Solarbayer HVS E und 200Liter Brauchwasser erhebliche Probleme

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  • Hallo Leute,
    Wir haben seit ca. Drei Jahren einen Solarbayer Holzvergaserkessel HVS E Economic (ohne Lambdaregelung) in unserem Keller verbaut. Die noch funktionierende Ölbrennerheizung wurde damals angeschlossen gelassen und kann per Schalter auf HOLZ / HOLZ ÖL Kombi gestellt werden.


    Doch irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob alles richtig ist oder ob es bei uns noch Verbesserungsbedarf gibt. Aber später mehr...


    Unser System besteht aus dem Holzvergaserkessel 25kw und 2 x 1000Liter Pufferspeicher. Für das Brauchwasser haben wir einen 200 Liter Speicher.



    In Raum 1 steht jetzt also die Holzheizung mit den zwei Pufferspeichern und in Raum 2 steht die Ölheizung mit dem 200Liter Brauchwasserspeicher.


    Der Keller ist nicht ausgebaut oder beheizt. Im Erdgeschoß befindet sich unsere Wohnung die wir ausschließlich mit einem Kaminofen heizen. Im 1OG Wohnt meine Oma bei der alle Heizkörper auf 5 stehen.


    Bleibt noch das Dachgeschoss dort befinden sich 3 Zimmer welche ab und zu beheizt werden. Das Dach habe ich bereits letzten Sommer isoliert.


    Insgesamt wird das Haus ca. 250m2 von 3- 4 Personen bewohnt.
    Vorheriger Öl Verbrauch ca. 2000 Liter Öl



    Kommen wir jetzt zu meinem Problem:


    Wenn ich meinen Holzofen voll mache und anschüre dann bekomme ich meine Puffer nicht wirklich heiss, denn durch das Anlegethermostat welches auf 45 Grad steht zieht mir sofort der Brauchwasserspeicher die Temperatur aus den Puffern. Genauer gesagt bekomme ich in der Zeit in der Brauchwasser gemacht wird nichts mehr in die Puffer.
    Meine Brauchwassertemperatur steht auf 45 Grad


    Das. Thermostat am Dreiwegeventil steht auf 2 1/2.


    Ich muss also mindestens zweimal am Tag den Ofen richtig vollmachen...


    Monentan haben wir nur Außentemperaturen von -5 bis +5 Grad und meine Anlage ist per Außenfühler geregelt.


    Schüre ich jetzt nur 1 mal am Tag an ( ca. 11 Uhr ) dann werden die Puffer kaum richtig heiss noch kann am nächsten morgen jemand Heiß Duschen. Es kann doch nicht sein, dass die Anlage mit den 6 voll aufgedrehten Heizkörpern bei meiner Mutter und dem bisschen Warmwasser von uns überfordert ist??? Bei dieser Witterung ist die Vorlauftemperatur doch sowieso nicht sehr hoch.
    Entweder irgendwelche Thermostate stehen falsch oder der Ofen taugt nichts. Ich weiß echt nicht mehr weiter...


    Jetzt habe ich schon an eine Frischwasserstation gedacht, da ich dann nur Wasser erwärme wenn dies benötigt wird.


    Ich würde mich sehr freuen, falls mir jemand ein paar Tipps oder Tricks geben kann, wie ich aus meiner Anlage das Beste herausholen kann.

  • Hallo,


    wennn Du schon drei Jahre mit Holz heizt, dann hast Du doch schon einige Erfahrung.


    Wenn Du vorher bei 250 m² nur 2000 Ltr. Öl verbraucht hast, dann brauchst Du mit der Holzheizung mindestens 20 Ster (oder Raummeter) pro Jahr.
    Basis: Du hast Deine Heizgewohnheit nicht geändert.
    Da hast Du schon den ersten Anhaltspunkt.


