es keine Überhitzung durch HV und Solar und vor allem die Speichergröße ist wichtig. Probleme entstehen immer bei zu kleinen Speichern. 3000 Ltr bzw. 5000 Liter (wär noch optimaler) ist schon die richtige Größe. Diese großen Speicher sollten allerdings eine hervorragende Schichtung haben, damit immer genügend Warmwasser im oberen Teil des Speichers vorhanden ist.Wärmwasser dann über einen Wärmetauscher der auch oberhalb des Speichers angebracht ist. dann gibt es keinen Kalk und keine Legionellen. Als Solaranlage kann ich nur eine Drain-back-Anlage empfehlen, die Überhitzungssicher, frostsicher und ohne Glykol betrieben werden kann.
    Den HV ganz einfach in den Hygieneschichtenspeicher anbinden und alles steuern, am besten über die UVR1611.
    Muss als Speicher ja nicht unbedingt eine Rostschüssel aus Stahl sein, sondern kann ja auch ein Speicher aus PP sein. Dann brauchst Du auch keine Systemtrennung für die Fußbodenheizung. Rostet nichts, verschlammt nichts und hast die beste Wärmeübertragung.
    Sehr gute Infos findest Du auf der Seite hier
    kannst ja da mal anfragen, die haben auch Ahnung davon.


    Grüße Bunker

  • Hallo Helmi,
    energetisch ist ein Riesenpuffer mittig im Haus natürlich das non plus ultra. Nur, dann sollte der Puffer aus bestem Material bestehen und bestens, mit Prüfung geschweißt sein. Denn es ist zu bedenken was los sein wird, wenn der Puffer einen Defekt bekommt. Mal eben das Dach halb abdecken, die Dämmung und Folie rausreißen, den Dachstuhl teilweise zerlegen ,die obere Geschossdecke öffnen. Es hat eben alles sein Für und Wider. Mir wäre das Risiko einen Puffer von der Stange so aufzustellen zu groß. Eine Fehlstelle in einer Schweißnaht, die erst nach Jahren durchschlägt und es gibt einen Riesenstress.


    Meine Meinung, muss nicht richtig sein,doch ich habe sie.

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Hallo Helmi,
    energetisch ist ein Riesenpuffer mittig im Haus natürlich das non plus ultra. Nur, dann sollte der Puffer aus bestem Material bestehen und bestens, mit Prüfung geschweißt sein. Denn es ist zu bedenken was los sein wird, wenn der Puffer einen Defekt bekommt. Mal eben das Dach halb abdecken, die Dämmung und Folie rausreißen, den Dachstuhl teilweise zerlegen ,die obere Geschossdecke öffnen. Es hat eben alles sein Für und Wider. Mir wäre das Risiko einen Puffer von der Stange so aufzustellen zu groß. Eine Fehlstelle in einer Schweißnaht, die erst nach Jahren durchschlägt und es gibt einen Riesenstress.


    Meine Meinung, muss nicht richtig sein,doch ich habe sie.


    Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich würde mir da eher überlegen wie bau ich den Puffer ein dass man ihn auch ohne zerstörung des aufgebauten Wohnraumes tauschen kann. Ein Dach dafür abzudecken und ein paar latten druchzusägen ist dabei das kleinere Problem.
    Möglichkeiten gibt es viele............

  • Man kann sich das Leben auch unnötig erschweren und das halbe Gebäude abreißen, nur um einen Pufferspeicher zu installieren.
    Einfach einen Pufferspeicher in der Größe selbst bauen mit Sandwich-Elementen, 2x1 m, den kann man überall hin transportieren und vor Ort zusammen bauen.


    Gruß Bunker

  • Hallo Julia,


    wenn ich mir ein neues Haus bauen würde, dann wäre primär eine gute Wärmeisolierung des Hauses wichtig.
    Dann brauche ich nicht mehr viel heizen.
    Also: Fussboden oder Wandheizung, sprich Niedrigtemperaturheizung.
    Dann eine Wärmepumpe einbauen und fertig.
    Warum willst du soviel Geld für ein Holzvergaser ausgeben?


    Ich wäre froh wenn ich mir einen Neubau leisten könnte. Habe leider nur einen alten Bauernhof.
    Hier muss man noch richtig Heizenergie investieren.


    Bei den steigenden Energiepreisen ist das wichtigste eine gute Isolierung am besten mit Wärmerückgewinnung
    durch die Lüftung.


    Bei einem Neubau lässt sich das ja wunderbar planen und integrieren.
    Bei einem Altbau ist das alles fast unmöglich und nicht bezahlbar.


    Gruß
    hensler

  • Quote

    Dann eine Wärmepumpe einbauen und fertig.
    Warum willst du soviel Geld für ein Holzvergaser ausgeben?


    hast du ne Ahnung was eine Wärmepumpe kostet?


