Planung Holzvergaseranlage

There are 34 replies in this Thread which was already clicked 17,779 times. The last Post () by Mattes.

  • Nachdem ich nun schon wochenlang hier im Forum lese, muss ich wohl langsam mit meiner Planung konkreter werden, sprich der Gesetzeswächter sitzt mir bald im Nacken!
    Erst Mal an ein Großes Dankeschön an den Forumsbetreiber und alle aktiven Mitglieder ;) , falls ich mir ein Wissen zu Holzvergasern aneignen konnte, ist es diesem Forum zu verdanken :lol:
    Ist-Zustand unseres Hauses:
    3-Fam. Haus Baujahr 1967, Erdgeschoss und Obergeschoss je 100qm und Dachwohnung 50qm. Fassade mittelmäßig gedämmt, Fenster noch alt. Dach schlecht gedämmt. Kellerdecke ungedämmt.
    Zentralheizung mit Öl und Warmwasser, Jahresverbrauch 2500-3000l, wobei alle Parteien wohl eher sparsam heizen.
    Geplante Heizungserneuerung:
    1a) Holzvergaserkessel mit min. 40 lieber 50kW.
    Auswahl bewegt sich von atmos gsx50, attack45, orlan, vigas bis hdg euro 30-50. wobei von den premium herstellern nur der hdg euro interessant scheint, da er nicht nur für Scheitholz ausgelegt ist. Hdg Kessel ist sehr schwer, fast 1 Tonne und Wasserinhalt von 178l, könnte zwar für Haltbarkeit sprechen, aber energetisch eher ein Nachteil, denn bei jedem anheizen wird diese Masse aufgeheizt, um bis zum nächsten anheizen wieder auszukühlen, das dürfte die Pufferverluste im Winter wohl deutlich übertreffen, oder?
    1b) Niedertemperaturkessel Öl als Sicherheit für Krankheit und Urlaub.
    2a) Pufferspeicher 2-3 x 1500l. 1500l ist das Maximum was wir in den Keller bekommen, Türbreite max 1m, Decke 2,20m.
    2b) Puffer im Keller schweißen. Größe? 5000-8000l ? Ein Kellerraum hat einen gestampften Boden mit Backsteinen belegt, könnte man ja tieferlegen. Habe aber noch keinen Fachmann gefragt, wie sich das mit den Fundamenten so verhält, möchte ja nicht das Haus tieferlegen :unsure:
    2c) Tank vor dem Heizraum im Erdreich versenken, oder Raum anbauen für Tank, Größe wie unter 2b)
    3) Warmwassererzeugung ist mit Frischwasserstation bzw. PWT angedacht.
    4) Solaranlage ist bisher nicht geplant, aber eine spätere Nachrüstung sollte möglich sein.


    Freue mich auf eure Anregungen!
    Gruß Thomas

  • Hallo Thomas,
    seit sechs Wochen habe ich meine Anlage in betrieb.
    Ich beheize 200m³ mäsig gedämmt und mache warm Wasser mit Frischwasser
    station für drei Personen.
    Weil ich keinen ordentlichen Raum hatte habe ich einen kleinen Anbau für HV und puffer gebaut.
    Sehr gut man kann mit der Karre bis zum HV vorfahren.
    Puffer ist 4200l groß und reich gut für einen Tag aber mehr schadet bestimmt nicht.
    Der HV ist ein 40kw Proburner mit Lufttrennung und Flammtronik hat von Anfang an sehr gut funktioniert.
    Viel Spass beim Lesen vor allen Dingen die Einsteigerhilfe von Spacy.
    Grüße Jochen

  • "...wobei von den premium herstellern nur der hdg euro interessant scheint, da er nicht nur für Scheitholz ausgelegt ist. Hdg Kessel ist sehr schwer, fast 1 Tonne und Wasserinhalt von 178l, könnte zwar für Haltbarkeit sprechen, aber energetisch eher ein Nachteil, denn bei jedem anheizen wird diese Masse aufgeheizt, um bis zum nächsten anheizen wieder auszukühlen, das dürfte die Pufferverluste im Winter wohl deutlich übertreffen, oder?
    ..."


    nein, die kesselrestwärme kann genutzt werden bis auf eine beliebig einstellbare kesselresttemperatur(sog. Restwärmenutzung).
    erst danach werden die puffer angezapft (die in Deinem fall größer ausgelegt werden sollten).
    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • Hallo Fred,


    Mit welchen Vorlauf und Rücklauftemperaturen läuft deine momentane Ölheizung?
    Welche Leistung in kW hat der vorhandene Ölbrenner?


