Holzvergaser im Doppelhaus

There are 12 replies in this Thread which was already clicked 7,890 times. The last Post () by SignorRossi.

  • Hallo erstmal ins Forum, ;)


    Lange Zeit war ich hier unangemeldeter Mitleser - damit ist es jetzt vorbei. B)


    Der Anlass ist folgender, in diesem Sommer (2015) soll ein Holzvergaser die vorhandene Ölheizung weitgehend "ersetzen". Der Grund warum ich mich nun hier angemeldet habe ist, dass ich ein wenig über den Fortschritt berichten möchte, so das auch andere davon profitieren können wie man mit so einem, nennen wir es mal Projekt zum Abschluss kommt oder womöglich Mist baut (3x auf Holz klopf :whistle: ). Aber natürlich habe ich auch noch ein paar Punkte die noch nicht ganz geklärt sind und es werden sicherlich auch noch welche auftauchen bei der mich evtl. jemand von euch unterstützen mag.


    .... dann steige ich auch gleich mal mit einer Menge Text ein.


    Also darum gehts:



    Bestand:
    --------


    Gebäude Bj. 1928 als Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Stall, Heuboden etc.)
    Vor längerer Zeit Umbau zum Doppelhaus (2 Wohnungen, also ganze Familie)
    Gesamt: 290m^2 beheizte Grundfläche (nicht Wohnfläche!)
    Diverse "Energetische Modernisierungen" - natürlich weit von einem aktuell als modern zu bezeichnenden Standard entfernt sind.


    Wohnung1:
    Ölbrenner 22kw (Bis das der Rost uns scheidet....)
    Kaminofen
    Brauchwasserwärmepumpe (BWWP) Dimplex, 270l Speicher
    Photovoltaikanlage 5 kWp
    Heizflächen: Heizkörper


    Wohnung 2:
    Reine Einzelraumheizungen (Holz, teilw. Elektroradiator), bisher teils ganz ungenutze (Wohn-)flächen


    Planung:
    --------


    Wohnung 1:
    Keine Änderung an Heizflächen
    Kaminofen bleibt erhalten


    Wohnung 2:
    Hier wird noch ein Teil umgebaut.


    Moderninisierung mit Fußbodenheizung
    Küchenherd und Kaminofen bleiben erhalten


    Der Holzvergaser soll künftig möglichst 100% der Heizlast beider Wohnungen gemeinsam abdecken.
    (Erfassung jeweils Wärmemenge über Wärmemengenzähler)


    Ölbrenner bleibt erhalten und soll einspringen wenn Puffer leer und nicht nachgelegt werden kann.


    Warmwasser:
    BWWP weiterhin Warmwasser im Sommerhalbjahr (quasi mit PV Strom), künftig dann beide Wohnungen gemeinsam. Vorteil: Holzvergaser bleibt komplett aus während BWWP genutzt wird.


    Solarthermie ist kein Thema, da Dachflächen ausschließlich für Photovoltaik genutzt werden.


    Keine KWL (Lüftungsanlage) geplant.


    Thema Brennholz:
    Brennholz wird "schon immer gemacht". Traktor mit hydr. Spalter, etc. ist schon länger vorhanden. Was es heißt +20 Raummeter pro Jahr Holz zu machen ist mir auch bewusst. Ein paar ha eigenen kleinen Wald gibts auch. Brennholz in Gitterboxen (an Kraftheberhydraulik des Traktor) kann ebenerdig bis zur Heizraum / Holzvergaser gefahren werden.


    Heizlast:
    ---------


    Mit einer Heizlastberechnung (-12°C) habe ich ermittelt:


    10,9 kW Transmissionswärmeverlust
    3,6 kW Lüftungswärmerverlust
    14,5 kW Netto Heizlast


    wohnung 1: 6,8 kW
    Wohnung 2: 7,7 kW


    Wohnung 1+2 ziemlich identisch was die W/m^2 betrifft.


    Heizlast sollte in der Praxis eher etwas niedriger sein, da die Lüftungswärmeverluste (Nutzerverhalten) niedriger sein dürften als berechnet - es wird (zu) wenig gelüftet - allerdings auch keine Probleme mit Feuchtigkeit/Schimmel etc.! Den Angstfaktor "Zusatz-Heizlast" für Nachtabsenkung habe ich mit "null" angenommen da keine Nachtabsenkung gefahren wird. Interne Wärmegewinne (ohne Kaminofen und Küchenherd) bleiben unberücksichtigt, spielen mit rund 2-3 W/m^2 in dem Heizlastbereich keine wesentliche Rolle.


