HV für 2 Jahre nachrüsten?

There are 11 replies in this Thread which was already clicked 4,612 times. The last Post () by hvmok.

  • Hallo Miteinander


    Habe mich intensiv mit der Anleitung für Einsteiger: Planung einer Holzvergaseranlage von Spacy auseinandergesetzt und musste dadurch realisieren, dass mein geplantes Projekt doch nicht ganz so einfach ist wie ich mir gedacht habe :)


    Könnt Ihr mir bitte Tipps geben, was ihr in folgender Situation machen würdet:


    - Haus mit gut 300m2, schlecht isoliert, alte Fenster
    - Heizung 1: Ölbrenner mit gut 4'000L Heizölverbrauch pro jahr
    - Heizung 2: Holzofen parallel zu Ölheizung, Jg 1956, Brenndauer 1 Füllung (ca. 50L) max. 1 Stunde, gefühlter Wirkungsgrad max 10% :)
    - Warmwasser: Elektroboiler


    Bekannte haben einen Wald, den sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bewirtschaften können. Holz ist deshalb ausreichend und kostenlos vorhanden (die Arbeit wird als Hobby eingestuft, darum wirklich kostenlos :) ).


    Wir benutzen den Holzofen so oft es uns möglich ist, trotzdem sparen wir kaum Heizöl.


    Unter diesen Umständen drängt sich für mich (abgesehen von der Isolation) eine Kompletterneuerung der gesammten Heizungsanlage mit einer HV auf.
    Es gibt aber leider einen sehr wesentlichen Hacken:
    Das Haus wird in 2-5 Jahren abgerissen.


    Eine Kompletterneuerung könnte sich also in der kurzen Zeit nicht mehr amortisieren.


    Aus Kostensicht wäre es natürlich das Beste, komplett auf eine Holzheizung zu verzichten und das Holz aus dem Wald gegen Heizöl einzutauschen. Da der Wald aber nicht uns gehört, wollen/dürfen wir das Brennholz nicht verkaufen.


    Nun Habe ich mir überlegt, nur den alten Holzofen gegen einen HV zu ersetzen, ohne Einbau von Puffer oder sonstwas. Ich bin mir bewusst, dass dies überhaupt nicht optimal ist, erhoffe mir jedoch dennoch eine deutlich Heizöleinsparung.


    Was denkt Ihr dazu?

  • hv ohne ps geht schon mal gar nicht,
    auch nicht für nur 2 jahre.


    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • Leider ist noch ziemlich unklar wie es nach dem Abriss weitergeht, den Termin werden wir auch sehr kurzfristig (6 Monate) vorher erfahren.


    Ich muss noch ergänzen, wir sind nicht Eigentümer des Hauses, wir haben lediglich einen Freibrief für Umbauten vom Vermieter erhalten. Entscheidend ist, dass der Vermieter da nach dem Abriss ein Haus für sich bauen wird und wir umziehen werden.
    Wohin ist noch unklar und ich bezweifle, dass wir in der kurzen Zeit ein Haus finden und auch noch die Finanzierung zusammenbringen. So müssten die Komponenten zwischengelagert werden.
    Ziemlich verzwickte und seltene Situation :unsure:

  • Euch gehört das Haus nicht und dann für 2 Jahre?
    Da würde ich mir das Geld und den Aufwand sparen.
    Das Holz machen könnt Ihr ja trotzdem schon, dann ist es in 2 Jahren wenigstens schön trocken.

    Fröling S4 28 kW
    3000 Liter Puffer
    500 Liter MAG
    Vitola 200 Ölkessel
    Verrohrung mit 1 1/2" Schwarzrohr
    Zusätzliche eigene Steuerung

  • Warum nicht einfach einen aktuellen Kaminofen (mit mehr als 10% Wirkungsgrad ;) ) und damit die Zeit überbrücken?
    Einen HV (mit Pufferspeicher, Rücklaufanhebung, Regelung und Heizkörpern) würd ich mir nicht für 2 Jahre installieren und schon gar nicht ins Wohnzimmer (wenn nicht wassergeführt).