    Wie hoch ist die Anzahl der Personen welche in dem 3-Fam. Haus wohnen?


    mfg
    HJH

  • Hallo HJH,


    es ist ein Guntamatikkessel von 1967 mit einem Brennerwechsel im Jahre 1984. Der Kessel ist soweit Klasse, wir betreiben ihn seit 8 Jahren quasi als Niedertemperaturkessel, im Sommer Kesseltemperatur zwischen 45-60 Grad!


    Vorlauftemperatur im Winter ist eine gute Frage, ich denke, dass wir die Kesseltemperatur wohl nicht über 60Grad einstellen, heißt aber, dass der Kessel wohl bis 70 Grad hochheizt, um dann bis 55 Grad abzukühlen. Das Haus ist Baujahr 1967 und die Heizkörperradiatoren sind wohl großzügig ausgelegt.


    Der Brenner hat eine Leistung von 35kW. Manchmal im Winter kann er oft anlaufen, Boilerinhalt beträgt 120l, wenn die Radiatoren mit Thermostatventilen öffnen, oder von Hand geöffnet werden, schlucken die wohl eine Menge warmes Wasser. Längster Radiator ist dreigliedrig mit 3,5m länge, hat den Vorteil dass die Wohnung im 1.OG im Winter aus unbeheiztem Zustand (sagen wir mal 13-15 Grad) bereits nach 10min einen angenehmen Wärmeschub erfährt. Bin ich jetzt etwa ausgeschweift?


    Aktuell sind wir 7 Erwachsene im Haus.


    pk
    Restwärmenutzung ist für mich neu, ist es Standard bei HV oder Bedarf es einer Steuerung? Wenn ich nichts mehr höre, gehe ich mal googeln.


    Werde versuchen morgen weitere Details einzustellen mit den Notizen aus der Einsteigerhilfe.


    Danke soweit und Gute Nacht,
    Thomas

  • Hallo,


    Mal eine Ausrechnung mit einem VIGAS 50kW HV.


    Stimmt dein Ölverbrauch von 3000Ltr./Jahr?


    Deine Guss-Heizkörper sind doch nicht schlimmes!


    Dein Ölbrenner von 67 ist natürlich schon ein "Schätzchen".
    Denke mal drüber nach den gegen einen Brennwert zu wechseln.


    mfg
    HJH

  • Hallo,
    es dauert doch etwas länger meine Gedanken auf Papier zu bringen, habe jetzt die allgemeinen Überlegungen in einer pdf-Datei angehängt und werde später oder morgen mit den konkreten Fragen zu unserem Heizungsprojekt weitermachen.
    Werde am Dienstag oder Mittwoch eine HV-Anlage besichtigen, habt ihr Empfehlungen? Gibt es eine Art Checkliste für Holzvergaser?
    HJH danke für die vielen Infos, komme darauf noch zurück :whistle:
    Gruß, Thomas


    Für den Fall der Fälle hier der pdf-text:
    So, nun will ich meine Planung noch Mal genauer darstellen. Der erste Teil besteht aus allgemeinen Gedanken zur Heizungserneuerung, der zweite aus speziellen Fragen zu unseren neuen Heizungsanlage.


