HDG Navora nach 6 Jahren durchgerostet?!

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  • Guten Tag,
    Meine HDG Navora 30 erlitt nach nur 6 Jahren einen Totalausfall.
    Als ich die letzten Tage den Heizungsraum morgens betratt, stellte ich fest, dass der Boden mit Schwarz gefärbtem Wasser aus dem Kessel geflutet war.
    Als ich mir die Sache genauer anschaute und den Kessel innen komplett entruste, stelte ich fest, dass sich über der Rauchgasklappe ein Riss gebildet hat, drumherum sieht man fortgeschrittene korrosionsschäden. (welliger Stahl, siehe Bild)
    Das Ganze konnte man während dem Betrieb nicht sehen, da diese Stelle von Lamellen abgedeckt war.
    Ich vermute das Problem rührt aus überhitzung her, da ich bereits im ersten Halben Jahr Probleme mit falschen Temperaturwerten hatte, woraufhin die Schamotsteine schaden nahmen und auf Kulanz(?) getascht wurden.
    Meine Frage ist nun, ob ich bei der Firma HDG etwas geltend machen kann, da ich nirgends etwas über die Länge der Garantie in Erfahrung bringen konnte. und es schon komisch ist, dass nach 6 Jahren sich der Brennraum auflöst.
    Mein Schornsteinfeger bestätigte mir, dass ich immer das richtige Holz verfeuerte.


    Hat jemand ähnliche Probleme bereits gehabt, und kann etwas über das Kulanzverhalten der Firma sagen, bzw. ob da doch noch eine Garantie greift (gegen Rost oder ähnliches).


    Die Firma HDG weist sich ja als besondere qualtätsfirma aus, von dieser qualtät hab ich noch nichts gemerkt :( Hätte ich nur im ersten halben Jahr bereits die Gewährleistung geltend gemacht.


    Ich hoffe Ihr könnt mir einige Tipps geben und Freue mich über eure Komentare


    MfG
    Hans-Peter

  • Ohne dem Link gefolgt zu sein - denke ich zu wissen was der Unterschied zwischen Garantie und Gewähleistung ist.
    Die 2 Jahrige Gewährleistung ist zu Ende. Ich beiße mir in den Allerwertesten, dass ich in dem ersten halben Jahr(indem die Beweißlast bei dem Hersteller lag) nicht nach der 2ten erfolglosen Nachbesserung auf Ersatz gepocht habe.


    Da ich über die Garantie (welche der Hersteller willkülrich geben kann) nirgends etwas lesen konnte hoffe ich auf:
    1. Die Kulante Reparatur oder Austausch der Anlage in Hinblick auf den vorherigen Reparaturverlauf
    oder
    2. Das ich evtl. doch die Garantieleistungen überlesen habe und - nur um ein Beispiel zu nennen - eine 10 Jahrige Durchrostungsgarantie besteht. Wovon ich aber leider nicht ausgehe.


    Deshalb hoffe ich auf ähnliche Fälle oder gar die aufklärung, dass ich doch über die Garantie(falls überhaupt vorhanden) etwas erreichen kann. Oder eben ob jemand allg. Erfahrung mit dieser Firma in Hinblick solcher fälle hat.


    Das ich über die Gewähleistung nichtsmehr reißen kann ist mir bekannt, allerings war damals nach mehrmaliger erfolgloser Reparatur theoretisch die möglichkeit des Rücktrittes gegeben, und hoffe dadurch auf Kulanz.



    edit: Nachdem ich nun doch dem Link gefolgt bin - der sich explizit auf Befeuerungsanlagen bezieht, kann ich evtl. noch den Bereich "Gewährleistung bei versteckten Mängeln" in anbetracht ziehen, allerdings scheint dieser eher auf das einbauen der Anlage ausgelegt zu sein. Meines erachtens liegt der Fehler aber eher an eine Materialermüdung oder vom Hersteller Fehlerhafte Bauteile.

  • Hans-Peter


    die Frage ist nur warum kommt es zu so einer Schadensursache?


    Warum hat dein HV im ersten halben Jahr überhizt?
    Welche Holzart wurde verheizt?
    Wurde das Holz reingeworfen in den Füllraum?
    Läuft die Kesselpumpe vom Start an des HV mit?
    Welche RLA ist verbaut und ab wann öffnet sie?


    Das sind alles sachen die dazu beitragen können das es zu so einem Schadensbild kommen kann!


    Gibt es noch mehr Fotos?

  • Hallo Hans-Peter!


    Ich habe zwei Theorien:


    1.)
    Auf Deinem Foto schaut es aus, als hätte da schon mal jemand geschweißt und die schlechte Schweißnaht ist undicht geworden. Wäre das möglich? Hat man vielleicht seitens HDG versucht, einen Ausschusskessel zu retten?


    2.)
    Dein Kessel wurde aus irgendwelchen Gründen (unsachgemäße Verrohrung etc.) nicht richtig entlüftet und Du hattest dort eine große Luft- oder Dampfblase. Folglich keine Kühlung und Überhitzung.


