Lufttrennung - Lambda kann kommen ?!?

There are 8 replies in this Thread which was already clicked 5,983 times. The last Post () by CBurnK.

  • So, ich habe es dann auch getan, und habe meinen alten
    Hoval Ventolyt Bj94/15kw auf Lufttrennung umgebaut.






    Der original Lüfter ist nun für die Primärluft zuständig.
    Der neue Lüfter hat 105W und bringt bis zu 450m³ Luft.



    Die ersten beiden Abbrände sind durch. Lief Alles in allem auch recht gut. Die AGT geht schneller
    hoch, da ja auch mehr Primärluft.
    An den geänderten Regelparametern , tobe ich mich natürlich noch ein bischen aus.





    Noch Regel ich Sekundär mit einem Poti, da Lambda ja noch fehlt.
    Irgendwie ändert sich mir da aber zu wenig. Früher mit den Stellschiebern, meine
    ich, mehr Änderung gesehen zu haben.
    Habe auch irgendwie das Gefühl, dass der Sekundär zuviel Luft bringt.
    Selbst bei sehr niedrigen Drehzahlen, sieht es irgendwie windig um die Flamme aus.


    Aber ohne LAmbda, ist das natürlich Alles nur Optisch.


    Schauglas



    Untere Türe offen




    Für Tipps und Anregungen, bin ich natürlich gerne offen.


    Grüße Burn

    150m² komplett saniert und gedämmtes Vollziegelhaus
    Hoval Ventolyt 15kW
    1600L Puffer
    12m2 VRK Südwest
    SPS S7 inkl. Visu

  • So,


    Knödler - Lambda ist bestellt.


    Regler ist schon fertig programmiert.



    Freu mich schon auf die erste Messung :)

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  • Hallo,


    Wie regelst du die beiden Luftströme?


    Mit Klappen oder über Drehzahlregelung der Gebläse?


    Hast du 3 OP's für Visualisierung?


    mfg
    HJH

  • Ja, beide Gebläse sind drehzahlgeregelt.


    Habe gestern den ersten Abbrand mit Lambda gefahren.
    Ziehe noch zuviel Falschluft, muss am Ofenrohr noch besser abdichten.
    Sekundärlüfter ist viel zu stark(105W). Der läuft ständig an der unteren Grenze.
    Wird erstmal eine Blende drankommen. Gefällt mir aber auf dauer wahrscheinlich nicht.
    Sonst Alles prima gelaufen. Regelt schön und sauber. Alles mit einer Komastelle, das ist schon schön.


    Habe 2 OP´s. 1xKüche (Tatsch :) ) 1xKeller im Schaltschrank (mehr so ein 4Zeilen OP) und einen
    Visu PC zum steuern und Daten aufzeichnen.


    Und da ich ein Jäger & Sammler bin, musste ich nur den Knödler-Regler und die Sonde kaufen.
    Hat mich jetzt insgesamt 200Eur gekostet.


    Gruß Burn

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  • Hallo,


    Ich hatte mir überlegt mit was sollte man das machen.


    Ich habe mich dann entschlossen beide Luftzuführungen mit Klappen zu regeln.


    Dir Primärluft läuft bei mir im Betrieb zwischen 15...70%, von halt 100%=Klappe offen.
    Die Sekundärluft läuft in einem Bereich von 0...60%.
    Das ist der wärend des Abbrennens gefahrene Bedarf!


    Mir war es wichtig die Luftmengen auch unter der Min-Drehzahl einer Lüfterregelung fahren zu können.


    Der Nachteil einer Klappenregelung ist der nicht lineare Luftdurchsatz.
    Läßt sich aber relativ einfach bei einer S7 erledigen.


    mfg
    HJH

  • Ja mit nem SPS Regler ist es eigentlich egal ob linear oder nicht.
    Er regelt ja stetig, bis der gewünschte Wert erreicht ist.


    Das mit den Mindest-Drehzahlen stimmt natürlich. Ist schon ein kleiner Nachteil.


    Mein Sekundär Lüfter kann runter bist 16%, bleibt der Wert dann 5Minuten immer noch über Soll, schaltet er ab.


    Das ist dann schon ein Totbereich.


    Bei Primär kann ich runter bis 30%, ab dann fängt die Flamme an, abzureißen. Ströhmung reicht dann nicht mehr.
    Also hier ist es nicht ganz so relevant.


    Die Entscheidung bei mir, es mit drehzahlgeregelten Gebläse zu machen, kam auch mehr daher, dass das Alles
    umsonst war. Da muss man dann mit leichten abstrichen Leben.

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  • Hallo,


    Die Aussage Stetigregler beschreibt NUR die Art des Ausgangsignales.
    Da wird im wesentlichen unterschieden ob Stetig- oder Schrittregler.


    Der Stetigregler hat als Stellsignal 10VDC oder 20 mADC.
    Der Schrittregler hat einen Relaisausgang.


    Bei beiden Signalen ist das ein Ausgangsignal mit linearem Verhalten.
    Die Luftfördermenge bei einem Gebläse ist linear der Drehzahl vom Gebläse.
    Da passt das lineare Ausgangsignal des Reglers als Drehzahlvorgabe.