    Warmwasserwärmebedarf dürfte für die Zeit in der der Holzvergasser läuft (also BWWP aus ist) aktuell ca. 1000kWH betragen (gute "Schätzmöglichkeit" anhand Verbrauch BWWP)


    Da der Ölbrenner bisher nicht das ganze Haus versorgte, Haus auch nur teilweise genutzt wurde steht entsprechend leider kein Ölverbauch oder Holzmenge etc. als Basis zur weiteren Berechnung zur Verfügung.


    Wenn ich die "Schweizer Formel" richtig verstanden habe bedeutet das rückwärts gerechnet:


    Wärmemenge / Brennstoffverbrauch:
    -----------


    -12°C Klimazone = ca. 2000 Volllaststunden/anno
    Jahresnutzunggrad 80%


    14,5 (kW) * 2000 * 0,8 = 36230 kWh
    + 1000 kWh (Warmwasser)
    = 37230 kWh Brennstoffverbrauch


    Frage: Ist das soweit richtig "gerechnet" oder sollten andere Annahmen getroffen werden?



    Holzmenge:
    -----------


    Holzart ist überwiegend Eiche (3 Jahre gelagert 15-20% Holzfeuchte), also entsprechend ca. 2100 kWh/ Raummeter bzw. 4,2 kWh/kg. Da scheint sich wohl keiner so richtig einig was die kWh pro Raummeter betrifft. Gefunde Angaben für Buche von 1800-2500 kWh pro Raummeter


    Also 37230 kWh / 2100 = 17,7 Raummeter pro Jahr.


    Eine Holzmenge die für mich soweit passabel wäre.


    Frage auch hier: Soweit richtig?



    Füllraumgröße Holzvergaser:
    -----------


    Gretchenfrage: Bis zu welcher Aussentemperatur gehts mir 1x auflegen am Tag?


    Entscheidend für mich ist in erster Linie bis zu welcher durchschnittlichen Außentemperatur ich nur 1x am Tag auflegen muss. Also dieser Bereich nicht z.B. bei bereits +7°C unterschritten wird da ich dann die überwiegende Zeit wohl mindestens 2x am Tag (eine Teilmenge) auflegen müsste oder der Öler einspringen müsste (das sollte möglichst nicht der Fall sein, da er im Defektfall nicht ersetz werden wird).


    Unberücksichtigt soll erstmal bleiben das auch Kaminofen (wg. Bärenfellromantik und so...) und Küchenherd zum kochen mit Holz auch zeitweise laufen werden.


    Also wie viel kWh vom Holz landen am Ende in den Heizkreisen.
    Hier gehen die Meinungen dann wohl noch weiter auseinander, da habe ich wirklich alles mögliche an Informationen gefunden....


    Ersten "Abschätzungen" nach lande ich vermutlich bei einem Holzvergaser mit 225l Füllraumvolumen. Bzw. hoffe ich damit noch gut auszukommen, denn größere landen dann auch gleich preislich in einer anderen Liga.


    Also z.B. ETA 40kW, Hargassner 40kW, Windhager 36kW, HDG,...


    Bei Windhager habe ich die Angabe gefunden das der 225l Füllraum 64kg Buchenholz fasst. Also vergleichbar Eiche. Mit der Angabe will ich hier mal rechnen:


    64kg * 4,2 (kWh/kg) * 0,8 (Wirkungsgrad Anlage)
    = 215 kWh mit einer Füllung


    Frage: Ist das eine praktikable Annahme?


    .... also weiter "gerechnet":


    Von der maximalen Heizlast von 14,5 kW bei -12°C ausgehend ergibt sich somit pro °C Differenz zu Innenraumtemperatur (Einheitlich mit 20°C angenommen) ein Wärmebedarf von 10,9 kWh pro Tag und °C Differenz Innen zu Außentemperatur.


    Mit einer Füllung (215 kWh) käme ich also auf eine Durchschnittliche mögliche Außentemperatur von +0,22 °C


    Die Abdeckung der maximalen Heizlast (14,5kW * 24h = 348 kWh) mit dieser Füllraumgröße (215 kWh pro Füllung) sollte damit bei 2x auflegen soweit problemlos machbar sein, oder ?