    Wenn eine Kesselfüllung länger als 3 Stunden brennt, dann hast Du mehrere Hohlbrände und Du verlierst Wirkungsgrad.
    Das ist der zweite Anhaltspunkt.


    Dein Holzvergaser ist ein relativ einfacher Kessel ohne Lambdaregelung, ohne Wärmetauscherreinigung, also einer der billigsten Kessel die man sich kaufen kann.
    Da sollte man auch keine Wunder erwarten;


    Wie hoch ist Deine Abgastemperatur?
    Wenn die über 200 °C (im Kernstrom) fährst, dann hast Du den dritten Anhaltspunkt, wohin Deine Wärme geht.


    Wenn Du den Kessel nicht regelmäßig reinigst, dann geht ebenfalls viel Wärme verloren.
    Hier hast Du den vierten Anhaltspunkt.


    Alles ganz einfach...
    Schmutz, Staub, und Asche am Boden und in der Nase (einmal pro Woche) gehört zum Holzheizen dazu;


    mfg friedrich

  • Hallo,


    Wie ist denn deine Hydraulik aufgebaut?


    Im Anhang einmal eine Auslegung für einen 25kW HV
    Ich habe 2500Ltr Ölverbrauch angesetzt, die 500 Ltr. mehr für das Holz, da die Mengenangaben fehlten.
    Auch habe ich die Rücklauftemperatur einmal angenommen.


    Bei deiner Heizlast sollte der 25kW aber schon abgehen.


    mfg
    HJH

  • Hi,
    Friedrich kommt mit seiner geschätzten Holzmenge schon ziemlich hin.


    Wir verbrauchen im Jahr ca. 23 Ster Holz und unsere Ölheizung ist ein Viessmann Vitola Biferral 22 KW



    Das Anlegethermostat an den Pufferspeichern, auf welche Temperatur sollte ich dieses einstellen? Welche Warmwassertemperatur habt ihr eingestellt.


    @Friedrich, du hast anscheinend den selben Ofen zuhause,wie oft musst du deine Kiste schüren...?

  • Hi,
    @Friedrich, du hast anscheinend den selben Ofen zuhause,wie oft musst du deine Kiste schüren...?


    Hallo,


    bei den momentanen Temperaturen muß ich meine "Kiste" einmal voll machen.
    Das funktioniert aber nur, wenn der Abbrand optimal läuft.


    D.h. Abbranddauer ist etwa (bzw. maximal) 2,5 Stunden, mit HKS werden die Hohlbrände sofort beseitigt;
    Die Wärmetauscherröhren werden kontinuierlich gereinigt - automatisch;
    Der Kessel wird einmal pro Woche Grundgereinigt;


    mfg friedrich

  • Also habe jetzt nochmal genau nachgesehen wieviel Ster Holz wir rein mit dem Holzvergaser verbaucht haben:


    20 Ster 3/4 Fichte und 1/4 Buche


    und im Sommer ( + ab zu wenn wir im Urlaub sind o.ä.)
    ca. 650 Liter/Jahr
    Heizöl da der Ofen dort nicht benutzt wird.


    Unsere Wohnung wird wie auch schon vorher nicht vom HV versorgt sondern durch den Kaminofen.(Holzverbrauch extra)



    Leider konnten wir den größeren Kessel nicht nehmen, da wir keinen Platz für mehr Pufferspeicher haben.


    Unsere Brenndauer pro Füllung liegt bei ca. 3 Stunden.


    Laut unseren Heizölrechnungen der letzten Jahre haben wir vor dem HV ca. 2500 L/Jahr verbraucht


    Unsere Abgastemperatur übersteigt die 200 Grad wenn nur selten und minimal.Den Ofen reinige ich von Zeit zu Zeit, lediglich der Verschluss von der Brennkamer ist mittlerweile etwas abgenutzt( an der Stelle wo der Griff eingehängt wird).
    Könnte natürlich sein dass der Ofen somit nicht 100% dicht ist(Vermutung aber nichts sichtbar).


