neue Heizungsanlage - Feedback erwünscht

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  • Hallo liebe Holzheizer,


    ich werde in Kürze eine neue Heizungsanlage bekommen und freue mich über jegliche Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge... ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum mit und freue mich über die vielen guten Ratschläge...


    Unser Haus ist Baujahr 1953, wärmegedämmt, Verbrauch bislang ca. 50.000 kwh Gas. Ein stillgelegtes Hallenbad soll in den nächsten 2 Jahren in Betrieb genommen werden, nicht unbedingt ganzjährig mit Wohlfühltemperatur, aber zumindest so von März bis Oktober... Der Verbrauch wird sich dadurch in etwa verdoppeln, soweit die Kalkulation vom Energieberater.


    Aus Gründen des Komforts wird es weiterhin eine Gas-Therme (36 kw) geben, dies bitte bei Eurer Einschätzung zu Puffergröße und Leistung des Holzvergasers berücksichtigen. Es ist nicht der Plan "um jeden Preis ohne Gas auszukommen".


    Angeschafft werden soll ein Windhager Premium mit 36 kw und automatischer Zündung, zwei Pufferspeicher mit je 1.500 Liter und knapp 40 qm Röhrenkollektoren mit Süd-Ost Ausrichtung. Frischwasser über eine externe Frischwasserstation, Solarsystem mit Systemtrennung mit externem Wärmetauscher und 3 Einspeisepunkten Vorlauf und zwei im Rücklauf, Heizkreise alle mit gleicher Temperatur auf Speicher 1 und/oder Gastherme, VL Temperatur errechnet sich aus der höchsten Anforderung aus Heizkreis 1, 2 oder 3. Die Friwa zieht aus Speicher 1 mit der jeweils höchsten Temperatur, mit einer Vortemperaturbegrenzung.


    Die Puffer haben keinen internen Wärmetauscher, das sieht in der Zeichnung vielleicht irreführend aus.


    Steuerung über TA (die neue UVR).


    Welche Infos benötigt Ihr sonst noch, um Euch einen Eindruck zu machen?


    Eine kurze Einschätzung von den Experten hier wäre auf jeden Fall sehr hilfreich, wo sind ggfls. Probleme zu erwarten, wo sind Optimierungen drin, an was muss jetzt bereits gedacht werden um später besser anpassen zu können usw...


    Danke und viele Grüsse,
    Matthias

  • Ergänzung:


    Das Haus wurde vor 3 Jahren auf Fussbodenheizung umgerüstet, kommt also mit niedrigen Temperaturen aus. Die Heizkreise 1+2 heizen das Haus, Heizkreis 3 die Schwimmhalle und das Schwimmbad.


    vg Matthias

  • Also ich bin alles andere als ein Fachmann, aber von den Demensionen die Du hier beschreibst, ist der HV zu klein und auch die Puffergröße viel zu klein.
    Aber das ist nur im Vergleich zu meiner Anlage.
    Ich plane 35 Kw für 90 m² und auch 3000 Liter Puffer.
    Gruß Lars

  • Hallo,


    Du solltest deine Heizlast einmal feststellen, bezogen auf die tiefste Außentemperatur.


    Mit freundlichen Grüßen / HJH

  • Hallo zusammen,


    die Heizlast hat der Energieberater auf 46 kw gerechnet, die Gas-Therme wird auch 46kw haben, nicht 36 kw, hab mich vertan...


    Das ist aber in einem Szenario mit ganzjähriger Schwimmbad-Nutzung gerechnet worden, was aber nicht beabsichtigt wird (ok es wäre theoretisch machbar, aber mit kräftig viel Gas-Verbrauch).


    Also wie schon gesagt, die Anlage darf bei Minus 10 Grad ruhig schonmal etwas Gas verbrennen, quasi mit der Gas-Therme als Spitzenlast-Gerät... Wir sind hier im Rheinland im Flachland, dicht besiedelt, wenig Wind... wird also selten nötig sein.


    Was haltet Ihr denn von dem Hydraulik-Plan ?


    viele Grüsse
    Matthias

  • Und nochwas, der Windhager hat sehr viel Füllraum-Volumen (226 Liter), und wenn beim Beladen noch Restwärme im Puffer ist, dann nutze ich die Anzündautomatik (sprich Zündung erst früh morgens, wenn die Puffer dann leer sind).


    Beide Faktoren sollten dabei helfen, Komfort auch ohne 5.000 Liter Puffer zu haben.


    vg Matthias

  • Der großer Windhager hat 50kw, aber den gleichen Füllraum, also die gleiche Holzmenge, die nur schneller abbrennt. Würde nur Sinn machen, wenn ich auch mehr Puffer hätte, aber da bin ich platzmäßig begrenzt...


