Ekoster 2 Regelung - Umwälzpumpe schaltet erst bei 60°C KWT ein

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  • Hallo zusammen, ein Kumpel von mir hat einen HV 80 KW Viessmann "Nachbau" aus Polen mit einer Ekoster 2 Regelung. Was mich irritiert ist, dass die Umwälzung der KWT erst bei 60°C einschaltet. Meine eigene Steuerung (Solarbayer 25kw Lambda) schaltet bei 40°C KWT ein. Ist das nicht zu spät wenn die erst bei 60°C einschaltet? Ausserdem schaltet die Steuerung den HV aus, wenn die KWT beim anheizen nicht innerhalb 30 min. über 60°C ist.


    Mein Kumpel hat die ganze Zeit völlig falsch angeheizt, da ihm niemand erklärt hat wie das mit einem HV richtig gemacht wird. Die Rücklaufanhebung stand auf 60 oder 65°C und hat die KWT beim starten immer wieder runtergekühlt. Der war am verzweifeln bis das Ding (ist wirklich ein Monster - 1 Meter scheite passsen da rein) auf Temperatur war. Die RLA hab ich über 70°C gestellt und damit ist er dann gut zu recht gekommen.
    Einen AGT Fühler gibt es nicht.


    Kennt jemand die Steuerung? Kann man den Einschaltpunkt der Umwälzpumpe verändern? Macht es Sinn sie früher einzuschalten?
    Die Bedienungsanleitung der Steuerung hat den Namen nicht verdient.


    Gruß
    Markus

  • Ja und?
    ich hab meine eingestellt das sie bei 63° einschaltet...
    wenn ich auch nur 25kW habe, ist das schnelle hochheizen angebracht ....
    mach mal bei 55° die Brennkammer auf , da läuft noch das Wasser an der Wand runter, deshalb muß der schnell auf Temperatur
    meine alte Steuerung Solarbayer hat sofort die Pumpe eingeschaltet,
    Erfolg : es dauerte 45 Min bis 70°, und das die Ausschaltet wenn die T in einer Zeit nicht erreicht wird ist normal dann wird angenommen: Feuer ausgegangen
    deshalb, und wegen der "Super" Kulanz von SB, habe ich jetzt eine Vollmarsteuerung


    im Prinzip arbeitet die Steuerung normal... wegen dem anderen Kram soll dein Kumpel mal irgendeinen ganz kräftig treten


    Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Danke Erwin. Dann kann das ja so bleiben bei meinem Kumpel. Die Frage stellte sich mir nur weil meine Pumpe eben schon bei 40°C einschaltet. Der heizt aber dennoch schnell über die 70°C. 45 min dauert das bei mir nicht...

  • Quote

    45 min dauert das bei mir nicht...


    bei mir jetzt 12-15 Min je nachdem wie er drauf ist... Wetter, Restkohle, Holzstärke usw.
    wenn dein Kumpel das Anheizen gelernt hat, ist das bestimmt ok und er zufrieden
    es dauert halt bis man die Feinheiten kennt und man erkennt immer mehr, immer besser
    das weist du doch aus eigener Erfahrung


    Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Moin,



    dass die Pumpe erst bei 60° einschaltet ist eher besser, als schlechter. Der Kessel muß seine Taupunkttemperatur überwinden und das so schnell wie möglich. Diese Taupunkttemperatur ist ein Wert von ca47°, unter dem der Kessel korrodieren kann, weil da Teer und Wasser an den Stahlflächen kondensieren. Deshalb gibt es ja die Rücklaufanhebung.
    Heizt man nun an und die die Pumpe geht bei 40° an, die Rücklaufanhebung läßt das Wasser aber erst bei 60 oder 71° weg, ist das Wasser in Bewegung. Immer wieder raus aus dem Kessel durch die RLA und wieder rein in den Kessel. Wenn es auch nicht sehr viel sein wird, aber dennoch verliert da das Wasser an Temperatur und das sind Wärmeverluste, die die Aufheizzeit verlängern.
    Deshalb ist es besser, die Pumpe bleibt unter 60° ganz aus.