    Teil 1: Warum ein Holzvergaser?
    Die Renovierung ist bei uns gesetzlich vorgeschrieben, Ölkessel ist zu alt. Noch Mal die Grunddaten: Haus ist 2-geschoßig mit ausgebautem Dach, 250qm, Heizung mit Radiatoren, Verbrauch von Heizung und Warmwasser mit Zirkulation: 3000l, Öltankbatterie 8000l.
    In der Diskussion waren Öl- bzw. Gasbrennwert mit Solar, Wärmepumpe, Mini-BHKW, Holzhackschnitzel, Pellets oder Holzvergaser. Haben wir eine Alternative übersehen?
    Öl- bzw. Gas: Zuviel Abhängigkeit von Markt und Politik.
    Wärmepumpe: Wurde uns direkt von einer Fachfirma abgeraten, die sich darauf spezialisiert hat. Vorlauftemperaturen zu hoch.
    Mini-BHKW: Rechnet sich meiner Ansicht nach nicht und vieeeel Technik, oder? Und wieder abhängig von Gaspreisen.
    Holzhackschnitzel: Interessant vom Komfort, aber bei unserem Wärmebedarf wohl eher übers Ziel hinausgeschossen. Kenne aber die Technik nicht wirklich, doch ist mein Eindruck, je kleiner d.h. Je weniger Leistung die HS-Anlage hat, desto empfindlicher. Ein Kritikpunkt aus dem Internet war, dass diese Anlagen recht laut sein können.
    Pellets: Wieder abhängig von Markt und Politik, und inzwischen ist die Produktion, auch die innerhalb Deutschlands, stark in die Kritik geraten, da die Herkunft des Holzes fraglich ist, und definitiv illegal geschlagenes Holz aus dem Ausland in der Pelletproduktion landen kann.
    Holzvergaser, Ist eindeutig unser Favorit.
    Vorteile: Günstige Selbstwerbung, 10 Euro für den Festmeter, heißt ungefähr 6-7Euro für den gespaltenen und geschichteten Raummeter, aber bedeutet viel Handarbeit.
    Politisch korrektes Holz, Herkunft eindeutig, auch die Möglichkeit eigenes Holz, Weiden und Pappeln, zu pflanzen. Kleinere Wiesen sind vorhanden.
    Technik der Holzvergaser ist wohl weniger anfällig als Hackschnitzelanlagen, speziell die Hackschnitzelaustragung.
    Nachteile: Arbeitsaufwendig jeden Tag oder jeden 2.Tag im Winter einheizen und reinigen.
    Holzmachen, trocknen, Transport. Fertiges Scheitholz kaufen ist so teuer oder sogar teurer als Pellets und besonders Hackschnitzel.
    Großer Puffer und Frischwasserstation, nicht dramatisch aber definitiv mehr Aufwand als bei Pellets und HS-Anlage


    Teil 2 folgt alsbald...


    Freue mich auf eure Anregungen,
    Gruß, Thomas

  • Hallo Thomas,


    Ich würde heute niemanden zu einer Holzheizung raten, wenn er nicht über eigenes Holz (Wald) verfügt.


    Wenn Du aber den Festmeter Holz für 10 Euro bekommst, dann ist die Sache eigentlich klar.
    Bei diesem Traumpreis bleibt nur eine Holzheizung übrig.


    Bei uns kostet Holz 40 bis 60 Euro der Raummeter - nicht der Festmeter;


    Der Holzpreis hat sich generell in den letzten 10 Jahren verdoppelt.
    Es gibt hier im Forum Beispiele, die nach den Einbau einer Holzvergaserheizung höhere Kosten hatten als vorher mit einer Ölheizung.
    Den Staub, den Schmutz, die Asche und die Arbeit gibts kostenlos dazu....


    Die Investitionskosten einer Holzheizung mit Pufferspeichern ist um ein Vielfaches höher, als bei einer Öl-oder Gasheizung. Die Bedienung ist aufwändiger und zeitintensiver.
    Also genau überlegen...


    mfg friedrich

  • ...da geb ich dem friedrich recht.


    10 € der FM ist geschenkt...
    hier zahlst du 52 + Märchensteuer im staatswald!


    ich bekomms jezze für 45 € über privat, und evtl. hab ich noch ein türchen aus dem franzosenland entdeckt.

