Hallo,
seit September 2012 betreibe ich einen Attack DPX25 Profi. Im Vorfeld hatte ich mich schon informiert über mögliche Probleme
und Tricks diese zu umgehen. Es ist halt kein 8000€ Kessel; aber das liebe Geld... .
Also habe ich vor der ersten Inbetriebnahme die Luftführungen ausgebaut. Mit der Zeit hatte ich den Dreh ganz gut raus, aber
es war sehr heikel die Äbbrände ohne Rumoren oder Verpuffungen hinzubekommen. Unter Null Grad muß ich morgens und abends anfeuern
um die 3000l bei Laune zu halten. An Übungsmöglichkeiten mangelte es daher nicht.
Was mich aber sehr störte war, das wenn zuviel Holz drin war es zu Verpuffungen kam, das Gleiche passierte auch wenn der Ventilator abschaltete;
es kam zu Verpuffungen und der Keller wurde unangenehm mit Rauch infiltriert. Außerdem konnte ich den Kessel nie mehr als halbvoll mit Holz machen ansonsten
spielte er "Wilde Sau" bei dem sich im Kopf unweigerlich Fluchtgedanken breit machten, weil so ein tiefes Grollen und die Verpuffungen eher an eine
Drachen erinnern als an eine Zentralheizung.
Meine Vermutung: die Luftführungen. Ich baute diese anfang des Jahres 2014 wieder ein. Das Problem beim abschalten des Propellers blieb - Rauch dringt
aus der Primärluftklappe aus. Hmmmmm aber eine andere Beobachtung machte ich: Der Kessel arbeitete viel ruhiger als vorher. Toll also mehr Holz reingelegt
und abbrand gestartet - kein Problem, keine Verpuffung kein Grollen. Super den Kessel mit 33 Scheiten bis obenhin vollgelegt angezündet und
beobachtet - kein Problem.
Meine Vorraussetzungen: trockenes Buchenholz, 33cm Länge (passt dann auch in Kachelofen), Vollmar Steuerung, Zugbegrenzer, Oventrop auf 62°,
3000l Puffer
Mein Fazit: In meinem Fall sind die Lüftführungen absolut sinnig, ohne diese ist der Kessel sehr heikel im Betrieb. Beim anheizen die Tür erst nach ca.
100 min aufmachen wenn die Abgastemperatur fällt, egal was sich wie anhört, ausser das Feuer ging aus(mir noch nie passiert). Wird die Anheizklappe geöffnet steht
in sekunden der ganze Haufen in Flammen, es wird zuviel Holzgas frei und der Ofen braucht 10 - 20min bis er sich wieder beruhigt hat. Sehr
kontraproduktiv. Nach den 100 min habe ich einen großen Gluthaufen, entweder verteile ich ihn gleichmäßig und warte noch ein wenig
mit dem Nachlegen oder ich fülle sehr vorsichtig das Holz ein ohne die Düse zu verstopfen. Die beste Möglichkeit: Düse freimachen und
den Ofen vollegen. Tür zu und der Ofen brennt auch diese Tour problemlos ab und die Speicher sind bei ca. 80°.
Dies sind meine Beobachtungen und Schlußfolgerungen und haben keine Allgemeingültigkeit, desweiteren möchte ich niemand seine Umbauten, Einstellungen
usw. madig machen.
Viele Grüße
Dirk