    Was meinst du mit Hydraulik?

  • Hallo,


    Mit derFrage nach der Hydraulik ist eigentlich die Verrohrung mit Pumpen und Kessel gemeint.


    Alles, aber wirklich alles als Skizze einmal aufzeichnen und hier einstellen.
    Du willst Antwort auf deine Probleme, das geht nur so.
    Dann viel einlesen.


    Mit freundlichen Grüßen / HJH

  • Hallo,


    Das ist doch schon einmal gut.
    Bis auf die Verrohrung über den Heizkessel.
    Hat aber nichts mit deinem Problem zu tun.


    Du hast doch eine Ausrechnung von mir, da ist die Größe der Pumpe und die Verrohrung angegeben.
    Stimmt das in etwa mit dem überein was bei dir montiert ist?
    Besonders die Pumpe sollte schon die Fördermenge haben.


    Wenn das auch passt, dann kann es nur an den Einstellungen des HV liegen.
    Dazu hat dir aber @Friedrich bereits etwas geschrieben.


    mfg
    HJH

  • Hallo Tony.junior


    Nach drei Jahren heizen solltest Du auch einmal Deinen Düsenstein überprüfen.
    Evtl. hast Du hier schon starken Verschleiß??


    Außerdem wenn Du den Kessel mit den Schrägblechen hast, dann lagert sich hier (hinter den Blechen) evtl. zu viel Staub ab und verengt der Luftkanal;
    - also ausbauen und reinigen oder mit Preßluft ausblasen - Achtung staubt;


    mfg friedrich

  • Hallo Tony,


    bei dem Oventrop-Mischer kann dir "Spacy" helfen :
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    Aw: Problem Oventrop Rücklaufanhebung 22 Feb 2010 21:24 #12183



    Die Oventrop RTA ist eine Pumpengruppe, da hat der Fühler seinen festen Platz, die Kapillarleitung gehört ins Gehäuse.
    Wenn der Rücklauf zu niedrig ist mach folgendes:
    Dreh den Thermostat ganz auf. Jetzt zieh vorsichtig aber kräftig senkrecht zur Drehachse am grauen Thermostatdrehknopf, um diesen abzuziehen. Der sitzt recht fest, geht aber ab. Dann drehst du ihn in der Hand um die Grad, die dir fehlen, herunter und steckst ihn wieder auf. Jetzt kannst du das Ding weiter aufdrehen.


    Mußte ich aber auch erst bei Oventrop anrufen, um das zu erfahren - Internet weiß nicht immer alles :)


    _________________________________________________________________


    Gruß Heinrich (..mein Thermostatkopf saß auch "falsch"..)

    seit 2023 thermia10(12) soleWP

    seit 2024 eta20(30)

    .. 3100L Puffer.. + 300L-FriWa ..

    (gse40atmos2009)(1988viessmannÖl18kw)

    (LC.>Gust-Tronik>BR-Temp.Regler)

  • @Friedrich


    Und was sagst du zu den 2 Bildern?


    Oh Gott... Nach diesen zwei Bildern ist alles klar!


    Tausch deine Düse, bevor du an irgend etwas anderes denkst.
    Siehst du nicht, dass die schon bis zu den Sekundärbohrungen abgetragen ist???
    Das kann nicht funktionieren!!!


    Gruß Yves

  • Jep, die Düse ist hin.
    aber zu deiner Information noch etwas.