    Randnotiz:


    Von einer nahegelegenen Agrarwetterstion kann ich evtl. recht genaue Daten bekommen (Tagesverläufe der letzten Jahre). Wenn man es also auf die Spitze treiben wollte könnte man womöglich gar mal den Heizbetrieb über eine Saison quasi simulieren.


    Die Durchschnittsswerte des ganzen Jahres:
    2014 11.3
    2013 9.8
    2012 10.2
    2011 11.0
    2010 9.4
    2009 10.7
    2008 10.7
    2007 11.1
    2006 10.9
    2005 10.4
    --
    Ø 10.5 °C
    --------------
    Bevor ich an die nachfolgenden Themen Pufferspeicher, Strangschema, Pumpengröße, Rohrleitungsgröße (alles auch schon etwas von mir "beackert") komme ....


    Was haltet ihr von den bisherigen Überlegungen? Irgendwo ein grober Schnitzer drin?


    P.S. Hoffe jetzt mit dem Text niemanden erschlagen zu haben. B)

  • Hallo ( hier könnte dein Name stehen ),


    hört sich gut an. Da hat sich mal einer Gedanken gemacht. Ich mir damals nicht. Ich wusste, dass ich knapp 6 KW Heizlast habe und war dann der Meinung, dass 25KW und 2500ltr. Puffer dicke reichen sollten. -> Total pragmatisch. Und siehe da: Ich heize bei bis 10 Grad Minus in den letzten Tagen nachts, alle zwei Tage. Ich empfehle dir reichlich Puffer. Dann bist du auch flexibler WANN du heizt.


    VG
    Marco

  • Hallo


    Deine Berechnungen sehen für mich plausibel aus
    und entsprechen meinen Erfahrungen und Einschätzungen in etwa
    ich würd mal sagen das passt...


    40kW Hargassner - das ist eine gute Wahl
    40kW ETA ebenso
    Windhager - kenn ich keinen der einen in Betrieb hat
    die Sache ist einfach die - je größer der Füllraum um so besser...
    bei den 40kW Öfen ist der für Deine Zwecke sicher ausreichend



    Puffer würde ich so groß machen wie möglich
    in meinem Haus (auch ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen BJ 1920)
    hab ich einen 20.000Liter Puffer eingebaut
    das ist ein ehemaliger Sektvergärungsbehälter
    steht nun im ehemaligen Stall - oberer Teil im ehemaligen Heuboden
    der Heuboden ist nun unser Wohnzimmer
    sprich der Puffer dient mit seinem Wärmeverlust durch die Puffer-Isolierung auch als "Wandheizung"
    somit gibt es keine Speicherverluste mehr...


    Habe mir zudem 50m² Flachkollektoren auf den "Carport" gebaut
    Dachfläche 45° genau nach Süden ausgerichtet...


    Die Kombination von großer Solaranlage mit großem Puffer und Holzvergaser kann ich nur empfehlen
    würd ich heute wieder so machen - denke dass ich heute den Puffer noch eine Nummer größer wählen würde . Aber die 20000Liter würd ich nie mehr hergeben wollen... Bin froh darum
    Denn zum einen ist es sehr komfortabel dass ich den Holzvergaser heizen kann wenn es mir passt. Zum anderen sorgt der große Puffer für einen guten solaren Deckungsgrad...
    Und mit der Sommer-Überschusswärme lässt sich prima Holz trocknen


    Bernhard

  • Hallo,


    Das passt ja schon so ziemlich alles.
    Jetzt noch den Hydraulikplan, dann kannst du anfangen.


    Mit freundlichen Grüßen / HJH

  • Hallo...


    Ja, es ist immer sehr schön, wenn sich jemand VOR der Realisierung Gedanken macht und die richtigen Schlüsse zieht.
    Insofern... großes Lob. Du hast bis hierher alles richtig gemacht.


    Jetzt noch eine durchdachte Hydraulik mit einer passenden Regelung. Dann wirst du damit glücklich und hast lange Freude daran, ohne Sklave deiner Heizung zu sein.


    [Blocked Image: http://www.klassenblog.ch/wp-content/uploads/2014/11/Garfield-Daumen-hoch.jpg]


    Gruß Yves

  • Hallo,


    Hallo ( hier könnte dein Name stehen ),


    Ich wollte es "erstmal" bei meinem "Pseudonym" belassen wenn es recht ist (?).