    ETA SH 20 Touch
    2 * 1000 L Puffer
    400 L Brauchwasser
    Buderus Raketenbrenner :D

  • Klarstellung für den Holzpreis:
    Preis ist nur für ein Waldflächenlos gültig, d.h. das Holz muss selbst aus der Waldfläche geholt werden. Lagern die Stämme bereits am Weg dann sind die Preise für den Festmeter zwischen 58 Euro Buche und 45 Euro Fichte, oder so, habe mit dem zuständigen Förster gesprochen, der auch meinte dass für uns (Rems-Murr-Kreis) die Holzversorgung für Heizbedarfe stabil sein sollte, oder hat er da einen Interessenkonflikt, wenn er mit einem potentiellen Kunden spricht. Es gibt ja auch Aussagen, dass in BaWü der Holzeinschlag per Gesetz limitiert werden soll.
    Gruß, Thomas

  • Flächenlose sind auch Glückssache, bei uns wurde vor 2 Jahren umgestellt. Von der Zuweisung hin zur Versteigerung! Seither hat sich der Preis verdoppelt, und es kommen nicht selten auf 15 Stück Wald, 20 - 30 Bewerber!


    Der Maschinenpark zum Selbsterwerb kost ja auch ne ganze Menge, du brauchst noch den Motorsägeschein....und Platz zum Lagern und Trocknen lassen!


    Also geh in deiner Rechnung mal von 80 €/Ster aus, so wie wenn du alles kaufen würdest! Wenn du dann was selber machen kannst, dann sparste Geld! So hab ich mir meinen HV gerechnet! Teuer aber fair! Das ich da noch 40 Ster im Garten hatte, und das ich auch billiger ans Holz komme da Selbsterwerber bzw. ganze Wagenladungen kaufe kommt dann der Haushaltskasse entgegen!


    So hab ich gerechnet!
    3600 L Öl = ~ 3500 €
    20 Ster Holz (a 80) = 1600 € = Heizkosten rund 133 € p Monat


    aktuell zahl ich für mein selbst aufgearbeitetes Holz etwa 37 €/Ster


    also haben sich meine Heizkosten nochmals halbiert.


    Ich würde jedem zu einem HV raten der seine Holzversorgung gesichert hat, und sich bewusst ist das er im Winter mind. 1 mal im Keller steht und heizt! Das muss man auch mögen...


    nur ne frage der reinen neugierde wegen.... hast den motorsaägenschein und ausrüstung? warst du schonmal im wlad? oder sind das alles nur auskünfte vom förster nach denen du rechnest?

    ETA SH 20 Touch
    2 * 1000 L Puffer
    400 L Brauchwasser
    Buderus Raketenbrenner :D

  • Das lächerliche an der ganzen Geschichte ist doch das weniger Holz aus dem Wald entnommen werden soll als nachwächst, will man Deutschland wieder wie zu Arminius Zeiten flächig bewalden?
    Morgenthau 2.0?
    Staatswald ist meist zeritfiziert das heisst unter anderem, dass alles unter 7cm Kernholzdurchmesser im Bestand zu verrotten hat, den lieben Insekten zur Freude, bis aus Buschbrand ein richtiger Kronenbrand wird.


    Mike

    40Kw HVS-E/LC
    5000L Puffer
    2x500L ADG
    2xUVR1611


  • stimmt absolut.
    hände weg von einer holzheizung, wenn man kein eigenes holz hat.
    die holzpreise werden in den nächsten jahren explodieren (pellets, energiewende, globalisierung, börse, wald-hamsterkäufe, chinesen und ihre strohmann-erwerber etc. etc.)
    piss tann
    hanibal

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.


  • stimmt absolut.
    hände weg von einer holzheizung, wenn man kein eigenes holz hat.
    die holzpreise werden in den nächsten jahren explodieren (pellets, energiewende, globalisierung, börse, wald-hamsterkäufe, chinesen und ihre strohmann-erwerber etc. etc.)
    piss tann
    hanibal


    -> Hände weg von Stromheizungen, der Strom wird in den nächsten Jahren teurer
    -> Hände weg Ölheizungen........................
    -> Hände weg von Gasheizungen.................


    Kauft euch besser schnell noch eine guten Wintermantel!!!