    Ansonsten lieber die 36kw, das Holz brennt langsamer ab, und es wandert mehr Energie direkt im Haus statt im Puffer...


    gruss Matthias

  • Hallo,


    Mal ne Frage, von wem hast du denn den Vorschlag das so zu machen?


    Ab ca. 0° C Ausentemperatur wir nichts mehr in den Speicher geladen, es sei denn der Brenner läuft mit.
    Kann ja auch Absicht sein.


    Trotzdem sollte der Speicher schon wegen der Röhren mindestens 1000 Ltr. größer sein.
    Aber mindestens so groß, das eine Füllraumladung in den Speicher passt.


    Die Einschaltung des Brenners sollte dann überlegt gemacht werden.
    Auf alle Fälle aber auch über den Speicher fahren.
    Speicher aber > 300 mm dämmen.i


    Die Solaranlage würde ich über ein Schichtladerohr auch über den Speicher führen.
    Dazu sollten die Speicher aber parallel verschaltet werden.
    Im Sommer evtl. Umschaltbar direkt ins Schwimmbad.


    Dein Gaskessel sollte auf alle Fälle ein Brennwertkessel sein.
    Die Anbindung des Kessels an den Speicher würde ich auch ändern.
    Deine Hydraulik ist mit einem "schwarz/weiß"-Denken gestrickt worden.


    Genug gemeckert, das wäre es mal für's Erste.


    Mit freundlichen Grüßen / HJH

  • Also ich bin alles andere als ein Fachmann, aber von den Demensionen die Du hier beschreibst, ist der HV zu klein und auch die Puffergröße viel zu klein.
    Aber das ist nur im Vergleich zu meiner Anlage.
    Ich plane 35 Kw für 90 m² und auch 3000 Liter Puffer.
    Gruß Lars


    hast du keine Wände im Haus? Nur Glas?
    Hab 9x10,5 und oben auch, aber nur wärme von unten, wenig oben beheizt.
    Habe 25 KW und 2000 l Puffer , heize im moment alle drei Tage.
    30 cm Ytong und 8cm Styropor. ist nach innen atment. letzten Winter 4,5 rm Buche und Fichte gemischt.
    Denk an Fenster und Isolierung, mehr kann man nicht sparen, mit 300 Eur im Jahr komme ich aus.
    Grüße Martin

    Soli 25 E 2000 l Puffer Solar 8,9m2 Röhren
    Plattentaush. Friwa eigenbau
    Flamtronik 2Gebl. Konr. Dimmer.
    HKS u. EigenDüse Gr. Brennk. Eigenbau
    CO Messung

  • Das Schwimmbad könnte man im Winter auch zum Heizen nutzen und Schlitschu laufen,
    im Frühjahr mit Solar wieder auftauen und Schwimmen. Ist aber eine Wärmepumpe fällig.
    Mit den Tauschern in den Puffern hab ich es nicht, besser sind dann Plattenwärmetauscher,
    dann kann man das Solarwasser dort reinfahren wo es den meisten Nutzen bringt. Erste , zweiten
    Puffer obenMitte unten, im Winter zweiten in der Mitte zum Vorwärmen für den HV, dan kommen noch ein paar KW ind den Puffer die man nicht mit Holz heizen muß.
    Ein Schwimmbad ist ja ser schön. aber viele haben das Wasser raus. Beim älter werden wird
    das dann nicht genug genutzt.
    Man könnte dann Garnelen züchten , hätte dann bestimmt das Holz gratis und noch was über.
    Aber nimm es nicht zu ernst. Man lebe seinen Traum.
    Die Puffer ohne Einbau sind recht was günstiger, gibt es mit 4 und mit drei Anschlüßen in der Höhe. Die mit drei hat der Prinz, braucht man weniger Anschlüße blind setzen.
    Ein Audehnungsgefäß am hinteren Puffer langt und ein kleines für Solar.
    Das ist so eine komplexe Sache und kann auf verschiedene Arten gelöst werden.
    Jeder schwört auf sein System. Funktionieren tun sie alle. Man muß das für sich passende
    finden. Großer HV und viel Puffer bringen lange Heizpausen, Große Heizkörper und Fußboden ,
    Wandheizung bringen kälteren Rücklauf und dadurch mhr verwertbare Energie in den Puffern.
    Nachts wenn man schläft arbeitet das Gehirn weiter, man hat morgens meist die Lösung.
    Grüße Martin

    Soli 25 E 2000 l Puffer Solar 8,9m2 Röhren
    Plattentaush. Friwa eigenbau
    Flamtronik 2Gebl. Konr. Dimmer.
    HKS u. EigenDüse Gr. Brennk. Eigenbau
    CO Messung

  • Hallo HJH,


    danke erstmal für Dein ausführliches Feedback. Ich muss zugeben, dass ich nicht alles komplett verstanden habe...


