Brennkammer umgedreht einbauen ?

There are 13 replies in this Thread which was already clicked 8,662 times. The last Post () by Martin2.

  • Ich wollte mir ja eigentlich eine große Brennkammer selber bauen. Als ich darüber nach gedacht habe wie ich es am besten anstelle kam mir heute eine ganz andere Idee. Jedoch bevor (wenn überhaupt) ich das umsetzte würde ich gern noch ein Paar Meinungen von euch hören. Mir kam in den Sinn die Brennkammer mit der Verschlossenen Seite zur Tür ein zu bauen. Damit Geht das Abgas erst mal nach hinten. Mit einem Blech das so eingebaut ist dass der untere Raum in der Höhe in der Mitte teilt wird das Abgas aber daran gehindert direkt durch die Wärmetauscher zu gehen und geht dann Seitlich an der Brennkammer nach vorne. Das Blech muss an der Tür natürlich so enden das das Rauchgas zwischen eingesetztem Blech und der Tür in die untere Hälfte strömen kann und dann nach hinten zu den Wärmetauschern.


    Um es etwas verständlicher zu machen habe ich mal was gezeichnet und hoffe das es dadurch auch wirklich verständlich wird.





    Wurde über so etwas schon mal Diskutiert oder hat das schon mal einer in die Tat umgesetzt?

  • Hallo,


    Du hast bei einem Umbau eigentlich augenscheinlich Gegensätzlichkeiten zu beachten.


    Zusätzliche Einbauten verringern oft den Ausbrandraum der Gase.
    Halten aber die Verbrennungstemperatur aufrecht bei schwankender Verbrennung welche bei dem Brennstoff Holz grundsätzlich vorhanden ist.
    Verkleinerter Raum erhöht aber die Gasgeschwindigkeit und damit gibt es kürzere Verweilzeiten welche du aber zum vollständigen Ausbrand benötigst.


    Höhere Temperaturen, bis zum Punkt vor der Schlackebildung, verbessern die Verbrennung.
    Höhere Temperaturen haben ein höheres Volumen und damit auch wieder höhere Geschwindigkeiten im gleichen Ausbrandraum. Damit werden dann die Verweilzeiten wieder kürzer.


    Will man die Verweilzeiten ändern kommt man schnell dazu auch evtl die Heizflächen abzukleiden. Dieses wieder erhöht die Abgastemperatur.


    Nur Verweilzeiten im heißen Bereich, ohne Wärmeabgabe an Heizflächen, führt zu eine besseren Verbrennung.


    Verweilzeiten lassen sich durch tangentiale Einströmung verlängern. (z.B. macht das die Fa. KÖB)
    Dieser Drall im Gasstrom verliert sich aber sehr schnell, wenn mit einer anderen, verkleinerter, Last (kleineren Gasmengen) gefahren wird.
    Dann ist nichts mehr mit schön auf Werbebildern gezeichnetem Drall!


    Jetzt wünsche ich gutes Nachdenken!


    mfg
    HJH

  • das wurde schon so gemacht, also mit einschränkungen.


    dazu hat man die bk mit der öffnung nach vorn benutzt und horizontal geteilt.
    den oberen bereich hat man verschlossen.
    dadurch mussten die gase von oben, nach hinten, nach unten und dann nach vorn.

  • das wurde schon so gemacht, also mit einschränkungen.


    dazu hat man die bk mit der öffnung nach vorn benutzt und horizontal geteilt.
    den oberen bereich hat man verschlossen.
    dadurch mussten die gase von oben, nach hinten, nach unten und dann nach vorn.


    Ich geh mal davon aus dass das Resultat nicht gut war, oder weshalb wurde das sonst nicht "weiter Entwickelt" und hat sich die große Brennkammer durchgesetzt? Die von dir beschriebene Variante hat auf jeden Fall den Nachteil das die Brennkammer sehr klein wird da diese geteilt wird.