    Mein Angebot lautete über die Kleinigkeit von 22000€...
    eine Bohrung kostet nur 5000€, 4 Stück brauchte ich


    damals noch für 12 Cent die WP-kWh, heute 20? oder mehr?
    COP 4 gibts auch nur im Sommer, wenn du das Ding nicht brauchst


    mit Wärmerückgewinnung durch die Lüftung ist schön... teuer,
    wünsch ich mir auch, hab auch nur Altbau von 74


    Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Wir sind auch nach heftigen Diskussionen noch nicht ganz im Klaren darüber, ob wir eine zursätzliche Alternativheizung benötigen oder nicht. Zur Auswahl stünden dafür ein neuer Gasanschluss + Gastherme, oder Solarthermie zur WW-Bereitung im Sommer. Welche Variante ist eurer Meinung nach sinnvoller?


    Hallo Julia


    Habt Ihr schon mal über das Konzept Sonnenhaus nachgedacht???


    bei einem Neubau würd ich an Deiner Stelle ganz intensiv über das Thema Sonnenhaus nachdenken und einen GROSSEN Puffer mitten ins Haus stellen.
    [Blocked Image: http://www.sonnenhaus-institut…t/3D-Darstellungklein.jpg]
    ...KLICK...
    Literaturempfehlung ...KLICK...
    Hersteller für Pufferspeicher die bis ins Detail ausgetüftelt sind ist Jenni ...KLICK...
    Jenni baute 1989 das erste 100% Sonnenhaus, 2007 das erste zu 100% solar beheizte Mietshaus...
    Das ist hier bei uns im Alpenraum DER Solarpionier




    Meine Erträge aus 50m² Solarfläche sahen letzes Jahr so aus
    [Blocked Image: http://www.bernhard-hartl.com/…13-03/Solarertrag2012.png]
    Das würd für Eucher Haus mehr als dicke reichen um ohne jegliche andere Engergie das ganze Jahr über zu heizen
    Mein Haus ist ein alter Bauernhof von 1920 - thermisch mittlerweile gut isoliert
    für meine 2000m³ umbauten Raum komme ich mit meinen 50m² Solarfläche und 20.000Liter Puffer (Eigenbau) auf 60% solare Deckung. Den Rest mach ich mit meinem Holzvergaser.
    Laut Energieausweis hab ich folgende Daten
    Wärmebedarf: 42kWh/m²a
    Brutto-Grundfläche 873m²
    beheiztes Volumen 2198m³
    mittlerer U-Wert 0,34W/m²K,
    Bewohner: 6 Personen
    Standort: A5122 Oberösterreich


    sprich bei Euch würde das DICKE reichen da viel kompakter...


    Anlagenhydraulik:
    [Blocked Image: http://www.bernhard-hartl.com/…m/Schema20120112_1200.jpg]






    Dimensionierung von Puffer und Solarfläche
    [Blocked Image: http://www.bernhard-hartl.com/…OSForum/SolareDeckung.jpg]



    Bernhard

  • Alles schön und gut, aber schon längst Auslaufmodelle. Stahlspeicher werden irgendwann mal durchrosten. Was dann? Dach wieder abdecken und mit Kran Speicher raus. Kann man sich auch dranhalten.
    Dann im Sommer obere Etage nochmal extra dämmen, diesmal wegen hoher Temperatur, die der Speicher im oberen Bereich abgibt
    oder extra eine Klimaanlage einbauen.
    Schichtung des Speichers schön und gut, aber bei der Höhe bringt das auch nichts und im Winter muß die unten eingebrachte Energie durch das große Volumen im Speicher.
    Dann doch lieber einen Speicher im Erdreich in vernünftiger Höhe oder einen Sandwichspeicher den man problemlos überall einbauen kann.


    Bunker

  • --> Plastik hält auch nicht ewig und ist dann Sondermüll
    --> Wozu den Speicher außerhalb der Gebäudehülle unterbringen wenn platz im gebäude ist
    --> Schichten kann man auch in dem man auf der dementsprechenden höhe einspeist
    --> Ist es die Frage was einfacher und billiger bei einem defekt. Den Tank ausbudeln und die Plastikteile entsorgen und dann einen neuen Plastiktank einbudeln, oder das Dach auf machen, den Stahltank Rausmachen schweißen lassen und wieder reinmachen. Wenn der Stahtank unreparabel ist, ist es zumindest noch einwandfreier Rohstoff und kein Plastikmüll der dann im Meer rumschwimmt. Und bringt sogar noch Geld!
    --> Durch das Drucklose system hat man ebenfalls verluste.


    Dann kommt noch die Preisfrage: Was kostet den so ein Plastiktank??????? Der ist sicher sehr günstig :whistle:


    Aber ich weiß, der Plastiktank geht nicht kaputt :blush:


    Hat eben alles sein vor und Nachteile

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