    Also am Montag werde ich nochmal bis auf den letzten Zentimeter nachmessen, aber ich fürchte dass mehr Puffervolumen nicht bei mir reinpasst. Vielleicht als Sonderanfertigung, aber ich glaube eher nicht...


    Ich frage mich aber, ob es nicht ein vertretbares Problem ist, wenn keine komplette Füllraumladung in den Puffer passt... Ich denke halt dass der Abbrand doch immerhin bis zu 8 Stunden dauert, und in der Zeit konsumiert mein Haus doch auch "ein Drittel Tagesbedarf", dann ist der Abbrand fertig und der Puffer voll. In der Übergangsjahreszeit könnte ich ein paar Scheite weniger auflegen oder auf Nadelholz umsteigen, da würde ich dann solange herumprobieren, bis ich die richtige Befüllung drauf habe...


    Dass der Gasbrenner mitläuft, kann vorkommen (Komfort / Bequemlichkeit). Solange ich aber "fleissig" bin, sollte es eigentlich fast immer ohne Gas auskommen. Beispiel: wenn ich im kalten Winter sogar 1 x morgens UND 1 x abends Holz nachlege, dann sind das 915 kw/h über den Tag verteilt, da wird es nur wenige Tage im ganzen Jahr geben, wo ich damit nicht auskomme...


    HJH, woran dachtest Du bei der Formulierung "die Einschaltung des Brenners muss überlegt gemacht werden". Also an was speziell würdest Du da denken?


    Und Duch schreibst "die Anbindung des Kessels an den Speicher würde ich auch ändern". Was würdest Du denn dabei ändern? Keine Direktanbindung an die Heizkreise, sondern immer über den Puffer gehen?
    Aber schon in 2 verschiedene Temperatur-Zonen oder?


    vg Matthias


  • Mit den Tauschern in den Puffern hab ich es nicht, besser sind dann Plattenwärmetauscher,
    dann kann man das Solarwasser dort reinfahren wo es den meisten Nutzen bringt. Erste , zweiten
    Puffer obenMitte unten, im Winter zweiten in der Mitte zum Vorwärmen für den HV, dan kommen noch ein paar KW ind den Puffer die man nicht mit Holz heizen muß.


    Hallo Martin,


    danke, aber die Zeichnung ist da irreführend, es gibt einen externen Plattenwärmetauscher, keine Tauscher in den Puffern (hatte ich in meinem ersten Beitrag beschrieben).
    Zum Reinfahren sind bislang 3 Stellen vorgesehen (siehe Plan). Du würdest demnach mehr empfehlen...?


    viele Grüsse
    Matthias

  • Hallo,


    Ich habe noch einmal nachgeschaut, das ist aber alles in deutsch geschrieben, ich kann auch eigentlich nichts anderes.
    Du musst sagen wo ich etwas unverständlich bin. Kann mit 68 ja passieren, da nuschelt man manchmal.


    Also ein Abbrand mit 8 Stunden halte ich für ein Gerücht.
    Ein HV wird IMMER mit Nennleistung betrieben weil dabei ein Wirkungsgrad mit einem vernünftigen Kompromiss gefahren werden kann.


    Du wirst auf 4...6 Stunden kommen mit 1 Füllung.


    Wenn das stimmt mit den 50 kW Heizlast, dann benötigst du 1200 kWh pro Tag.
    Das sind dann aber nicht "ein paar Scheite".
    Unter oder um 0°C wirst du den Brenner immer einschalten müssen bei einem HV von 36 kW.


    Was meinst du mit 915kW/h?
    Es gibt kW oder kWh aber keine kW/h!


    Mit überlegt machen meine ich, das du bei dieser Leistung von 50kW (wenn das mal stimmt) das schon nicht mehr mit normalen Dimensionen zu tun hast.
    Ich habe ca. 8...9 kW Heizlast bei 245m2 Wohnfläche. Das ist schon viel.


    Du solltest den Speicher als eine große Temperaturzone betrachten .
    Wo die Wärme eingeschichtet wird.


    Du solltest einmal nach HJH hier im Forum suchen.
    Ich habe hier einige Excel Tabellen und Hydraulikpläne hinterlegt.


    Leider kann ich weiter keine Angaben machen da ich keinen Zugriff auf meinen PC habe.
    Erst Ende Februar wieder.


    Mit freundlichen Grüßen / HJH


  • Du hast Recht, ich habe gerade folgendes in der Bedienungsanleitung gefunden:
    Brenndauer bei Nennlast / Teillast: 6,3 h /14,6 h
    Teillast wollen wir aber nicht...