  • Ich geh mal davon aus dass das Resultat nicht gut war, oder weshalb wurde das sonst nicht "weiter Entwickelt" und hat sich die große Brennkammer durchgesetzt? Die von dir beschriebene Variante hat auf jeden Fall den Nachteil das die Brennkammer sehr klein wird da diese geteilt wird.


    BinJoc - Wie kommst Du DARAUF???


    ich betreibe meinen ATMOS seit Januar 2013 mit geteilter Brennkammer
    - siehe ...KLICK... im alten ATMOS-Forum
    - funktioniert bestens -


    Wirkungsgrad liegt bei mir bei mir bei 4,55kWh/kg beim letzten Abbrand (14.11. ... 16.11.)


    verbrannt hab ich in diesem einen Abbrand 221,1kg Buchenholz,
    solar getrocknet auf 7% Restfeuchte


    Brenndauer 50h


    Resultat
    911kWh am Wärmemengenzähler am Holzvergaser
    96kWh am Wärmemengenzähler am Brennwertkühler
    ergibt in Summe 1007kWh die laut den Wärmemengenzählern im Puffer-Wasser landeten


    2011 startete ich mit 2,8kWh/kg
    heute sinds 4,55kWh/kg


    Abgastemperatur nach Brennwertkühler um die 35°C, Restsauerstoff im Abgas 2%


    Die geteilte Brennkammer ist hierfür nur ein Baustein
    Aber sie ist ein Weg den schamottierten und damit heissen Abbrandweg DEUTLICH zu verlängern
    Damit ist die Verweilzeit im heissen Bereich und die Brenngasverwirbelung deutlich höher
    Als Resultat kann ich mit viel kleinerem Restsauerstoff fahren UND die CO-Werte sind erheblich geringer
    Wie man das beim VIGAS am geschicktesten konstruiert - das weis ich nicht -
    Wichtig ist dass im gesamten Abbrandweg KEINE Kühlbleche sind - NUR Schamott. Dass das Brenngas auf dem gesamten Weg durch die Brennkammer stets heiss bleibt. Die Leistung des Kessels muss man dabei an die neue Brennkammer anpassen. In meinem Fall reduzieren von 50kW auf 25kW - so dass die Temperatur am Brennkammer-Ausgang im Bereich um die 850°C liegt. Höhere Temperaturen gehen nur aufs Material und bringen nichts als Verschleiss... Niedrigere Temperaturen als 700°C verschlechtern den Abbrand. Drum ist der Temperaturbereich ab 750° aufwärts bis 900°C gut. In meinen Augen sind 850°C am Brennkammerausgang das Optimum


    in meinem ATMOS läuft das wunderbar


    Bernhard

  • Mein Gedanke war dass wenn die Brennkammer umgedreht wird das heiße Abgas nicht unnütz vorne gegen die Tür prallt und die so heiß wird das man sich bei der kleinsten Berührung die Finger verbrennt. Sondern die Hitze zuerst nach hinten geht wo der Ofen Wasser hat. Über die Folgen hab ich bis Gestern nicht nach gedacht. Man könnte auch trotzdem eine große Brennkammer bauen und die Verkehrt herum einsetzen. Nur sollt sie halt nicht breiter sondern nur runter bis zum Boden reichen weil man Seitlich ja für 2 Rauchwege Platz brauch. Des weiteren war die Überlegung wie ich den Weg vom Rauchgas verlängern kann ohne den Ofen mit ner Flex in 2 Stücke zu schneiden und ein Stück ein zu setzten. Mit der umgekehrten Brennkammer würde sich der Weg um 50 cm verlängern wobei dabei wieder das mit der Strömungsgeschwindigkeit kommt. Nur weil der Weg länger wird muss der Rauch ja nicht gleich länger im Ofen sein. Zumindest hab ich das so aus HJH`s Beitrag gelesen. Jetzt ist halt die Frage was mehr Temperatur aus dem Rauch zieht bzw. bei welcher Variante der Rauch länger im Ofen Bleibt.