    Da hast du recht. Würden auch noch in den Keller passen (mehrere kleine Puffer). Aber kosten mich auch erstmal Geld und erhöhen in meinem Fall die Speicherverluste. Auch wenn sie die Kellertemperatur erhöhen und dadurch die Verluste in den Räumen darüber etwas geringer werden. Folge ist ja dann das die Temperatur ab der ich 2x auflegen muss steigt. Je nach Puffergröße mehr oder weniger.



    Habe mir zudem 50m² Flachkollektoren auf den "Carport" gebaut
    Dachfläche 45° genau nach Süden ausgerichtet...


    Hier fiel die Wahl wie gesagt bereits auf Photovoltaik - sprich Dach ist damit belegt. Angesichts des Strompreises meine ich das ist die wirtschaftlichere Lösung. Die Brauchwasserwärmepumpe läuft in 8 Monaten zu >90% mit PV-Strom. Notfalls mit Strom aus der Dose wenns wolkig ist. Irgendwann kommt dann vielleicht auch nochmal ein Batteriespeicher und Elektroauto wenn es Sinn macht, aber das ist ja nicht das Thema hier. :blush:



    Aber die 20000Liter würd ich nie mehr hergeben wollen... Bin froh darum
    Denn zum einen ist es sehr komfortabel dass ich den Holzvergaser heizen kann wenn es mir passt. Zum anderen sorgt der große Puffer für einen guten solaren Deckungsgrad...
    Und mit der Sommer-Überschusswärme lässt sich prima Holz trocknen


    Hat schon seine Vorteile, insbesondere den Puffer irgendwo "Mitte Haus" in der thermischen Hülle zu haben finde ich dabei noch am besten!



    Jetzt noch eine durchdachte Hydraulik mit einer passenden Regelung. Dann wirst du damit glücklich und hast lange Freude daran, ohne Sklave deiner Heizung zu sein.


    Also was die Hydraulik betrifft habe ich mir schon ein paar Überlegungen gemacht, aber ich komme erst am Wochenende dazu das fertig zu zeichnen und dann hier online zu stellen - kommt aber definitiv! Regelung hatte ich mir mal die UVR angeschaut, aber ich denke es wird wohl der einfachheit halber auf die Steuerung eines Kesselhersteller hinauslaufen.


    Vorab:
    Pufferspeicher hatte ich bisher an 3x1500l gedacht (Deckenhöhe auf 230cm begrenzt). Anbindung Kessel/ Puffer DN40. Vermutlich mit viega prestabo (außen verzinktes Stahlrohr) da ich mir das Werkzeug leihen kann. Pumpe vermutlich Magna 3 25-60. An der finde ich praktisch das man den Volumenstrom begrenzen kann und man sie mit einem zusätzlichen Anlegefühler als mehr oder weniger genauen Wärmemengenzähler nutzen kann. MAG vermutlich 750l. 500 sind vermutlich zu klein.


    Was das Thema Sklave der Heizung betrifft. Ich hatte ja die Wetterstation erwähnt. Da habe ich nun Stundengenaue Mittelwerte der letzten 10 Jahre. Mit den Tageswerten hatte ich gestern nochmal kurz gespielt. Ich habe ein Jahr heraus gesucht das ziemlich im Durchschnitt liegt, genaueres muss ich mal machen wenn Lust ist. Ganze schneller Vergleich wann wert x < y . Pufferspeicherreserve für Tage an Grenze somit nicht berücksichtigt, aber nur um mal schnell einen Eindruck / Schätzung zu bekommen wo ich da hier so in etwa lande und um mal eine Vorstellung davon wie kalt es denn eigentlich so wirklich ist oder nicht. :laugh:


    1. Wert = Temperatur in °C ab der man 2x auflegen muss
    2. Wert = Anzahl Tage an denen man 2x auflegen muss (Ergibt sich aus Füllraumgröße und Heizlast)


    2°C = 65d
    1°C = 53d
    0,22°C = 48d
    0°C = 47d
    -1°C = 37d
    -1,5°C =33d
    -2°C = 26d
    -2,5°C = 19d
    -3°C = 15d
    -4°C = 8d
    -5°C = 3d
    -6°C = 2d


