Ganzstahldüse (Friedrich)

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  • @Friedrich:


    habe gelesen, dass Du eine ganzstahldüse eingebaut hast.


    würde mich näher interessieren, und zwar vor folgendem hintergrund:


    jth und ich betreiben einen KÖB pyromat mit hinterem abbrand.


    der füllraum ist komplett aus stahlblech, ca. 1cm stark.
    diese stahlbleche gehen an den seitenwänden runter bis auf den ascherost.
    an der rückwand des füllraums endet das stahlblech ca. 20 cm (habe es noch nicht genau gemessen) oberhalb des rostes.
    dort sind die brennkammersteine mit eingelassener düse (viereckig) von vorne sichtbar.


    an jths kessel sehen diese steine ziemllich mitgenommen, um nicht zu sagen desolat, aus.
    im forumsbeitrag 81986 (http://www.holzvergaser-forum.…d/&postID=97363#post97363) hat jth die steine abgelichtet.
    damit das an meinem kessel nicht auch so passiert, trage ich mich mit dem gedanken,so was ähnliches wie eine stahldüse zu bauen.
    sozusagen als aufsatz auf die brennkammerwand bzw. als eine art verlängerung des füllraumstahlblechs (rückseite des füllraums) mit aufgeschweisster vierkantdüse zum zweck des schutzes der sichtbaren brennkammersteine und der vorhandenen düse.
    die vierkantdüse aus stahl würde also in die vorhandene steindüse hineineinragen, so dass diese nicht mehr mit der flamme konfrontiert würde.


    zur verdeutlichung:
    siehe anlage brennkammersteine.pdf (istzustand)
    siehe anlage ganzstahlduese.pdf (gedanklicher lösungsansatz)


    jetzt meine fragen:
    welche temperaturen herrschen im füllraum vor der düse = oberhalb des ascherostes?
    welchen stahl müsste man da nehmen?
    ist zu befürchten, dass die in die steinwand reinragende stahldüse sich so ausdehnt, dass sie die vorhandene (und zu schützende) steindüse sprengen könnte?
    und wäre zu befürchten, dass die durch den stahleinsatz eintretende verkleinerung der düsenöffnungsfläche zu einer verändérung des abbrandes führen könnte (unter umständen zu einer leistungsreduzierung)?
    oder gibt es sonstige bedenken gegen die gepante maßnahme?


    piss Tann
    hanibal

  • @Friedrich:
    jetzt meine fragen:
    welche temperaturen herrschen im füllraum vor der düse = oberhalb des ascherostes?
    welchen stahl müsste man da nehmen?


    Du nimmst einfachen Baustahl, der funktioniert bei mir seit einem Jahr.
    Wichtig ist, daß die Stahldüse durch die Sekundärluft gekühlt wird.


    Ist natürlich bei jedem Kessel etwas anders, kenne Deinen Kessel nicht im Detail.



    ist zu befürchten, dass die in die steinwand reinragende stahldüse sich so ausdehnt, dass sie die vorhandene (und zu schützende) steindüse sprengen könnte?


    Ja, das kann ein Problem sein, wenn Du keine Dehnfugen einbaust;



    und wäre zu befürchten, dass die durch den stahleinsatz eintretende verkleinerung der düsenöffnungsfläche zu einer verändérung des abbrandes führen könnte (unter umständen zu einer leistungsreduzierung)?


    Ja, wenn Du den Düsenschlitz verkleinerst, dann reduzierst Du die Leistung;


    mfg friedrich

  • danke für Deine einschätzung, die sich leider mit meinen befürchtungen deckt.


    es kommt hinzu, dass - wegen des seitlichen abbrandes - eine kühlung der düse durch die sekundärluft nicht möglich ist.


    also bleibts beim alten mit der folge, dass die düsenstein-Elemente einem gewissen verschleiss unterliegen, wobei ich hoffe, dass der beton wenigstens 5-10 jahre hält.