    Einen vernünftigen Kaminofen (durchaus auch Automatik) gibts schon für 1500,-€.
    Mit weniger Anspruch auch billiger.


    Und die sind allemal besser als deine 10% Oldtimer :whistle:


    Gruß Yves

  • Wie Yves schrieb Kaminofen, ich würd einen günstigen nehmen .
    Viel Holz machen, und zusehen das man ein anderes, Haus (Wohnung) bekommt, indem man einen Holzvergaser realisieren kann.
    Holzvergaser für 2 Jahre ist Geldverbrennen.


    Mfg Thomas

  • Tach auch


    Holzvergaser für 2 Jahre ist Geldverbrennen.


    Ich finde, da hat der Thomas den Nagel auf den Kopf getroffen!


    Ich bau meine HV Anlage gerade um, benutze einige Teile nochmal, aber du wirst dich wundern, wie schnell einige tausend Euros verbaut sind :woohoo:


    Wenn du eh in ein paar Jahren aus dem Haus ausziehen mußt, ist das wirklich ,, Verbranntes Geld ,, - meiner Meinung nach.


    Was hast du dir den für ein Budget gesetzt?


    Kannst du alles selber Installieren?


    Mein Tipp ; LASS es für zwei Jahre!


    Umbaugruß von Herbeert


  • Nun Habe ich mir überlegt, nur den alten Holzofen gegen einen HV zu ersetzen, ohne Einbau von Puffer oder sonstwas. Ich bin mir bewusst, dass dies überhaupt nicht optimal ist, erhoffe mir jedoch dennoch eine deutlich Heizöleinsparung.


    Was denkt Ihr dazu?


    Einzige einigermaßen sinnvolle Lösung wäre dann ein gebrauchtes Teil und ein gebrauchter Puffer. Nur da wird wohl 1ersten der Schorni nicht mitspielen und 2tens selbst gebraucht für 2 Jahre völlig unsinnig.......


    -> gebrauchter Puffer (platz da etc.???)
    -> Ofenrohre
    -> Kupferleitungen, da am einfachsten aufgrund selber Löten..... deshalb dann auch billiger wie Stahlrohre etc....
    -> Rücklaufanhebung
    -> Sicherheitseinrichtung (TAS)
    -> diverse Nippels und Fittinge
    ........... usw........


    Wenn dich das ganze nicht abschreckt, und du selbst dir die Sache zutraust, also einigermaßen Fit in sachen Metallarbeit bist, könnte ich dir evtl. im Laufe dieses Jahres einen Unical HV mit 32KW abtretten. Ein altes Teil (bJ. 86), aber er Heizt.



    Aber generell muss ich dir sagen, würde ich solche Aktionen nur in meiner eigenen Hütte machen.


    Beschränkt euren Wohnraum der beheizt werden muss, und stellt Einzelöfen mit Holz auf. Ist zwar mehr Arbeit, aber billiger gehts nicht.........

  • Spar dir das Geld für dein eigenes Haus


    ich würde nicht mal einen Ofen kaufen wenn ich da weg müßte, sondern sofort was anderes, vielleicht eigenes? suchen
    10000 okken für 2 Jahre? die Arbeit und trotzdem noch Öl?
    soviel wie du erwartes wirst du nicht sparen, aber vermutlich 1000L mehr Öl verballern, wenn du den Holzer nicht fütterst


    Erwin

    Vigas 14,9 Bj 2006; LC von HB; Lufttrennung; Wirbulatoren; gr. BK; 2200l Puffer; FRIWA; Solar 44m² FK 39° Richtung Ost; UVR1611; ca. 300m² beheizt; WDVS seit 2006;
    Es wird täglich schwerer der Dümmste zu sein, die Konkurrenz wird immer größer!

  • Helmi schrieb


    Quote


    Aber generell muss ich dir sagen, würde ich solche Aktionen nur in meiner eigenen Hütte machen.


    Beschränkt euren Wohnraum der beheizt werden muss, und stellt Einzelöfen mit Holz auf. Ist zwar mehr Arbeit, aber billiger gehts nicht.........