    Bei den mal von mir ausgerechneten 0,22°C müsste ich also an ca. 48d im Jahr 2x auflegen. Nicht ganz so ideale Vorstellung finde ich. Würde ich die Heizlast gesenkt bekommen (Füllraum gleich groß) so das ich nur ab unter -2,0°C 2x auflegen müsste, dann wären schon nur noch ca. 26 Tage. Dafür müsste die Heizlast Bei Auslegungstemp. von -12°C um ca. 1,5 kW sinken. Unterschlagen habe ich bei der ganzen Geschichte bisher natürlich auch das der U-Wert nicht konstant ist (bei höheren Temperaturen ist er schlechter). Da an ganz kalten Tagen vermutlich auch Kaminofen an und wenig gelüftet wird könnt sichs so einigermaßen ausgehen... Gut, größerer Kesselfüllraum scheidet aus Kostengründen aus, also bleibt sowieso nix anderes übrig. :whistle:

  • Hallo SignorRossi,


    du könntest das 2x Anfeuerproblem durch mehr Pufferspeicher auch etwas entschärfen.
    Wenn der HV brennt, ist es in der Regel kein Problem nach ein paar Stunden nochmal etwas Holz nachzulegen um auch einen größeren Pufferspeicher (als Holzmenge x Füllraumgröße x kWh/kg) komplett zu füllen. Bloß dass du eben mit dem größeren Pufferspeicher deine Heizlast länger abdecken kannst.


    Ich habe übrigens auch alles mit Viega Prestabo verpresst und habe noch nichts nachteiliges feststellen können.


    Gruß Yves

  • So, hat dann doch etwas länger gedauert mit dem Schema. Ergebnis siehe in der PDF anbei.
    Legende habe ich als Bilddatei separat angehongen wenn die jemand braucht.


    Noch ein Nachtrag zu meinem vorherigen Beitrag, da habe ich den Trinkwasserwärmebedarf bei der Temperaturabschätzung vergessen. :blush: Entsprechend landet man bei ca. +0,6°C statt +0,2°C Also +5 Tage an den man 2x auflegen müsste. Im milden Winter 2013/2014 wäre aber zum Vergleich nur insgesamt 6 Tage dabei bei denen ich hätte 2x auflegen müssen.


    Mit dem Schema habe ich mich an den Empfehlungen von Windhager, ETA und Hargassner orientiert.


    Rohrleitungsdimension zu einem Heizkreis + dessen Pumpe muss ich nochmal schauen wenn ich das Thema Fußbodenheizung soweit fertig habe.


    Trinkwasserspeicher (bzw. Wärmepumpe) wird geladen über separate Pumpe ("Boilerpumpe") wie jetzt im Bestand am Ölbrenner.


    Wenn Ölbrenner läuft wird dieser über "Fremdwärmeventil" quasi zugeschaltet und Pumpen der Heizkreise bzw. "Boilerladepumpe" bedienen sich direkt an ihm. Ölbrenner möchte ich ganz bewusst nicht über Pufferspeicher fahren > die Wärme die da und der etwas längeren Zuleitung verloren ginge soll nur vom Holz kommen und mich nicht Öl kosten. Da der selten laufen wird, sollte auch das Thema "Takten" nicht ins Gewicht fallen.


    Ein Schnellladeventil das im oberen Pufferbereich abgreift möchte z.B. Hargassner so haben und ETA und Windhager scheinen das auch zu "mögen". Ich verspreche mir davon einen schneller warmen Holzvergaserkessel (>weniger Kondensat?) sowie schneller Wärme / Masse in Richtung Heizkreise.


    Schwimmerentlüfter sind immer hinter Kugelhahn (so können sie keinen Unsinn anrichten und "Luft in die Anlage ziehen"). Die haben eher nur ihren Zweck bei Befüllung der Anlage. Ggf. weitere wenn der Rohrleitungsweg klar ist.


    Die Systemtrenner (zum Trinkwasser kalt) sind quasi Vorschrift. Bei Thermischer Ablaufsicherung, Befüllung/Nachspeisung der Anlage sowie ggf. vor dem "Verbrühschutz" hinter dem Trinkwasserspeicher)...