    Weil 10% Änderung im Ansteuersignal auch 10% Fördervolumen bewirken.


    Das ist bei einer Klappe anders.
    Da hat man die größte Förderveränderung zwischen Zu und 50% Auf.
    Vergrößert man den Öffnungswinkel weiter, ist die Änderung wesentlich geringer.
    D.h. der Durchsatz einer Klappe ist Nicht linear.
    Das wir noch ungünstiger wenn man eine relativ zum Fördervolumen große Klappe einsetzt (Kvs-Wert).


    Deshalb MUSS man das Ausgangsignal des Reglers auf das Stellglied anpassen.


    ODER


    Man passt das Ventil oder die Klappe an.
    Bei einer Klappe macht man das schon mal über eine Kuvenscheibe.
    z.B. bei großen Industriebrennern.


    Macht man keine Anpassung fangen die Regler in unterschiedlichen Lastbereichen an zu schwingen.


    Mit freundlichen Grüßen / HJH

  • nabend Burn,


    HjH schreibt:
    "Weil 10% Änderung im Ansteuersignal auch 10% Fördervolumen bewirken.
    Das ist bei einer Klappe anders.
    Da hat man die größte Förderveränderung zwischen Zu und 50% Auf.
    Vergrößert man den Öffnungswinkel weiter, ist die Änderung wesentlich geringer.
    D.h. der Durchsatz einer Klappe ist Nicht linear.
    Das wir noch ungünstiger wenn man eine relativ zum Fördervolumen große Klappe einsetzt (Kvs-Wert).
    Deshalb MUSS man das Ausgangsignal des Reglers auf das Stellglied anpassen.
    ODER
    Man passt das Ventil oder die Klappe an."


    Ich habe Stellmotor und primBlende(Klappe/Schieber) "entkoppelt", mit Hebelarmen(an Motor u Drehschieber),
    bei 0volt ist ca 1/3 Querschnitt geöffnet, bei 10volt ist die notwendige "minimal" Luft möglich.


    Das ist ein Punkt,
    zwei weitere muß ich als schlichter Praktiker beachten :


    a.Beim Start (kalter Kessel und Schornstein) kann etwas "Zug" fehlen, ich brauche dann "mehr" Drehzahl
    b.Während des Abbrandes sinkt der "kvs-wert" im Füllraum kontinuierlich,
    der Gastransport steigt, trotz gleichbleibender Klappenstellung und Drehzahl


    Bei meiner Primluft-"Regelung/Steuerung" nehme von HB53 (26 Feb 2012) den Abbrand(schreiber1+3) als Vorlage :
    http://www.holzvergaser-forum.…d/&postID=54686#post54686
    möglichst wie Hartmut die notwendige BRT ohne "Überschwinger" erreichen
    (in der Startphase "öffnet" der LC die sekLuft, "mein" O2-Mangel verschwindet)
    wenn die BRT um ca 10% "überhöht" ist, kann ich die Drehzahl etwas senken
    im letzten Abbranddrittel hebe ich die Drehzahl nicht wieder an,
    die BRT wird nur noch mit Stellmotor/Schieber "moduliert"


    Da ich kein Interesse an kurzen Nachlegeintervallen habe, kann die Glut in der Endphase ruhig weiter belüftet werden (der Rest-O2-wert ist bei höherer Drehzahl höher)
    zum CO-Ablauf kann ich nichts beitragen, bei ruhiger Glut/Glutbelüftung ist wohl weniger CO in der Abluft.
    Harald Buß hat dieses "Ende" beim lüfterfreien Abbrand umgesetzt (Ledatronik, schmid SMR)


    Gruß Heinrich

    seit 2023 thermia10(12) soleWP

    seit 2024 eta20(30)

    .. 3100L Puffer.. + 300L-FriWa ..

    (gse40atmos2009)(1988viessmannÖl18kw)

    (LC.>Gust-Tronik>BR-Temp.Regler)

  • Vielen Dank für die Info´s.
    Aber so tief muss ich nicht gehen für meine Regelung.
    (Obwohl es teilweise in meinen Beruf fällt).


    Fahre da mehr die Praxis.
    Meinen SPS Regler kann ich in seinem Verhalten stark beeinflussen.
    Ich muss ihn so parametrieren, dass er sauber und schnell genug regelt, und dabei nicht schwingt.
    Ist der Wert höher als SOLL, wird weiter zu gefahren.
    Ist der Wert niedriger als SOLL, wird weiter auf gefahren.
    Mit einem Totband und guten Parametern, erreicht er das immer.


    Ich habe in meiner SPS auch viele Sachen programmiert, die zeitlich zum Abbrand bzw. Abbranddauer
    ihr verhalten ändern. Da ist dann auch eine erhöhte Primärluft im Anfangsbereich etc. überhaupt kein Problem.


    Gerade auch beim Solar, kann man das stark nutzen. Je nach Laufzeit meiner Solareinspeisepumpe (vom PWT zum Puffer), ändere ich mein Regelverhalten der solaren Einspeisung.

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