  • BinJoc - Wie kommst Du DARAUF???


    ich betreibe meinen ATMOS seit Januar 2013 mit geteilter Brennkammer
    - siehe ...KLICK... im alten ATMOS-Forum
    - funktioniert bestens -


    Es kann auch nur so aussehen als ob. Aber so wie es mir scheint hat der Atmos unten wo sich die Brennkammer befindet von Haus aus viel mehr Platz. Da lässt es sich viel einfacher umsetzen die Brennkammer zu teilen und trotzdem der Flamme genügend Raum für eine vernünftige Verbrennung zu lassen. Ich lass mich aber in dem Punkt gern eines besseren belehren. Ich hab nämlich bis jetzt noch keinen Atmos in echt gesehen.

  • Mein Gedanke war dass wenn die Brennkammer umgedreht wird das heiße Abgas nicht unnütz vorne gegen die Tür prallt und die so heiß wird das man sich bei der kleinsten Berührung die Finger verbrennt. Sondern die Hitze zuerst nach hinten geht wo der Ofen Wasser hat.


    Das ist für die Flamme alles andere als optimal
    da die kalte Kesselwand so nahe an der Düse nur zur unvollständigen Verbrennung und damit hohen CO-Werten führen kann...
    Tut zudem dem Kessel nicht gut - würde vermutlich an dieser Stelle durchbrennen


    Das Ziel beim Bau einer Brennkammer muss vorrangig sein
    1.) gute Durchmischung der Gase (Verwirblung)
    2.) lange Verweilzeit im heissen schamottierten Bereich
    das führt zu einem guten Ausbrand der Gase


    Bernhard

  • Dazu kann ich auch etwas beitragen. Ich habe ja im Brennraum an den Seiten diese Umkehrteile
    eingebaut. So nun fahre ich mit einer 50 mm Bohrung am Gebläse 100%.
    Nur das Abgas hat dann ca 200 ppm CO !
    Jetzt hab ich auf 33mm den Gebläseeingang reduziert und man kann es fast nicht glauben,
    CO geht runter bis auf 0 ppm . Also ist da mit der Leistung eine Bremse gesetzt, mit der
    Größe der Brennkammer, verweilzeit.
    Ich könnte aber etwas mehr fahren anhand der Abgastemperatur.
    Die Seitenteile kann ich aber einfach rausziehen.
    Für die nächste Abgasmessung ist mit den Teilen natürlich optimal.
    Grüße Martin

    Soli 25 E 2000 l Puffer Solar 8,9m2 Röhren
    Plattentaush. Friwa eigenbau
    Flamtronik 2Gebl. Konr. Dimmer.
    HKS u. EigenDüse Gr. Brennk. Eigenbau
    CO Messung


  • Sorry. Da komm ich nicht mit. Das mit der Bohrung kenn ich aber was meinst du mit Umkehrteile? Und was hat 200 ppm CO bzw 0 ppm mit der Lage der Brennkammer zu tun? Kannst du das bitte für nen Landschaftsgärtner verdeutschen?

  • Also Aus der Düse nach unten, dann nach vorne, kann nicht raus, geht an den Seiten nach hinten, kehrt um
    und geht nach vorne raus. Alles am glühen, nur wenn die leistung zu groß wird steigt das CO
    wieder an.
    Hab ein Bild angehängt.
    Kann ich aber einfach rausziehen, dann ist die Brennkammer wieder größer.
    Das vordere Teil zum verschließen passt dann auch noch und an den oberen Ecken kann das Abgas
    noch raus.
    Grüße Martin

  • :ohmy: ! ! ! WAS FÜR NE BRENNKAMMER ! ! ! :woohoo:


    Da fällt mir nichts mehr dazu ein, außer die obligatorisch Frage. Und das Brennt vernünftig?



    Mit 33 mm Öffnung an dem Prim. Gebläse 100% CO bis auf 0 ppm also alles
    verbrannt, nichts mehr zu messen. Mehr luft und CO steigt.
    Grüße Martin

    Soli 25 E 2000 l Puffer Solar 8,9m2 Röhren
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    CO Messung

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