    Zirkulation in Trinkwasser warm ist Vorschrift (Hygiene) und Komfort ist natürlich ein Argument, ich überlege aber sie wegzulassen, deswegen ist sie (noch) nicht eingezeichnet. Aber ein "solargeigneter Durchlauferhitzer", sprich so einer der nur soweit zuheizt bis dann warmes Wasser aus dem Speicher an ihm kurz vor der Entnahmestelle ankommt, würde den gleichen Komfort haben wie Zirkulation, aber eben wg. Stagnation betreffs Hygiene bedenklich. Beim Heizen mit Holz eigentlich auch eher Käse *grübel*


    Mehr oder weniger offene Punkte (die mir soweit in den Sinn kamen):


    - MAG Position o.k.? (Unabhängig davon das ein Teil der Kugelhähne gegen schließen abgesichert werden).


    - Weitere sinnvolle Absperrmöglichkeiten (die zwischen den Puffern lasse ich evtl. weg) die man unbedingt haben sollte?


    - Mikroluftblasenabscheider ggf. direkt zwischen Kessel u. Ladepumpe? Vor der Pumpe wäre der niedrigerer Druck als nach Pumpe, also theoretisch "mehr Luftblasen" / bessere Abscheidung - aber dann nicht mehr im "Kreis" mit dem Ölkessel eingebunden?


    - Bisher (Bestand) hat der Ölbrenner keine Rücklaufanhebung. Wäre es notwendigl eine zu verbauen? Wenn ja, dann bräuchte es vermutlich eine extra Zumischpumpe ? Der Gedanke gefällt mir irgendwie nicht so wirklich.


    - ggf. weitere Befüll- /Spülstutzen ? Gibts da Vorzugsstellen wo man sowas hinbaut?


    - Rückschlagklappen ("Schwerkraftbremsen") gibts da Stellen an denen so eine unbedingt notwendig ist? Ich würde da lieber eher keine verbauen wg. deren Strömungswiderstand.


    - Wie legt man eigentlich die "Boilerladepumpe" aus? Richtung maximale Spreizung, also wenig Leistung, damit der Rücklauf zum Pufferspeicher bzw. den Kesseln möglichst niedrig ist?


    - Habt ihr hinter eurem Trinkwasserspeicher (oder ggf. Frischwasserstation) nochmal einen 3-Wege Mischer / Thermostat so das man nicht im Fall der Fälle bei 80°C abgebrüht wird? Eigentlich sollte die Heizungssteuerung den Trinkwasserspeicher nicht auf eine höhere Temperatur laden als man in der Steuerung vorgibt (60°C)... aber wenn was schief geht oder die Anlage "gehackt" wird dann ist der Gedanke daran irgendwie *aua* Aber der Stich Trinkwasser kalt bis zum Mischer schreit natürlich auch wieder nach Stagnation, also entweder wieder Systemtrenner oder im Trinkwasserspeicher eine höhere Temperatur (+Verluste) so das immer zugemsicht wird und keine stagnation in dem Stich, aber bei +60°C gehts dann auch wieder mit Kalkausfällung zur Sache (Wasserhärte Gesamt hier 8,5°dH).



    Gruß


    P.S. Mist, schon wieder zu viel Text. :whistle:

  • Noch ein Thema am Rande, wer denkt sich eigentlich die Pufferspeicher mit den seitlichen Anschlüssen aus ohne "Einschichtung"? So bleiben die gelb (siehe Anhang) markierten Bereiche doch immer ungenutzt ? Also nutzbares Puffervolumen kleiner. Oder stelle ich mir das schlimmer vor als es ist?


    Schön sehen kann man das "Problem" hier bei 5:00 würde ich sagen:

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    Nutzt man den Anschluss von oben hat man gleich wieder deutlich mehr Bauhöhe an der Backe um dort noch einen Rohrbogen unterzubekommen. In meinem Fall (Raumhöhe) würde ich z.B. nicht oben einen Bogen mit Isolierung unterbringen bei den 1500l. Das der unterste seitliche Anschluss ggf. noch einen ungenutzen Teil am Pufferboden verursacht würde ich mir in sofern noch gefallen lassen als das das die Verluste über den Pufferboden reduziert (weil niedrigerer Temperatur dort) - aber dennoch einiges an Volumen verschenkt. Aber das im entladenen Fall in jedem Puffer oben eine Teil auf Maximaltemperatur verbleibt (Wenn Schichtung funktioniert) : abgelehnt :( . Solarbayer hat ein schönes System mit seitl. Anschluss und schöner Einschichtung aber entsprechend ist auch der Preis eines leeren Puffer: 1850 Euro für 2200l. :dry: Andererseits hätte ich bei 5x1000l (effektiv dann durch den ungenutzen Bodenteil auch eher >500l weniger) einiges an Verrohrung mehr und mehr Verluste durch größere Oberfläche und mehr Verlust an Stellfläche. Glaube da muss ich nochmal intensiver suchen.