    Ich würde jetzt erstmal versuchen mit HDG auf Kulanzbasis einig zu werden (neuer Kesselgrundkörper).


    Wenn das scheitert, würde ich nach Klärung der Ursache einfach ein 10mm-Blech zurecht machen und dort aufschweißen.
    Kostet nix und geht schnell.
    Vorausgesetzt es ist die einzige schlechte Stelle an dem Kesselkörper.


    MfG


    Hans

  • Zunächt einmal danke an alle für die Antworten :)
    also verheizt wurde überwiegend Buche, allerdings auch mal Ahorn.
    Das Holz wurde immer ordnungsgemäß gespalten und getrocknet.
    Das Holz wurde natürlich nicht in Watte gepackt in den Kessel gelegt, natürlich auch nicht reingepoltert..ganz normal mit Menschenverstand in den Kessel gelegt.
    Ich möchte dazu erwähnen, dass sich der Kessel ansonstem in Tadellosen Zustand befindet. Er ist nirgends verzogen oder verbeult, an dieser Stelle an der sich der Riss bildete kommt auch nie Holz hin.
    Man kann es nicht Optimal erkennen, aber das ist im Prinzip ein feiner Haarriss, der dann wohl irgendwann aufberstete.
    Ich habe HDG am Sonntag angeschrieben, bisher kam noch nichts, deshalb dachte ich, ich wende mich mal an euch.
    Geschweist wurde er noch nie, ich denke wen ich den selbst schweiße, wird das warscheinlich nicht sonderlich lange halten, da der Kessel doch sehr dünnwandig ist.
    MfG

  • Welche RLA ist verbaut und ab wann öffnet sie?


    Und was ist mit dieser Frage? Die wurde noch nicht beantwortet.


    6mm Stahl rostet nicht einfach so durch

  • Moin Helmut


    Ich meine, ich hab mal im HTD gelesen, das die Kessel von HDG nicht überall 6mm haben.


    In der Bucht waren auch mal Euros zu verkaufen, die waren auch durchgerostet :blink:


    Gruß von Herbert

  • Moin Helmut


    In der Bucht waren auch mal Euros zu verkaufen, die waren auch durchgerostet :blink:


    Gruß von Herbert


    Tja, hätten die Euro´s ne funktionierende RLA, würde sie auch nicht so schnell durchrosten :blush: ;)

  • Ich hab mal bei einem Verkäufer nachgefragt, der sagte mir, HDG habe ihm unterstellt, mit zu feuchten Holz geheitz zu haben- na ja.... :blink:

  • Also da bin ich eigentlich anderer Meinung, nachdem erst kürzlich ein Atmos DC32 GS nach 6,5 Jahren auch durchkorrodiert war!


    Ganz konkret hinten im Füllraum etwa Handtellergroß von 6 mm auf gemessene 0,15 mm, NICHT auf der Wasserseite, sondern eindeutig auf der Füllraumseite!


    Und trotz guter trockener Buche und funktionierender RLA mit 68°C, als der Nutzer ein Scheit einwarf spritzte es Ihm entgegen

    Nur AUSSCHALTEN ist 100% sparen!

  • Hallo,


    Ich habe solche Materialauflösungen eigentlich nur in Zusammenhang mit dem Brennstoff gesehen.


    Ich war einmal (fangen so nicht alle Märchen an?) bei einem Spanplattenhersteller, der hatte diese Ablösungen im Material auch.
    Der TÜV hatte das untersucht und war der Meinung das ist mechanischer Abtrag ausgelöst durch eine Staubeinblasung.


    Tatsächlich hatte man aber nasse Rinde verbrannt und um die Feuerraumtemperaturen zu erhöhen hatte man zusätzlich die vorhanden Staubeinblasung eingeschaltet. Der Staub kam von den Sägen mit denen die Spanplatten zugeschnitten wurden. Dazu kam noch etwas besonderes, um den Leim zu den Spanplatten zu sparen hat man den Leim mit Salz verlängert. (Das war zu der Zeit als die Küchen aufquellten)


    Jetzt hatte man einen salzhaltigen Staub verbrannt, die Brenngase vermischten sich mit dem Wasserdampf der Rinde und das ergab salzsäureähnliche Verbindungen.
    Das führte zu Materialablösungen an den Rohren.


    Wurde dann nachher auch vom TÜV so bestätigt.


    Also, was wurde verbrannt, sollte auch eine Frage sein.


    mfg
    HJH


  • Also, was wurde verbrannt, sollte auch eine Frage sein.


    na das schreibt er doch:



    Quote from "HPB"

    also verheizt wurde überwiegend Buche, allerdings auch mal Ahorn.
    Das Holz wurde immer ordnungsgemäß gespalten und getrocknet.
    Das Holz wurde natürlich nicht in Watte gepackt in den Kessel gelegt, natürlich auch nicht reingepoltert..ganz normal mit Menschenverstand in den Kessel gelegt.

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