    Hallo hvmok


    -Wohnraum beschränken - müssen wirklich alle 300 m² vollständig beheizt werden ?
    -wo nur irgendwie geht Einzelöfen aufstellen und heizen, heizen,heizen (da Brennholz dich nichts kostet)
    -es müssen ja nicht gerade die hochwertigsten Kaminöfen sein


    -wennst dein Vorhaben nicht zur Gänze selbst realisieren kannst , vergiss es schnellstens
    -und wenn doch Holzvergaser dann nur gebraucht wo (fast) alles dabei ist was du benötigst (
    Rohre und div Material wie Helmi angeführt brauchst trotzdem - da klempert sich auch allerhand zusammen
    Fragenderin schrieb

    Quote

    Ich bau meine HV Anlage gerade um, benutze einige Teile nochmal, aber du wirst dich wundern, wie schnell einige tausend Euros verbaut sind :woohoo:



    und vonwegen mit dem eventuell späteren Einbau der Anlage in zukünftiges Haus ??
    was machst mit der Anlage, wenns von der Leistung etc nicht passt beim neuen Haus? Oder wenns kein Neubau wird, und dort eine Heizanlage verbaut ist?
    was ist wenn wider erwarten aus irgendwelchen Gründen das kostenlose Holz nicht mehr zur Verfügung steht ? Brennholz kaufen ? dann rechnet sich deine Investition für 2 Jahre noch weniger


    erste Maßnahme wäre mit vertretbarem Aufwand um billiges Geld die Hütte (Fenster) wo nur geht abzudichten (allerdings billig -ist nur für ein paar Jahre )

    Wärme die nicht verloren geht brauchst du nicht erzeugen (auch nicht billig)


    und nochmals : mit venünftigen Kaminöfen dein Holz verheizen und keinesfalls deine Euros den Ölkonzernen in den Rachen schütten (ganz ohne wirds eh nicht gehen-aber nur soviel wie sein muss)



    weiters kann ich den vorherigen Beiträgen nur beipflichten


    Gruß
    Franz

  • Herzlichen Dank für die vielen und hilfreichen Beiträge.


    Wie schon angesprochen, die Wohnsituation ist äusserst speziell. Wir verwalten das Haus, aber vor allem den Garten für den Vermieter, der im Ausland ist und im Moment möglichst gar nichts mit dem Grundstück zu tun haben möchte. Im Gegenzug bezahlen wir fast keine Miete.
    Das Grundstück ist ein Traum, so was werden wir uns nie leisten können. Darum wird es schwer die Regierung zu überreden da früher als nötig auszuziehen :)



    Wenn ich alles richtig verstanden habe, brauche ich keine Sicherheitseinrichtung, da unser Heizwasserkreislauf oben offen ist und somit nie ein Überdruck entstehen kann.


    Wohnraum haben wir bereits beschränkt, das ganze Stockwerk direkt unter dem nicht isolierten Dachstock wurde mit einer Gipswand zugemacht.


    Die Arbeit sowie Material wie Rohre und Fittings sind auch kein Problem. Haben einen fleissigen Heizungsbauer im Freundeskreis, der immer wieder meine elektrischen und elektronischen Fähigkeiten gegen Heizungsbauen abtauschen will :)
    Ev. könnten wir auch über ihn an einen gebrauchten Puffer rankommen.


    Der Einwand mit der Dimensionierung scheint mir sehr gewichtig. Selbst wenn wir unser zukünftiges Objekt nicht kennen, wir werden bestimmt nicht so viel Heizleistung brauchen wie bei dem aktuellen Haus.
    Ich denke es läuft darauf hinaus, dass wir auf keinen Fall damit rechnen dürfen, Komponenten für das nächste Haus wieder zu verwenden. Ev. die Steuerung, aber die wird nicht so ins Gewicht fallen.


    Die Idee mit dem Kaminofen finde ich interessant. Ins Wohnzimmer wird der leider nicht kommen, aber im Keller haben wir ausreichend Platz und da ist es auch am einfachsten eine Heizung an den Kreislauf anzuschliessen.
    Ich werde mich mal in die Richtung schlau machen.


    Danke nochmals für die Beiträge :)

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