    Was sich mir auch noch nicht so ganz erschließt ist warum Hersteller statt die Anschlüsse um 2x45°C, also 90°C zueinander drehen, 2x40° wählen?


    z.B. hier PSM:


    http://www.austria-email.at/fi…speicher_-de-en-nl-fr.pdf

  • Hallo Signor Rossi
    Hab mir das Video angesehen, am Anfang steht, das es ohne Zustimmung nicht veröffentlicht werden darf.
    Wollte dich nur darauf hinweisen, bevor du Ärger bekommst.
    Vielleicht hast du ja auch die Zustimmung es zu veröffentlichen, dann ist alles ok.
    Mfg Thomas

  • Hier ist nur der Link eingebunden,
    veröffentlicht hat es der der es hochgeladen hat.
    Es liegt nicht hier sondern bei Youtube, damit sind wir raus.


    Genau, war einfach nur ein Link aus dem die Forensoftware ein "Deep Link" macht indem sie es hier direkt einbindet.


    Bezüglich der Maximaltemperaturbegrenzung für das Warmwasser ist mir noch eingfefallen das man das auch über einen einfachen Temperaturschalter (Sensor) machen könnt der im Warmwasserspeicher ist und der dann bei Überschreitung von z.B. 65°C ein Magnetventil zu macht unabhängig von der restlichen Steuerung. Dann hat es keine Probleme mit Stagnation.

  • Alle zur Fastnacht/Karneval ausgeflogen oder das Wetter zum Holzmachen genutzt? Oder doch zu viel Text. :whistle:


    Was neues:


    - Auf der ISH in Frankfurt in knapp 3 Wochen werde ich mir nochmal diverse Holzvergaserkessel anschauen. Tendenz geht aber mittlerweile zu Hargassner da "Großhändler" auch nur ca. 45min entfernt. (Kessel muss dennoch ein Heizungsbauer für mich dort bestellen).


    - Schema: Position der beiden Heizkreiswärmemengezähler verändert
    Grund: WMZ darf nicht nach Mischer installiert werden wg. möglicher "Kaltwassersträhnen" (>ungenaue Messung), zudem an neuer Stelle größere (Temperatur-)spreizung was einer genaueren Messung sicher zuträglich ist als nur wenige °C Spreizung. Zusätzlicher Schmutzfänger vor WMZ (ggf. lasse ich den vor Pumpe/Mischer weg)


    - Thema Schornstein entwickelt sich dann wohl doch noch zu einem größeren Punkt als Gedacht...


    Grundsätzlich stehen 2 Schornsteine in der Nähe des Aufstellort zur Auswahl. Beide mit ca. 3m und 1x 90° Bogen anbindbar (Rohr wird isoliert). 1x mit Querschnitt 20cmx20cm und einmal mit 14x14cm. Der Bezirksschornsteinfeger hat auf Nachfrage (den Frage ich lieber vorher) anhand eines"Schiedel Diagramm" gemeint es müsse "idealerweise" ein Schornstein mit d=18cm sein und aufgrund der möglichen Auswahl dann den 20x20 empfohlen. Vermutlich hat er dazu dieses hier unter 7.2. (Pellets / 190°C Abgastemperatur, Schornstein mit Zug) genutzt das frei auf der Schiedel Website verfügbar ist:


    "7.2 Holz-Pellets Feuerstätte mit Zugbedarf und Gebläsebrenner
    Abgastemperatur im Stutzen der Feuerstätte tw ≥190 °C


    http://www.schiedel.de/schiede…us/querschnittsbemessung/


    Hargassner empfiehlt für den HV40 Min. 10 Pascal Mindestzug u. Maximal 20 Pascal" beim Schornsteinsystem "Schiedel Absolut" (vergleichbar mit dem Aufbau der beiden hier vorh. Schornsteine) bis 7m Höhe d=18cm und ab 8m d=16cm (!). Wirksame Schornsteinlänge sind hier wohl gemerkt 9,20m.