    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • nabend hannibal,


    mein Bruder hat einen FischerGA-TX, da sitzt die Düse ca 10cm über dem Rost.
    nach gut 100 metern Holz sind die Düsenkanten unten und seitlich deutlich "abgefräst",
    Beim 98/99er Fischer muß zum "Düsenwechsel" der ganze Brennraum herausgebrochen werden,
    (Brennraumsegmente, Düsensegment und die Grundplatte mit den sekLuftbohrungen....ca 500€)


    mit einem Winleleisen, ca 10x10cm, hat er den Abbrieb an der unteren Kante begrenzt,
    der Kessel lief wieder ruhiger, die "runde" Betonkante lag im "Windschatten" der Eisenkante.
    etwa 30 meter Holz(letzten Winter) hat der Winkel direkt auf dem Rost gestanden, "schlichtes" Eisen.


    Bei der Köb-Fugendüse :
    ein Winkel mit Aussparung/"Fenster" in Düsenquerschnitt, die untere und seitl. Düsenkanten sind dann im "Gasstromschatten".
    Der Winkel braucht seitlich Platz, der dehnt sich stärker aus als der gekühlte Füllraumstahl,
    "dickeres" Eisen(10-12mm)hat ne längere "Standzeit" ....


    Gruß Heinrich
    PS :
    in der Restasche neben meiner atmos-Düse sind "Altflacheisen" nach ca 15-20 metern "verbraucht"

    seit 2023 thermia10(12) soleWP

    seit 2024 eta20(30)

    .. 3100L Puffer.. + 300L-FriWa ..

    (gse40atmos2009)(1988viessmannÖl18kw)

    (LC.>Gust-Tronik>BR-Temp.Regler)

  • HKruse:


    und wenn man den winkel aus dem material, aus dem der aschrost ist, nämlich guss, schweissen würde?
    dann müsste er ja (theoretisch) ähnlich lang haltbar sein wie der guss-ascherost.
    oder?


    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


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  • entschuldige bitte, dass ich so dumm bin.
    aber das muss ich jetzt nicht verstehen, oder?.
    gehts auch ein bisschen allgemein verständlicher?


    immerhin wäre das teil ja keinerlei mechanischer belastung ausgesetzt.


    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


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  • nabend hanibal


    "immerhin wäre das teil ja keinerlei mechanischer belastung ausgesetzt"


    der Gußrost bei den Kesseln mit seitlichem Abbrand ist "primär-luftgekühlt", die Teile halten...
    beim FischerGA-TX(15j, 25kw, 0,3m Scheiter) ist der erste Rost noch drin, gut 400 meter Holz


    Der "Winkeldüsenschutz" wird nicht gekühlt, der "schwindet", das ist einfach Verbrauchsmaterial
    Beim Schmied, Fahrzeugbau oder Stahlbau nach passenden Resten fragen.


    Das "Düsenschutzfenster" darf etwas kleiner als die Betondüse sein, ....mehr Standzeit....
    durch diese ca 10mm "lange" Verengung wird die Gasgeschwindigkeit dort leicht erhöht,
    für eine Leistungsminderung reichen ein paar cm2 weniger Querschnitt nicht.
    Bei ner alten, "runden" Düse wird das Startverhalten wieder angenehmer, jedenfalls beim Fischer und Atmos.


    bei den seitlichen "Abbrennern" wäre ich mit ner Leistungsreduzierung vorsichtig,
    Fischer und andere haben deutlich mehr "Wasserfläche" um den Füllraum herum,
    dort wird schon während der Pyrolyse Wärme "getauscht", Glutwärme.
    wenn die Wärme für die Pyrolyse nicht mehr ausreicht, stürzt die Brennraumtemperatur ab,
    die End-AGT bleibt aber noch ne Weile "stehen"...


    Gruß Heinrich

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  • danke hkruse,


    Du hast mich überzeugt.
    ich werds einfach mal probieren.
    kann ja im prinzip nix schiefgehen und eine große investition ist es auch nicht.


    piss Tann
    hanibal

    Hanibal


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