    >Wenn ich meinen Holzofen voll mache und anschüre dann bekomme ich meine Puffer nicht wirklich heiss, denn durch das Anlegethermostat welches auf 45 Grad steht zieht mir sofort der Brauchwasserspeicher die Temperatur aus den Puffern. Genauer gesagt bekomme ich in der Zeit in der Brauchwasser gemacht wird nichts mehr in die Puffer.<
    Schon mal nachgesehen wieviel Leistung dein Boiler hat ? 30 KW ca. schätze ich mal. Heißt, wenn der lädt bleibt nichts mehr übrig zum heizen. Werfe mal einen Blick auf das Typenschild deines Boilers.
    Ev. die Ladepumpe des Boilers auf kleinste Stufe stellen und das Ventil (Schieber hinter der Ladepumpe soweit eindrosseln das die Rücklauftemperatur in den Puffer nur sehr langsam auf 50-55° steigt. Ev. ist es machbar den Rücklauf aus dem Boiler direkt in den Rücklauf des Heizkreises kurz vor den Mischer zu setzen. Das zusammen hilft einiges ersetzt aber nicht eine Friwa ,die mit deutlich geringeren Rücklauftemperaturen arbeitet.
    Zum nächsten Punk die obere Etage der Oma. Sicher hat sie ständig die Thermostatventile auf Stufe 6 gedreht, sie friert sonst. Doch ausschlaggebend ist wieviel Energie diese Wohnung braucht.
    Ein gemeiner Tipp von mir messe die Temperatur ihrer Heizkörper und drossele den Rücklauf der Heizkörper soweit das eine Temperaturdifferenz von 10-15° C zwischen oben und unten am Heizkörper anliegt. Besser ist natürlich auf Dauer einen hydraulischen Abgleich durchführen (lassen). Du solltest dein ganzen haus mit nur dem HV beheizen können. Der Ofen oder Kamin sind nur für die Optik, wenn man es gemütlich haben möchte, das Feuer prasseln hören, sehen möchte.


    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • Hi, okay an einer neuen Düse bin ich schon dran.


    Heute hatte ich wieder ein ähnliches Phänomen:


    Es war den ganzen Tag über draußen sehr mild. (Temperaturen zwischen 3-10 Grad. Nachdem ich heute angeheizt habe, merkte ich dass neben dem Brauchwasser relativ wenig Energiebedarf im Haus war.


    Brauchwasser war warm, Kesseltemperatur war auf 90Grad, aber doch dauerte es fast 2 Stunden bis die Puffer auf ca. 80 Grad waren. Mir schien so, als ob der Kessel die Wärme einfach nicht in die Puffer bringt...


    Ich habe ja nach wie vor die Pumpe in der Rücklaufanhebung in Verdacht. Aber diese steht schon auf Stufe 3 . (Pumpenbezeichnung ist 25-40)


    [Blocked Image: http://abload.de/img/holzheizraumproblemn0smz.jpg]

  • Hallo Junior


    Die 2 Stunden Aufheizzeit für deine Puffer ist schon recht gut. Wo willst du sonst die Energie
    vom Kessel "verstecken", wenn die Puffer in 30 min voll (80°) sind?


    Meine Puffer, 1600 liter werden mit einer Füllung, ca 25kg Holz, zu ca 80% voll.
    Brenndauer ca 2,5 Stunden.

  • Hallo,


    Mit 25kW Leistung wirst du mit 1 Füllung Buche ca. 2100Ltr. um 40°K (von 40°C auf 80°C) erwärmen können.
    Oder auch etwas weniger.
    Das wird dann etwa 4,5h dauern, oder wenn du viel Leistung fährst auch kürzer.


    Welche Pumpe ist montiert?


    Hast du ständig um die 90°C am HV anstehen?
    Bei 90°C hat die Elektrik das Primärluftgebläse schon auf Kleinlast geschaltet.


    mfg
    HJH

  • Hi,
    ja der HV war heute die ganze Zeit(2 Stunden) bei 90 Grad gestanden.
    Danach hat Gebläse hat ganz normal runtergeregelt und als die Temperatur Richtung 80 runtergegangen ist, fuhr das Gebläse wieder hoch.


    Pumpe ist eine IMP PUMPS Typ GHN 25/40


    In (A) P1 (W)
    0,15 36 -
    0,19 44 --
    0.21 50 ---


    Mein Ofen brennt pro Ladung minimal 3,5 Stunden.

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