    Bei den kleineren Logwins ist es aber noch extremer: der LPW 180 hat 10,3 Stunden Brenndauer angegeben, bei Volllast. Großer Füllraum, kleine Leistung, hat ja Vorteile...


    Also 50 kw Heizlast werden es niemals... wie geschrieben, der Energieberater hat mehrere Szenarien durchgerechnet, und im größten war das Hallenbad ganzjährig beheizt, da waren es 46 kw. Dieses Szenario ist aber unrealistisch, der Pool wird in den Monaten auf Wohlfühltemperatur beheizt, wenn die Sonne kräftig mitspielt.


    viele Grüsse
    Matthias

  • Hallo Matthias,
    du schreibst:
    ""Teillast wollen wir aber nicht...


    Bei den kleineren Logwins ist es aber noch extremer: der LPW 180 hat 10,3 Stunden Brenndauer angegeben, bei Volllast. Großer Füllraum, kleine Leistung, hat ja Vorteile...""


    sieh dir den sekundären Brennraum(untere Kammer) der Kessel an,
    EINE BrennraumGRÖSSE = "Volllast" >>20 >50...
    die Windhager haben den Reglerfühler am Brennraumausgang sitzen,
    mit dieser sehr direkten Regelung kann man die Brennraumtemperatur recht einfach "bestimmen".


    Bei meinem Atmos(40er) habe ich zusätzlich den Gasdurchsatz gebremst,
    Wirbulatoren zwischen Brennraum und Lüfter,
    mit meinem 160-170L Füllraum komme ich auf ca 8.std Abbrand, 6.kg Holz/std.
    unser Halbmeter-Brennraum ist vom 25gse bis 70gsx eingebaut,
    solange "Time,Temperature,Turbulence" im Brennraum stimmen,
    sehe ich beim großen Füllraum und reduzierter Leistung, langer Abbranddauer, keine Probleme.
    Windhager macht das seit gut drei Jahren, scheint zu funktionieren...


    auf seite 7, "die neue Holzvergaserregelung"
    hat Köriser(Olaf) über seinen Vigas und seine Regelung(Mantelfühler-TypK) berichtet (2009/10).
    HBuß hat zwei "direkte" Regler für den "Naturzug" entwickelt : Ledatronic u Schmid Multi-Regelung - SMR


    dieses "windhager"-Reglerprinzip läßt sich nach der Startphase und schließlich
    in der Holzkohlephase einfach umsetzen, ich habs auch geschafft...
    Lüfterdrehzahl und Klappenstellung in der Startphase sind für mich etwas schwieriger, aber einstellbar.
    Für professionelle Techniker, Hersteller ist das sicher kein Problem, siehe Windhager....


    Gruß Heinrich

    seit 2023 thermia10(12) soleWP

    seit 2024 eta20(30)

    .. 3100L Puffer.. + 300L-FriWa ..

    (gse40atmos2009)(1988viessmannÖl18kw)

    (LC.>Gust-Tronik>BR-Temp.Regler)

  • Dann sag doch einmal wie groß die Heizlast wirklich ist.


    Mit freundlichen Grüßen / HJH

  • erstmal der mein "Puffernachtrag"...
    ich habe 2009 meine "neuen" 2x 1000 L Puffer im 1.stock über dem Heizungs/Kessel/HWraum
    aufgestellt(zwischen AZ und Bad), mit den vorhandenen 2100 L in Reihe "geschaltet".
    wenn du ca 3-4m2 Fläche "entbehren" kannst, wären 2x 1000 L mehr möglich.


    HJH,
    Heizlast kenn ich nicht...
    der Öler(18kw) hatte auch in "Wintern" immer noch seine Pausen, der ist nie durchgelaufen.
    2012/13 habe ich eine "harte" Woche mein Brennholz gewogen :
    pro Stunde waren das ca 3,5 Kg Holz.
    Mit 6kg/h ist mein Kessel also "überdimensioniert",
    der max "Holzlastfall"(3,5 kg) ist bisher nicht wieder da gewesen...


    Ich kann meinen "Brennerstart" gut "schieben",
    unter 0°C AT so über 120 kg Holz in Puffern und direktem Verbrauch "verwerten",
    ein Start > 2-3 mal nachlegen...
    Abbrandzeiten unter 8.h wären da etwas hektisch....


    [Mischholz, eigene Produktion (Fichte, Kiefer, Birke, Eiche, Hainbuche, Robinie, Eberesche),
    von brauchbar bis Totholz, o,3 km Transportweg in den Füllraum]


    Gruß Heinrich

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