Welcher WMZ (Nenndurchfluss)

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  • Hallo zusammen,


    ich möchte mir einen WMZ einbauen, leider bin ich in dieser Richtung nicht unbedingt Fachmann… Darum erlaube ich mir mal in die Runde zu fragen welchen WMZ ich bevorzugen sollte?
    Zur Auswahl würde ein Sharky 775 mit Qp 1,5m³/h DN15 und Qp 2,5m³/h DN20 stehen. Nur kann ich mich nicht festlegen welcher hier nun für meine Zwecke der Richtige ist. Durch lesen im Forum, dürfte dieser schon bei einigen in Verwendung sein. Wie sind hier die Erfahrungswerte, bzw welchen sollte ich bevorzugen bezüglich Druckverlust und Genauigkeit.


    Kurz zu den Eckdaten:
    ETA SH 50kW Kessel
    DN32 Verrohrung (Kessel zu Puffer)
    Rücklaufanhebung 60°
    Kesseltemperatur 80°
    3000l Puffer
    Pufferrücklauf ca 35°
    Gemessen sollte die Wärmeleistung zum Puffer werden.


    So wie ich das Verstanden habe, sollte ich einen Durchfluss zum Puffer <1m³/h haben. Nur denke ich, dass hier bei aufgeheiztem Puffer der Durchfluss vermutlich bis auf 2,5m³ ansteigen könnte (Rücklaufanhebung macht auf). Der Qp 1,5 sollte dies imho schaffen, aber wie sieht es hier mit den Druckverlusten aus. Wäre hier der Zähler mit Nenndurchfluss 2,5 und DN 20 die bessere Wahl? 15mm scheinen mir doch etwas klein im Verhältnis zum 32er Rohr. Wobei ich bei der 2,5 Variante befürchte, dass während der Anheizphase der Durchfluss zu gering sein könnte… oder sind die Druckverluste auf diesen kleinen Stück zu vernachlässigen?


    Vielleicht könnte mir jemand seine Empfehlung für eine Variante geben…


    Besten Dank
    Rudolf

  • Hallo,


    Für was benötigst du so ein Ding?


    Du musst auf den Druckverlust achten!


    Der kann schon recht hoch werden.
    Dann wirkt der WMZ wie eine Drossel.


    Bei 50kW hast du die volle Wassermenge nach deinen Angaben ab 60°C.
    Warum bist du so tief mit der Rücklauftemperatur?
    Wenn du die 80°C im VL bei 60°C im RL erreichst, dann ist deine Umwälzpumpe schon recht knapp auf der Brust.


    Bei 50 kW hast du bei 6°K 7290,9 Ltr/h und bei 12°K 3645,5 Ltr./h.


    Bei RL 35°C und VL 80°C hast du in der Leitung zum Speicher 972,1 Ltr./h.


    Jetzt schau dir mal den Druckverlust bei >7000Ltr/h Menge an bei einem 1,5 er WMZ.
    Der geht an die 1,0 bar. Wie groß willst du da deine Pumpe machen?


    Auslegen solltest du für die volle Menge.
    Ich würde an deiner Stelle die Rücklauftemperatur höher setzen, dazu musst du aber die Pumpe vergrößern.


    mfg
    HJH

  • Hallo, danke für deine prompte Antwort.
    Wie gesagt, ich bin hier sehr laienhaft unterwegs. Den WMZ würde ich günstig bekommen und wäre nur zur Erfassung zwecks Statistik.
    Die 60° sind lt. Hersteller eingestellt. Warum wären die 60° schlecht? Bzw vielleicht verstehe ich den Hintergrund falsch, aber lt meinem Verständnis wäre doch eine höhere Spreizung ein kleinerer Volumenstrom? Die Rücklaufanhebung funktioniert über einen Mischer (60°), die Pumpendrehzahl wird abhängig des VL geregelt (80°). Wenn ich den Rücklauf jetzt anhebe dann würde die Spreizung geringer werden und ich bräuchte einen höheren Volumenstrom damit man die Wärme vom Kessel wegschaffe. Bei 60° Rücklauf (20° Spreizung) sollte ich ca. bei 2,2m³/h sein? Der Strom zum Puffer (so wie du geschrieben) <1m³/h. Natürlich nur solange der Puffer nicht voll ist und ich die Spreizung schaffe…
    Oder habe ich hier etwas komplett falsch verstanden?


    Bezüglich zum WMZ sollte ich dann jedenfalls min 2,5m²/h nehmen?


    Danke
    Rudolf

  • Hallo,


    Der Knackpunkt ist die Temperatur bei der beim Brennstoff Holz Kondensat anfällt.
    Das ist in einem ungünstigen Fall so um die 62°C.
    Das ist aber wieder abhängig vom Wassergehalt des Holzes und dem Rest O2 (CO2) im Rauchgas.


    Fällt Kondensat an, rostet der Kessel durch.


    Um in einem sicheren Bereich zu fahren schlage ich vor deinen Rücklauf > 68°C zu fahren.


    Das Holz sollte aber trotzdem trocken (=<15% Wasser) sein.


    Wenn dann würde ich auch den 2,5er nehmen.
    Bei dem Type wird aber die Messung ungenauer, wenigstens im unteren Bereich!
    Die Messungenauigkeit wird in der Regel in Prozent vom Endwert angegeben.
    Die Messgenauigkeit in Prozent ist gleich, der Endwert aber größer, damit ist die Ungenauigkeit in kWh auch größer.



    mfg
    HJH

  • hai rudl,


    die verrohrung (32 dn) bei 50 kw:
    ist die von eta so vorgeschlagen oder hat die der heizungsbauer so gewählt?


    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • Hallo,


    die Verrohrung hat leider der Heizungsbauer so gewählt und da ich damals überhaupt keine Ahnung von dem Thema hatte hab ich das auch so akzeptiert. Durch das Forum weiß ich, dass dies leider viel zu gering ist… Leider habe ich mich mit dem Thema erst danach beschäftigt. Was aber wieder einmal bezeugt, dass man auch Fachfirmen nicht immer ohne weiteres vertrauen kann. Wobei wenn ich mir so den Regelungsverlauf des Heizvorganges ansehe, dann fährt die Kesselkreispumpe mit max. 85% der möglichen Leistung. Ich habe aber leider noch nicht herausgefunden wie viel m³/h diese schafft. Bei ca. halbvollem Puffer fährt der Kessel dann in den Teillastbetrieb, dieser sollte lt Prüfbericht vom Kessel komischerweise effizienter sein. Hier fährt dann die Pumpenleistung auf unter 50% zurück. Dh funktional dürfte es richtig dimensioniert sein, nur eben nicht effizient. Wie es jetzt mit höherem Rücklauf aussieht kann ich nicht sagen…
    HJH, besten Dank für deine Erläuterungen, ich habe mich jetzt etwas mit dem Thema Rücklaufanhebung beschäftigt, und werde versuchen diese anzuheben (der Hersteller gibt die 60° als absolutes Minimum an). Aber ich fürchte, dass aufgrund meines geringen Rohrdurchmessers hier schnell die Grenze erreicht werden wird…


    Mfg
    Rudolf

  • die pumpenleistung kannst Du beim hersteller erfragen.
    wilo zum beispiel verschickt die leistungsblätter auch per e-mail.
    eigentlich sollte die leistung der eingebauten pumpe auch in der kesselbeschreibung aufgeführt sein.
    piss Tann

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

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