    Wenn Dein Kumpel einen 80kW-Kessel hat und das -wie Du sagst- ein Mordteil ist, dann hat der natürlich auch ein entsprechend hohes Wasservolumen im Kessel. Ich schätze so um die 200l. Nun muß man sich ja nur mal vorstellen, wie lange es dauert, 20 Manscheimer Wasser aufzuheizen. Das geht bei so einem Kessel nicht in 20min.
    Ich habe einem 50kW-Atmos eine Steuerung drauf gebaut, der braucht mindestens eine halbe Stunde, eher eine dreiviertel, bis der aus dem völlig kalten Kessel auf 60° kommt.


    Wenn die Steuerung Deines Kumpels aber nicht mal die Abgastemperatur berücksichtigt, dann soll er sich doch mal fragen, ob er lieber sein Haus, oder durch den Schornstein den Garten seines Nachbarn aufheizen will. Nehmen wir mal an, der Kessel brennt volle Pulle und jagt meinetwegen 380° Abgastemperatur durch den Schlot. Dann schickt er ja einen gut Teil der Energie buchstäblich in die Esse.


    Dein Kumpel sollte sich eine vernünftige Steuerung zulegen. Kostet zwar etwas, kann man mit 80kW aber durchaus an Holz wieder einsparen. Dazu schont es den Kessel.

  • Hallo,


    Da bin ich aber wieder einmal anderer Meinung.


    Deine genannten 47°C beziehen sich auf Öl.
    (s. dazu "Bosy")
    Der Taupunkt bei Holz liegt höher, abhängig vom Wassergehalt und vom gefahrenen CO2 Gehalt im Rauchgas.


    Auch schadet es nichts die Pumpe früher ein zu schalten und für einen Umlauf zu Sorgen, ist sogar meiner Ansicht nach besser.


    Mit freundlichen Grüßen
    HJH

  • Danke!


    Dann stehe ich wenigstens nicht allein mit meiner Meinung da.


    Mit freundlichen Grüßen
    HJH

  • Hallo Gust,


    das kann ich so nicht bestätigen...
    schalte meine Pumpe bei 63° ein
    zu dem Zeitpunkt zeigen die Thermometer an dem Mischer schon ca. 55° an, VL mehr RL einige ° weniger...
    d.h. es beginnt irgendwann über 40° eine Zirkulation durch 18 Bögen, durch die Pumpe, den geschlossenen Mischer, den Discal von Calefi und ca. 7m Rohr,
    das ganze innerhalb von höchstens 10 min. nach dem Anzünden


    Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Hallo Erwin,


    damit eine Schwerkraftumwälzung zustande kommt, ist eine „treibende“ Temperaturdifferenz im Wärmeerzeuger notwendig.
    Dies hat zur Folge, daß das Kesselwasser beim Anheizen am Kesselboden noch relativ kalt und oben schon relativ warm sein muß, damit der „thermische Antrieb“ überhaupt in Gang kommt.


    Durch das Einschalten der Pumpe bei Start des Anheizvorganges wird sofort erwärmtes Vorlaufwasser in den Rücklauf gespeist und man hat im gesamten Kessel gleiche Temperatur- und Taupunkt- Bedingungen.


    Gruß Gust

  • Also wenn die Schwerkraft zirkulieren läßt, dabei auf das gleiche Ventil drückt, wie die Pumpe. Nur letztere entwickelt ja ungleich mehr Durck auf die gleiche Stelle. Wie dann das Ventil vom geringeren Druck aufgedrückt werden kann, vom größeren aber nicht, das erschließt sich mir nicht.
    Mir erschließt sich auch nicht, wieso dann nahezu alle Premiumhersteller die Pumpe im unteren Bereich auslassen. Da kann man sich Fröling oder wen auch immer anschauen. Die arbeiten alle mit einer Differenzregelung. Viel schlimmer, die haben sich das auch noch ausgedacht. Und sicherlich nur, weil die alle keine Ahnung haben.

  • Leute fresst Sch..ße , Millionen Fliegen können nicht irren!


    mfg
    HJH

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