    Wo der Schornsteinfeger recht hat ist, dass beim Anschluss mit dem Abgasrohr von d=15cm (am HV40) an den 14x14cm Schornstein eine gewisse Schwierigkeit besteht. Also ein sauber passendes Formteil / Übergang zu finden. Schornsteinfeger empfiehlt 20x20 verweist mich aufgrund genauerer Rechnung allerdings an einen Heizungsbauer.... :dry: Soweit kommts allerdings noch, das ich einen Heizungsbauer mit sowas beauftrage. :evil:


    Nennleistung / Teillast.
    Nennwärmeleistung 40 kW 22 kW
    Feuerungswärmeleistung 43,4 kW 23,2 kW
    CO2-Gehalt 14 % 14 %
    Abgasmassenstrom 22 g/s 10,88 g/s
    Abgastemperatur 190 °C 100 °C
    Nennleistungsdaten stammen von Hargassner direkt, die Teillastdaten sind die der 50kW Version angenähert deren Daten ich in einer PDF gefunden habe.


    Schornsteindaten entsprechend des Bestands hier.


    Ergebnis ist das bei Volllast beide funktionieren (20x20 und 14x14). Der 14x14cm aber eine ca. 23°C höhere Temperatur an der Mündung hat als der 20x20. Keine Probleme mit Kondensation. Beide haben genug Zug, der 20x20 eher zu viel. Auslegungskriterium ist laut Schornsteinfeger (für ihn) die Volllast.


    Dennoch hat mich die Teillast interessiert. Bei Teillast haben beide auch noch genug Zug, aber beide lassen aufgrund der niedrigeren Abgastemperatur Kondensation im Mündungsbereich des Schornstein erwarten. Die Temperaturdifferenz beider Varianten ist dann aber nicht mehr so groß wie bei Vollast (nur noch 6°C). Tendenziell schaut für mich der 14x14cm sinnvoller aus, zumal er exakt den Querschnitt hat wie der von Hargassner empfohlene in runder Version mit d=16cm.


    Da der 20x20 unter Vollast eher zu viel Zug hat wird der Zugbegrenzer/Nebenluftvorrichtung (werde ich unter Rauchrohranschluss und über Reiningungstür in Schornstein einbauen damit es mir nicht den Keller zuqualmt beim anzünden) die Temperatur zusätzlich etwas senken. Bei Volllast hätte also der 14x14 im Fall der Fälle also etwas mehr Reserve. Bei Teillast ist es bei beiden sowieso "Essig".


    Tja was tun? Werde wohl so oder so nochmal ein Gespräch mit dem Schornsteinfeger führen müssen wie die Kuh vom Eis kommt da er es ja schließlich absegnen muss. So eine Hosenträger+Gürtel "Spaßemackenaktion" :silly: wie das einziehen eine Edelstahlschornsteins in den 20x20 wollte ich wg. der Kosten eigentlich nicht haben für die wenigen Fälle wo wirklich wg. vollem Puffer dann mal Teillast ansteht.


    Habt ihr eure Holzvergaser alle an Edelstahlschornsteinen mit Kondensatablauf ??? Wohl eher nicht, oder ?


    Helau! B)


    P.S. Verbrennungsluftbedarf bei Nennleistung ist 146,6 m3/h und bei Teillast 72,5 m3/h


    schema-Kopie.pdf

  • Kleines Update B)


    1)
    ISH in Frankfurt wurde besucht bzw. diverse Holzvergaserhersteller. Ergebnis: Es wird nun mit aller Wahrscheinlichkeit ein Hargassner.


    2)
    Bei Herz bin ich noch auf einen Kessel mit einer interessanten Brennkammer gestoßen. Einer sogenannten "Doppelwirbelbrennkammer" ähnlich der die hier im Forum an anderer Stelle als "Selbstbau" zu sehen ist.


    http://www.herz-energie.at/index.php/lambda_15_40.html


    Füllschacht allerdings kleiner als bei Hargassner und u.A. deswegen für mich aus dem Rennen.


    3) Vor ein paar Tagen bin ich darauf aufmerksam geworden das die Förderung für Scheizholzheizungen zum 1. April 2015 um 600 EUR von 1400 auf 2000 EUR angehoben wird. Das kommt dann doch aktuell sehr gelegen. :kiss:


    "Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt
    vom 11. März 2015"


    http://www.bmwi.de/BMWi/Redakt…2,sprache=de,rwb=true.pdf


    Wenns dann konkreter wird gibts wieder ein Update.

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