    -> Oder Bohrt jemand von euch nach Öl im Garten???
    -> Kann sich jemand von euch soviel Photovoltaik leisten dass er im Winter damit Heizen kann???


    Bei Pellet oder Hackschnitzel kommts eben darauf an was für Gerätschaften man hat, bzw. sich leisten will.... Hierbei gibt es duchaus auch möglichkeiten billiger ans Brennmaterial zu kommen


    Der Vorteil bei einer Stückholzheizung ist und bleibt -> Die möglichkeit selbst Brennmaterial zu besorgen und es wenn seins muss von Hand zu bearbeiten um damit Heizen zu können.


    Das einzige was mich im Moment an meiner HV Anlage stört, dass ich bisher den Strom dafür nicht selbst herstellen kann. Ansonsten ist es mir zig mal lieber wie Öl, Pellet, Gas, Hackschnitzel


    Am liebsten wäre mir eine Schwerkraftheizung mit Grundofen..............


    Eine Tot müßt ihr schon Sterben wenn ihr den Luxus einer gut Temperierten Wohnung haben wollt, wo zu jeder Zeit WW aus dem Hahn kommt


    Teurer wird alles, die einzige möglichkeit für uns alle ist Ressourcen zu schonen......

  • Holzerwerb und Kosten,
    Nach euren Kommentaren werde ich wohl mit dem Förster einmal persönlich reden und genauer nachhaken, wie die Möglichkeit der Holzversorgung für die nächsten 20 Jahre aussehen könnte. Das ist wohl eine wichtige Frage, denn bei den günstigen HVs ist wohl alles Brennmaterial nicht so geeignet. Nach Auskunft von HDG ist der HDG Euro nicht mit Turbulatoren ausgestattet, da diese nicht für alle Brennstoffe geeignet seien. Würde heißen, dass Turbulatoren problemlos nur mit (trockenem) Scheitholz funktionieren. Wie gesagt habe bis jetzt nicht mal einen HV in action gesehen, werde ich wohl am Mittwoch machen, einen HDG Euro.
    Bei der Brennstoffbeschaffung denke ich an 4 Quellen: 1. Waldholz 2. Abfallholz 3. Landschaftspflegeholz, z.B. Weiden am Bachlauf 4. Eigenanbau, Pappeln auf den eigenen Wiesen, nur kleine Flächen. Aber da ich 3-4 mal die Woche joggen gehe, habe ich im Geiste schon viele schöne Bäume umgesägt...Soll heißen das Waldholz ist der Schwerpunkt, aber mir ist schon klar weitere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.
    Zur Zeit habe ich eine alte Solo Motorsäge, die aber nur zum Äste sägen taugt. Also keine Ausrüstung, aber zumindest Autoanhänger. Obwohl ich über einige Erfahrung beim Bäumefällen und zerlegen schon gesammelt habe, sehe ich den Motorsägenschein positiv, bin mit der Motorsäge mal von der Leiter gefallen, so aus 2-3 Meter Höhe ging alles gut, aber der Schock hat gesessen. Und neulich mal mit der Kreissäge gut daneben gelangt, seitdem sehe ich Unfallverhütungsvorschriften mit anderen Augen. Förster meinte, dass der Kurs 110 Euro kostet und er mir eine Motorsäge stellen könnte, wenn er keine Stihl hat, wäre das gut, denn bisher habe ich mit einer kleinen und mittleren Stihl gearbeitet. Ach nein, einmal hatte ich eine Uralt Stihl in Händen, da war ich schon k.o. bis sie gelaufen ist, aber dann war ich platt, die hat mit stumpfer Kette einfach alles weggehauen, ein uriges Teil, konnte ich mir leider nicht abgreifen :whistle:


    Kai Ahnung: Ja, da muss ich wohl schwer aufpassen mir die Sache nicht schön zu rechnen, ich glaube bei uns in der Gegend liegt der Preis wohl aktuell bei 80-100 Euro, muss jeder der mir Holz verkauft die Mwst. abführen?
    Die Sache lohnt sich nur auf lange Sicht, 10 Jahre? Und wenn der Holzpreis doch noch gut hochgeht, hat man eine Ar...teure Anlage im Keller und ausreichend Arbeit um seinen Obulus abzuführen. Muss ich wohl doch einen Versuch starten die Kosten objektiv zu vergleichen, aber habe mich auf den HV eingeschossen, habe mich schon auf die Frage konzentriert einen Günstigen oder einen Premiumhersteller. Aber ich bitte um etwas Geduld, werde meine Vorstellungen und Fragen hoffentlich bis Freitag eingestellt haben.


    Einen schönen Abend allseits,
    Thomas

  • hallo thomas,


    als alter mann habe ich (privat und geschäftlich) gelernt, jemandem nur einen rat zu geben, wenn er danach gefragt hat.


    bei Dir mache ich eine ausnahme: an Deiner stelle würde ich, bevor ich einen hv kaufe, erst mal einen ofenfertigen brennholzvorrat für 2 jahre, egal wie viel ster das auch sein werden, machen.
    dann weisst Du, ob das - über jahrzehnte - was für Dich ist.
    wenn es nichts für Dich sein sollte, kannst Du das gemachte holz ja wieder verkaufen.


    grinsende grüße und piss Tann
    hanibal

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • So wie PK es meint mache ich es auch.
    Geplant ist eine neue HV Anlage, momentan eine 30 Jahre alte Holzheizung (kein Vergaser) von Buderus, der frisst alles und davon zu viel.


    Da das Holz nur noch diesen Winter reicht muß eine vernünftige HV Heizung her,bin momentan dabei meinen Vorrat zumachen, ich zahle 10 Euro für den RM ,momentan Fichte,Eiche,Buche,Kiefer.Ist zwar Kronenholz aber die Stämme unter 3 m darf ich auch klein machen, da waren schon viele 2,50 m dabei.


    Ich habe das Glück in einem Privatwald arbeiten zu dürfen der ca 50 Hektar hat.

  • stimmt absolut.
    hände weg von einer holzheizung, wenn man kein eigenes holz hat.
    die holzpreise werden in den nächsten jahren explodieren (pellets, energiewende, globalisierung, börse, wald-hamsterkäufe, chinesen und ihre strohmann-erwerber etc. etc.)
    piss tann
    hanibal[/quote]


    Aber ist es nicht so, dass egal welchen Energieträger man hat, jeder in irgendeine Abhängigkeit begibt??? Ist es da nicht besser man ist rel. Flexiben, z.B. man behält den Öler & baut sich einen Allesvergaser (z.B. Atmos ATMOS KC 25 S, KC 35 S, KC 45 S) in sein Häuschen, damit ich die ganze Sache noch etwas zuspitze, hat man vor der Hütte noch ne Tiefenbohrung usw.
    Irgend einen Nachteil ist doch überall….
    Mfg Baserker

  • Baserker:
    eine holzvergaseranlage mit allem drum und dran kostet nun mal wesentlich mehr als ein öler oder eine gasheizung, erfordert ne menge technischen sachverstand, die bedienung ist nicht so einfach und bequem wie bei öl/gas, puffer werden benötigt ....... ohne die arbeit des holzmachens, die unfallgefahr im wald, die kosten für die benötigten maschinen zum holzmachen und so ganz nebenbei noch der holzpreis.
    wird eben von vielen neulingen unterschätzt.
    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • Hallo,
    wenn jemand noch nie in seinem Leben mit Stückholz sein zuhause beheizt hat (auch mit Familie!), wäre es wahrscheinlich am sinnvollsten er fängt damit an, in seinem Haus mit ein paar Holzeinzelöfen die Zimmer zu Heizen, im Bad WW natürlich. Wenn man das dann mal ein paar Winter gemacht hat...... Lernt man das Holz zu schätzen und freut sich riesig auf eine Zentralheizung mit HV und evtl noch Solarthermie wenigstens für WW im Sommer........
    Für jemand der immer nur Nen "Warmen Arsch" in der Bude gehabt hat und "nichts dafür getan hat", ist es sicherlich eine Strafe aufeinmal mit Holz Heizen zu müßen.... :blush:

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